karriereführer naturwissenschaften 2013.2014

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Weiß in die Zukunft – Vormarsch der industriellen Biotechnologie

Weiße Biotechnologie. Viele Jahre lang setzte die Industrie auf Erdöl – um wichtige Dinge zu produzieren und Mobilität zu gewährleisten. Doch die Wachablösung ist schon im Gange: Statt auf dreckiges und teures Öl setzt die Industrie auf saubere und nachhaltige Biotechnologie – auch Weiße Biotechnologie genannt. Für Naturwissenschaftler ergeben sich hervorragende Chancen. Sie müssen nur im Blick haben, wie wichtig der Industrie die Wirtschaftlichkeit neuer Verfahren ist. Abenteuer mit Sinn In der Weißen Biotechnologie sind Nachwuchskräfte auf neuen Pfaden unterwegs. „Biotreibstoffen gehört die Zukunft“ Interview mit Dr. Gunter Festel, Gründer des Investmentunternehmen Festel Capital.

Top-Manager

Interview mit Dr. Dahai Yu Im Interview: Vorstandsmitglied der Evonik Industries.

Projekt

Bakterien beim Plaudern stören Kopfzeilen: Thien Ngoc Tran Nguyen, FameLab-Gewinnerin 2013. Chemiepreis mit Reifezeugnis Der Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie. „In der Biologie liegt die Hoffnung“ Interview mit Dr. Andreas Weber, Biologe, Philosoph und Publizist.

Einsteigen

Jung und erfolgreich bei: Daiichi Sankyo Stimmt die Chemie? Dr. Meike Roth ist Chemikerin und beschäftigt sich mit Klebstoffen im Lebensmittelbereich. E-Mail für Dich Naturwissenschaftler in der IT-Beratung.

Aufsteigen

Aufgestiegen zur Aktuarin Annelene Seibert arbeitet als Mathematikerin bei Munich Re.

Help!

Zurück ins Leben Back to Life e. V. in Nepal/Indien.

Handzeichen

Dr. Robert Schleip, Humanbiologe, Leiter des Fascia Research Projects an der Uni Ulm und Gründer der Somatics Academy

Service: Aktuelle Firmenporträts für Ihre Bewerbung

ALTANA AG R+V Versicherung Sanofi -Aventis Deutschland GmbH Siemens Management Consulting (SMC) Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG

Partner

Der Entrepreneurs Club Horizons in Molecular Biology IQB Career Services AG jobvector/Capsid GmbH Jobware Online-Service GmbH konaktiva Dortmund GbR OFW – Organisationsforum Wirtschaftskongress

Komplette Ausgabe

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Glückliche Zeiten!

In unserer Summer-School zu „Glück und Sinn“ haben sich in den vergangenen Sommerwochen einige neue Mosaiksteine in mein Bild von einem guten Leben eingefügt. Es ist noch lange nicht vollständig, dieses Bild, und womöglich waren ja auch für den Einen oder die Andere von euch ein paar anregende Facetten dabei. Dass Glück erlernbar ist beispielsweise, wie die Psychologin Dr. Eva Wlodarek erklärt, und wir die äußeren Umstände, die sich scheinbar wie zufällig ergeben, besser nutzen können, indem wir ihnen offen entgegentreten, statt uns verhuscht zurückzuziehen und auf die nächste, bessere Gelegenheit zu warten. Oder dass wir im Geben größeres Glück empfinden können als im Nehmen, wie Bruder Paulus der gegenwärtigen Weltsicht des Habenwollens entgegnet. Und dass Philosophie alles andere als eine lebensferne Betrachtungsweise ist, wie der Philosoph Dr. Christoph Quarch belegt, sondern ganz im Gegenteil dabei helfen kann, einen glasklaren Blick auf das eigene Glück zu bekommen. Weiter geht´s also nun mit meinem Blog – die Sommerpause ist vorüber, und weil ich noch so über das gute Leben sinniere, fällt mir die Faire Woche 2013 ins Auge, die heute beginnt. Über 2.000 Aktionen finden bis zum 27. September bundesweit statt, vom fairen Frühstück über Lesungen bis zur „Fair“kostung fair gehandelter Produkte. Auf der Webseite gibt es eine interaktive Übersicht des Was Wann Wo mit der Möglichkeit, eigene Veranstaltungen einzutragen. Veranstalter ist das Forum fairer Handel mit seinem Anliegen gerechterer Handelsbedingungen. Ich werde auch dabei sein und am ersten Tag des guten Lebens, dem Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit, durch die verkehrsberuhigten Straßen in Köln-Ehrenfeld flanieren. Leere, autofreie Straßen und Plätze sollen Raum schaffen für ein gemeinsames Frühstück mit Nachbarn, lustigen und anregenden Kunstaktionen, Konzerten u.v.m. rund um das diesjährige Schwerpunktthema Mobilität. Ich bin neugierig entspannt und wünsche euch glückliche Zeiten!

Am Ende des Tages glücklich sein

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Dr. Christoph Quarch ist Philosoph aus Leidenschaft. Mit zahlreichen Buchveröffentlichungen, Vorträgen und Seminaren bringt er die Philosophie aus den Denkerstuben in den Alltag. Philosophie sei Lebenskunst, sagt Quarch, und empfiehlt alte und neue Denker als Inspiration für ein gelungendes Leben. Das Gespräch führte Stefan Trees.

