Von: Dr. Hana Cernecka Gesendet: 28. August 2018 An: Junge Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler Betreff: Infos für Absolventen der Naturwissenschaften
Liebe Leserinnen und Leser, ich heiße Hana Cernecka und komme aus der Slowakei. Mein naturwissenschaftliches Interesse entwickelte sich während meines Master-Studiengangs, als ich mich einer Gruppe junger Naturwissenschaftler der Pharmakologie in Bratislava anschloss. Seitdem will ich immer besser verstehen, wie biologische Prozesse ablaufen und wie sie moduliert werden können. Nie hätte ich damals zu denken gewagt, dass ich dank dieser Faszination einmal selber an der Entwicklung neuer Arzneimittel mitwirken könnte, die eines Tages möglicherweise Patienten helfen würden. Gleich nach dem Abschluss meines Master-Studiengangs der Pharmakologie schrieb ich mich für ein PhD-Programm in den Niederlanden ein. Während meines Promotionsstudiums arbeitete ich an einem Thema zur Aufklärung eines Wirkungsmechanismus für ein Mittel zur Behandlung von Patienten mit Inkontinenz. Noch mehr prägten mich jedoch die Bekanntschaften mit zahlreichen Forschern aus unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Bereichen und die neu geschlossenen wissenschaftlichen Partnerschaften mit akademischen Institutionen und der Industrie. Dadurch konnte ich mein Wissen erweitern, neue Kompetenzen entwickeln und mich schließlich als unabhängige Naturwissenschaftlerin etablieren. Nach meiner Promotion traf ich die Entscheidung, an relevanten Mechanismen für die Behandlung von Herzinsuffizienz zu arbeiten, und ging an das Max-Delbrück-Centrum in Berlin. In dieser Zeit als Postdoc hatte ich das Glück, an einem von Bayer veranstalteten Workshop im Bereich der kardiovaskulären Forschung teilnehmen zu dürfen. Dies war ein Wendepunkt in meiner wissenschaftlichen Laufbahn. Mir wurde bewusst, dass Forschung auch innerhalb von Unternehmen betrieben wurde, und so beschloss ich, wirklich etwas zu bewegen, um mit meiner Forschungsarbeit greifbare Ergebnisse für Patienten zu erzielen. Ich wandte der akademischen Forschung also den Rücken zu und ging zur pharmakologischen Forschung bei Bayer. Heute arbeite ich als Laborleiterin an der Erforschung kardiovaskulärer Erkrankungen. Ich bin Mitglied des wissenschaftlichen Teams, das neuartige Behandlungsoptionen für Patienten mit Nierenerkrankungen ermittelt und ausarbeitet. Ich identifiziere mögliche neue Behandlungsansätze, charakterisiere die vielen Moleküle, die wir als potenzielle Arzneimittel für meinen Behandlungsansatz entwickeln, und gehöre zum Team, das diese schließlich als Medikamente für Patienten verfügbar macht. Natürlich ist es ein langer, beschwerlicher Weg, doch eines Tages wird er den Patienten vielleicht neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen. Ein als Laborleiter tätiger Wissenschaftler benötigt in meinen Augen verschiedenste grundlegende Kompetenzen. Eine aktive, konstruktive Interaktion mit Kollegen und ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten sind sehr wichtig für den Aufbau von Kooperationen mit anderen wissenschaftlichen Teams. Offenheit, Flexibilität und vor allem die Bereitschaft, Lösungen für Probleme zu finden, mit Frustration umgehen zu können und sich ständig weiterzuentwickeln, sind die Eigenschaften, mit denen man sich auf jedem Gebiet zu einem Experten entwickeln kann. Ich wünsche Ihnen allen viel Erfolg! Genießen Sie die Reise, denn schließlich geht es um Ihre Karriere! Dr. Hana Cernecka, Laborleiterin Bayer AG, www.bayer.de
Forschung 4.0: Digital Denken!
Experimente, die im Computer simuliert werden, Big-Data-Analysen, die Patientenbiografien als verästelte Bäume darstellen, neue Entwicklungen, die das Leben im Alter vereinfachen: Die Bezüge zwischen Forschung und neuer Technik werden immer direkter. Dabei ändert sich auch die Arbeit selbst. Forschung 4.0 nutzt die Digitalisierung, um sich konzentriert Menschen und Märkten zu widmen.



Ohne Zweifel haben wir das größte Wunderwerk der Evolution in unserem Kopf. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn das Gehirn spielt uns fortwährend Streiche: Es versetzt uns in Angstzustände, als verfolge uns der Säbelzahntiger, quält uns an Bord eines Schiffes mit Übelkeit oder entwirft ein völlig überzogenes Bild von uns selbst. Die Gründe werden im unausgeglichenen Verhältnis sehr alter primitiver Hirnteile und neuerer Regionen vermutet. So dominiert uns oft das sogenannte Reptilgehirn, und die uralte Amygdala lässt uns weiterhin Ausschau nach Gefahren halten, die es längst nicht mehr gibt – mit entsprechenden unpassenden, lästigen Reaktionsmustern. Kompetent, leicht nachvollziehbar und witzig erklärt Burnett, wie, wann und warum uns das Gehirn in die Irre führt. In seinem Buch räumt Burnett mit Märchen über das Gehirn auf und erklärt, wann es uns austrickst, ohne dass wir es merken.

