Lebensmittel als Leidenschaft

Sinah Klümper ist nach ihrem Studium „International Food Business“ bei METRO Deutschland als „Trainee Vertrieb“ mit der Zielfunktion Betriebsleiter eingestiegen und beschreibt im „karriereführer handel“, warum sie sich dafür entschieden hat – und es bis heute nicht bereut.

Lebensmittel im Allgemeinen und die Lebensmittelbranche haben mich schon früh fasziniert. Daher habe ich mich nach meinem Abitur für das Studium „International Food Business“ an der Aeres University of Applied Sciences in Dronten, NL, entschieden. Dieser Studiengang ist ein internationales Wirtschaftsstudium mit dem Schwerpunkt Lebensmittelindustrie in Europa und Nordamerika. Während des Studiums habe ich einige Praktika sowohl im produzierenden Gewerbe als auch im Handel absolviert. Nach meinem Abschluss als Master of Science war mir sofort klar: Ich möchte im Lebensmittelhandel durchstarten. Ich war generell begeistert von der Idee, früh auf eine führende Position vorbereitet zu werden, Verantwortung zu übernehmen und mich in einem großen Unternehmen weiterentwickeln zu können. Deswegen habe ich im Internet gezielt nach Einstiegsprogrammen mit dem Ziel einer Führungsposition im Handel recherchiert.
Besonders die Mischung aus Markt -und Zentralphase war für mich interessant.
Die Stellenausschreibung für das Traineeship im Vertrieb von METRO Deutschland hat mich besonders angesprochen, da das Aufgabenbild herausfordernd und spannend war und meinen Vorstellungen entsprach. Besonders die Mischung aus Markt -und Zentralphase war für mich interessant. Im Großmarkt habe ich für ein halbes Jahr die verschiedenen Food und Non-Food Abteilungen durchlaufen (Fisch, Multimedia, Kasse, Warenannahme etc.) und war für die Präsenz, Bestellungen und Bestandsführung der Ware verantwortlich. Die Nähe zu den Kunden, anderen Mitarbeitern und zur Ware hat mir besonders viel Freude bereitet. Während meiner dreimonatigen Zentralphase in Düsseldorf habe ich das Category Management sowie den Operationsbereich näher kennengelernt und konnte dort mein Verständnis für den Einkauf, (Kenn-)Zahlen und strategische Steuerungsprozesse vertiefen. Aktuell befinde ich mich wieder im Markt. Dort durchlaufe ich die letzten Schritte meiner Einarbeitungsphase zur Betriebsleiterin. Ich freue mich auf die zukünftigen Herausforderungen der Handelsbranche und bin gespannt auf meine Zukunft bei METRO Deutschland.

Warenkorb – Kultur-, Buch- und Linktipps

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Weil wir Essen lieben

Cover Weil wir Essen liebenUnglaublich, aber wahr: 313 Kilogramm genießbare Lebensmittel werden pro Sekunde in Deutschland weggeworfen. Kaum ist das Mindesthaltbarkeitsdatum des Joghurts überschritten oder der Apfel nicht mehr ganz so frisch, landen sie im Müll. Höchste Zeit, dem Wegwerfwahnsinn ein Ende zu bereiten! Mit den Rezepten und Tipps in diesem Buch gelingt es ganz leicht, die alltägliche Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Daniel Anthes, Katharina Schulenburg: Weil wir Essen lieben. Vom achtsamen Umgang mit Lebensmitteln: Mit Rezepten für die Resteküche. oekom verlag, München, 2018. ISBN-13: 978-3-96238-050-2. 18 Euro. (Werbelink)

Der Film über das beste Restaurant der Welt „NOMA“

Cover NomaNach dem Film hat man definitiv Hunger! 90 Minuten lang zeigt der französische Regisseur Pierre Deschamps, wie Chefkoch René Redzepi es geschafft hat, dass sein „Noma“ in Kopenhagen viermal zum besten Restaurant der Welt gekürt wurde. Dieser Dokumentarfilm ist eine Begegnung mit nordischem Food- und Lifestyle und ziemlich coolen Typen. DVD: „Noma – ein Blick hinter die Kulissen des besten Restaurants der Welt“. (Werbelink)

