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E-Paper karriereführer digital 2026.2027 – GESUCHT: DIE NEUE DIGITAL-ANALOG-BALANCE

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Ab ins Analoge?

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Die Gen Z hat früh ihre Erfahrungen mit Digitalisierung und KI gesammelt. Sie bleibt dem Digitalen treu, entdeckt aber auch das Analoge zurück. Dafür hat sie gute Gründe: Echte Begegnungen und Dinge, die man anfassen kann, stellen Vertrauen und Souveränität her, die in digitalen Räumen oft nicht gegeben sind. Hinzu kommen die täglichen Nachrichten, dass die KI immer mehr Jobs übernimmt. Die Gen Z reagiert darauf. Sie findet einen eigenen Weg, analoge und digitale Welten zu verbinden – und entwickelt dabei verstärkt empathische und menschliche Fähigkeiten. Weil sie weiß: Diese werden weiterhin gebraucht. Ein Essay von André Boße

Neue Buzzwords machen die Runde. Das ist nicht ungewöhnlich, dafür sind sie da. Der Spin jedoch überrascht. Der Mediendienst Heise schreibt in einem Beitrag Anfang Mai nicht nur von einer „Digital Fatigue“, also einer digitalen Müdigkeit, der Beitrag erkennt auch erste Anzeichen einer „Offline-Sucht“. Richtig gelesen, Offline – nicht Online. „Viele fühlen sich in der zunehmend digitalen Welt reizüberflutet und flüchten sich in analoge Hobbys“, heißt es.

Systemtheoretischer Blick auf Digitalisierung und KI

Cover DigitalisierungEs ist die Gesellschaft, die einen Strich durch die Digitalisierung macht. Aber was bedeutet dieser Strich? Man kann ihn sehen, aber nicht lesen. Was passiert, wenn digitale Daten in eine analoge Wirklichkeit zurückgespielt werden? Dirk Baecker erprobt in seinem neuen Buch eine Theorie digitaler Medien aus sozialwissenschaftlicher Sicht. Lernende Daten und prädiktive Modelle stehen im Zentrum seines tiefschürfenden Versuchs, unsere Kommunikation mit Rechnern zu beschreiben. Seine originelle Bestandsaufnahme der Digitalisierung führt uns mitten hinein in eine Verständigung der Gesellschaft über sich selbst – und mit einer neuen, »fremden Intelligenz«, die wir noch kaum begriffen haben. Dirk Baecker: Digitalisierung. Suhrkamp 2026. 20 Euro.
Verwiesen wird dabei auf eine Studie des Mobilfunkanbieters Vodafone. Für diese wurden 4000 junge Menschen aus der Generation Z und Alpha im Alter zwischen 11 und 17 Jahren aus acht europäischen Ländern zu ihrer Haltung zu Smartphones und Social Media befragt, darunter 500 Jugendliche aus Deutschland. Das Ergebnis, laut Pressemitteilung: „Ausgerechnet die Gen Z, die mit TikTok, Instagram und Co. groß geworden ist und damit die aktuellen Debatten entfacht hat, spricht sich für weniger Social Media aus.“ So seien sich fast alle befragten jungen Menschen der Risiken exzessiver Smartphone-Nutzung bewusst. „Sie möchten ihre Bildschirmzeit aktiv reduzieren, indem sie gezielt nach mehr Offline-Aktivitäten suchen.“

Angst vorm „Brainrot“

Und genau das tun sie – wenn auch unter eigenen Bedingungen. Offline-Aktivitäten über Social Media online zu posten? Ist nur dann ein Widerspruch, wenn man die Sozialen Medien weiterhin als einen Gegenpol zum analogen Leben begreift. Das ist bei der Gen Z aber nicht der Fall. Für sie hat Social Media die Funktion, die bei den Boomern das Wählscheibentelefon im Hausflur hatte: Kommunikationsmedium Nummer eins. Was sich zu ändern scheint, ist der Umgang mit Social Media: Mehr und mehr wird der Generation Z klar, dass einem sowohl „Doomscrolling“, also das tiefe Einbuddeln in dunkle Rabbit Holes mit schlechten Nachrichten, als auch das Phänomen des „Dauer-Swipings“, bei dem man stundenlang von einem Video zum nächsten wischt, nicht guttut. „Brainrot“ – noch so ein Buzzword: Gehirnverfall.

Stofftasche rettet Work-Life-Balance

Ein Problem dieses Nutzerverhaltens ist, dass man die Kontrolle abgibt, sich durch die Social-Media-Welt treiben lässt. Genau das wollen immer mehr junge User nicht mehr. Sie wollen die Kontrolle zurück. Sie wollen die Souveränität zurück. Dabei ist das Analoge eine große Hilfe. Ein Buch oder eine Schallplatte, CD oder auch einen iPod mit heruntergeladenen MP3s besitzt man. Im Gegensatz zu den Songs, die man von einem Anbieter streamt, der seine Server, wenn es ganz blöd läuft, morgen ausschalten könnte. Ein weiteres Beispiel, im Frühjahr 2026 wurde über einen neuen Trend berichtet: „Analog Bags“. „Es ist nur eine Tasche, nichts Besonderes, ein ganz normaler Stoffbeutel, ein bisschen zu groß vielleicht“, beschreibt die Welt den Trend. „Darin ein Buch, ein Notizheft, ein Sudokuheft, ein paar Stifte, Strickzeug, ein Rubik’s Cube, ein Tagebuch, vielleicht eine Kamera, ein iPod oder sonst irgendein Gerät, das nicht weiß, wer man ist.“ Diese Tasche sei natürlich alles andere als neu – und dennoch revolutionär. „Gerade, weil sie nichts verspricht. Kein Mehr, Besser, Schneller, keine Effizienz, keine Selbstüberwachung. Sie ist einfach nur eine Einladung, in sie hineinzugreifen und etwas Anderes zu tun als im Digitalen zu verschwinden.“ Bei TikTok und Instagram existieren längst große Communities, bei denen vor allem junge Frauen ihre „Analog Bags“ vorführen – und, so schreibt es die Welt – „sich nicht einkriegen können vor Begeisterung darüber, dass ihnen ein Tragebeutel die Seele gerettet und eine gesunde Work-Life-Balance zurückgegeben hat.“

KI? Gen Z senkt den Daumen

Ein Stoffbeutel rettet die Work-Life-Balance – darauf wäre vor ein paar Jahren noch niemand gekommen. Da galten die Tools der Digitalisierung als Produktivitäts-Maschinen, die dafür Sorge tragen werden, dass die Menschen in den Unternehmen immer effizienter, individueller und mobiler arbeiten, mit der Künstlichen Intelligenz als dem großen Heilsversprechen, dass uns genau die Arbeit abnimmt, die uns am meisten Zeit kostet und die wir als besonders naiv empfinden.

Souveränität durch Transparenz und Standards

Foto: AdobeStock/Logo Solution
Foto: AdobeStock/Logo Solution
Wie sich Souveränität im Umgang mit KI konkret herstellen lässt, zeigt ein neues Projekt von Schwarz Digits, der Digital-Sparte des Handelskonzerns Schwarz-Gruppe: Auf der Hannover-Messe im April stellte das Team den Standard ES³ vor, ein Modell, das den Entscheidern aus Unternehmen Wissen über ihren Souveränitätsgrad geben soll. „Ziel der Initiative ist es, die Komplexität und digitale Souveränität von IT-Infrastrukturen objektiv bewerten und vergleichen zu können“, heißt es in der Pressemitteilung zum Launch. „Wir überführen den Bedarf an digitaler Souveränität in messbare Standards für Unternehmen aus Industrie, Mittelstand und regulierten Branchen“, wird Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits, zitiert.
Nicht falsch verstehen, KI-Modelle sind in dieser Hinsicht hilfreich. Nervige Arbeit einfach wegzaubern werden sie aber nicht. Und auch die unangenehme Eigenart des Herbeihalluzinierens von Antworten will einfach nicht verschwinden: Selbst der führende KI-Konzern OpenAI stellte Ende 2025 fest, dass man den KI-Modellen das Erfinden von Tatsachen wohl kaum wegtrainieren könne. Was an ihrer beinahe menschlichen Eigenart liege, lieber irgendeine und womöglich falsche Antwort zu geben als gar keine. Wer wüsste das alles besser als die Generation Z? Sie hat oft schon deutlich früher mit KI-Modellen gearbeitet, als ältere Mitarbeiter in Unternehmen dies getan haben. Dabei hat die Generation Z ein kompliziertes Verhältnis zur KI, das zeigt eine Umfrage des Analyse- und Beratungsunternehmens Gallup. „Selbst die engagiertesten Nutzer künstlicher Intelligenz stehen ihr weniger positiv gegenüber als noch vor einem Jahr“, hat eine Befragung von mehr als 1500 jungen Menschen in den USA gezeigt, wie Gallup in einer Pressemitteilung schreibt. Die junge Generation sei demnach nicht überzeugt, dass KI die Kreativität oder das kritische Denken fördere. Die Mehrheit glaube sogar, die Nutzung der KI sei mit Nachteilen verbunden: „Berufstätige der Generation Z teilen diese Bedenken in Bezug auf den Arbeitsplatz, da immer mehr der Meinung sind, dass die Risiken der KI ihre Vorteile überwiegen, und das Vertrauen in KI-unterstützte Arbeit geringer ist als in ausschließlich menschliche Leistungen.“ Ausdrücklich mitgemeint sind hier diejenigen, die in den Unternehmen längst intensiv KI-Tools nutzen. „Selbst tägliche Nutzer von KI, die diesen Technologien im Allgemeinen positiver gegenüberstehen, sind im Laufe des letzten Jahres weniger optimistisch geworden“, heißt es in der Studie.