Jetzt mal im Ernst, Herr Quarch: Was kann in alten Büchern schon Wissenswertes über das Glück von heute stehen? Viele Menschen heute sind unglücklich, weil sie eine unrealistische oder verzerrte Vorstellung davon haben, was Glück ist. Die alten Bücher können helfen, einen ursprünglichen, klaren Blick für das Glück zu erhalten. Glücksforschung beginnt demnach bereits in der Antike? Unbedingt. Egal ob bei Platon, Aristoteles oder Epikur – die ganze antike Philosophie kreist um die Frage nach dem Glück. Wobei Glück aber nun gerade nicht neuzeitlich als maximale, nachhaltige Freude gedeutet wird, sondern als die Qualität eines gelingenden, guten Lebens: als Stimmigkeit und Harmonie von Körper, Geist und Seele.  „Glück“ ist folglich das Gleiche wie „Lebenskunst“? Glück meint diejenige Qualität des Lebens, um der es einer Lebenskunst zu tun ist: eine Erfahrung intensiver, tiefer Lebendigkeit – eine Erfahrung des unbedingten und vorbehaltlosen „Ja“ zum Leben. Lebenskunst versteht sich als eine Art Einübung in diese Qualität – als die Kunst, sich in eine gute Stimmung zu versetzen, so dass ES STIMMT. Was stellt die Philosophie der Antike dem Glück zur Seite – das Gefühl oder die Vernunft? Sowohl als auch: Es geht um die Harmonie beider – eine ausgewogene, stimmige Balance. Glück ist, wenn unsere Gefühle und unsere Gedanken im Einklang sind; wenn wir uns nicht in interne Konflikte verstricken, sondern so fühlen und so denken, wie es für uns passt. Und die moderne Philosophie? Die zeitgenössische Lebenskunstphilosophie lehrt, ein jeder sei seines Glückes Schmied. Wilhelm Schmid etwa, als führender Kopf dieser Disziplin, empfiehlt seinem Publikum: „Gestalte dein Leben so, dass es bejahenswert ist“. Das ist gut gesagt, aber nicht immer leicht getan. Mir scheint, es kommt darauf an, in einer Art fortdauernder Konversation mit dem Leben zu sein: uns dem Anspruch des Lebens in all seiner Unverfügbarkeit zu stellen, um dann verantwortliche Antworten darauf zu finden. Wo wir mit dem Leben, den Menschen, den Mitwesen in einem lebendigen Kommunikationsfluss stehen und uns von ihnen berühren lassen, mag das Glück sich ereignen. Warum sollte ich auf meinem Weg, das Wesen des Glücks zu erkunden, auf keinen Fall die Erkenntnisse der Philosophie schmähen? Weil Sie es drehen und wenden können, wie Sie wollen: Sie sind der Philosophie längst auf den Leim gegangen: Denn was Sie sich unter Glück vorstellen, wo Sie es suchen, wie Sie es beschreiben – all das ist das Produkt philosophischer Diskurse der Vergangenheit. Diese haben sich aber zuweilen vom Glück entfernt. Deshalb ist es lohnend, sie zu kennen, seine eigenen Glücksvorstellungen zu durchleuchten und sich im philosophischen Gespräch darüber zu verständigen, welche Vorstellung vom Glück uns am Ende des Tages wirklich glücklich macht.

Vom Teilen ist noch keiner arm geworden

Bruder Paulus ist Leiter der Brüdergemeinschaft der Kapuziner in Frankfurt am Main, Liebfrauen, und des Franziskustreffs, einem Frühstücksraum für Obdachlose und Arme. Außergewöhnlich ist seine Medienpräsenz: Als Gastgeber der Sendung „So gesehen – Talk am Sonntag“ und des „So gesehen“ kirchlichen Kommentars auf SAT1, als Kolumnenschreiber, Radiomacher und in zahlreichen Auftritten als Talkshow-Gast spricht er leidenschaftlich über Fragen des Glaubens und ethischen Handelns. Das Gespräch führte Stefan Trees.

