Zur Person
Hubertus Meyer-Burckhardt wurde 1956 in Kassel geboren. Nach dem Abitur studierte er Geschichte und Philosophie in Berlin und Hamburg, danach ging er an die Münchener Hochschule für Fernsehen und Film, wo er erste Werbespots und kleinere Filme drehte. Nach einer Anstellung als Filmproduzent in München wechselte er 1988 als Mitglied der Geschäftsführung zur Düsseldorfer Werbeagentur BBDO. Mit der Akzente Film & Fernsehproduktion gründete Meyer-Burckhardt 1992 seine eigene Firma. Kurz danach war er als Moderator der Sendung „Sowieso – Die Sonntagsshow“ und der NDR-Talkshow erstmals vor der Kamera zu sehen. Nach Vorstandsstationen bei Axel Springer und ProSiebenSat.1 Media wurde er 2006 Geschäftsführer der Hamburger Filmproduktionsfirma Polyphon. Parallel dazu ist der zweifache Vater seit 2008 wieder Gastgeber der NDR-Talkshow, besitzt eine Professur an der Hamburg Media School und hat mit „Die Kündigung“ in diesem Jahr seinen ersten Roman veröffentlicht. Weitere Informationen: www.polyphon.de [/quote_box_right Herr Meyer-Burckhardt, können Sie sich noch an Ihren letzten Kater erinnern? Ja, das war im März, und er führte dazu, dass ich seitdem meinen Alkoholkonsum stark reduziere. Sprich: drei Glas Wein in der Woche. Nicht mehr. Was ist Ihre Strategie, um einen ordentlichen Kater zu bewältigen? Ich habe da keine Strategien. Ich mache auch verkatert das, was ich jeden Tag mache: Ich arbeite. Da ich mit Kollegen eine Firma führe, die in vier deutschen Städten Dependancen besitzt, kann ich es mir nicht leisten, am Morgen danach durchzuhängen. Sie haben im Laufe Ihrer Karriere mit vielen wichtigen Managern zu tun gehabt, mit Aufsichtsräten, Vorständen, Geschäftsführern. Was glauben Sie, wie hoch ist der Anteil derjenigen, die ihren Job wirklich gerne machen? Ich glaube, da ist keine Schwarz-Weiß-Antwort möglich. Jeder macht seinen Beruf mal gerne, mal nicht so gerne. Und wenn man ihn mal nicht so gerne macht, dann hilft manchmal der Blick aufs Girokonto. Sprich: Ein gutes Gehalt ist immer eine Motivation. Nicht immer, nein, da haben Sie mich missverstanden. Ich sagte manchmal – nämlich dann, wenn der Spaß am Beruf mal etwas verloren geht. Mit Blick auf Hochschulabsolventen, die vor dem Beginn ihrer Karriere stehen: Kennen Sie Strategien, mit deren Hilfe ein Einsteiger herausfinden kann, ob ein Job der richtige für ihn sein wird? Sie erwähnen wieder den Begriff der Strategie, das ist mir auch an dieser Stelle zu rational. Was in den Generationen, die nach mir gekommen sind, meiner Meinung nach fehlt, ist ein gewisses Vertrauen auf das Bauchgefühl. Mir erscheint das, was junge Leute heute tun wollen oder glauben, tun zu müssen, viel zu sehr kopfgesteuert. Wenn Sie sagen, dass die Karriereeinsteiger glauben, etwas tun zu müssen: Wer übt da den Druck aus? Als ich jung war, besaß der Typus des Abenteurers ein viel größeres Prestige. In der Gesellschaft, aber auch in der Peergroup, unter den Freunden und Mitstudenten. Heute erleben wir dagegen eine Renaissance der bürgerlichen Gesellschaft – mit der Folge, dass die jungen Leute heiraten und schnell Geld verdienen wollen. Wenn ich mich als Mitglied dieser Generation in einer solchen Gesellschaft etablieren möchte, ist der Zwang, Kompromisse einzugehen, sehr viel größer, als wenn ich mir erlaube zu sagen: Ich probiere mal etwas aus – und wenn es schiefgeht, werde ich einen anderen Weg finden. Und ich glaube tatsächlich, dass die Generation 50 plus weniger bürgerlich und mit mehr Abenteuergeist daherkommt als die Generation 30 minus. Wie kann denn dieser Abenteuergeist bei der Gestaltung einer Karriere helfen? Sehen Sie, mich stört schon der Begriff der „Gestaltung“. Und weiter, mich stört sogar, dass bei der Frage, was man als junger Mensch mit seinem Leben anfangen soll, der Begriff der„Karriere“ so zentral steht. Es geht doch wohl zunächst erst einmal darum, etwas zu finden, das mir Spaß macht. Wenn sich dann danach eine Karriere einstellt – umso besser. Wo liegen denn die Ursachen für diesen Wandel weg vom Abenteurer hin zum bürgerlichen Karrieristen? Das ist sicherlich nicht monokausal, aber ich muss fairerweise hinzufügen, dass ich als Einsteiger das Privileg genoss, dass