Gen Z stellt die Vertrauensfrage

Besonders interessant: Im beruflichen Kontext stellt die Generation Z mit Blick auf die KI die Vertrauensfrage. Was Gallup herausgefunden hat: „Arbeitnehmer der Generation Z haben mehr Vertrauen in Arbeiten, die ohne KI erledigt wurden (69 %), als in KI-gestützte Arbeiten (28 %). Kaum ein Arbeitnehmer gibt an, mehr Vertrauen in Arbeiten zu haben, die ausschließlich von KI erstellt wurden (3 %).“ Der Anteil der Befragten, die bei der KI in erster Linie Gefühle wie Ärger oder sogar Wut erfahren, stieg im Vergleich zur Vorjahrsumfrage von 2025 um neun Prozentpunkte von 22 % auf 31 %. „Der Anteil der Angehörigen der Generation Z, die der Aussage, dass sie sich für KI begeistern, ’voll und ganz zustimmen’ oder ’zustimmen’ ist um 14 Prozentpunkte auf 22 % gesunken, während die Zuversicht um neun Prozentpunkte auf 18 % zurückgegangen ist“, heißt es weiter. Das sind desaströse Vertrauenswerte. Wäre die Künstliche Intelligenz Kanzlerin oder Präsidentin, es gäbe Rücktrittsforderungen. Nun ist es nicht so, dass die Generation Z die Uhr zurückdrehen will. Wie erwähnt: Die Digitalisierung und auch die KI-Tools sind längst Teil ihres Lebens, egal ob privat oder im Beruf. Eines doch wird verlangt: Es muss die Vorstellung verschwinden, Digitalisierung und KI würden alle Probleme beiseitelegen, die sich im Beruf ergeben. Denn die Lösung liegt auch hier weiterhin und verstärkt im Analogen. Zum Beispiel in echten Begegnungen. Jonathan Levav, Professor für Marketing an der Stanford Graduate School of Business, sagt, wenn es um kreatives und innovatives Denken gehe, seien Videokonferenzen in keiner Weise Ersatz für die persönliche Kommunikation. „Wir müssen die Menschen zurück ins Büro holen, wenn wir bessere Ideen entwickeln wollen“, fordert er im Podcast „If/Then: Business, Leadership, Society“. Es gehe ihm dabei nicht darum, Meetings via Zoom oder Teams als gut oder schlecht zu bezeichnen. Sie sind längst Teil einer Business-Realität, dabei sehr nützlich. Aber: Wenn es um kreativen Output geht, könnten sie die persönlichen Begegnungen und Meetings nicht ersetzen. Ein Beleg dafür ist für Levav die Höflichkeitslücke, die sich ergibt, wenn nach einem Zoom- oder Teams-Statement alle anderen Teilnehmenden noch kurz warten, ob vielleicht noch etwas nachkommt. „Das hat nichts mit dem Rhythmus und der Dynamik eines echten Gesprächs zu tun. Es fühlt sich nicht wie ein echtes Gespräch an; es fühlt sich so an, als würden die Leute eine vorbereitete Erklärung abgeben, dann gibt es eine Pause, und dann folgt eine weitere vorbereitete Erklärung.“ Hinzu komme, dass man sich nie sicher sein könne, ob alle Teilnehmer des digitalen Meetings voll bei der Sache sind, oder ob sie nebenbei auf anderen Kanälen kommunizieren.

Über Eichen und Zypressen

Das analoge Meeting bietet dagegen die Erfahrung, gemeinsam in einem Raum zu sitzen. „Wenn ich in einem solchen Meeting für einen Moment woanders hinschaue, bin ich trotzdem weiterhin Teil des Gesprächs in diesem Raum“, sagt Levav im Podcast. „Alle wissen, dass ich immer noch hier bin, weil unsere gemeinsame Umgebung dieser ganze Raum ist.“ Das ändere sich, wenn der Raum durch ein Display ersetzt wird. Es könne zwar funktionieren, dass man in einem digitalen Meeting den Raum so verengt, dass die gesamte Aufmerksamkeit dem Bildschirm gehört. Das sei aber, als würde man in diesem Meeting „gedankliche Scheuklappen tragen“, wie Levav sagt. Forschungsergebnisse zeigen laut Levav, dass die „körperliche Erfahrung von Menschen ihren kognitiven Stil beeinflusst.“ Überspitzt gesagt: Wer in die Enge blickt, kann sein Denken zwar verengen, also fokussieren. „Es geht bei kreativen Meetings ja aber häufig darum, den Blick zu weiten“, sagt der Stanford-Professor, „ich möchte Ideen entwickeln.“ Und dann findet er einen Vergleich aus der sehr analogen Welt der Pflanzen und Bäume: „Was ich will, ist eine große, riesige Eiche voller Ideen. Bei digitalen Meetings erlebe ich jedoch körperliche Erfahrung, die mich einengt. Statt einer Eiche entsteht eine Zypresse.“
Die Digitalisierung nimmt dank der Generation Z eine interessante Wendung
Stoffbeutel und echte Begegnungen, Begriffe wie Vertrauen und Souveränität – die Digitalisierung nimmt dank der Generation Z eine interessante Wendung. Wichtig ist, dass man die junge Generation bei diesem Thema eben nicht als die Unerfahrenen wahrnimmt. Die Menschen der Gen Z sind die Early Adopter. Sie haben häufig bereits einen großen Erfahrungsschatz gesammelt, schon an der Schule und an der Uni, im privaten Leben, schließlich in den ersten Jahren im Job. Die Gen Z besteht also aus Experten. Und wenn die sagen, dass das Analoge in bestimmten Situationen unschlagbare Vorteile hat – dann sollte man das besser glauben. Auch auf den Managementebenen der Unternehmen.

Cover Magnifica humanitasPapst warnt vor den Gefahren von Künstlicher Intelligenz

In der ersten Enzyklika seiner Amtszeit, die vielen als eine Art Regierungserklärung für sein Pontifikat gilt und Christen weltweit einen moralischen Kompass geben soll, warnt Papst Leo XIV. vor einer Konzentration der Technologie in den Händen Weniger und vor einem neuen Kolonialismus durch die Tech-Konzerne und fordert eine breitere gesellschaftliche Kontrolle von KI. „Künstliche Intelligenz muss entwaffnet werden“, schreibt der Theologe, der auch Mathematik studiert hat, in der Enzyklika „Magnifica humanitas. Über den Schutz des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“, die am Pfingstmontag im Vatikan vorgestellt wurde. Der Umgang mit Künstlicher Intelligenz sei eine entscheidende Frage für die Zukunft der Menschheit. Das Lehrschreiben auf Deutsch erscheint Ende Juni im Verlag Herder.

Soziologie-Professorin Prof. Dr. Sabine Pfeiffer im Interview

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Die Soziologie-Professorin Dr. Sabine Pfeiffer forscht zum Wandel von Arbeit und Gesellschaft im Zeitalter von Digitalisierung, Industrie 4.0 und Künstlicher Intelligenz. Im Interview erzählt sie, warum Esel klüger sind als man denkt und warum uns die Arbeit nicht ausgeht, es aber sinnvoll ist, ab und zu mit Dingen abzuschließen. Die Fragen stellte André Boße.