Sie hatten kürzlich Geburtstag, Bruder Paulus, herzlichen Glückwunsch nachträglich. Danke schön. Als Kapuzinermönch gehören Sie einem Bettelorden an, weltlicher Besitz ist für Sie kein Thema. Welches Glück haben Ihre Mitbrüder Ihnen zum Geburtstag geschenkt? Das Glück der unabdingbaren brüderlichen Gemeinschaft, zu der ich gehöre. Die Brüder haben Gott versprochen, brüderlich zu leben und auch so einen Bruder wie mich anzunehmen. Mein größtes Glück ist daher wie das größte Glück aller Menschen: Ich fühle mich bis in den Tod hinein geliebt, und selbst der Tod kann diese Liebe nicht auslöschen. Das ist ein wunderschönes Leben. Wenn Sie von geliebt sein sprechen: Reden Sie von der Beziehung zu Ihren Mitbrüdern oder zu Gott? Von beidem, das gehört ja zusammen. Wir leben ja hier als Brüder zusammen, die sich nicht gegenseitig ausgesucht haben. Wir werden immer wieder neu zusammengewürfelt. Das ist eine schöne Herausforderung mit diesem Team, wie man wirtschaftlich sagen würde, zu leben, das sich nicht ausgesucht hat, dabei aber zu wissen, dass Gott uns ausgesucht hat. Er ist sozusagen der Geschäftsführer. Die Mitarbeiter eines Unternehmens haben sich auch nicht gegenseitig ausgesucht – wie kann denn ohne den spirituellen Hintergrund einer Klostergemeinschaft ein Teamleben funktionieren, in dem sich die Menschen glücklich fühlen? Indem wir uns vom Maschinendenken entfernen, das davon ausgeht, dass Menschen Roboter sind, die zu funktionieren haben. Stattdessen erkennen wir im Team, dass da Menschen neben uns sind, die sich nach Glück und Erfüllung, nach Frieden und einem guten Miteinander sehnen. Diesen Menschen und ihren Fähigkeiten sollten wir dienen und uns wünschen, dass sie auch uns dienen. Wie kann das im Unternehmensalltag aussehen? Warum fängt nicht jede Arbeitswoche in den Unternehmen mit einer halben Stunde an, zu der sich alle Mitarbeiter im Foyer treffen und diejenigen, die im Unternehmen Verantwortung haben, sagen, was sie im Herzen bewegt? Und dann laden sie alle anderen zu fünf Minuten der Stille ein, in der alle ihr Herz öffnen und sagen: Dies ist jetzt unsere Firma und unser gemeinsamer Weg. Ich weiß, das hört sich jetzt sehr amerikanisch oder japanisch an oder nach Klostertradition, wo jeder Tag mit einem rituellen Sich-auf-den-Tag-einstellen beginnt. „Befreit den Menschen aus der Geisterfahrt durch Diagramme und den Rechenoperationen im Gefängnis der Excel-Tabelle“, haben Sie mal gesagt. Machen wir uns doch klar: Alles das ist nicht Gott. Die Bilanz ist nicht Gott. Auch der Chef ist nicht Gott und der lästige Mitarbeiter auch nicht. Diese Menschen haben alle eine gemeinsame Berufung am Aufbau dieser Welt zu arbeiten. Und diese Motivation erweist sich dann als besonders stark, wenn man auch im Team mal sagt: Nein, das sollten wir nicht tun, das schadet anderen Menschen, was wir hier entwickeln. „Aufbau dieser Welt“ ist ein ziemlich großer Bezugsrahmen. Ist ein Mensch, der sich dessen bewusst ist und in diesem handelt, glücklicher? Selbstverständlich, Kleingeisterei ist doch furchtbar. Wer weiß, dass er ein Mitarbeiter ist am großen Menschenwerk, der sieht die Welt doch ganz anders, als einer der glaubt, er sei lediglich Mitarbeiter am Erfolg seiner Firma. Der große Bezugsrahmen hilft mir, dass ich realistisch bleibe. Glückliche Menschen sind Realisten, weil sie sich selbst nicht zu groß und die Welt nicht zu klein denken. Und wer als junger Mensch noch nicht über dieses Selbstbewusstsein verfügt? Der mag morgens in den Spiegel schauen, Gott danken, dass er da ist, und sich erinnern, dass er nicht dazu da ist, die Befehle anderer Menschen auszuführen, sondern, um die Welt kritisch zu betrachten und die eigenen Fähigkeiten einzubringen. Selbstbewusstsein kann man natürlich nicht befehlen. Wenn er aber glauben kann, dass Gott ihn ins Leben gerufen hat, dann hat er eine Autorität über sich, die ihm sehr viel Kraft gibt, den vielen kleinen Autoritäten unseres Lebens mal die Zunge rauszustrecken. Das klingt ermutigend. Das ist es auch. Wann wachen junge Menschen endlich auf und begreifen, dass man ihnen die schönsten Dinge des Lebens dadurch nimmt, dass man ihnen ständig sagt: Ihr müsst viel besitzen, viel genießen und viel erlebt haben? Ich glaube die Chancen stehen ganz gut: Der Generation Y sagt man nach, sehr auf die Work-Life-Balance bedacht zu sein. Diese Generation hat hoffentlich das revolutionäre Potenzial zu merken, dass man nicht glücklich wird durch das was man nimmt, sondern durch das was man gibt. In unserer Gesellschaft, in der Materialismus zur Ideologie geworden ist, zählt jedoch nur das was wir haben. Junge Leute dagegen können vielleicht einen Sport-Schuh nicht mehr anziehen, ohne an die Näherinnen zu denken, die ihn für 20 Cent die Stunde genäht haben. Da habe ich Hoffnung. Braucht eine solche Haltung nicht die Stärkung des Selbst? Stärkung des Selbst braucht eine Hingabe an das Du. Ich werde dadurch selbstbewusster, dass ich meine Arbeitskollegen ermutige, ihnen danke und ein Lächeln in die Welt sende. Dann kommt schon eins zurück – vielleicht nicht sofort … …aber ein Lächeln geht immer. Meine weltkriegserfahrene Oma hat mir als Lebensweisheit mitgegeben: Vom Teilen ist noch keiner arm geworden. http://liebfrauen.net www.bruderpaulus.de

Interview mit Prof. Meinhard Miegel

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(Aus BerufSZiel 1.2013) Ohne Wachstum geht es nicht? Für Professor Dr. Meinhard Miegel ein Irrglaube. Seine Prognose: Die Wirtschaft wird über kurz oder lang stagnieren, wenn nicht sogar schrumpfen. Das müssen für Young Professionals keine schlechten Nachrichten sein: Wer jetzt umdenkt und neue Werte findet, wird vom Wandel profitieren. Interview: André Boße