es den Gedanken an Arbeitslosigkeit einfach nicht gab. Wenn ich mich dann wiederum an meinen Abi- Jahrgang Ende der 70er-Jahre erinnere, dann waren da eine Menge Leute, die wie ich auch aus finanziell angespannten Verhältnissen kamen. Wir wollten also irgendwo raus. Und wer irgendwo raus will, verfügt über andere Energien, Fantasien und über mehr Kreativität. Die Hochschulabsolventen heute wachsen zu einem Großteil in relativ wohlhabenden Verhältnissen auf, und da ist der Stachel, etwas Neues auszuprobieren, sehr viel stumpfer. Anstatt raus zu wollen, wünschen sich diese Leute, das wirtschaftliche Niveau der Eltern zu halten – was wiederum dazu führt, dass einige Väter sich so intensiv mit der Karriere ihrer Söhne auseinandersetzen, dass ich ihnen gerne zurufen würde: Lasst die doch mal laufen! Sie haben sich schon zur Uni-Zeit an das Motto gehalten: „Bildung statt Ausbildung“. Aber auch das war keine Strategie, um Karriere zu machen, sondern ein Bauchgefühl. Als Sohn einer alleinerziehenden Mutter, die in einem Altersheim gearbeitet hat, habe ich in Berlin und Hamburg Geschichte und Philosophie studiert. Zwei Fächer also, die eigentlich nicht zu einem soliden Brot- und Butterjob führen – zumal ich weder in die Forschung gehen geschweige denn beamteter Lehrer werden wollte. Aber es entsprach damals meinem Bedürfnis, zunächst einmal eine anständige Allgemeinbildung zu bekommen. Haben Sie einen Ratschlag an die Hochschulabsolventen von heute, wie sie ihrem Bauchgefühl Gehör verschaffen und die Abenteuerlust wiederentdecken können? Also, jede Generation muss sich schon selber auf den Weg machen. Diese Aufgabe darf man denen, die nichts anderes im Kopf haben, als Karrierestrategien zu entwickeln, nicht auch noch abnehmen. Aufbrechen müsst Ihr schon selbst! Karl Marx hat den wunderbaren Satz gesagt: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Damit hat er fraglos Recht, aber den Umkehrschluss finde ich noch spannender: Das Bewusstsein bestimmt das Sein. Beschäftigen Sie sich mit dem Thema Work-Life-Balance? Nein, weil ich meinem Bauchgefühl folgend Berufe ausüben darf, die mir allesamt sehr viel Spaß machen: Filme produzieren, Professor sein, eine Talkshow moderieren und Bücher schreiben. Ich kenne dieses protestantische Denken nicht, nach dem eine mühevolle Arbeit nach einem Feierabend verlangt. Ich weiß, dass ich damit privilegiert bin. Will aber gerne hinzufügen, mir dieses Privileg auch erarbeitet zu haben. In Ihrem Roman „Die Kündigung“ erzählen Sie von einem Top-Manager, dem überraschend gekündigt wird und dessen Welt darauf zusammenbricht. Haben Sie Angst davor, dass die Dinge, die Sie heute machen dürfen, irgendwann nicht mehr nachgefragt sein könnten? Nein. Man muss natürlich sagen, dass jeder Gang, den man im Leben geht, den Misserfolg impliziert. Jede gute Karriere hat Abstürze und Rückschläge – und man ist ohne Frage gut beraten, sich früh damit zu befassen, dass es auch einem selber passieren kann. Aber ich habe in meinem Leben so viele Dinge gemacht – von der Arbeit in Vorständen bei Axel Springer und ProSieben über die Professur und das Produzieren von Filmen bis hin zum Schreiben von Büchern, dass mir immer etwas einfallen wird. Und zur Not – und das meine ich übrigens ganz ernst – würde ich auch einen Pizza-Kurierdienst in Nizza aufmachen. Ich stecke voller Fantasie und voller Tatendrang, klebe aber nicht daran, dass ich das, was ich derzeit mache, immer weitermachen muss. Was für Abstürze in Ihrer Karriere haben Sie erlebt? Absturz wäre zu viel gesagt. Ein, zwei Misserfolge gab es. Ich glaube, Sie können Niederlagen nur verkraften, wenn Sie einen Beruf haben, den Sie mit heißem Herzen erwählt haben. Stellen Sie sich vor, Sie verlieren in einem Beruf, den Sie alleine aus Sicherheitserwägungen ergriffen haben. Spätestens, wenn Sie die Niederlage realisieren, stellt sich die Frage: Warum bin ich Rindvieh diesen Weg gegangen? Sie haben als Student allerhand Nebenjobs ausgeübt: Taxifahrer, Kellner … … und sogar Aushilfskraft am Schlachthof. Haben Sie bei diesen Jobs etwas gelernt, das Sie bis heute bei sich tragen? Ich habe dort gelernt – und das ist für viele Menschen, die ich beobachte, leider