Zur Person

Sabine Pfeiffer (geboren 1966 in Unna) absolvierte von 1983 bis 1986 eine Ausbildung als Werkzeugmacherin. Sie arbeitete einige Jahre lang in den Bereichen Kundenberatung und Qualitätsmanagement im Maschinenbau, um in den 90er-Jahren zunächst Produktionstechnik und dann Soziologie zu studieren. Von 2000 bis 2010 war sie als Wissenschaftlerin am Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung in München tätig. Von 2010 bis 2014 war sie Professorin für Innovation und kreative Entwicklung an der Hochschule München, wechselte auf die Professur für Soziologie an der Universität Hohenheim, lehrt seit 2018 als Professorin für Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2026 ist sie Vorsitzende des Direktoriums am bidt – Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation. www.bidt.digital
Frau Prof. Dr. Pfeiffer, Ihrer Vita auf Ihrer Homepage kann man entnehmen, dass Sie den Eselsführerschein gemacht haben. Was haben Sie dabei über Arbeit gelernt? Der Eselsführerschein läuft so ab, dass man zu zweit mit dem Tier vier Stunden durch eine Landschaft geht und dabei lernt, wie man den Esel führt. Bei mir war das eine mondbeschienene Winterlandschaft, sehr schön. Was ich dabei gelernt habe: Anders als behauptet wird, ist der Esel nicht störrisch. Sondern? Er ist sehr schlau und dabei ein Tier, das sich sehr genau überlegt, ob das, was ich als Mensch von ihm will, auch für es selbst gut ist. Das kann dauern, bis er es zu Ende gedacht hat. Und dann bewegt er sich – oder eben auch nicht. Hier gibt es tatsächlich eine Parallele zur menschlichen Arbeit in der digitalen Gesellschaft. Immer wieder wird Unternehmen, die die digitale Transformation nicht auf die Straße bekommen, unterstellt, es liege an den störrischen, nicht veränderungsbereiten oder ängstlichen Beschäftigten. Wir stellen aber in unserer Forschung fest, dass Menschen in aller Regel sehr gute Gründe dafür haben, sich nicht zu bewegen – oder zumindest nicht in die Richtung, die von den Führungskräften angedacht ist. Dabei handelt es sich zumeist nicht um egozentrische Gründe, sondern um Gründe, die aus der Unternehmensperspektive heraus gedacht werden. Warum können diese Mitarbeiter diese Gründe nicht anbringen? Weil man ihnen oft nicht zuhört. In einem Unternehmen, das sich ein „agiles Mindset“ gibt, um zwei Buzzwords zu nennen, gelten sie als Bedenkenträger oder Ewiggestrige. Dabei würden sie, wenn man sie anhören würde, viele genau der Hürden thematisieren, die später verhindern, dass Veränderungen nicht oder nur langsam umgesetzt werden. Ignoriert man diese Stimmen, stellen die Unternehmen zwei Jahre später fest, dass das Digitalprojekt nicht ins Fliegen gekommen ist und man eine Menge Zeit und Geld versenkt hat. Welche Hürden oder Probleme bei der Umsetzung werden dadurch zum Beispiel nicht gehört? Beispielsweise, dass bei der digitalen Standardisierung bestimmter Prozesse eine spezielle Kundengruppe ignoriert wird, die zahlenmäßig vielleicht nicht besonders groß ist, jedoch fürs Unternehmen eine beachtliche strategische Bedeutung besitzt. Eine Bedeutung, die Leute, die einfach nur verändern wollen, sträflich unterschätzen. Wir erfahren oft, dass es hinterher heißt: „Ah, diese negativen Folgen hätten wir sehen müssen.“ Und oft ist es oben so, dass es im Unternehmen genügend Leute gab, die diese Folgen auf dem Schirm hatten. Nur, dass sie nicht gehört wurden. Man müsste also, um im Bild zu bleiben, den – im besten Sinn – „Eseln“ im Unternehmen „Eselsbrücken“ bauen. Genau. Wenn langjährige Mitarbeiter bestimmte Änderungsprozesse hinterfragen, die von weniger Erfahrenen im Unternehmen als die wahre Antwort auf alle Probleme verkauft werden, dann hat diese Skepsis zumeist rationale Gründe. Da sperrt sich nicht jemand, da formuliert jemand ein mögliches Problem im Windschatten der Veränderung.
Der Wert der Arbeit war in allen Menschheitsepochen unverzichtbar, und er wird auch unverzichtbar bleiben.
Wie ist es in Ihren Augen um den Wert der Arbeit im Jahr 2026 bestellt, in einer Zeit, die in den Unternehmen von fortschreitender Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz geprägt wird? Der Wert der Arbeit war in allen Menschheitsepochen unverzichtbar, und er wird auch unverzichtbar bleiben. Was sich ändert, ist, wie wir die Arbeit organisieren. Seit Erfindung des Faustkeils kommen wir Menschen auf Ideen, wie sich Tätigkeiten, die wir vorher mit unseren eigenen Händen gemacht haben, mit Hilfe von Erfindungen ersetzen lassen. Erst waren es Werkzeuge… … Sie sind gelernte Werkzeugmacherin. Genau, wobei die einfachen Werkzeuge bald von mechanischen und elektrischen Maschinen hergestellt wurden. Dann kamen Computer hinzu, und nun, in der nächsten Entwicklungsstufe, die KI. Trotz dieser Erfindungen: Die Arbeit hört nicht auf. Nein, und das soll sie auch gar nicht. Weil sie einen Wert besitzt, der über die jeweilige Tätigkeit hinausgeht. Was uns Menschen in Deutschland auch im Jahr 2026 am stärksten verknüpft, ist nicht Social Media, sondern das sind unsere Arbeitsbeziehungen. Wir sind an jedem Tag an unzähligen Stellen davon abhängig, dass Menschen ihrer Arbeit nachgehen, auf dem Weg zum Arzt, beim Arzt, in der Apotheke und im Supermarkt. Und auch heute noch ist die Arbeit der zentrale Motor dafür, an der Gesellschaft teilzuhaben. Das wird sich aus meiner Sicht auch im KI-Zeitalter nicht ändern. Und wenn die KI verstärkt die menschliche Arbeit übernimmt? Wir reden oft darüber, wie viele Tausend Stellen die KI womöglich ersetzen wird. Ich würde es aus meiner Forschungsperspektive rumdrehen und sagen: Gerade im KI-Zeitalter wird Arbeit entstehen. Ganz einfach deshalb, weil die KI-Modelle immer fehlerhaft bleiben werden. Sie werden nie hundertprozentig korrekt arbeiten, und umso mehr benötigt man die Menschen. Weil sie es sind, die das Firmenspezifische, das Abteilungsspezifische, das Tätigkeitsspezifische wirklich noch verstehen. Und zwar besser als jede KI. Eine KI kann eine schöne E-Mail schreiben oder sehr schnell viele Daten durchsuchen, hier ist sie eine große Hilfe. Wenn es aber darum geht, was im Umgang mit dem Kunden XY jetzt angesagt ist – dann ist sie eher hilflos. Weil die KI den Kunden XY nicht kennt. Zumindest nicht persönlich. Welche Rolle übernimmt die KI bei der Arbeit im besten Fall? Sie ist entweder ein Sparringspartner für bestimmte Überlegungen, oder sie nimmt mir Dinge ab, von denen im Laufe der Zeit viel zu viele auf meinem Schreibtisch gelandet sind.