Herr Professor Miegel, unser Wirtschaftssystem hat viele Jahre lang funktioniert. Gut geführte Unternehmen erzielten zuverlässig Gewinne und boten sichere Karrieren. Warum wird sich das ändern? Weil wir am Ende der historischen Periode stehen, die von permanenter und allgegenwärtiger Expansion gekennzeichnet war. Fast 250 Jahre lang war Wachstum die einzig gültige Antwort auf alle individuellen Wünsche, wirtschaftlichen Ambitionen und sozialen Herausforderungen. Jetzt stehen wir an einem Punkt, an dem wir sehen und spüren, dass es mit der Expansion vorbei ist. Wir wachsen nicht mehr, sondern stagnieren. Wahrscheinlich schrumpfen wir sogar. Warum greifen denn die alten Mechanismen nicht mehr? Warum müssen wir uns wandeln? Die Periode, vor der wir stehen, verlangt nach vollkommen anderen Sicht- und Verhaltensweisen. Wo kein Wachstum ist, müssen wir mit dem auskommen, was wir haben. Klingt logisch, doch noch immer weigern sich viele Individuen und Institutionen, diese Realität zu akzeptieren. Also verschulden sie sich – und versuchen so, weiteres Wachstum zu finanzieren. Dieses Gegensteuern geht jedoch an der Lebenswirklichkeit vorbei. Wer das zu lange macht, dem wird es wie jemandem ergehen, der versucht, eine Rolltreppe, die nach unten führt, hinaufzulaufen. Das ist frustrierend – und das Scheitern wahrscheinlich. Eine Frage, die Young Professionals mit Karriereambitionen besonders interessiert: Warum passiert das ausgerechnet jetzt? Nun ja, ein Auf und Ab ist der Welt immer zu eigen. Es stimmt jedoch, dass die Periode des Wachstums außerordentlich lange gedauert hat. Viele haben sich deshalb daran gewöhnt. Sie können sich gar nichts anderes vorstellen, als stets nach oben zu fahren. Und diese Menschen haben natürlich auch die junge Generation auf Wachstum konditioniert. Dabei sind die Anzeichen für das Ende der Expansion schon lange erkennbar – zumal Wachstum in Europa und den USA seit einigen Jahren ja nur noch dann erzeugt wird, wenn man sich verschuldet, Raubbau an der Natur betreibt oder beides gleichzeitig macht. Um bei ihrem Bild zu bleiben: Rolltreppe abwärts – das klingt für ambitionierte Nachwuchskräfte in Unternehmen nicht gerade motivierend. Nehmen wir ein anderes Bild: Eine permanente Expansion bedeutet doch, dass wir in einem fort einatmen. Jeder Mediziner wird bestätigen: Das geht auf Dauer nicht gut. Jetzt stehen wir vor der Phase des Ausatmens. Und das wird uns guttun. Viele Menschen haben so übersteigerte Vorstellungen von dem, was sie denken, erreichen zu müssen, dass man sagen kann: Entspannt Euch mal – es wird höchste Zeit. Beobachten Sie, dass der jungen Generation das Umdenken leichter fällt? Ist sie prädestiniert, den Wandel der Wirtschaft mit Leben zu füllen? Ein Teil der jungen Generation hat tatsächlich bereits begriffen, dass es nicht immer aufwärts gehen kann – und dass das keine rein negative Entwicklung sein muss. Diese jungen Menschen haben sicherlich einen Vorteil gegenüber ihren Altersgenossen, die noch immer realitätsferne Erwartungen an ihre Einkommen und ihren Status haben. Das soll kein Vorwurf sein, denn die Generation der heute 20- bis 35-Jährigen befindet sich im Spagat: Sie kennt einerseits noch das Zeitalter des Wachstums mit all seinen Vorzügen und Spielregeln, spürt andererseits jedoch, dass da ein Wandel kommt und sie diesem Wandel unterworfen ist. Angenommen, ein Young Professional geht mit dieser Erkenntnis zu seiner Führungskraft. Wird er dann nicht zu hören bekommen, dass das Wachstum auch weiterhin der Selbstzweck eines jeden Unternehmens sein muss? Ich war vor Kurzem Gast in einem Kreis erfolgreicher Unternehmer. Einer von ihnen berichtete von einer Art Unruhe, die ihn befalle, wenn seine Firma in einem Jahr nicht wachse. Und er fragte sich und alle anderen, warum das so sei. „Reicht es nicht, wenn mein Unternehmen gute Umsätze und Gewinne macht, die Arbeitsplätze sicher sowie Mitarbeiter und Kunden zufrieden sind? Warum muss mein Unternehmen dann noch wachsen? Warum kann es nicht bleiben, wie es ist?