Es ist eines der größten Naturwunder überhaupt, und es ist das alltäglichste und häufigste: die Metamorphose. Insekten beherrschen die Wiedergeburt aus dem eigenen Körper. Dass aus einem plumpen, raupenartigen Dauerfresser ein filigraner Schmetterling wird oder aus einer wurstförmigen Larve eine Biene, ist etwa so, als formte sich aus dem Körper eines Maulwurfs eine Giraffe – nur noch phantastischer. Die Wissenschaftsfotografen Nicole Ottawa und Oliver Meckes (World Press Photo Award, Deutscher Preis für Wissenschaftsfotografie) stellen Larve und erwachsenes Insekt in Einzelportraits einander gegenüber und dokumentieren so mit den Mitteln der Rasterelektronenmikroskopie in noch nie gesehener Detailschärfe und Brillanz einen Wandel, der nicht nur Wissenschaftler fasziniert. Nicole Ottawa, Oliver Meckes: Wandlungskünstler.
Die Natur steckt voller Überraschungen: Laubbäume beeinflussen die Erdrotation, Kraniche sabotieren die spanische Schinkenproduktion und Nadelwälder können Regen machen. Was steckt dahinter? Der passionierte Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben lässt seine Leserinnen und Leser eintauchen in eine kaum ergründete Welt und beschreibt das faszinierende Zusammenspiel zwischen Pflanzen und Tieren: Wie beeinflussen sie sich gegenseitig? Gibt es eine Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Arten? Und was passiert, wenn dieses fein austarierte System aus dem Lot gerät? Anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und seiner eigenen jahrzehntelangen Beobachtungen lehrt Deutschlands bekanntester Förster einmal mehr das Staunen.
Bienen sind faszinierende Wesen. Rund 4000 Blüten fliegen sie pro Tag für Nektar an. Dabei gibt es nicht nur in ländlichen Gegenden, sondern auch in Städten reichlich Nahrung für die emsigen Arbeiterinnen. Auf Balkonen, Verkehrsinseln und in Parkanlagen wird fleißig gesammelt und bestäubt. Erfolgreiches Imkern ist also fast überall möglich, ob auf dem Dach eines Hochhauses oder im eigenen Garten. Imkermeister und Pädagoge Dietmar Niessner eröffnet mit seinem Buch einen umfassenden Rundumblick auf die spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit des Imkerns. Mit vielen Informationen, Anleitungen und Tipps zum Imkerstart erleichtert er Anfängerinnen und Anfängern den Einstieg in die Bienenhaltung und beantwortet Fragen wie: Wie viel Zeit nimmt das Imkern in Anspruch? Wo kann ich mein Bienenvolk aufstellen? Was für Aufstellungsformen gibt es? Wie kommt man überhaupt zu Bienen?

Sie überqueren Kontinente, ohne nach dem Weg zu fragen. Sie erinnern sich an die Vergangenheit und planen für die Zukunft. Sie beherrschen die Grundprinzipien der Physik. Vögel sind erstaunlich intelligente Wesen. Wie zahlreiche neue Studien zeigen, stehen die kognitiven Fähigkeiten vieler Arten denen von Primaten in nichts nach. Jennifer Ackerman ist begeisterte Vogelbeobachterin und begibt sich auf Entdeckungsreise zu den Genies der Lüfte. Sie verbindet in ihrem Buch auf elegante Weise persönliche Anekdoten und Reisereportage mit neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen – nach der Lektüre sieht man die Wunder der Vogelwelt mit neuen Augen.
Jennifer Ackerman: Genies der Lüfte. Die erstaunlichen Talente der Vögel. Rowohlt 2017. ISBN 978-3-498-00098-1. 24,95 Euro
»Fünf Fragen reichen aus, um gut durchs Leben zu kommen.« Mit dieser Botschaft verabschiedete James E. Ryan seine Studenten aus Harvard – und inspirierte Millionen von Menschen, die seine Rede im Internet angeschaut haben. Anhand privater Erlebnisse und beruflicher Erfolge entfaltet Ryan die Wirkungsmacht einfacher Fragen wie »Wie jetzt?!«, »Mich wundert, warum …«, »Könnten wir zumindest …?«, »Wie kann ich helfen?« und »Was zählt wirklich?«. Diese fünf einfachen Frageformen helfen, das Wesentliche immer im Auge zu behalten, Diskussionen zu öffnen und Veränderungen auf den Weg zu bringen. Verblüffend, authentisch und berührend ermutigt Ryan in diesem Buch dazu, Fragen wie Schlüssel zu gebrauchen, um persönliche Ziele zu erreichen und die eigenen Ideale zu verwirklichen.
James E. Ryan,