Eselsführerschein

Sabine Pfeiffer absolvierte ihren Eselsführerschein auf dem Biohof Asinella im bayerischen Pähl. Das Kursangebot „Horsemanship mit Eseln“ baut auf Kommunikation auf: „Je besser wir werden, desto feiner und tiefer kommen unsere Signale beim Esel an, dieser hört uns dann lieber zu, versteht leichter – und antwortet genauer“, heißt es auf der Homepage der Anbieter. Teil der Schulung ist, es, die Denkweise des Esels, seine Verhaltensprinzipien und seine Motivationen zu verstehen. www.asinella.de/eselunterricht
Sie haben gerade moniert, dass man die KI fast immer als Job-Killer bezeichnet, nie als eine Technik, die neue Arbeit schafft. Warum ist die Sicht immer negativ? Das ist eine Frage, die mich seit Jahren bewegt, weil ich in meiner Forschung ständig mit diesen negativen Prognosen zu tun habe. Das war von Beginn an bei der Digitalisierung so, das war vor zehn Jahren bei den Themen der Industrie 4.0 so, und das ist auch beim Thema KI der Fall. Das liegt einerseits daran, dass schlechte News in der Medienökonomie für mehr Aufmerksamkeit sorgen: Jobs, die wegfallen, haben einen höheren Nachrichtenwert als Stellen, die neu entstehen. Hinzu kommt, dass wir als Arbeitsforschende das, was neu entsteht, nicht immer sofort in den Daten sehen. Das Neue passiert in den Unternehmen, in den Abteilungen, in den Teams. Vielleicht hat es noch gar keinen Namen und schon gar keine Abteilungsbezeichnung an der Tür. Man entdeckt es erst, wenn man in den Unternehmen mit den Leuten redet und sie fragt: Wie hat sich die Arbeit in den vergangenen Jahren geändert? Was muss gegeben sein, damit einen Menschen die Arbeit zufrieden macht? Da sind zunächst einmal die äußeren Aspekte: die Unternehmenskultur, die Bezahlung, die Führungskraft, mit der ich es direkt zu tun habe. Mit Blick auf die inneren Aspekte: Eine wichtige Quelle für Zufriedenheit ist es, die Aufgaben im Job zu Ende bringen zu können. Anders gesagt, es führt zu Unzufriedenheit, wenn es am Abend noch tausend offene Enden gibt und ich das Gefühl habe, permanent hinterherzulaufen. Es muss nicht zwingend das Buch sein, das man zu Ende geschrieben hat, oder den Geschäftsvertrag, den man abgeschlossen hat. Es braucht auch nicht das tägliche Gefühl, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, diese Form von „Purpose“ – noch so ein Buzzword – wird häufig überhöht. Was bereits ausreicht, ist das Feedback eines dankbaren Kunden. Eine Form der Wertschätzung. Nimmt in der digitalen Welt die Menge an Arbeit zu, die kein Ende findet? Die Gefahr besteht durch die Zunahme von Optionen. Angenommen, ich will mir von der KI helfen lassen, einen Konflikt mit einem Kunden zu lösen. Ich lasse KI-Modell X einen Vorschlag machen, dann auch noch KI-Modell Y, und dann lege ich beide Varianten übereinander und bin mit keiner komplett zufrieden. Beide Modelle fragen mich dann noch, ob sie das alles in Form einer Tabelle oder eines Diagramms bringen oder es für Social Media aufbereiten sollen, und schnell zeigt sich: Den Zeitvorteil, den mir die KI gegeben hat, nimmt sie mir direkt wieder weg. Weil aus einer simplen Eingangsfrage ein Spiel mit drei Dutzend Varianten geworden ist. Leicht gefrustet verschiebe ich die Sache dann auf morgen, um nachts um 3 Uhr aufzuwachen und zu merken: Oh je, der Konflikt von gestern ist ja noch da… Die Digitalisierung hat dieses Phänomen nicht erfunden, aber gerade durch die KI ist die Schraube noch mal ein wenig angezogen worden. Was hilft: Ein Ende zu finden. Haken hinter, statt immer neuer Optionen.

Kuratiert

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Flexible Arbeitsbedingungen zählen mehr als das Gehalt

Laut einer Studie ist hybrides Arbeiten mittlerweile das wichtigste Instrument im Recruiting von Tech-Talenten, das Gehalt wurde auf Platz zwei verdrängt. Eine Befragung von 502 Führungskräften (Director-Level und höher) in Deutschland belegt: Für Unternehmen in Deutschland ist Flexibilität längst kein Zusatzangebot mehr, sondern ein strategischer Wettbewerbsfaktor. Mehr als drei Viertel (78 %) der befragten Führungskräfte sehen hybride oder flexible Arbeitsmodelle als entscheidend für die Gewinnung von Tech-Talenten an, bei der Generation Z (81 %) und den Millennials (82 %) sogar noch stärker. Durchgeführt wurde die Studie im März 2026 von Mortar Research im Auftrag der International Workplace Group (IWG).

Deutschland startet als erstes Land Europas ins Exascale-Zeitalter

Der im vergangenen Jahr am Forschungszentrum Jülich eingeweihte Supercomputer JUPITER kann als erster Supercomputer Europas mehr als eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde durchführen. Das geht aus der TOP 500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt hervor, die im Rahmen der Supercomputing-Konferenz in Austin/USA im Herbst 2025 veröffentlicht wurde. KI-Projekte, ausgewählt in der „Gauss AI Compute Competition“, können den Superrechner bereits nutzen – damit trägt JUPITER direkt zu Innovation „Made in Germany“ bei. www.fz-juelich.de/de/jupiter

Wissenschaftspreis für Turns

Das Start-up Turns aus Ansbach wurde mit dem Wissenschaftspreis 2026 der EHI Stiftung und GS1 Germany in der Kategorie „Bestes Start-up“ ausgezeichnet. Die Gründerinnen Katja Wagner und Angelique Thummerer haben ein digitales System geschaffen, das Alttextilien aus Unternehmen zurücknimmt, nach Material sortiert und anschließend zu neuen Garnen verarbeitet – ohne den Einsatz von Chemikalien oder Wasser. Im Vergleich zur thermischen Verwertung können so bis zu 59 % CO₂ eingespart werden. Gemeinsam mit dm konnte Turns bereits 2025 das bislang größte Textil-zu-Textil-Recyclingprojekt im deutschen Handel umsetzen. www.wissenschaftspreis.org von Kerstin Neurohr

BIM-Special: „Man sieht sofort, wo ein Konzept klimaresilienter werden muss.“

Nic Züchner hat seine Masterarbeit an der TU Dresden zum BIM Champion 2026 gemacht. Im Gespräch mit Prof. Dr.-Ing. Cornelius Preidel, Vorstandsvorsitzender buildingSMART Deutschland, erklärt er, warum Überflutungsschutz und digitale Planung zusammengehören und was Landschaftsarchitektur mit der Zukunft des Bauens zu tun hat. Aufgezeichnet von Christoph Berger.

Zur Person

Nic Züchner ist Freiberufler mit Fokus auf BIM in der Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung. Seine Masterarbeit sowie das zugehörige Modell sind auf seiner Website öffentlich zugänglich. www.datenlandschaft.studio
Wer beim Stichwort BIM automatisch an Hochbau, Betondecken und Tragwerksplanung denkt, hat Nic Züchner noch nicht kennengelernt. Der frischgebackene Absolvent der Technischen Universität Dresden hat seine Masterarbeit im Studiengang Landschaftsarchitektur geschrieben und dabei gezeigt, dass die BIM-Methodik weit über das Gebäude hinausgeht. Beim BIM Champions Award 2026, den buildingSMART Deutschland jährlich vergibt, wurde er in der Kategorie „Arbeiten von Studenten und Auszubildenden“ ausgezeichnet. Die Jury überzeugte vor allem der mutige Blick über Disziplingrenzen hinweg: Nic Züchner verknüpft BIM mit GIS, Wettersimulationen, KI und Überflutungsnachweisen zu einem integrativen Planungswerkzeug. Ein Ansatz, der aktueller kaum sein könnte. Nic, herzlichen Glückwunsch zum BIM Champion 2026. Wie kam ein Landschaftsarchitekturstudent überhaupt zur BIM-Methodik? Das war tatsächlich ein sehr persönlicher Antrieb. BIM war in meinem Studiengang kein Pflichtthema, es gab kaum Module dazu. Aber ich wollte mich wirklich gut damit auskennen und der direkteste Weg war, die Masterarbeit dazu zu schreiben. Mein Zweitgutachter, M. Eng. Sven-Marvin Sommer, hatte dann die entscheidende Idee: den Überflutungsnachweis. Denn genau dort liegen in der Freiraumplanung die Daten, die wir mit BIM sinnvoll strukturieren, verwalten und nutzbar machen können. Viele würden sagen: Landschaftsarchitektur und BIM – passt das überhaupt zusammen? Das höre ich oft. Und ja, BIM wird häufig als Hochbau-Thema wahrgenommen. Aber ich sehe das anders: Bei Umweltdaten, Starkregenereignissen, Regenwasserabfluss – genau da haben wir riesige Datenmengen, die bisher kaum strukturiert genutzt werden. BIM ist im Kern eine Datenherausforderung, keine Herausforderung für Gebäude. Und wenn wir das verstehen, eröffnen sich ganz neue Anwendungsfelder. Was konkret hat sich durch deinen Ansatz in der Überflutungsplanung verändert? Bislang ist das oft so gelaufen: Viele Büros geben den Überflutungsnachweis an spezialisierte Ingenieurbüros ab und die bekommen dann Pläne und Datengrundlagen, deren Qualität teilweise fraglich ist. Ich habe mit der ifs Ingenieurgesellschaft für Stadthydrologie aus Hannover gesprochen, die mir bestätigt hat: Unklare Anschlusspunkte, unvollständige Grundlagen – all das sind riesige Fehlerquellen. Mein Ansatz ermöglicht es, den Nachweis direkt im Entwurfsprozess zu führen, live mit dem Modell. Man sieht sofort, wo ein Konzept klimaresilienter werden muss, und kann direkt reagieren. Und das ohne Medienbruch und ohne Informationsverlust.