Faire Woche

Foto: : Ian 2010/Fotolia.com
Foto: : Ian 2010/Fotolia.com

Im September jeden Jahres findet seit 2001 die Faire Woche statt: 2019 lag der Schwerpunkt auf „Geschlechtergerechtigkeit“ unter dem Motto „Gleiche Chancen durch Fairen Handel“. Veranstalter der fairen Woche sind das Forum Fairer Handel e. V. in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband e. V. und TransFair e. V. Schirmherr der Fairen Woche war auch 2019 der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller.
www.faire-woche.de

Foodreport

Cover FoodreportHanni Rützler, Gründerin des „futurefoodstudios“ und Foodtrend-Forscherin, gibt jedes Jahr den „Foodreport“ heraus. Der aktuelle richtet seinen Fokus auf drei Schwerpunkte, die unsere Esskultur, die Lebensmittelproduktion und den Handel in Zukunft nachhaltig prägen werden: das Ende der Mahlzeiten (wie wir sie kennen), die substantielle Rolle, die Kunst und Design, aber auch die Metropolen bei der Umgestaltung des Ernährungssystems spielen, und schließlich die großen Herausforderungen, die auf Produzenten, Retailer und Konsumenten bei der Suche nach Alternativen zu Kunststoffverpackungen zukommen. Hanni Rützler und Wolfgang Reiter. Zukunftsinstitut GmbH in Kooperation mit der Lebensmittel Zeitung, foodservice und gv-praxis 2019. ISBN 978-3-945647-60-8. 150 Euro. (Werbelink)

„Endlich Montag“

Foto: : AdobeStock/fotomek
Foto: : AdobeStock/fotomek

Heiko Link, der Spezialist für den Wochenanfang bietet mit seinem Podcast professionelle Karriereberatung für Jobsuchende. Er interviewt dazu Experten und hat seit 2016 bereits fast 100 Folgen produziert.
www.endlich-montag.net

Bewerben mit der Micro-Learning-Methode

Cover Bewerbung to GoDer Ratgeber „Bewerbung to go“ ist für alle, die keine Zeit haben, sich stundenlang mit ihren Bewerbungsunterlagen zu beschäftigen. Sandra Gehde: Bewerbung to go. Entspannt und zeitgemäß zum neuen Job. Erfolgreich bewerben mit der Micro-Learning-Methode. metropolitan 2019. ISBN 978-3-96186 – 030 -2. 14 ,95 Euro. (Werbelink)

Hörbuch „Die Kunst des digitalen Lebens“

Foto: AdobeStock/fpic
Foto: AdobeStock/fpic

Wir sind immer bestens informiert und wissen doch so wenig. Warum? Weil wir ständig „News“ konsumieren – kleine Häppchen trivialer Geschichten, schreiende Bilder, aufsehenerregende „Fakten“. Doch News tun uns nicht gut, sagt SPIEGEL-Bestseller-Autor Rolf Dobelli, sie vernebeln unseren Geist, verstellen uns den Blick für das wirklich Wichtige, machen uns depressiv und lähmen unsere Willenskraft. Wie man ein Leben mit klarerem Denken, wertvolleren Einsichten und besseren Entscheidungen genießen kann, erklärt er in seinem neuen Hörbuch. Rolf Dobelli: Die Kunst des digitalen Lebens. HörbucHHamburg 2019. Download 14,95 Euro. (Werbelink)

Das letzte Wort hat: Marktschwärmerin Katharina Schwartz

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Katharina Schwartz, Diplom-Designerin aus Köln, hat im Jahr 2014 eine Idee aus Frankreich in Deutschland etabliert: die Direktvermarktung von Lebensmitteln in Marktschwärmereien. Das geht so: Via Internet bestellen die Kunden Lebensmittel von Erzeugerbetrieben aus der Region und holen diese einmal pro Woche an einem Ort in ihrer Nähe, der Marktschwärmerei, ab. Was daran so besonders ist und warum das Konzept aufgeht, erklärt die 33-Jährige hier im Interview. Die Fragen stellte Christiane Martin.