nicht selbstverständlich: Jeder Mensch ist viel wert – und wenn Sie so wollen „kostbar“, völlig unabhängig davon, was er verdient und was für eine Karriere er gemacht hat. Haben Sie Verständnis für Top-Manager, die den Kontakt zu Menschen in anderen Sphären komplett verlieren? Ich war ja selber in mehreren Vorständen und kann sagen: Wer den Kontakt verliert, der will ihn auch nicht. Mir tut jeder leid, der ein Leben in einer karrieregeprägten Plastikwelt führt. Denn wer dort keinen Mangel spürt, ist ein armer Mensch. Der Protagonist Ihres Buches erkennt den Mangel. Genau, deshalb tut er mir auch nicht leid. Er widmet sich seinen Träumen. Und wer das tut und daraufhin versucht, sich ein neues Leben zu zimmern, der ist den größten Schritt bereits gegangen. Muss der, der sich seinen Träumen widmet, nicht auch Angst haben, dass die Träume platzen? Sehen Sie, es gibt zwei Illusionen im Leben: Die eine ist Stillstand, die andere ist Sicherheit. Beides wird es nie geben, und deshalb ist eine deftige Niederlage Teil eines deftigen Lebens. Das kann auch mal komplett gegen die eigenen Interessen laufen. Aber soll ich als Konsequenz daraus ein Leben führen, das nur geringe Amplituden kennt? Das wäre dann Leben light. Eine Bonsaivariante des Lebens. Eine trübe Vorstellung. Letzte Frage: Gibt es einen Menschen, den Sie gerne mal angeschwipst erleben möchten? Hm. Ich finde angeschwipste Menschen generell nicht wahnsinnig spannend, deswegen deute ich Ihre Frage ein wenig um und überlege, mit wem ich gerne mal meine aktuelle Wochenration Gläser Wein trinken würde. (überlegt) Ich lebe in der schönen Situation, dass ich die meisten Menschen, mit denen ich gerne mal einen Wein trinken würde, auch tatsächlich anrufen kann. Und die kommen dann auch. (lacht) Aber es gibt eine Unternehmerin, die ich sehr respektiere und die sich zurückgezogen hat, die ich gerne einmal kennenlernen möchte: Jil Sander. Ich finde es ungeheuer beeindruckend, wie es einer Frau aus Hamburg gelingen konnte, beginnend mit einem kleinen Laden in Pöseldorf ein weltumspannendes Modeimperium aufzubauen. Darüber würde ich mich mit ihr wahnsinnig gerne unterhalten – aber ausdrücklich auch dann, wenn Frau Sander auf Tee oder Kaffee besteht.Hamburg Media School
Die halbstaatliche Hochschule Hamburg Media School (HMS) bietet seit 2003 Masterstudiengänge in den Bereichen Medienmanagement, Journalismus und Film. Die Dozenten in allen Bereichen sind erfahrene und oft prominente Experten wie „Stromberg“-Erfinder Ralf Husmann, die Publizistin Miriam Meckel oder der Verleger Jakob Augstein, die den Studenten sowohl Fachwissen als auch praktisches Know-how vermitteln. Hubertus Meyer-Burckhardt leitet in Hamburg das Filmstudium sowie den Bereich Produktion. Die HMS ist als Public- Private-Partnership organisiert: 30 renommierte Medienunternehmen engagieren sich in Form von Kooperationen, Praktikumsplätzen oder Stipendien – und nicht zuletzt mit finanzieller Unterstützung. Dadurch erhalten die Masterstudenten schon während des Studiums viele Chancen auf praktische Erfahrungen. Weitere Informationen: www.hamburgmediaschool.de oder bei Facebook
Hubertus Meyer-Burckhardt findet philosophische Gedanken zum Thema Karriere
Interview mit Tim Bendzko
Nur noch kurz die Welt retten? Noch 148 Mails checken? Sänger Tim Bendzko weiß, wie schnell man abgelenkt ist und den Fokus verliert. Warum bei ihm keine gute Idee verloren geht und er so genau weiß, was er will, erzählt er im Interview mit André Boße.
Zur Person Tim Bendzko
Tim Bendzko besuchte ein Sportgymnasium und spielte auf hohem Niveau Fußball bei Union Berlin. Ersten Gitarrenunterricht nahm er mit 16, doch statt direkt seine Traumkarriere in Angriff zu nehmen, studierte er und arbeitete als Auto-Auktionator, bis er diesen Job wegen einer Stimmbandentzündung kündigte und sich auf die Musikkarriere fokussierte. Er nahm auf eigene Faust ein Demotape auf und bekam einen Plattenvertrag bei Sony. Im Mai 2011 erschien seine erste Single „Nur noch kurz die Welt retten“, die ihn auf Platz 2 der Charts führte. Auch das Album „Wenn Worte meine Sprache wären“ verkaufte sich glänzend, mit dem Titelsong gewann er 2011 den Bundesvision Song Contest.