“ Allein dieser Gedanke hat in dem Kreis für ein kollektives Ausatmen gesorgt. Es ist tatsächlich spürbar, dass immer mehr Unternehmer und Führungskräfte das Dogma des ständigen Wachstums hinterfragen. Natürlich wird es auch weiterhin Unternehmen mit guten Wachstumsraten geben. Aber nur noch auf Kosten anderer: Jedem erfolgreichen Unternehmen wird ein gescheitertes gegenüberstehen. Dass 90 bis 95 Prozent der großen Unternehmen positive Wachstumskennzahlen präsentieren, wird schon bald der Vergangenheit angehören. Was bedeutet das für die Karrieren von Young Professionals? Sie müssen sich darauf einstellen, dass sichere Karrieren, die auf kollektivem Wachstum ganzer Branchen basieren, der Vergangenheit angehören. Zudem wird es andere Dinge geben, die den Erfolg einer Karriere bestimmen werden. Erfolgreich ist beispielsweise auch, wer dazu beiträgt, dass sein Unternehmen zwar nicht mehr, dafür jedoch ressourcen- und umweltschonender produziert. Oder dass die von ihnen geführten Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen und deshalb vielleicht seltener krank sind als der Durchschnitt. Alles das sind Beispiele für das Wachstum der Zukunft. Globale Unternehmen nennen an dieser Stelle die Schwellenländer – also die Regionen auf der Welt, in denen enormes wirtschaftliches Wachstum noch möglich ist. Die international tätigen Unternehmen haben recht: Die globale Entwicklung ist weiterhin expansiv. Wer in China, Brasilien oder Indien Geschäfte macht, handelt in einem Wachstumsmarkt und wird seine Gewinne steigern. Entscheidend ist hier das Wort „noch“, denn viel schneller als gedacht steuern diese Länder auf einen Punkt zu, an dem sie vor den gleichen Herausforderungen stehen werden wie wir Europäer heute. Natürlich glauben einige Manager und Unternehmensberater, dass es anders kommen wird. Dass das Zeitalter der Expansion nicht enden wird, wenn man nur über die richtige Wachstumsstrategie verfügt. Ich kann verstehen, dass viele junge Menschen gerne bei solchen Unternehmen anheuern. Aber eine Gewähr für eine sichere Karriere gibt es auch dort nicht mehr. Woran machen Sie fest, dass der Wandel in einigen der großen Unternehmen bereits angekommen ist? Der Wandel ist ja schon gelebte Wirklichkeit, da muss ich nur an meine eigene Zeit als Young Professional zu Beginn der Siebzigerjahre zurückdenken. Gleitzeit? Nie gehört. Überstunden? Selbstverständlich, aber unbezahlt. Bei der Geburt unseres ersten Kindes wurde meine Bitte, meine Frau und das Neugeborene aufsuchen zu dürfen, selbstverständlich abgelehnt. Die Wachstumsraten waren damals hoch und mein Arbeitsplatz war sicher und unbefristet. Aber ich trug ein enges Korsett. Heute fehlt vielen Karrieren zwar die Sicherheit. Dafür gibt es eine vor vier Jahrzehnten noch undenkbare Freiheit. Genau hier liegt der Wandel, der in Gestalt eines Handels daherkommt: Tausche Sicherheit gegen Freiheit. Wie kann sich ein Young Professional optimal mit diesem Handel arrangieren? Er sollte Wünsche und Bedürfnisse darauf einstellen, dass ihm die Karriere weniger Sicherheit und schon bald wohl auch weniger Materielles bietet. Also sollte er seine Befriedigung in Bereichen suchen, die weniger oder gar nicht von materiellen Dingen abhängen. Zum Beispiel in der Kunst oder Architektur. In der offenen Natur oder in seinem Freundeskreis. Das Schöne ist: Der Mensch ist ein findiges Wesen. Er wird sich mit diesen Veränderungen arrangieren. Sehen Sie daher die Zukunft optimistisch? Unbedingt. Ich bin – trotz meiner wenig optimistischen Wachstumsprognosen – ein zukunftsfroher Mensch. Ich glaube, dass wir vor einer Periode stehen, in der Karriere gleichbedeutend mit individueller Entwicklung wird. Man ist mit 25 noch kein voll entfalteter Mensch. Auch mit 35 noch nicht. Anders als die Wirtschaft besitzt der Mensch also tatsächlich das Potenzial, als Individuum immer weiter zu wachsen. Und ich bin hoffnungsvoll, dass die berufliche Karriere ein wichtiger Baustein für diese persönliche Entfaltung werden wird. Nicht, weil sie dafür sorgt, dass ein größeres Auto vor der Tür steht. Sondern weil ich als Mitarbeiter im Unternehmen meiner Wahl Dinge bewegen kann, die mich zufriedenstellen.