Katharina Schwartz, Foto: Monika Ewa Kluz
Katharina Schwartz, Foto: Monika Ewa Kluz
www.marktschwaermer.de
Wie funktioniert das Prinzip Marktschwärmer genau? Marktschwärmer bringt Stadt und Land wieder etwas näher zusammen, indem kleine Erzeugerbetriebe aus der Region ihre Produkte über unsere Online-Plattform direkt an die Kunden verkaufen können. Einmal wöchentlich kommt der Hofladen dann sozusagen in die Stadt, nämlich dann, wenn Kunden ihre bestellte Ware am Übergabepunkt, der Schwärmerei, abholen kommen. Einige Produzenten sind bei der Ausgabe selbst vor Ort. Transparenter, fairer und regionaler kann man fast nicht einkaufen. Sie waren die erste Gastgeberin in Deutschland für diese Form der Direktvermarktung. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen? Beruflich beschäftige ich viel mich mit dem Thema Nachhaltigkeit. Regionale, saisonale, ökologische Ernährung ist da ein wichtiger Schwerpunkt. Als ich über einen Bekannten von der französischen Geschäftsidee („La Ruche qui dit oui“) erfuhr, ging mir nicht mehr aus dem Kopf, dass genau diese Form der Direktvermarktung eine echte Zukunftsperspektive für die kleinbäuerlichen Betriebe hier in unserer Region bieten könnte. Und 2014 war es dann soweit: Wir konnten in Köln-Ehrenfeld mit einer ersten Beta-Version der deutschen Plattform starten. Wie viele Kunden hat denn Ihre Schwärmerei in Köln? In den fünf Jahren haben sich fast 4000 Mitglieder angemeldet. Aktiv kaufen jede Woche etwa 80 Leute ein. Unser Kundenstamm ist dabei sehr gemischt – von der Studenten- WG über den Geschäftsmann, der zum Feierabend noch schnell seine Bestellung abholt, bis zu älteren Menschen, die sich darüber freuen endlich wieder Gemüse kaufen zu können, das so schmeckt wie in ihrer Kindheit. In Deutschland gibt es inzwischen etwa 60 Schwärmereien. Was macht das Konzept so erfolgreich? Die große Produktvielfalt, die Frische und der direkte Kontakt zu den Produzenten. Wo hat man das sonst noch, außer im Hofladen oder auf einem Wochenmarkt? Sind Sie bei der Umsetzung auch auf Schwierigkeiten gestoßen und wie konnten Sie diese lösen? Natürlich ist es eine Herausforderung, Lebensmittel online zu vermarkten. Damit sind wir Teil einer Nische, die im Gesamten bei etwas über einem Prozent am Online-Einzelhandel liegt. Lebensmittel möchte man sehen können, bevor man sie kauft. Umso mehr freut mich, dass die Vertrauensbasis zwischen Kunden und Produzenten bei uns wächst. Regelmäßige Verköstigungen, bei denen man auch mal etwas probieren kann, ohne vorher gekauft zu haben, sind da für uns ein wichtiges Instrument. Es klingt, als würden Sie mit Marktschwärmer genau das tun, was Sie möchten. Wie findet man Ihrer Erfahrung nach seine Berufung? Ich betreibe die Schwärmerei ja nebenberuflich. Im Hauptberuf mache ich Unternehmenskommunikation mit dem Schwerpunkt auf nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen. Da sitze ich viel am Computer. Marktschwärmer ist also nicht nur ein schöner Ausgleich, sondern eine Plattform, über die ich Menschen ähnlicher Interessen zusammenbringen kann. Das macht mich persönlich glücklich. Wie für die meisten Jobs gilt auch hier: Wenn man das macht, was einem Spaß bereitet, dann kann man auch andere dafür begeistern. Und dann kommt der Erfolg irgendwann von ganz alleine.

Würth Industrie Service GmbH & Co. KG

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Branche
Handel

Produkte/Dienstleistungen
Die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG präsentiert sich mit einer spezialisierten Produktausrichtung aus über 1.100.000 Artikeln als kompletter C-Teile-Partner der Industrie. Neben dem umfangreichen Industriesortiment liegt die Kernkompetenz in kundenindividuellen, logistischen und dispositiven Versorgungs- und Dienstleistungskonzepten sowie der Abwicklung von Sonderteilen.