Interview mit Christoph Gottschalk
Vom Tellerwäscher zum Millionär – gibt es das noch? Und ist das überhaupt erstrebenswert? Christoph Gottschalk weiß, wie rasant Karrieren verlaufen können. Mit 26 Jahren saß er als erster Deutscher überhaupt als Berater des Premierministers im französischen Kabinett, heute ist er Headhunter bei Russell Reynolds Associates. Der karriereführer begleitet die Karriere von Christoph Gottschalk seit vielen Jahren: Schon 2003 haben wir mit ihm ein großes Top-Manager-Interview geführt und seitdem kontinuierlich über seinen Berufsweg berichtet. Diesmal hat André Boße mit ihm gesprochen – über Macht und Einfluss, über Ecken und Kanten.
Herr Gottschalk, wenn wir Ihre bislang sehr vielfältige Karriere mit einem ausgewogenen Menü vergleichen, welche Zutat darin überrascht Sie rückblickend am meisten? Ein Aspekt, der jedoch eher andere als mich verwundert: dass ich Politikwissenschaft studiert habe. Es hieß damals häufig: „Damit wirst du nie was.“ Rückblickend hat es mich gefreut, an verschiedenen Stellen deutlich zu machen, dass das Blödsinn ist. Wobei es mich dann wiederum gewundert hat, wie schnell es mir gelungen ist, diese These zu widerlegen. Wie lautete Ihr Rezept, um so ungewöhnlich schnell nach oben zu kommen? Leidenschaft. Ich habe immer für die Sache gebrannt, und das führte an diversen Stationen meiner Laufbahn dazu, dass ich stärker wahrgenommen wurde als andere. Und zwar wohlgemerkt auch als andere, die gute Abschlüsse in „sinnvollen“ Studiengängen erreicht hatten. Mich freut es, die Erfahrung gemacht zu haben, dass man auch über krummere Wege gute Karrieren machen kann. Ihr Weg führte Sie zunächst als Berater an die Seite des französischen Premierministers und jetzt in die Headhunter-Branche. Das sind zwei ganz unterschiedliche Berufe, oder? Ja, wobei ich mich schon immer generalistisch für Dinge interessiert habe. Es gibt in meinen Augen sowieso keinen spannenden beruflichen Bereich, bei dem man schon als Einsteiger alles weiß. Es gehört immer dazu, Dinge neu zu lernen, und mir fiel das nicht schwer, weil ich von Beginn an erstens das Interesse für und zweitens ein grundlegendes Wissen über diese Themen besaß. Was beide Berufe eint: Es geht knallhart zur Sache. Wie gelingt es Ihnen, in diesen Branchen den Spaß und die Leichtigkeit zu behalten? Es ist wichtig, in einem Umfeld zu arbeiten, das von Werten bestimmt ist, die auch meine sind. Wenn ich in einem Unternehmen arbeiten würde, das meinen Wertekonsens im Umgang mit Kollegen und Kunden nicht teilt, würde mich das wahnsinnig aufreiben. Ich würde mich dann wahrscheinlich sehr schnell im wahrsten Sinne des Wortes abarbeiten. Sowohl in der hohen Politik als auch in der sehr amerikanisch und von Effizienz geprägten Headhunter-Branche ist die Luft zwar dünn, aber man kann mit inspirierenden Leuten zusammenarbeiten und auch an harter Arbeit Spaß empfinden. Wobei eines jedem klar sein muss, der mit Leidenschaft ins Berufsleben einsteigt: Eine Karriere zieht immer Folgen nach sich, es wird garantiert auch mal stressig und unangenehm werden. Was hilft in solchen Momenten? Das Bewusstsein, an einem Thema zu arbeiten, das mich etwas angeht. Es lohnt sich sehr, darauf zu achten, dass man Anliegen findet, die einen erreichen und wo man mit dem Herzen dabei ist. Man erträgt die eben erwähnten Nebenwirkungen viel besser, wenn man weiß, wofür man morgens aufsteht. Reicht es da in Ihren Augen aus, den nächsten Karriereschritt als Ziel zu formulieren? Wie der Tellerwäscher, der es deshalb zum Millionär schafft, weil er zielstrebig Schritt für Schritt nach oben geht? Ich glaube, dass das auf lange Sicht zu wenig ist. Ab einem gewissen Level schauen sich Leute, die so denken, nämlich um und stagnieren. Sie kommen plötzlich eben nicht mehr weiter, weil ihnen das Thema fehlt und sie inhaltlich keine Spitze erreichen. Und dann entsteht schnell eine innere Leere. Sie waren 26, als der französische Premier Sie