BIM Champions Award

Der BIM Champions Award wird jährlich von buildingSMART Deutschland verliehen und zeichnet herausragende Leistungen in der digitalen Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft aus. www.buildingsmart.de/bim-champions
Das klingt nach einem Werkzeug, das gerade jetzt gebraucht wird. Absolut. Die Hochwasserereignisse der letzten Jahre haben gezeigt, wie ernst das Thema ist. Digitale Planungsmethoden, die wirklich helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen, das ist kein akademischer Luxus, das ist dringende Praxis. Was passiert jetzt mit der Arbeit, landet sie in der Schublade? Das hoffe ich nicht. Und ich tue aktiv etwas dagegen. Die Arbeit inklusive Modell ist auf meiner Website frei zugänglich. Jeder kann sie herunterladen, sich anschauen, weiterdenken. Außerdem stehe ich in engem Austausch mit Vectorworks Germany, um zu prüfen, ob sich der Überflutungsnachweis direkt in die Software integrieren lässt. Das wäre natürlich ein enormer Schritt: Wenn das Werkzeug aus dem Planungsprogramm heraus funktioniert, wird es für die Praxis wirklich nutzbar. Du hast dich direkt nach dem Studium selbstständig gemacht. War die Masterarbeit der Auslöser? Sie hat definitiv geholfen. Die Arbeit hat mir gezeigt, dass ich in einem Nischenbereich wirklich tief drin bin. Auch, dass es dafür Bedarf gibt. Mit der Auszeichnung durch buildingSMART kommt jetzt auch die Sichtbarkeit dazu. Wer Interesse hat, an meinen Ansätzen weiterzuarbeiten oder mich für Projekte zu kontaktieren, ist herzlich eingeladen.

Digital Life! Kultur-, Buch- und Linktipps

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Neues Digitalmuseum in Hamburg

UBS DIGITAL ART MUSEUM © Thorsten Bauer
UBS DIGITAL ART MUSEUM © Thorsten Bauer
In der Hamburger HafenCity entsteht gerade Europas größtes Museum für digitale und immersive Kunst: das UBS Digital Art Museum. Auf 6.500 Quadratmetern zeigt das japanische Kunstkollektiv teamLab seine Dauerausstellung „Borderless“ – eine Welt aus Licht, Projektion und Klang, in der Kunstwerke auf Bewegungen reagieren und die Besucher:innen selbst Teil der Ausstellung werden. Feste Wege gibt es nicht. Hinter dem Projekt steckt Lars Hinrichs, Hamburger Unternehmer und Gründer des Karrierenetzwerks XING. Er entdeckte teamLab bei einem Japanaufenthalt, war so begeistert, dass er die Ausstellung kurzerhand nach Hamburg geholt hat. Wann genau eröffnet wird, steht noch nicht fest – aber Tickets sind bereits erhältlich. www.digitalartmuseum.com

Petition: Recht auf Leben ohne Digitalzwang

Eine Petition des Vereins Digitalcourage setzt sich ein für ein Recht auf Leben ohne Digitalzwang. Die Initiator*innen sind überzeugt: Es ist nicht richtig, dass immer mehr Alltagsangebote ausschließlich digital funktionieren. Als Beispiele nennen sie Fahrkarten, die nur noch per App gekauft werden können, oder Arzt- und Behördentermine, die man nur online vereinbaren kann. „Digitalzwang betrifft keineswegs nur arme, alte, kranke Menschen, sondern auch alle, die nicht auf Schritt und Tritt eine Datenspur hinterlassen wollen. Deshalb unterstützen uns auch viele Technikprofis, die genau wissen, wieviel Überwachung durch eine Komplett-Digitalisierung möglich wird“, erklärt Rena Tangens, Mitgründerin von Digitalcourage. Die Petition fordert eine Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes: „Niemand darf wegen der Nichtnutzung digitaler Zugangswege benachteiligt werden.“ Mehr als 70.000 Menschen haben unterschrieben, die Petition wurde im Mai 2026 an Abgeordnete des Deutschen Bundestags übergeben. https://digitalcourage.de

Digitale Vorreiterin: 100 Seiten Beyoncé

Cover BeyonceBeyoncé regiert. Ihre Alben und Tourneen sind globale Mega-Ereignisse. Als Queen Bey ist sie Pop-Ikone, Stimme des Feminismus und Symbolfigur der Black Culture zugleich. Und: Beyoncé ist eine digitale Vorreiterin, die ihre Karriere durch Streaming-Plattformen und Social Media steuert. André Boße beleuchtet das faszinierende Universum des Superstars. In diesem Imperium geht es um mehr als Hits: Es geht um knallhartes Business, politisches Engagement und die perfekte Inszenierung in den sozialen Medien. Boße analysiert den „Beyoncé-Effekt“, Szenen einer Ehe und die Pionierleistung einer Künstlerin, die den Pop-Gigantismus unserer Zeit miterfunden hat. André Boße: Beyoncé. 100 Seiten. Das kompakte Porträt der Queen Bey, Pop-Ikone und Unternehmerin. Reclam 2026. 12 Euro.

Die Zukunft der Musik

Image from The Future of Music, Kit Armstrong and Michael Wollny in Hirson_schmidtFilm
Image from The Future of Music, Kit Armstrong and Michael Wollny in Hirson_schmidtFilm
Musik ist mehr als Noten – sie ist Gefühl, Intuition, Kreativität. Doch was passiert, wenn Maschinen diese menschlichen Dimensionen simulieren? Ist das die Zukunft der Musik? Ein Dokumentarfilm begleitet zwei Ausnahme-Pianisten auf ihrer Suche nach Antworten: Jazzpianist Michael Wollny, der eine KI entwickelt, die mit ihm improvisieren soll, und Pianist und Naturwissenschaftler Kit Armstrong, der erforscht, ob Maschinen menschliche Musikalität verstehen und reproduzieren können. Im Film werden die großen Fragen gestellt: Was bleibt, wenn Maschinen menschliche Fähigkeiten imitieren? Was macht einen Künstler einzigartig? Und was lernen wir über uns selbst, wenn wir mit künstlichen Partnern musizieren? Abrufbar in der ARD-Mediathek.

Abseits war gestern – FIFA setzt auf 3D-Avatare

Wer bei der Fußball-WM 2026 in Nordamerika auf dem Rasen steht, existiert auch als digitaler Zwilling: Die FIFA lässt alle 1.248 Turnierspieler in hochpräzise 3D-Avatare verwandeln – entwickelt vom Technologieriesen Lenovo. Ein Körperscan von etwa einer Sekunde reicht, um exakte Maße zu erfassen. Die KI macht daraus ein fotorealistisches 3D-Modell. Wozu das Ganze? Die Avatare verbessern die halbautomatische Abseitstechnologie. Statt grober Strichmännchen zeigen die TV-Wiederholungen nach einer Abseits-Überprüfung künftig spielergenaue 3D-Modelle – auch wenn jemand verdeckt steht oder blitzschnell die Richtung wechselt. Getestet wurde die Technologie bereits beim FIFA Intercontinental Cup Ende 2025. Fazit: Es funktioniert.

Cyberpunk. Das neue totalitäre System.

cover cyberpunkAsma Mhalla, die neue intellektuelle Starautorin Frankreichs, widmet sich in ihrem Bestseller Cyberpunk den politischen Entwicklungen unserer Zeit, die sie mit dem Begriff des „Techno“-Faschismus beschreibt. Heraus kommt eine Dystopie, die ihre Anleihen in der Science-Fiction nimmt und die Gegenwart in den dunkelsten Farben ausmalt. Asma Mhalla: Cyberpunk. Das neue totalitäre System. C.H. Beck 2026. 16 Euro.