Anzahl der Standorte
13 Niederlassungen in Deutschland
5 Betriebsstätten im Ausland

Jahresumsatz
568 Mio. im Jahr 2018

Anzahl der MitarbeiterInnen
1720

Bedarf an HochschulabsolventInnen
100 pro Jahr

Gesuchte Fachrichtungen
Betriebswirtschaft/Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Werkstoffwissenschaften

Einsatzmöglichkeiten
Vertrieb, Einkauf, Logistik, IT, Technik, Personal, Marketing, Finanzen

Einstiegsprogramme
Ausbildung, Duales Studium, Praktikum, Werkstudententätigkeit, Abschlussarbeit

Mögliche Einstiegstermine
Laufend

Auswahlverfahren
Interview

Auslandstätigkeit
Abhängig vom Bereich

Angebote für StudentInnen
Praktika, Betreuung von Abschlussarbeiten, Betreuung von Projektarbeiten

Logo Würth

Ansprechpartner
Theresa Walk

Anschrift
Industriepark Würth / Drillberg
97980 Bad Mergentheim

Fon
07931 912318

Fax
07931 914013

E-Mail
Ausbildung@wuerth-industrie.com
Theresa.Walk@wuerth-industrie.com

Internet
www.wuerth-industrie.com/ausbildungsangebot
www.instagram.com/wuerth_industrie_service

Hagedorn Unternehmensgruppe

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Branche
Baubranche

Produkte/Dienstleistungen
Die Hagedorn Unternehmensgruppe ist Deutschlands leistungsstärkster Rundum-Dienstleister in den Bereichen Abbruch, Entsorgung, Tiefbau und Flächenrevitalisierung. Die Prozesskette der Gruppe umfasst zudem die Sanierung von Altlasten, Recycling und das Stoffstrommanagement, die Erstellung von industriellen Außenanlagen sowie die Entwicklung neuer Nutzungskonzepte.

Anzahl der Standorte
Über 20

Jahresumsatz
328 Mio. Euro im Jahr 2021

Anzahl der MitarbeiterInnen
1500 Inland

Bedarf an HochschulabsolventInnen
Ca. 5-8 pro Jahr

Gesuchte Fachrichtungen
Bauingenieurwesen
Wirtschaftsingenieure Fachrichtung Bau
Wirtschaftsinformatiker

Einstiegsprogramme
Trainee-Programme
Direkteinstieg

Mögliche Einstiegstermine
Laufend

Auswahlverfahren
Persönliches Vorstellungsgespräch mit ausführlicher Vorstellung des Unternehmens

Auslandstätigkeit
Keine

Angebote für StudentInnen
Praxisphasen
Praktika
Unterstützung bei der Bachelor-/ Masterarbeit
Werkstudententätigkeit

Logo Hagedorn

Ansprechpartner
Luisa Paehler

Anschrift
Werner-von-Siemens-Str. 18
33334 Gütersloh

Fon
05241 500 51 192

E-Mail
Bewerbung@ug-hagedorn.de

Internet
www.unternehmensgruppe-hagedorn.de

FREYLER Unternehmensgruppe

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Branche
Baubranche

Produkte/Dienstleistungen
– Schlüsselfertiger Industrie- und Gewerbebau
– Stahlhochbau
– Fenster- und Fassadenbau

Anzahl der Standorte
9 Standorte im Inland:
Kenzingen, Ettlingen, Leipzig, Berlin, Riesa, Chemnitz, Bodman-Ludwigshafen, Bergneustadt, Darmstadt

Jahresumsatz
160 Mio Euro im Jahr 2021

Anzahl der MitarbeiterInnen
320 Mitarbeitende im Inland

Bedarf an HochschulabsolventInnen
Ca. 15 pro Jahr

Gesuchte Fachrichtungen
– Bauingenieurwesen
– Architektur
– Stahlbau
– Tragwerksplanung
– Fassadentechnik

Einsatzmöglichkeiten
– Bau- und Projektleitung
– Entwurfs- und Ausführungsplanung
– Tragwerksplanung
– Nachunternehmer-Einkauf
– Kalkulation
– Vertrieb, Bauherrenberatung

Einstiegsprogramme
– Traineeprogramm
– Direkteinstieg
– Praktikum
– Projektarbeit
– Abschlussarbeit
– Duales Studium