Ein Glückspilz zu sein ist erlernbar

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Eva Wlodarek ist Psychologin und Autorin zahlreicher Bestseller. Sie promovierte über das Glück und war über 20 Jahre die beratende Psychologin bei der Brigitte. Als „eine der renommiertesten Psychologinnen Deutschlands“ (Cosmopolitan) ist sie heute in vielen Publikumsmedien eine gefragte Expertin zum Thema Lebenshilfe und berät namhafte Firmen. Das Gespräch führte Stefan Trees

Frau Wlodarek, ich bin mit dem ersten Regentropfen ins Büro gekommen – danach hat es fürchterlich angefangen zu regnen. Glück gehabt! Oder wie sehen Sie das? Vielleicht war es Zufall. Womöglich gehören Sie aber zu denen, die sich genau über die Wetterlage informieren und es dann zeitlich so einrichten, noch vor dem großen Regen im Büro einzutreffen. Dann hätten Sie dem Zufall ein Schnippchen geschlagen und das Glück vorbereitet. Erwischt, ich habe die Wettervorhersage gelesen. Das war offensichtlich nützlich. Ist Glück demnach eine Frage der Strategie? Zunächst gibt es einen Unterschied zwischen „Glück haben“ und „glücklich sein“. Tatsächlich haben wir Einfluss auf beides. Für das Herbeiführen glücklicher Umstände und das Empfinden von Glück auf der Gefühlsebene gibt es jedoch unterschiedliche Strategien. Das kann sich manchmal überschneiden: Wenn ich dafür sorge, dass ich viel Glück habe, bin ich wahrscheinlich auch glücklich. Es ist aber nicht unbedingt identisch.
Tango Vitale, Campus-VerlagTango Vitale Von Schicksalsschlägen und anderen glücklichen Umständen Campus 2012 ca. 224 Seiten 19,99 € ISBN 978-3-593-39253-0 [bsbutton size=“small“ style=“default“ icon=“icon-glass “ iconcolor=“white“ text=“Jetzt kaufen“ link=“http://www.campus.de/ratgeber/besser-leben/Tango+Vitale.99326.html“ target=“New page“]
Durch mein Verhalten kann ich das Glück im Außen begünstigen? Das ist richtig. Natürlich hat dies auch mit Ihrer inneren Einstellung zu tun. Der Psychologe Prof. Richard Wiseman aus London hat untersucht, was einen Glückspilz auszeichnet, und er hat bestimmte Eigenschaften gefunden. Sie haben alle Chancen ein Glückspilz zu werden, wenn Sie sich um diese Eigenschaften bemühen. Welche Eigenschaft ist die Wichtigste? Man sollte seine Zufallschancen maximieren, das bedeutet vor allen Dingen offen zu sein für Neues und für Kontakte. Das ist das Allerwichtigste. Sind Glückspilze beispielsweise auf Jobsuche, werden sie vielen Menschen erzählen, was sie suchen. Bekommen sie ein Jobangebot mäkeln sie nicht gleich daran herum in der Weise, „Ach nein, das ist ja doch nicht das was ich mir so vorgestellt habe“, sondern sie sagen sich: „Das ist noch nicht ganz das, was ich mir vorstelle, aber das kann es ja noch werden. ich probiere es mal.“ Sie geben dem Glück eine Chance. Das klingt wieder sehr strategisch … Warum auch nicht? Wenn Sie sich wundern, dass alle anderen immer Glück haben, die tollen Jobs bekommen, die Partner für´s Leben kennenlernen oder in den besten Urlaubshotels wohnen, dürfen Sie sich fragen, worin Sie sich unterscheiden. Und Sie können es sich von den anderen abgucken. Dann würden Sie sehen, dass Glückspilze offener sind, mehr auf ihre innere Stimme hören und dergleichen mehr. Warum sollten Sie dann nicht beschließen, das nachzuahmen? Benchmarking ist schließlich auch in der Wirtschaft ein gängiges Instrument. Glück wäre demnach eine Folge von Analyse und logischer Entscheidungen. Klingt sehr kopfgesteuert. Wir sollten die Glücks-Strategien nicht abwerten als reine Kopfgeschichte, denn das Verhalten wirkt sich natürlich auch auf das Gefühl aus: Sie werden optimistischer und haben Erfolgserlebnisse, die auf Sie zurückwirken. Ich bin vor diesem Hintergrund sehr für den Kopf. Alle Glücks-Faktoren scheine ich aber nicht beeinflussen zu können. Sie sprechen in Ihrem Buch von der Magie des Schicksals – was verstehen Sie darunter? Zum Schicksal gehören auch Dinge, die wir uns nicht immer erklären können, beispielsweise die Synchronizität: Ich wünsche mir etwas und plötzlich kommt es. Ich selbst habe erst kürzlich gedacht, dass ich gerne mal wieder nach Zürich reisen will. Ich bin schon so lange nicht mehr dort gewesen. Es dauerte keine Woche, als ich ein Angebot bekam, in Zürich einen Vortrag zu halten. Das sind die kleinen Wunder, über die wir uns freuen können. Was hilft mir nun aber in dem Bereich des Glücks, auf den ich Einfluss nehmen kann, die geeigneten Entscheidungen zu treffen und mich nicht zu verzetteln? Intuition. Sie ist ungeheuer wichtig für das Glück und viel mehr als das, was wir Bauchgefühl nennen. Wir haben in unserem Unterbewusstsein wesentlich mehr Wissen gespeichert, als uns bewusst zugänglich ist. Die Intuition ist die Form, die dieses Wissen hervorbringt. Sie ist sozusagen das Navigationssystem für das, was uns gut tut, ob bei der Wahl des geeigneten Berufs oder im täglichen Umgang mit anderen Menschen. Woran erkenne ich denn die Stimme meiner Intuition? Wir kennen das intuitive Gefühl: Dieses oder jenes sollten wir tun, obwohl eigentlich alles dagegen spricht. Dem nachzugeben ist in vielen Fällen sehr glücksfördernd, weil es mit unserem Wesen zu tun hat und dem Wissen darüber, wie wir wirklich sind, was unsere Talente und Neigungen sind. Die Intuition führt uns auf dem Weg. Deshalb hat sie so viel mit Glücksgefühlen und dem Glück haben zu tun. Den Weg des Glücks mit Intuition zu beschreiten ist ein Hinführen auf das, was Erfolg haben wird. Und über die Fähigkeiten hierzu verfügt jeder Mensch? Ja, absolut. Die Fähigkeit ein Glückspilz zu sein ist erlernbar.

Was ein Glück: Sommerpause

Liebe Leserinnen und Leser, ich gehe in die Sommerpause. Wer indes glaubt, ich ginge wochenlang auf Reisen, irrt: Für die karriereführer Summer-School gehe ich in den kommenden Wochen einer der ältesten Fragen der Menschheit nach: Was ist Glück? Lest mal rein!