Rückblick: Das erste Livekonzert, das komplett digital aufgezeichnet wurde

1981 veröffentlichte Billy Joel sein erstes Livealbum: „Songs In The Attic“. Das erste Livekonzert, das komplett digital aufgezeichnet wurde, und zwar im Sommer 1980 in acht unterschiedlichen Locations in den USA. Billy Joel wollte damals seinem Publikum einige ältere Songs zugänglich machen, unter anderem von seinem Debütalbum „Cold Spring Harbor“, das nur in kleiner Auflage erschienen war und dann wegen einer juristischen Auseinandersetzung nicht mehr verkauft wurde. Wer den Retro-Style mag, kann das Album auf Vinyl oder als CD kaufen, alle anderen hören es bei ihrem Streamingdienst.

Weiterbildung: Wissen altert, Denken nicht

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Wie generative KI und universitäre Bildung zur neuen Schlüsselallianz des Arbeitsmarktes werden und eine strategische Ausrichtung nach dem Prinzip des „T-Shaped-Profiles“ in der Weiterbildung nützt. Von Stefan Trees

Ein Berufsleben, das sich über vierzig Jahre in den exakt gleichen, vorgezeichneten Bahnen bewegt – diese Vorstellung gehört endgültig der Vergangenheit an. Die digitale Transformation und der flächendeckende Einzug künstlicher Intelligenz vollziehen sich nicht mehr in evolutionären Zyklen, sondern in Echtzeit. Für junge Absolventinnen und Absolventen an Hochschulen birgt diese Dynamik eine fundamentale Verunsicherung: Sie beenden eine Ausbildung, von der sie beim Start noch nicht wissen konnten, ob deren Kernkompetenzen am Tag der Zeugnisübergabe überhaupt noch in der klassischen Form nachgefragt werden. Die Sorge vor der wirtschaftlichen Entwertung des mühsam erworbenen Wissens ist zu einem ständigen Begleiter im Übergang in den Beruf geworden. Doch wer die aktuelle Lage präzise analysiert, erkennt schnell, dass Akademiker nicht die Massenarbeitslosigkeit erwartet, sondern ein völlig neues Spielfeld für sie entsteht.

Vom statischen Berufsbild zum dynamischen Denken

Die herrschende Verunsicherung speist sich meist aus einem Missverständnis über den eigentlichen Wert eines Studiums. Universitäre Ausbildung hat selten das Ziel, ein Rädchen zu formen, das nur in eine einzige, unveränderliche Maschine passt. Ihr wahrer Kern liegt in der Vermittlung von Strukturierungskompetenz: Wie dringt man tief in komplexe Systeme ein? Wie validiert man Hypothesen, und wie verarbeitet man valide Daten unter hohem Druck? Dieses Fundament altert nicht. Die künstliche Intelligenz verändert nicht die Notwendigkeit des Denkens, sondern das Werkzeug, mit dem die Ergebnisse erzeugt werden. Für die junge Generation ergibt sich daraus ein historischer Vorteil: Sie betritt den Markt als „AI-Natives“. Während etablierte Fachkräfte bestehende Routinen oft mühsam verlernen müssen, können Absolventen die neuen Technologien von Tag eins an als natürlichen Teil ihres Skillsets begreifen. Die entscheidende Formel für die Karrierepraxis lautet daher nicht: Mensch gegen Maschine. Sondern: Wer die KI klug steuert, ersetzt denjenigen, der sich ihr verweigert.

Die Nische des Menschen: Wo Algorithmen scheitern

Je effizienter Algorithmen repetitive Aufgaben, Standardtexte, einfache Programmiercodes oder statistische Analysen übernehmen, desto klarer trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Fachkompetenz allein fungiert auf dem modernen Arbeitsmarkt nur noch als Eintrittskarte, nicht mehr als Alleinstellungsmerkmal. Die wahre Wertschöpfung verlagert sich in jene Bereiche, die sich einer rein mathematischen Logik entziehen: Kontext und Relevanz: Datenanalysen zu generieren ist das eine – zu verstehen, was diese Daten in einem spezifischen kulturellen oder wirtschaftlichen Kontext bedeuten, das andere. Kritisches Hinterfragen: KI-Systeme neigen zu Fehlern und Halluzinationen. Gefragt sind Absolventen als finale Instanz der Qualitätskontrolle. Empathie und Beziehungsmanagement: Komplexe Verhandlungsprozesse, echtes Change-Management und interdisziplinäre Teamführung bleiben eine zutiefst menschliche Domäne.
Unternehmen suchen in der heutigen Ära keine wandelnden Lexika mehr, sondern agile Problemlöser mit hoher Ambiguitätstoleranz.

Die T-Shaped-Strategie in der Weiterbildung

Für das post-universitäre Arbeitsleben bedeutet diese Transformation eine Abkehr vom klassischen, oft wahllosen Sammeln von Zertifikaten. Gefragt ist stattdessen eine strategische Ausrichtung nach dem Prinzip des „T-Shaped-Profiles“. Der vertikale Balken des „T“ symbolisiert dabei das im Studium erworbene, tiefe Fachwissen einer Disziplin. Der horizontale Balken hingegen muss durch gezielte, praxisnahe Weiterbildung aufgebaut werden, um die Anschlussfähigkeit am Markt zu garantieren. Drei Säulen stehen hierbei im Fokus: Erstens die AI-Fluency – also die Fähigkeit, KI zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und strategisch zu steuern. Zweitens die Agilität – das Beherrschen moderner Projektmanagement-Methoden wie Scrum oder Kanban, um in hybriden Teams sofort wirksam zu werden. Und drittens die Human Skills – die Kunst des Storytellings und der klaren Kommunikation, um komplexe, technologische Sachverhalte für Entscheidungsträger verständlich zu übersetzen.

Agilität statt Perfektionismus

Unternehmen suchen in der heutigen Ära keine wandelnden Lexika mehr, sondern agile Problemlöser mit hoher Ambiguitätstoleranz. Wer mit dem eigenen Abschluss hadert, übersieht die größte Stärke des akademischen Titels: Er ist der verbriefte Beweis für eine extreme Lern- und Anpassungsfähigkeit. Wer diese Neugier kultiviert und seine eigenen Lernprozesse – etwa über professionelle Netzwerke wie LinkedIn – transparent dokumentiert, wird den Wandel auf dem Arbeitsmarkt nicht als Bedrohung erleben, sondern als Gestalter vorantreiben.

Das letzte Wort: Johan Jimi Prinz — Musikmanager und Gründer mehrerer Unternehmen

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Wir sind um 12 Uhr zum Videocall verabredet, Johan Jimi Prinz schaltet sich auf die Minute pünktlich zu, lacht und wünscht einen guten Morgen. An der Wand hinter seinem Schreibtisch hängen goldene Schallplatten in Bilderrahmen – und zwar viele, die Wand ist voll. Der 26-jährige war ein Jahr lang mit Xatar unterwegs, ist Gründer und CEO der Prinzstudios und hat mit NAXIT gerade ein IT-Start-up gegründet: eine digitale Agentur für Analyse, Optimierung und Entwicklung leistungsfähiger digitaler Systeme. Die Fragen stellte Kerstin Neurohr.