Mögliche Einstiegstermine
Jederzeit

Auswahlverfahren
Individuelle Vorstellungsgespräche

Einstiegsgehalt
Abhängig von der Funktion/Position

Auslandstätigkeit
Nein

Angebote für StudentInnen
– Traineeprogramm
– Werkstudententätigkeit
– Praktikum
– Projektarbeit
– Abschlussarbeit
– Duales Studium

Logo Freyler-Group

Ansprechpartner
Stefanie Brausemann

Anschrift
Draisstraße 4
79341 Kenzingen

Fon
07644/805-153

Fax
07644/805-162

E-Mail
s.brausemann@freyler.de

Internet
www.freyler.de

Klinikverbund Südwest

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Branche
Gesundheitswesen

Produkte/Dienstleistungen
Gesundheitswesen

Anzahl der Standorte
6 Standorte: Böblingen-Sindelfingen, Calw-Nagold, Leonberg und Herrenberg

Anzahl der MitarbeiterInnen
Rund 5.000 Mitarbeiter

Gesuchte Fachrichtungen
Alle Fachrichtungen im Gesundheitswesen

Einsatzmöglichkeiten
Alle Bereiche im Gesundheitswesen

Einstiegsprogramme
Ausbildung, Studium und Assistenzarzttätigkeit

Mögliche Einstiegstermine
Jederzeit

Angebote für StudentInnen
Praktika, Hospitationen, Famulatur, PJ

Logo Klinikverbund Südwest

Ansprechpartner
Marina Iakovou

Anschrift
Arthur-Gruber-Straße 70
71065 Sindelfingen

Fon
070319811032

E-Mail
m.iakovou@klinikverbund-suedwest.de

Internet
https://www.klinikverbund-suedwest.de/

karriereführer informationstechnologie 2019.2020 – Next Digital Level

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Cover karrierefuehrer informationstechnologie 2019-2020

Next Digital Level

Die Digitalisierung in den Unternehmen schreitet voran, die Themen werden immer komplexer, haben längst ans Business angedockt. Nun stehen weitere Veränderungen an, dabei sind Sicherheit und KI im Fokus. Entsprechend gefragt sind IT-Berater, die in der Lage sind, Innovation und Security zusammenzudenken, in agilen und interdisziplinären Teams zu arbeiten und viele Soft Skills mitbringen.

Next Digital Level

Die Digitalisierung in den Unternehmen schreitet voran, die Themen werden immer komplexer, haben längst ans Business angedockt. Nun stehen weitere Veränderungen an, dabei sind Sicherheit und KI im Fokus. Entsprechend gefragt sind IT-Berater, die in der Lage sind, Innovation und Security zusammenzudenken, in agilen und interdisziplinären Teams zu arbeiten und viele Soft Skills mitbringen. Von André Boße

Die digitale Transformation ist längst noch nicht abgeschlossen, in einigen Branchen steckt sie sogar noch in den Kinderschuhen. Zum Beispiel im Gesundheitswesen: Das System ist komplex, es bildet ein Geflecht aus rund 2000 Klinken, einer Vielzahl von gesetzlichen Krankenkassen, mehr als 200.000 Arztpraxen sowie einem dichten Netz an Apotheken. Eine Studie des Digital-Consulting-Unternehmens Sopra Steria zeigt: Die große Mehrheit der Deutschen ist bereit für eine digitale Transformation in der Gesundheitsversorgung, „es herrscht eine breite Überzeugung, dass die Unterstützung der Krankenhäuser, Arztpraxen und Krankenversicherer mit digitalen Lösungen wie elektronischer Patientenakte, E-Rezept und Gesundheit-Apps die Behandlung und Prävention von Krankheiten deutlich verbessern wird“. Mit dem aktuellen Stand der Digitalisierung des Gesundheitswesens seien die Deutschen jedoch nicht zufrieden, auch das zeigt die Studie. Um die starke Nachfrage der Bevölkerung nach mehr digitaler Unterstützung im Gesundheitswesen zu stillen, seien neue Strategien und Ansätze gefragt, zumal der Einfluss globaler Technologiekonzerne im digitalen Gesundheitsmarkt wachse. „Den Beteiligten im Gesundheitswesen droht ein teilweiser Verlust der Souveränität über Patientendaten“, warnen die Studienautoren. Die Branche verpasst also nicht nur eine Chance, sondern verliert auch noch ihr Vertrauen beim Thema Datensicherheit. Keine Frage, sowohl die Politik als auch die Akteure des Systems stehen vor einer großen Aufgabe, das System auf modernste IT umzustellen. Und entsprechend groß ist auch der Beratungsbedarf.
Das Umfeld, in dem Unternehmen und Organisationen tätig sind, ändert sich rasant. Motoren des Wandels sind erstens die Kunden, die andere Anforderungen stellen, zweitens gesetzliche und politische Vorgaben, von denen immer mehr damit zu tun haben, die Folgen der Erderwärmung abzumildern und die Klimaziele zu erreichen.