als Berater einstellte. Sie haben einmal gesagt, dass Sie sich damals manchmal überfordert fühlten. Was haben Sie in solchen Momenten unternommen? Ich habe mir zunächst einmal bewusst gemacht, dass es völlig in Ordnung ist, wenn ich mich als 26 Jahre alter Deutscher, der hier mit der hohen französischen Politik an einem Tisch sitzt, überfordert fühle. Wenn nicht in so einer Situation, wann dann? Mir hat damals zudem geholfen, intensiv zu beobachten und zuzuhören. Ich habe links und rechts mit Leuten gesprochen, die mich dabei unterstützt haben, Dinge einzuordnen. Und nicht zuletzt ist das private Umfeld enorm wichtig: Ich hatte immer Freunde, die mir sagten, in was für einem privilegierten Beruf ich arbeite – aber da war auch immer ein Augenzwinkern dabei. Es hilft ungemein, wenn man Freunde hat, die sich nicht blenden lassen. Solche Menschen schützen einen davor, sich auf unangenehme Art zu verändern. An was für eine Veränderung denken Sie konkret? Man kennt ja die Menschen, die durch eine Funktion oder eine Stellung plötzlich einen anderen Habitus annehmen, eine andere Sprache sprechen und sich anders benehmen. Darum ist es eben wichtig, Menschen um sich herum zu haben, die ganz klar sagen: „Hör auf mit dem Mist, das tut dir nicht gut.“ Haben Sie viele Leute erlebt, denen Macht und Einfluss langfristig nicht unbedingt gut getan haben? Selbstverständlich, und bei einer guten Karriere geht es auch darum, sich nicht verführen zu lassen. Wobei ich nicht meine, dass man Begriffe wie Macht und Einfluss umgehen sollte. In hohen Positionen geht es um diese Dinge, und man muss auch Lust darauf haben, Macht und Einfluss zu bekommen – sonst versteht man das Spiel nicht. Die Arbeit darf sich jedoch nicht auf diese Begriffe reduzieren. Je schneller die Karriere, desto größer die Gefahr, dass Macht und Einfluss eine Persönlichkeit negativ verändern? Ja, denn nicht nur in der Politik sind Macht und Einfluss eine Droge. Man wird süchtig danach. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er sich darauf einlassen möchte und ob er robust genug ist, auf Dauer in diesem Umfeld unterwegs zu sein und dabei auf Leute zu treffen, die das gleiche Interesse haben und damit auch zu Konkurrenten um den größten Einfluss werden. Die Aussicht auf Macht und Einfluss kann fraglos Menschen verändern, und ich habe eine tiefe Skepsis gegenüber Leuten, die meinen, sie seien in dieser Hinsicht absolut ungefährdet. Nach gut zwei Jahren in der Politik wechselten Sie die Branche. Warum dieser Schritt? Es gab zunächst einmal eine private Dimension. Mir war bewusst, dass eine weitere Karriere in der Politik tendenziell in der Öffentlichkeit stattfinden wird. Mit Blick auf unsere Familienplanung habe ich mir die Frage gestellt: Wollen wir so leben? Ich finde, dass man eine solche Frage ganz wunderbar mit seinem Partner besprechen kann – und zwar ohne dass man sich Illusionen macht. Der zweite Faktor war, dass ich mit sehr jungen Jahren die Gelegenheit hatte, hinter den goldenen Vorhang der großen Politik zu schauen. Das kenne ich jetzt, da kann mir keiner mehr erzählen, dass es anders ist. Was mir jedoch noch fehlte, war ein Einblick in die kommerziellen Zusammenhänge in der Privatwirtschaft. Mich hat interessiert, wie von dort aus die Perspektive auf die Gesellschaft ist und wie ich mich in diesem System verhalte. Als Headhunter helfen Sie Unternehmen dabei, Top-Leute für Top-Positionen zu finden. Wenn Sie eine Vita vor sich haben, welche Aspekte darin machen Sie neugierig? Spannend wird es, wenn man beim Blick auf einen Lebenslauf auch mal stolpert. Wenn er sich nicht total weich und geradeaus lesen lässt. Wenn sich irgendwo eine Kante zeigt und ich Lust habe, mehr darüber zu erfahren. An solchen Stellen entdeckt man häufig von persönlichen Werten getriebene und ungewöhnliche Entscheidungen. Warum sind diese Aspekte wichtig, um beurteilen zu können, ob jemand auf eine Top-Position passt oder nicht? Weil ich hier etwas lesen kann, das extrem wichtig ist, nämlich die Haltung. Ich kann daraus schließen, wie dieser Mensch sozialisiert wurde und wie er mit Unsicherheiten und ungeplanten Ereignissen umgegangen ist. Ob er schon einmal Courage bewiesen hat und ob es Momente gab, in denen er ganz klar sagte: „Das mache ich so nicht mit.