Oh wow, so viele goldene Schallplatten! (lacht) Ja, die habe ich aber nicht selber als Künstler bekommen, sondern für Managementleistungen. Bei Prinzstudios haben wir zwei große Bereiche: Tonstudio-Franchising und einen Musikverlag. Mit dem Musikverlag kümmern wir uns für unsere Künstler um die ganzen administrativen Themen, GEMA zum Beispiel, und wir unterstützen kreativ. Da haben wir mittlerweile über 50 Autoren unter Vertrag, und einige sind eben mit Gold- oder Platinplatten ausgezeichnet worden: Amaru und Gringo Bamba haben für Blonde Chaya Gold in Deutschland bekommen, Sarhad für Sinne genauso, und Theo Junior hat mit Ups & Downs Goldstatus in Österreich geschafft. Glückwunsch! Wie kam es denn dazu, dass Du so jung schon gegründet hast? Eigentlich wollte ich selbst Musiker werden. Nach dem Abi habe ich dann gemerkt, dass es rund um Musik wahnsinnig viele geschäftliche Möglichkeiten gibt und habe in Bochum und London Musikmanagement studiert. Wir hatten damals ein kleines eigenes Tonstudio und irgendwann die Idee: Warum vermieten wir das nicht auch an andere Künstlerinnen und Künstler? Daraus ist 2020 die erste Gründung entstanden. Das große Wachstum kam dann ab 2023, heute betreiben wir 20 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, und Anfang 2026 haben wir zusätzlich NAXIT Technology gegründet – eine eigene IT- und Softwarefirma. Was genau machen die Prinzstudios? Man kann sich das ein bisschen wie Airbnb für Musik vorstellen – nur bucht man keine Wohnung, sondern ein professionelles Tonstudio, auf Wunsch auch direkt mit Produzent oder Engineer. Das läuft alles komplett digital über unsere Plattform. Ohne digitale Prozesse hätten wir niemals so schnell skalieren können, wären also niemals so schnell gewachsen.
https://naxit.io https://prinzstudios.com/
Du bist also nie den klassischen Weg gegangen – erst Studium, dann Job im Unternehmen, dann vielleicht gründen? Naja, ich habe zwar als Zwanzigjähriger schon das Gewerbe angemeldet, aber Gott sei Dank habe ich am Anfang kaum große Umsätze gemacht. Das ging alles Schritt für Schritt: Wir haben die erste Rechnung geschrieben, die erste Immobilie angemietet, das erste Mal Nebenkosten nachgezahlt und ’ne Steuererklärung abgegeben … Das hat sich alles sehr organisch entwickelt. Ich hatte einen Werkstudentenjob in einem Musikunternehmen, war ein Jahr lang mit XATAR unterwegs, der damals auch ein großes Musiklabel hatte, und habe für ein Jahr bei einem großen Rap-Label in Köln gearbeitet. Das war extrem wichtig. Dort habe ich gesehen, wie professionelle Strukturen funktionieren, wie Teams arbeiten und wie man Projekte organisiert. Außerdem hatte ich das Glück, dass mein Vater selbstständig ist. Dadurch habe ich schon früh gelernt, wie wichtig Organisation und Verantwortung sind. Briefe beantworten, Rechnungen zahlen, Steuern ernst nehmen – das klingt banal, ist aber extrem wichtig. Was war bisher die größte Herausforderung? Drei Dinge. Erstens: die Bürokratie. Digitalisierung hin oder her – in Deutschland verbringt man als Gründer unfassbar viel Zeit mit Papierkram. Zweitens: Ein gutes Team aufzubauen und es dann auch zu halten. Und drittens braucht man natürlich Durchhaltevermögen. Es gibt gute und schlechte Phasen, das muss man aushalten. Und als Gründer ist man nie komplett offline. Urlaub ohne Handy? Kann ich mir gerade ehrlich gesagt kaum vorstellen. Zum Schluss: Dein Rat an Berufseinsteigerinnen? Wer lernt, digitale Tools intelligent einzusetzen, hat heute riesige Chancen. Gleichzeitig sollte man aber auch kritisch bleiben. Wir sind in Europa extrem abhängig von amerikanischer Software und Plattformen. Das wird in Zukunft definitiv noch ein großes Thema werden. Digitalisierung ist eine riesige Chance – aber eben auch eine Verantwortung.

IngenieurIn Elektrotechnik/Energietechnik (m/w/d)

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Der Ruhrverband ist eines der großen Wasserwirtschaftsunternehmen in Deutschland und sorgt seit über 100 Jahren für saubere Flüsse und Seen im Einzugsgebiet der Ruhr.

Bewerben Sie sich für unsere Planungsabteilung am Standort Essen als

IngenieurIn Elektrotechnik/Energietechnik (m/w/d)

und werden Sie Teil unseres Teams! Wir sichern mit ca. 1.200 Beschäftigten die Trinkwasserversorgung von 4,6 Millionen Menschen in einem der größten Ballungsräume Europas und erhalten die Lebensgrundlage Wasser für künftige Generationen. Um dieser großen Verantwortung gerecht zu werden, betreiben wir mehr als 800 technische Anlagen – darunter Talsperren, Kläranlagen und Kanalnetze – und erarbeiten effiziente Lösungen zum nachhaltigen Ressourcenmanagement.

Ihre Aufgaben:

  • Konzeptionelle Auslegung und Planung komplexer elektrotechnischer Komponenten wie Mittel- und Niederspannungsschaltanlagen, speicherprogrammierbarer Steuerungen, Leitsysteme auf Kläranlagen und Pumpwerken und Systeme zur Fernüberwachung und -wirkung
  • Entwicklung von elektrotechnischen Konzepten auf Abwasserbehandlungsanlagen
  • Eigenständige Projektbearbeitung und Erarbeitung verschiedener Lösungskonzepte incl. Wirtschaftlichkeit-betrachtungen und planerischer Umsetzung der Vorzugsvariante bis zur Ausführungsreife
  • Erstellung von Lastenheften und Funktionsbeschreibungen
  • Betreuung und Steuerung von externen Ing. Büros
  • Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Bau-/ Verfahrenstechnik und Maschinentechnik
  • Weitere Projektbegleitung beim Bau und während der Inbetriebnahme in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachabteilungen

Ihr Profil:

  • Erfolgreich abgeschlossenes IngenieurInnenstudium der Fachrichtung Elektrotechnik, Energietechnik oder vergleichbar
  • Erfahrung mit Projektarbeiten, z.B. im Anlagenbau oder Schaltanlagenbau wünschenswert
  • Verständnis für verfahrenstechnische Zusammenhänge
  • Strukturierte Arbeitsweise
  • Sicherer Umgang mit MS-Office Produkten (Word, Excel, PowerPoint)
  • Hohes Maß an Selbständigkeit, Teamfähigkeit und Serviceorientierung
  • Führerschein Klasse B (Klasse 3 alt)
  • Sehr gute Deutschkenntnisse (mind. C1-Niveau)

Ein Umfeld, das begeistert!

  • Sicherer Arbeitsplatz bei uns als öffentlich-rechtlichem Arbeitgeber
  • Betriebliche Altersversorgung
  • Tarifliche Vergütung gemäß TV-WW/NW inklusive Prämiensystem
  • Ticketzuschuss von 15 Euro
  • 39-Stunden-Woche, 32 Tage Urlaub, flexible Arbeitszeitkonten
  • Beratungsangebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Gesundheitsmanagement (Zuschuss für Fitnessstudios, Workshops)
  • Betriebsrestaurant in unserer Hauptverwaltung in Essen

Der Ruhrverband fördert die Chancengleichheit und freut sich besonders in den technischen Berufen über Bewerbungen von Frauen. Sie werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Ausdrücklich begrüßen wir Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung.
Eine Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Sind Sie interessiert ?

Dann bewerben Sie sich online über unser Bewerbungsportal unter www.ruhrverband.de/karriere bis zum 16.07.2026.

Bei Fragen zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich gerne an unsere Personalabteilung telefonisch unter 0201/178-1391/-1394. Für inhaltliche Fragen zur ausgeschriebenen Stelle steht Ihnen Herr Dr. Ruppelt als Vertreter der Fachabteilung telefonisch unter 0201/178-2340 zur Verfügung.

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MPDV Mikrolab GmbH

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Branche
Softwareentwicklung und IT-Dienstleistungen

Starte mit uns in die Zukunft der Industrie!
Als Experte für IT-Lösungen in der Fertigung gestalten wir die digitale Fabrik von morgen. Mit unserer Expertise aus Baden-Württemberg machen wir die smarte Produktion weltweit zur Realität. Wir entwickeln die Software, die die Fertigungsprozesse bei Top-Unternehmen steuert und optimiert. Wir sind seit 1977 am Markt, global aktiv, aber tief in der Region verwurzelt. Bei uns findest du ein zukunftssicheres Umfeld mit kurzen Wegen und viel Verantwortung.

Bei MPDV stehst Du im Mittelpunkt
Bei uns zählt der Mensch – das ist unsere gelebte Realität. Wir schaffen sichere Ausbildungs- und Studienplätze und setzen auf eine faire Work-Life-Balance. Wertschätzung, Innovation und Flexibilität sind unsere wichtigsten Werte. Dich erwartet ein familiäres Umfeld und ein Team, das sich durch enge Zusammenarbeit auszeichnet.

Deine Chancen für Ausbildung & Studium
• Praxis & Perspektive: Wir bieten Dir den idealen Einstieg in die Arbeitswelt. Während Deiner Ausbildung oder Deines Studiums erhältst Du tiefe Einblicke in ein dynamisches Hightech-Unternehmen
• Volle Verantwortung: Du kannst von Anfang an Verantwortung übernehmen und die Zukunft der Fertigung aktiv mitgestalten.
• Klares Ziel: Wir messen Deiner persönlichen Entwicklung große Bedeutung bei. Gemeinsam sorgen wir für Deine erfolgreiche Karriere.