Digitalisierung trifft auf Reglementierung

Die Gesundheitsbranche ist nur ein Beispiel. Egal, wohin man schaut: Das Umfeld, in dem Unternehmen und Organisationen tätig sind, ändert sich rasant. Motoren des Wandels sind erstens die Kunden, die andere Anforderungen stellen, zweitens gesetzliche und politische Vorgaben, von denen immer mehr damit zu tun haben, die Folgen der Erderwärmung abzumildern und die Klimaziele zu erreichen. Ob Automobilindustrie oder Versicherer, Energieversorger oder die Tourismusbranche: Die zwei Trends Digitalisierung und Reglementierung sorgen dafür, dass IT-Architekturen in den Unternehmen digitale Innovation und Security zusammendenken müssen. Das ist ein herausfordernder Spagat, der nach Consulting verlangt. Doch wo liegt überhaupt die Basis, wie gut also sind die deutschen Unternehmen bei der digitalen Transformation vorangekommen?

Wen suchen IT-Beratungs­unternehmen?

Laut der Lünendonk-Studie „Führende IT-Beratungs- und IT-Service- Unternehmen in Deutschland – mit Sonderkapitel zum IT-Mittelstand“ werden von den IT-Beratungsunternhemen vor allem Data Scientists, Cloud- und Security-Experten sowie Softwareentwickler gesucht. Bei mittelständischen Anwenderunternehmen und IT-Dienstleistern mangelt es an ausreichend SAP-Spezialisten für die bevorstehenden Transformationsprojekte auf die neue ERP-Version S/4.
Das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Capgemini spricht in seiner „IT-Trends-Studie 2019“ von guten Rahmenbedingungen: Die Budgets für ITProzesse bewegten sich auf hohem Niveau, zudem hätten sich viele Unternehmen in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit Big Data mit der Dateninfrastruktur auseinandergesetzt. „Wenn sie ihre Arbeit gut gemacht haben, können sie jetzt davon profitieren und mit intelligenten Technologien den nächsten Schritt gehen“, sagt Dr. Uwe Dumslaff, CTO Germany bei Capgemini. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass aktuell sieben von zehn der befragten Unternehmen bereits intelligente Technologien wie Machine Learning, Bilderkennung oder Natural Language Processing einsetzen – besonders intensiv geschehe dies sowohl in Konzernen als auch in Unternehmen aus dem gehobenen Mittelstand. Genutzt werden diese KI-Techniken vor allem, um manuelle Möglichkeiten zu automatisieren. Auch die Datenanalyse stehe bereits im Fokus, insbesondere, um das Verhalten von Kunden, Maschinen oder des Marktes vorherzusagen.

Fehlendes Know-how Inhouse

„Weniger Anklang findet ihr Einsatz bei deutlich komplexeren Einsatzszenarien“, heißt es in der Capgemini-Studie. Ein Grund dafür ist häufig fehlendes Know-how: „Ausgebremst wird der Einsatz intelligenter Technologien hauptsächlich dadurch, dass Unternehmen zu wenig Experten im eigenen Haus haben.“ Entsprechend groß ist der Bedarf, auf externe Dienstleister zuzugreifen. Wobei sich diese am Erfolg messen lassen müssen, denn bislang sind die Ergebnisse der Digitalisierung in vielen Fällen hinter den Erwartungen zurückgeblieben, auch das zeigt die Capgemini-Studie. Interessant ist dabei, dass Branchen, die die Digitalisierung weniger hoch einschätzen als andere, mit den Resultaten ihrer digitalen Schritte zufriedener sind. „Stellenwert und Erfolg korrespondieren häufig nicht“, schreiben die Autoren. „Während dem Handel Digitalisierung weniger wichtig ist als der Automobilindustrie, schätzt er seine bisherigen Erfolge höher ein.“