phil.Cologne – internationales Festival der Philosophie

Die Welt, in der wir leben, war noch nie so komplex wie heute. Es wird immer komplizierter, im Dschungel der Wahlmöglichkeiten den eigenen Weg zu finden. Die phil.COLOGNE versammelt vom 26.-30.06.2013 in Köln Philosophen und weitere Denker, um nach Antworten auf unsere Fragen nach Sinn und Werten zu forschen. Die Macher des Philosophie-Festivals wollen „die Philosophie in die Mitte der Gesellschaft“ rücken. Das „Line-up“ reicht dementsprechend vom Popstar unter den Philosophen Richard David Precht über die ehemalige Bischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Margot Käßmann, den Fernsehbekannten Philosophen Rüdiger Safranski aus dem philosophischen Quartett (ZDF), FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher, bis hin zu weniger philosophischen, dafür umso bekannteren Gesichtern wie Bestseller-Autor Frank Schätzing oder dem Tatort-Rechtsmediziner Joe Bausch alias Dr. Joseph Roth. Mit Bausch hat der karriereführer übrigens ein tolles Interview über seine Arbeit als Gefängnisarzt geführt. Auf der phil.COLOGNE geht er mit Safranski der Frage nach, woher das Böse kommt. Dazwischen sind viele, ich gebe es ehrlich zu, mir nicht bekannte Denker und Publizisten, deren Vita jedoch nahelegen, dass das Festival erstklassig besetzt wurde. Und worum geht´s an den fünf Tagen Gehirnjogging? Um Fragen der Bioethik, der Ökonomie, des guten Lebens oder der Zukunft des Menschen, Streitgespräche zwischen Philosophen und Politikern, Medizinern, Theologen, Künstlern und Wissenschaftlern sowie Diskussionen, Lesungen, Vorträge und Workshops für Erwachsene wie für Kinder und Jugendliche. Kurz: Für jeden soll was dabei sein. Das macht Sinn, wenn die Philosophie in die Mitte der Gesellschaft rücken und dort alltäglich werden soll. Deshalb haben wir auch schon vor zwei Jahren den „Philosophischen Sommer“ ausgerufen, u.a. mit einem Interview mit Julian Nida-Rümelin, beides könnt Ihr hier noch einmal nachlesen. Ein paar Leckerbissen: Richard David Precht bestreitet mit „Wozu Philosophie?“ die Auftaktveranstaltung. Der Psychiater Johann Friedrich Spittler diskutiert mit der Philosophie-Professorin Petra Gehring die Frage „Gibt es ein Recht zu sterben?“. In der Veranstaltung „Was macht Fußball schön?“ ergründet Gunter Gebauer, Deutschlands führender Sportphilosoph, gemeinsam mit dem Trainer und Erfinder der „Freiburger Fußballschule“ Volker Finke die wahren Tiefen des Spiels. Der französische Philosoph Alexandre Lacroix lädt zum kleinen Versuch über das Küssen ein. 44 Veranstaltungen an fünf Tagen, das lässt sich sehen. Besonderes Schmankerl: Am 28. und 29.6. wird im Kölner Stadtgarten beim Philosophie-Slam der beste deutschsprachige Nachwuchsphilosoph ermittelt. 15 ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer philosophieren vor Publikum gegeneinander an. Am ersten Abend steht die Wahl des Themas frei. Am zweiten Abend müssen die acht Finalisten über ein vorgegebenes Thema sprechen. Philosophie in den Alltag zu bringen, das ist auch das Anliegen des Philosophen Christoph Quarch, den wir euch in einer der nächsten Ausgaben des karriereführer vorstellen werden. Dem Sinn des Lebens spürt er in seinem vergnüglichen Buch „Und Nietzsche lachte: Wie man sich mit Platon verliebt, mit Sokrates gelassen wird und trotz Kant den Sinn des Lebens findet“ nach. Ein Textauszug: „Es geschah an einem Wintermorgen in der Ewigkeit, dass dem höchsten Gott der Kragen platzte. Er hatte es lange genug mitangesehen. So konnte es nicht weitergehen. Seine lieben Menschenkinder waren völlig aus dem Ruder gelaufen. Sie hetzten wie besessen durcheinander, sie rechneten und handelten; sie rannten dem nach, was sie „Glück“ nannten, und wurden dabei immer unglücklicher […].“ Was Platon, Sokrates und Co. uns heute noch zu sagen haben, darauf freue ich mich schon bald von Quarch zu lesen. Wer ihn mal vor der Kamera erleben will, klickt sich auf Youtube. Tipps für Euch zum Weiterlesen: … trotzdem Ja zum Leben sagen von Viktor E. Frankl Leibniz war kein Butterkeks, ein Buch von Michael Schmidt-Salomon und Lea Salomon Der blaue Reiter, Journal für Philosophie Philosophie-Magazin Hohe Luft, Philosophie-Zeitschrift

Hochschule Schmalkalden, Zentrum für Weiterbildung

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Auf einen Blick
Die Hochschule Schmalkalden bietet seit mehr als 20 Jahren berufsbegleitende Fernstudiengänge an, die mit einem Bachelorgrad, mit einem Mastergrad oder mit einem Hochschulzertifikat abgeschlossen werden können. Die Angebote sind so konzipiert, dass sich Studium, Beruf und Privatleben gut miteinander vereinbaren lassen. Die Studentinnen und Studenten loben besonders die herausragende Betreuung.

Fernstudiengänge mit Bachelorabschluss

Fernstudiengänge mit Masterabschluss

Fernstudienangebote mit Zertifikatsabschlus

Logo Hochschule Schmalkalden

Ansprechpartner
Anke Köhler

Anschrift
Blechhammer 9
98574 Schmalkalden

Fon
03683 688-1740

E-Mail
a.koehler@hs-sm.de

Internet
www.hsm-fernstudium.de

ENERCON GmbH

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Branche
Erneuerbare Energien

Produkte/Dienstleistungen
Windenergieanlagen sowie Zukunftstechnologien wie Energiespeicherung, E-Mobilität und Smart Grids

Anzahl der Standorte
Dezentrales Service- und Vertriebsnetz in über 45 Ländern, der Hauptsitz befindet sich in Aurich in Ostfriesland

Bedarf an HochschulabsolventInnen
Vom Studenten zum Zukunftsgestalter: Los geht’s – starten Sie Ihren Weg bei ENERCON! Gestalten Sie gemeinsam mit uns die regenerative Energiezukunft. Wir bieten spannende, abwechslungsreiche Tätigkeiten und ein Arbeitsumfeld, in dem Teamwork und kurze Kommunikationswege großgeschrieben werden.

Gesuchte Fachrichtungen
Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Bauingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften

Einsatzmöglichkeiten
Forschung und Entwicklung, Konstruktion, IT, Vertrieb, Projektmanagement, Verwaltung, Service, Logistik, Qualitätsmanagement

Einstiegsprogramme
Direkteinstieg

Mögliche Einstiegstermine
Laufend

Auswahlverfahren
Der Ablauf unseres Bewerbungsprozesses gestaltet sich deshalb wie folgt:

– Bewerbung über Online-Bewerbungssystem
– Telefoninterview
– Persönliches Vorstellungsgespräch

Einstiegsgehalt
Abhängig von der jeweiligen Position

Auslandstätigkeit
Bei einigen Positionen möglich

Angebote für StudentInnen
Praktika, Abschlussarbeiten, Werkstudententätigkeit sowie Einstiegsstellen für Young Professionals

Logo ENERCON GmbH

Ansprechpartner
Personalbeschaffung

Anschrift
Dreekamp 5
26605 Aurich

Fon
04941 927-244

E-Mail
jobs@enercon.de

Internet
www.enercon.de
www.enercon.de/karriere

karriereführer green-tech 2013.2014

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Kreisläufe denken – Neue Techniken und Methoden im Recycling