Werde Teil des Teams bei MPDV! Bewirb Dich jetzt für einen Ausbildungsplatz oder ein duales Studium und werde Teil von #wirsindeinteam.

Anzahl der Standorte
13 Standorte weltweit

Anzahl der MitarbeiterInnen
530

Gesuchte Fachrichtungen
Informatik, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, BWL

Einsatzmöglichkeiten
Sales, Consulting, Verwaltung, HR, Marketing & Communications, Produktmanagement, Softwareentwicklung, IT, Support & Implementation Services

Einstiegsmöglichkeiten
Direkteinstieg, Ausbildung, duales Studium, Praktikum, Abschlussarbeit, Werkstudententätigkeit

Angebote für StudentInnen
Praktikum, Abschlussarbeit, Werkstudententätigkeit

Auswahlverfahren
Virtuelle und persönliche Gespräche

MPDV Logo

AnsprechpartnerIn
Giang Phan

E-Mail
talents@mpdv.com

Internet
https://jobs.mpdv.com

karriereführer wird 40 Jahre

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Aufbruch ins Exascale-Zeitalter

Mit Deep-Dive-Expeditionen in den Maschinenraum der Arbeitswelt 2030 bietet der karriereführer seinen Lesern anspruchsvolle Zukunftsvisionen und fundierte Orientierung für den Berufseinstieg. Sein Blick richtet sich seit jeher auf Treiber von Innovationen – darunter aktuell Weltraumfahrt, Quantencomputing, AI, Bio- und Neurotechnologien, Mikroelektronik und Energie. Auch zum Aufbruch ins Exascale-Zeitalter will der karriereführer branchenübergreifend über die neuesten Trends berichten. Zum 40-jährigen Bestehen setzt der karriereführer auf schnelleres digitales Wachstum. Dabei behält er unverändert den Fokus auf die Nutzergewohnheiten der jungen Generationen. Mit Future-Work-Videos, Podcasts und einer intensiveren Präsenz in den Social Media bespielt der karriereführer weiterhin erfolgreich den digitalen Raum zwischen Hörsaal und Abschlussprüfung. Neben der Gen Z adressiert der karriereführer mit seinen Produkten auch die Generation Alpha, die mit ihren Vorlieben für Themen wie Purpose und Nachhaltigkeit nun ins Berufsleben startet. Die Gen Alpha ist mit Tablets, Smartwatches und KI-gestützten Lernplattformen aufgewachsen und wird mit neuen Formaten früher als vorherige Generationen vom karriereführer-Team angesprochen.

About

karriereführer – der Pionier im Hochschulmarketing und Employer-Branding. Seit 40 Jahren begleitet der karriereführer als Coach und Trendscanner Studierende verlässlich beim Karrierestart und dokumentiert die Transformation der Arbeitswelt. Für Unternehmen ist er der strategische Enabler, um junge Talente über alle Kanäle hinweg cross-hybrid zu erreichen.
Das bewährte Team rund um die langjährige Verlagsleiterin des karriereführers begeht das Jubiläum am angestammten Sitz im Kölner Universitätsviertel. Als Hommage an den karriereführer-Gründer Dietrich Schirmer trägt die GmbH wieder den Namen ihres Initiators. Seit dem 1. Januar 2026 werden die karriereführer-Medien organisatorisch unter dem Dach der zur Köllen Druck+Verlag GmbH gehörenden Media-Agentur Schirmer GmbH gebündelt. Köllen ist bereits seit über 30 Jahren enger Produktionspartner des karriereführers. Nun wurde auch die Druckproduktion ins eigene Haus geholt und erfolgt besonders nachhaltig. Dafür sorgen unter anderem eine Solaranlage („Printed by Köllen and Sun“) sowie ein E-Fuhrpark für Logistik. Damit bleibt die bewährte Leistungsfähigkeit auch in Zukunft ein Kennzeichen für die Produktion des karriereführers. Next-Level: Das karriereführer-Team baut seine Kooperationen mit Netzwerkpartnern wie Eventveranstaltern, digitalen Plattformen und innovativen Videoproduzenten konsequent aus und entwickelt seine Formate stetig weiter. Pressekontakt: presse@karrierefuehrer.de | Fon: +49 (0)221/4722-300 Pressemitteilung herunterladen (PDF)  

Bauleiter (m/w/d) Schlüsselfertigbau

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Logo BREMER WO: Paderborn, BREMER West GmbH & Co. KG SKILL: Berufserfahrung WAS: Architektur, Bauwesen UMFANG: Vollzeit

WIR SIND:

In Deutschland zählt BREMER zu den führenden Unternehmen im schlüsselfertigen Industrie- und Gewerbebau. Als ganzheitlicher Anbieter der Immobilien- und Bauwirtschaft begleiten wir unsere Kunden von der Projektentwicklung über die Fertigung in eigenen Werken bis zum schlüsselfertigen Bau und den Serviceleistungen für das Gebäude im laufenden Betrieb. Das 1947 gegründete Familienunternehmen agiert an siebzehn deutschen sowie einem tschechischen und zwei polnischen Standorten und erwirtschaftet derzeit eine Betriebsleistung von ca. 1.000 Mio. EUR. Rund 1.400 Mitarbeitende setzen sich täglich mit Leidenschaft für den Kundenerfolg ein.
Als Bauleiter (m/w/d) am BREMER Standort in Paderborn übernehmen Sie die eigenverantwortliche Steuerung und Überwachung aller Baustellenabläufe. Sie koordinieren die beteiligten Gewerke, sichern Termine und Kosten und gewährleisten eine hohe Qualität der Eigen- und Fremdleistungen. Bringen Sie Ihre Erfahrung ein und gestalten Sie gemeinsam mit uns anspruchsvolle Bauprojekte – in einem professionellen Umfeld mit kurzen Entscheidungswegen und starken Teams.

IHRE AUFGABEN:

  • Koordination und Steuerung der Gewerke und Partnerunternehmer innerhalb des Baustellenteams und dem zugewiesenen Verantwortungsbereich
  • Führung der zugeteilten Partnerunternehmen zur Sicherstellung der termin- und qualitätsgerechten und kosteneffizienten Fertigstellung von Bauvorhaben
  • Umsetzung des Bausolls und Erkennung von Anpassungsbedarfen
  • Nachtragserkennung sowie -aufbereitung
  • Rechnungsprüfung im Rahmen des Änderungsmanagements

IHR PROFIL:

  • Abgeschlossenes Studium Bauingenieurwesen (FH/TU/TH) oder Architektur
  • Abgeschlossene Ausbildung: Bautechniker | Maurermeister | Stahlbetonbaumeister
  • Mehrjährige Erfahrung in der Umsetzung schlüsselfertiger Projekte
  • Deutschlandweite Reisebereitschaft und Führerschein erforderlich
  • Leistungsbereitschaft und Flexibilität
  • Organisationsgeschick und Durchsetzungsvermögen
  • Ergebnisorientierte und kostenbewusste Arbeitsweise

UNSER ANGEBOT:

  • Interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten in einem motivierten Team
  • Unbefristeter Arbeitsvertrag
  • Firmenwagen auch zur privaten Nutzung
  • Hochwertige technische Ausstattung (iPhone, iPad, Laptop) auch zur privaten Nutzung
  • BREMER-Kultur: familiäres, faires Miteinander, gelebte Willkommenskultur, unternehmensweite Weihnachtsfeiern sowie Sommerfeste und weitere vielfältige Teamevents
  • Verantwortung von Anfang an: herausfordernde, abwechslungsreiche Aufgaben sowie interne Perspektiven für alle Lebensphasen
  • Lebenslanges Lernen: individuelle Weiterentwicklung in der BREMER Akademie sowie interne Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten
  • Work-Life-Balance: flexible Arbeitszeitmodelle, mobiles Arbeiten sowie die Möglichkeit zur Nutzung eines Lebensarbeitszeitkontos, Unterstützung in besonderen Lebenslagen (Kinderbetreuung, Pflegesituation)
  • Weitere Benefits: betriebliche Altersvorsorge, Bike-Leasing auch für den Partner / die Partnerin, Firmenfitness bei einem nationalen Sport- und Wellnessnetzwerk sowie exklusive Mitarbeitervergünstigungen bei zahlreichen Partnern dank unseren Corporate Benefits
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Friederike Schröder Personalreferentin 0 52 51 / 770-0 Jetzt bewerben