Weiterhin Investitionen in IT-Beratung

Die Analysten von Lünendonk stellen in ihrer Branchen-Studie fest, dass die Nachfrage nach IT-Beratung sowie der anschließenden Umsetzung der Konzepte nicht abflacht: „Trotz weltweiter Unsicherheitsfaktoren wie dem Handelsstreit zwischen den USA und China oder dem Brexit investieren Unternehmen weiterhin stark in die Digitalisierung. Für 2019 erwarten IT-Dienstleister in Deutschland daher einen Umsatzanstieg um 10,6 Prozent und für das Jahr 2020 um 10,8 Prozent.“
Vergleichsweise zufrieden mit ihren digitalen Erfolgen seien die Branchen Verkehr und Tourismus, Logistik und Energie. „Demgegenüber haben Versicherungen aufgrund ihrer komplexen und zum Teil veralteten IT-Landschaft auch weiterhin Probleme, bei der Digitalisierung voranzukommen“, so die Studie. Für IT-Consultants bedeutet das: Beratung orientiert sich an den Anforderungen und Zielsetzungen der jeweiligen Branche. Je nach Erwartungen, Stellenwert und vorhandener IT-Architektur müssen die Beratungskonzepte angepasst werden. So hilft es zum Beispiel nicht, einem Versicherer ein innovatives KI-Konzept zu verpassen: Auch wenn die Potenziale tatsächlich vorhanden sind, sind viele Konzerne noch nicht dazu bereit, auf diesem Level aktiv zu werden. Daher sind Branchenkenntnisse für IT-Berater von entscheidender Bedeutung. Wobei es nicht nur darauf ankommt, Strategie, Markt und Zielgruppen zu kennen, sondern auch eine tiefgreifende Analyse der vorhandenen IT-Strukturen vorzunehmen. Erst dann zeigt sich, welche Themen und digitalen Innovationen zu welchem Zeitpunkt machbar und sinnvoll sind.

Fünf Trendthemen, von Datenschutz bis BYOx

Dass die Digitalisierung weiter voranschreiten wird, ist selbst den IT-skeptischen Unternehmen klar. Capgemini hat dabei fünf Trend-Themen definiert, die von der Nische in die breite Wahrnehmung gesprungen sind – und für die der Bedarf nach Beratung groß ist:
  • DSGVO-Compliance: Die Datenschutzgrundverordnung ist seit Mitte 2018 in Kraft, der erste Wirbel hat sich gelegt. Doch in den Unternehmen sind Planung und Ausführung vielfach noch nicht abgeschlossen.
  • Privacy by Design: Datenschutz muss in die IT-Systeme integriert werden, sodass an dieser Stelle Security- Experten und Entwickler die IT-Struktur gemeinsam gestalten.
  • Multi-Faktor-Authentifizierung: Beim Smartphone kennt man das längst, neben der PIN loggt man sich per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung ein. Unternehmen nutzen die Chancen diese Optionen noch selten – hier kann konkret Sicherheit verbessert werden.
  • BYOx-Security: Gefragt sind Konzepte, private Geräte (nach dem Motto: „bring your own device“) in die ITLandschaft zu integrieren, ohne dass dabei Bedienbarkeit oder Sicherheit verloren gehen.
  • Security-Automation: Im Zuge der neuen Datenschutzverordnungen sehen viele die Automatisierung von Sicherheitsprozessen aktuell kritisch, in naher Zukunft wird es aber verstärkt darum gehen, Security durch Techniken wie KI oder Blockchain effizienter und stärker zu gestalten.

Agile Teams, Kooperationen mit den Großen

Um den Herausforderungen gerecht zu werden, stellen sich die Beratungsteams laut Lünendonk-Studie heute anders auf, als noch vor wenigen Jahren: In knapp 50 Prozent aller Projekte kommen bei IT-Dienstleistern agile Teams zum Einsatz, wobei parallel auch die Kunden verstärkt auf agile Strukturen setzen. Zudem gewinnen für IT-Beratungen Kooperationen mit Technologieunternehmen an Bedeutung. „Besonders SAP und Microsoft werden als wichtige Partner und Ergänzung zum eigenen Portfolio angesehen“, heißt es in der Studie. Wobei sich generell zeige, dass Business und IT mehr und mehr zusammenwachsen.