Wiederverwerten. Die Rohstoffe sind knapp. Sie zu bergen, wird immer teurer und riskanter. Daher lohnen sich Investitionen in neue Techniken und Methoden des Recyclings – damit wertvolle Ressourcen nicht verloren gehen, sondern in den Kreislauf zurückgeführt werden. Gesucht werden dafür kluge Köpfe, die Produkte so produzieren, dass sie nach Nutzung gut zerlegt werden können. Und die ein Auge dafür besitzen, in genutzten Gütern die wertvollen Rohstoffe zu sichten und zu gewinnen. Ein Job für Schatzsucher Spannender Berufsfelder in der Recyclingbranche. „Wir haben nicht viel Zeit“ Interview mit Prof. Dr. Michael Braungart über das „Cradle-to-Cradle“-Prinzip.

Top-Manager

Interview mit Prof. Dr. Thomas Weber Im Interview: Vorstandsmitglied der Daimler AG, Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung.

Special Fotovoltaik

Konzentrierte Energie Der große Umbruch in Fotovoltaikfirmen. Ständig weiterentwickeln Die Forschungsgesellschaft der SolarWorld entwickelt Solarzellen der Zukunft.

Projekt

Gerne in Aufbruchsstimmung Pionierarbeit für Elektromobilität. Der B.A.U.M.-Umweltpreis Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e.V.) verleiht jährlich den Umweltpreis.

Einsteigen

Wasserstoff als Baustein zukünftiger Energieversorgung Simon Schäfer, Verfahrenstechniker und Projektingenieur bei Linde. Jung und erfolgreich bei: RWE Innogy Sarah Ostermann studierte Energie- und Umweltmanagement und ist nun Assistant Project Manager bei RWE Innogy. E-Mail für Dich An: Studenten und Absolventen der Ingenieurwissenschaften im Bereich Umwelttechnik.

Help!

Grenzenlos Ingenieure ohne Grenzen e.V. & Biogas support for Tanzania „BiogaST“.

Aufsteigen

Aufgestiegen zum Abteilungsleiter Abteilungsleiter „Portfoliomanagement Strom“ bei LichtBlick.

Handzeichen

Dirk C. Fleck, Journalist, Romanautor und Öko-Aktivist

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Sprache und Gleichstellung: Herr Professorin, ich weiß was

Die langjährige Hochschulordnung der Uni Leipzig spricht von Professoren und schließt per Fußnote Professorinnen mit ein. Der Senat der Universität hat nun beschlossen, die Verhältnisse umzukehren. In der neuen Hochschulordnung soll von Professorinnen, Wissenschaftlerinnen und Doktorandinnen die Rede sein. Eine Fußnote stellt klar, dass damit auch die Männer gemeint sind. An den Unis gab es schon viele Versuche, Gleichstellung „wörtlich“ zu nehmen. An einige erinnere ich mich noch aus meinem eigenen Studium: Den Schrägstrich habe ich als Standard erlebt, dann kam das große „I“  in Mode, zuletzt forschten gefühlte Hundertschaften von WissenschaftlerInnen nach geschlechtsneutralen Bezeichnungen wie „Studierende“. Nun also das generische Femininum, wie die Fachfrau sagt. Ein Selbsttest: Guten Tag, mein Name ist Stefan Trees, ich bin Journalistin. Hm. Fühlt sich noch etwas ungewohnt an, tut aber gar nicht weh – und ist ohnehin nicht, was die Uni Leipzig bezwecken will. Hochschulrektorin Beate Schücking stellt nämlich in der SZ klar, „dass diese Neuerung auf den Alltag an der Universität und auf den universitären Sprachgebrauch keinerlei Auswirkungen haben wird.“ Also nix Herr Professorin, und doch ein Schritt, die überwiegend weibliche akademische Belegschaft sichtbarer zu machen. Damit folgt die Uni Leipzig dem Gedanken des Gender Mainstreaming, dem die Bundeszentrale für politische Bildung ein umfangreiches Dossier gewidmet hat. In der Wirtschaft wird die Diskussion um Gleichstellung der Geschlechter im Ringen um Quoten sichtbar. Will man nun den durchaus erwünschten höheren Frauenanteil in Führungsgremien von Unternehmen über eine Quote erreichen oder nicht? Bereits die Diskussion scheint allerdings eine Veränderung zu bewirken. Das Beratungshaus PWC belegt in einer gerade veröffentlichten Analyse einen Anstieg des Frauenanteils in DAX-Aufsichtsräten von 13,4 Prozent Anfang 2011 auf 18,2 Prozent zum Stichtag Ende Mai 2012. Seitdem ist schon wieder ein Jahr vergangen, aktuellere Zahlen liegen aber noch nicht vor, zumal in 2013 laut PWC in zahlreichen DAX-Unternehmen Aufsichtsrats-Wahlen anstehen. Da kann sich also noch was bewegen. Und bis dahin belebt auch der karriereführer weiter diese Diskussion. Im aktuellen karriereführer frauen in führungspositionen beispielsweise hat mein Kollege André Boße eben jene „gläserne Decke“ beschrieben, die es für gut ausgebildete Frauen im Unternehmen viel schwieriger macht, Karriere zu machen, als für die männlichen Kollegen. Davon weiß Katja Kraus im Interview für den karriereführer consulting zu berichten. Die heute 42-jährige saß acht Jahre lang im Vorstand des Fußballbundesligisten Hamburger SV. Dann wurde ihr Vertrag nicht mehr verlängert. Ihre eigenen Erfahrungen und die Gespräche mit Managern wie Politikern wurden zu ihrem ersten Buch: Macht – Geschichten von Erfolg und Scheitern.