“ Haltung hat in meinen Augen etwas mit nachhaltigem Denken zu tun und führt dazu, dass ein Mensch eine Urteilskraft entwickelt, die über das gelernte Fachwissen hinausgeht. Sie grenzt eine Persönlichkeit von dem Typus Karrieristen ab, der nur an kurzfristigem Erfolg und am Aufstieg interessiert ist. Suchen Unternehmen tatsächlich Leute mit Haltung? Unbedingt, denn was ist in diesen Zeiten wichtiger als jemand, der die Fähigkeit besitzt, mit Unsicherheiten umzugehen? Auffallend ist auch, dass sich Menschen mit Haltung eine große Unabhängigkeit erhalten. Zum Beispiel, indem sie auch abseits des Berufs Dinge tun, die ihnen wichtig sind. Es ist Bestandteil einer guten Karriere, den Beruf nicht zu überfordern, sondern ihn immer mal wieder als das zu sehen, was er auch ist: ein Broterwerb. Was folgt daraus für Hochschulabsolventen kurz vor dem Einstieg ins Berufsleben, wie sollten sie ihre Karriere angehen? Es gibt weiterhin das Denken: je schneller und geradliniger ein Abschluss, desto besser. Ich werde einen Teufel tun und das als falsch beurteilen. Nur sollte sich keiner unter Druck setzen lassen, dass dies der einzige Weg ist. Auch Entschleunigungen im Denken oder Umwege werden heute von Unternehmen geschätzt. Persönlichkeiten entstehen doch genau dann, wenn Menschen nicht nur das tun, was von ihnen verlangt wird. Eine Karriere ist heute nicht mehr das Abhaken von Stationen. Es ist komplizierter geworden. Oder positiv formuliert: Die Welt ist offener denn je.Zur Person
Christoph Gottschalk, 34 Jahre, war schon mit 17 Jahren Mitglied des Europäischen Jugendparlaments und studierte nach dem Abitur an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaften. Kurz vor seinem Abschluss moderierte er 2003 eine Diskussion zwischen dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder und dem französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac. Die Franzosen behielten ihn daraufhin in bester Erinnerung, und als kurz danach ein deutscher Berater für den Premierminister Jean-Pierre Raffarin für die Themen deutsch-französische Beziehungen sowie Kultur, Jugend und Bildung gesucht wurde, erhielt Gottschalk den Zuschlag. Als 26-Jähriger besetzte er damit als erster Deutscher überhaupt ein Amt im französischen Kabinett. Gottschalk blieb bis 2005 an der Seite des französischen Premiers und absolvierte anschließend ein Masterprogramm in „European Public Policy“ in London. Im Herbst 2007 ging er dann als Headhunter zu Russell Reynolds Associates. Im Hamburger Büro des weltweit renommierten Consulting- Unternehmens berät er internationale Klienten im Bereich Non-profit, Government Affairs und Medien und unterstützt politiknahe Institutionen und Unternehmen bei der Besetzung von Top-Führungspositionen. Christoph Gottschalk ist verheiratet und hat zwei Kinder. www.russellreynolds.com
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Erste Schritte zur Globalisierung
Nur Mut!
Fit für das internationale Parkett
WBS – die feine englische Art
Interview mit Dr. Christofer Eggers, Partner der Kanzlei WilmerHale
“Für jede verkaufte Kiste Krombacher Bier retten wir einen Quadratmeter Regenwald.” Dieses scheinbar einfache Versprechen der westfälischen Großbrauerei gab Anlass zu diversen gerichtlichen Scharmützeln. Auf Seiten der Brauerei zog Dr. Christof Eggers, Partner der Kanzlei WilmerHale, die Fäden – und schaffte es, die Werbekampagne trotz zahlreicher Verbotsurteile am Laufen zu halten. Der Kartell- und Wettbewerbsrechts-Spezialist musste sechs Jahre lang die Grenzen der Legalität ertasten. Bis er in letzter Instanz obsiegte. Mit ihm sprach Peter Neumann.