Soft Skills mit großer Bedeutung

Doch an welche Consultants wenden sich die Kunden mit ihrem Beratungsbedarf überhaupt? „Die Frage nach dem richtigen Dienstleistungspartner ist für viele Unternehmen immer schwerer zu beantworten, denn interdisziplinäre Kompetenzen wie Strategie- und Managementberatung, ITBeratung/ Systemintegration sowie Kreativ- und Designberatung sind immer enger miteinander verwoben. Die Grenzen zwischen den Marktsektoren ‚Digitalagentur‘, ‚Strategieund Managementberatung‘ und ‚IT-Dienstleistung‘ verschwimmen in der Folge immer mehr“, sagt Mario Zillmann, Partner bei den Markt- und Branchenexperten Lünendonk & Hossenfelder, die Ende September eine Studie zum „Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland“ vorgestellt haben. Dabei führt der Beratungsbedarf ihrer Kunden die Consultants mitunter nicht nur an den Rand ihrer Kapazitäten – sondern auch darüber hinaus: Zwölf Prozent aller Projektanfragen mussten die befragten IT-Dienstleister im Jahr 2018 ablehnen, wie die Studie aufzeigt. „Als häufigste Ursache wurden fehlende Fachkräfte genannt, die die Projekte umsetzen könnten.“ Der Mangel an Experten bremst also das Wachstum. Was aber nicht heißt, dass die Anforderungen an Einsteiger sinken. Im Gegenteil, die Komplexität der Mandate führt dazu, dass immer neue Fähigkeiten bedeutsam werden. „Soft Skills sind für IT-Mitarbeiter so wichtig, weil sie große Barrieren überwinden müssen“, sagt Greg Layok, Geschäftsführer des amerikanischen Beratungsunternehmens West Monroe. Erst kürzlich fand das Beratungshaus in einer Umfrage mit 1250 Personalverantwortlichen heraus, dass Job-Kandidaten in der IT zu 98 Prozent nach ihren sozialen Fähigkeiten beurteilt werden. „Sie müssen anspruchsvolle Themen kollaborativ bearbeiten“, sagt Layok. „Dabei müssen sie so kommunizieren, dass sie von Mitarbeitern aus den Fachbereichen verstanden werden und sollten auch die jeweiligen Problemstellungen der einzelnen Geschäftsbereiche kennen.“ Im Grunde erreicht IT-Beratung daher gleich in zweifacher Hinsicht ein nächstes Level: Digitalisierungsthemen werden immer komplexer, auch ist die IT mittlerweile ein fester Teil der Unternehmensstrategie der Kunden. Denn der Erfolg der digitalen Transformationen entscheidet, wie erfolgreich ein Unternehmen wirtschaftet – heute schon und erst recht in naher Zukunft.

Buchtipp

Cover Software-ArchitekturHerangehensweisen für die Architekturentwicklung sind teilweise Jahrzehnte alt und haben den Wandel hin zu agilen Vorgehen nicht mitgemacht. Im Vergleich zu aktuellen Projektmanagement-Praktiken sieht Architektur schwer und alt aus. Das führt dazu, dass Softwarearchitektur entweder vernachlässigt wird oder sich als Fremdkörper nur schwer in die heutigen, dynamischen Umfelder integrieren lässt. Moderne Projekte arbeiten in Teams, hoch flexibel und sehr ergebnisorientiert. Eng verzahnt mit dem Kunden werden qualitativ hochwertige Produkte erstellt. Auch Architektur muss sich hier umstellen und teilweise neu erfinden. In der Praxis ist das bereits beobachtbar. Entwicklungsteams kümmern sich gemeinsam um Architekturaufgaben, Architektur wird „Just-in-time“ entschieden und bettet sich in den üblichen Priorisierungsprozeß von Anforderungen und Tätigkeiten. Die Theorie hat an dieser Stelle noch etwas aufzuholen. Stefan Toth: Vorgehensmuster für Softwarearchitektur. Hanser 2019, 34,90 Euro (Werbelink)