Tengelmann/Edeka, Porsche/VW, Kaufhof/Arcandor – die Krise treibt immer mehr Firmen zu Kooperations- oder Fusionsversuchen an. Das bedeutet Hochkonjunktur für Kartellrechtler. Ist Ihre Branche ein Krisengewinner? Ja, das stimmt. Unsere Dienstleistung ist auch in der Krise nicht verzichtbar. Während einerseits in der Krise der Bedarf an M&A, also Beratung in Mergers and Acquisitions, eher zurückgeht, nimmt der Beratungsbedarf in anderen Bereichen zu. Dazu gehören Restrukturierung, Beihilferecht, Streitbeilegung und das Kartellrecht. So wechseln sich diese Bereiche immer wieder mit Boomphasen ab, und gegenwärtig ist mal wieder die zweite Abteilung obenauf. Außer der guten Geschäftslage – was ist spannend und reizvoll an Kartellverfahren? Zunächst einmal müssen Anwälte hier ans wirkliche Leben heran. Kartellrecht besteht ja aus ganz unbestimmten Rechtsbegriffen wie ‚marktbeherrschende Stellung’. Antworten kann man hier nur geben, wenn man sehr genau versteht, wie Wettbewerb funktioniert. Hinzu kommt, dass wir ständig mit neuen Konstellationen zu kämpfen haben. Gerade bei Porsche/VW sind Umstände zu beleuchten, die es so früher gar nicht gegeben hat. Und das Zusammenspiel von Kartellrecht, Beihilferecht, Zivilrecht und öffentlichem Wirtschaftsrecht ist momentan eins der spannendsten Themen, die wir in der Juristerei überhaupt haben. Sie treten beim Bundeskartellamt und der Europäischen Kommission auf. Welche Talente muss man besitzen, um in die Top-Etage des Gewerbes aufzusteigen? In erster Linie die Fähigkeit, komplexe wirtschaftliche Vorgänge, die sich über längere Zeiträume und in unterschiedlichsten Märkten abspielen, zusammenzufassen und eine einheitliche juristische und ökonomische Analyse zu formulieren. Ein guter Kartellrechtler muss in der Lage sein, die Sachverhalte gut zu erklären. Dazu braucht er mehr als nur wirtschaftliche Grundkenntnisse. Denn er muss gegenüber den politischen Instanzen Prognosen abgeben, was in den Märkten passieren wird, und daraus herleiten, dass eine bestimmte unternehmerische Maßnahme genehmigungsfähig ist. Entscheidend ist dabei die Überzeugungskraft der Argumentation. Denn sowohl beim Bundeskartellamt als auch bei der Kommission gibt es unter den Entscheidern zur einen Hälfte Juristen, zur anderen Hälfte Ökonomen. Es kommt also auf die Kommunikationsfähigkeit an – hier unterscheiden sich die guten Kartellrechtler von den weniger guten. Gibt es neben den fachlichen auch charakterliche Eigenschaften, die vorteilhaft sein können? Im Kartellrecht ist es sicherlich hilfreich, wenn man nicht allzu konfrontativ ausgerichtet ist. Denn wer einmal mit den Kartellbehörden zu tun hat, wird aller Voraussicht nach immer wieder mit diesen Institutionen sprechen müssen. Daher ist es gut und wichtig, ein vernünftiges Verhältnis zu den handelnden Personen zu entwickeln. Ebenso wichtig ist es, dass man sich als verlässlich erweist. Wer ein einziges Mal eine Genehmigung mit Verfahrenstricks erschwindelt, wird nie wieder als Gesprächspartner akzeptiert. Unabhängig vom aktuellen Boom – ist die Spezialisierung auf Kartellrecht für angehende Juristen empfehlenswert? Ja. Im Kartellrecht spielen viele andere Rechtsgebiete zusammen. Und die Beschäftigung mit dem Kartellrecht macht dann besonders viel Spaß, wenn man nicht ein Schreibstubengelehrter sein will, sondern sich nach draußen begeben und den wirtschaftlichen Realitäten stellen möchte. Welche Rolle spielen Examensnoten für die Karriere? (zögert bei der Antwort) Sie sind … nach wie vor … wichtig. Aber vielleicht doch überschätzt. Nun haben wir momentan einen Nachfragemarkt. Die großen Sozietäten können aussuchen. Und da sind die Examensnoten ein wichtiges Kriterium. Dabei ist das Platzziffernzeugnis fast wichtiger als die absolute Note. Hier sollte man möglichst weit vorn liegen. Die einzelnen Zeugnisnoten können aber auf jeden Fall zeigen, dass jemand zu Spitzenleistungen fähig ist. Dabei kann es für eine Kanzlei durchaus interessant sein, einen Kandidaten mit einem etwas schwächeren Notendurchschnitt zu favorisieren, wenn sich dahinter Spitzennoten in einzelnen Fächern verbergen und er erklären kann, warum er in anderen Fächern schlechter abgeschnitten hat. Wo – außer in Deutschland – sollte man als Student Stationen absolvieren? Ein Kartellrechtler sollte natürlich in irgendeiner Form die EU-Kommission von innen gesehen haben. Mit dieser Behörde hat man später zu tun. Eine Station dort ist daher sehr wichtig. Außerdem ist Arbeitssprache inzwischen Englisch, auch in der Kommission. (mit Nachdruck:) Das muss sitzen! Das heißt, die Sprache sollte in England oder den USA erworben sein. Und wir wollen an den absolvierten Stationen sehen, dass jemand auch dahin zu gehen bereit ist, wo es ein bisschen weh tut. Also nicht in die sonnigen Regionen der Welt, sondern vielleicht ins verregnete Schottland. Auf jeden Fall sollte die Station aber auch relevant sein für den künftigen Beruf – der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen zum Beispiel hört sich zwar sehr international an, ist aber nicht allzu relevant. Gibt es einen generellen Rat, den Sie einem Jura-Studenten mit auf den Weg geben möchten? Es ist sehr hilfreich, wenn man frühzeitig weiß, was einem Spaß macht. In diese Richtung sollte man seine Ausbildung konzentrieren. Denn bei der Ersteinstellung setzen sich die besseren Spezialisten durch. Die Breite kommt dann später. Was war in den ersten Etappen Ihrer eigenen Karriere wichtige Wegmarkierungen? Es war gerade diese Spezialisierung. Meine frühere Wahlstation beim Bundeskartellamt hat mir in den ersten Berufsjahren sehr geholfen. Denn ich besaß das Know-how, wie die Dinge dort ablaufen. Ihre Sozietät ist eine der ganz Großen. Womit kann sich der einzelne Anwalt da noch profilieren? Die Themen sind vielfältig. Jeder junge Anwalt bekommt einen Mentor, der seine weitere Ausbildung begleitet und überwacht. Jeder hat die Chance, sich selbst zu entwickeln in die Richtung, in der er sich stark fühlt und die ihm Spaß macht. Und so kann er sich profilieren – durch die Arbeit, die er leistet, durch Mitwirkung an Projekten und durch Veröffentlichung von Aufsätzen. Und es gibt immer wieder Themen, die neu auftauchen, bei denen es den Älteren nicht unrecht ist, wenn sich einer der Jüngeren darauf wirft. So gibt es bei uns Kollegen, die ausschließlich Lebensmittelrecht bearbeiten, weil dies ein Gebiet ist, das sich permanent und mit hohem Tempo verändert. Die Möglichkeiten, sich zu profilieren, sind nachgerade endlos. Ist es für die Karriere sehr wichtig, bei einer internationalen Kanzlei zu arbeiten? Das Recht wird immer internationaler. Und da ist es für die Karriere sicherlich förderlich, wenn man zumindest mal für einige Zeit die Internationalität erfahren hat. Auch um zu beobachten, wie in großen internationalen Teams Aufgaben verteilt werden und wie man dort zusammenarbeitet. Hilfreich für die Karriere kann auch sein, wenn ein junger Anwalt eine Zeitlang von seiner Kanzlei in die Rechtsabteilung eines großen Mandanten abgeordnet wird – sei es, um dort eine Vakanz zu füllen oder eine vorübergehende schnelle Neubesetzung zu ermöglichen. Die Rechtsabteilung eines Unternehmens von innen kennengelernt zu haben ist ein großer Vorteil. Er zahlt sich aus. Denn man lernt, Entscheidungsprozesse der Mandanten zu verstehen.Zur Person
Dr. Christofer Eggers ist seit Ende 2008 Partner bei WilmerHale in Frankfurt am Main. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt im Bereich Wettbewerbsrecht, Regulierungsrecht sowie Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht. Er vertritt eine Vielzahl großer Unternehmen vor dem Bundeskartellamt und der Europäischen Kommission. The Legal 5000 EMEA 2009 empfiehlt ihn für den Bereich Antitrust. WilmerHale ist in Deutschland auf Platz 2 im Bereich Kartellrecht und Fusionskontrolle (Antitrust) gelistet. Eggers (Jahrgang 1960) hat von 1980 bis 1985 Jura studiert, in den beiden ersten Jahren auch Betriebswirtschaftslehre. Eine wichtige Ausbildungsstation war das Bundeskartellamt. Seine Dissertation: „Vertikale vertragliche Vertriebssysteme für Markenartikel“, also ein kartellrechtliches Problem. Ende 1989 stieg Eggers bei der Wiesbadener Sozietät Gaedertz Henn & Partner ein, die auf gewerblichen Rechtsschutz, Wettbewerbsrecht und eben Kartellrecht spezialisiert war. Diese Sozietät gehörte zu den ersten, die überörtliche Fusionen mit anderen Sozietäten eingegangen ist. Ende 1990 war Gaedertz Rechtsanwälte eine der fünf größten Sozietäten in Deutschland. Ende 2000 ist die Sozietät zerbrochen, da die Partner sich nicht auf eine gemeinsame Strategie für die Internationalisierung verständigen konnten. Das Frankfurter Büro, zu dem Eggers gehörte, schloss sich Anfang 2001 der Sozietät Mayer Brown an. Ende 2008 wechselte er zu WilmerHale. Von Anfang an hat sich Eggers mit Recruiting und der Ausbildung jüngerer Kollegen befasst.



