Warenkorb – Kultur-, Buch- und Linktipps

Bild: karriereführer
Bild: karriereführer

1AUS DEM FUSSBALLSTADION IN DEN SUPERMARKT

Die beiden Ex-Profi-Fußballer Holger Stanislawski und Alexander Laas haben einen Rewe-Markt im Hamburger Stadtteil Winterhude übernommen – und nicht nur das: Mit über 7000 Quadratmeter Verkaufsfläche und mehr als 45.000 Artikeln ist es der größte in Hamburg. In einem zehnminütigen Video, dass auf der Website des „Rewe Center Stanislawski & Laas“ abrufbar ist, erklären der frühere St.-Pauli-Trainer und der ehemalige HSV-Spieler, was das Besondere an ihrem Supermarkt ist – zum Beispiel, dass es hier viele Dinge zu kaufen gibt, die man sonst in einem Rewe nicht findet wie Softeis oder Fußballfanartikel. Warum sie das Business gewechselt haben? Haben sie eigentlich gar nicht – denn sie sagen über ihren neuen Job: „Wir sind wie eine Fußballmannschaft, wir haben drei Trainer, Führungsspieler und 130 Mitarbeiter.“
www.rewe-stanislawski-laas.de

Cover Arbeit, die schoenste Nebensache der Welt

2DIE SCHÖNSTE NEBENSACHE DER WELT

Heutzutage organisieren nicht mehr wir unseren Job. Unser Job organisiert uns. Komplexität, Vernetzung, Flexibilität und Dynamik sind die zentralen Merkmale unserer modernen Arbeitsgesellschaft. Markus Väth liefert mit seinem Buch neue Blickwinkel auf die Zukunft der Arbeit und präsentiert Ideen und Impulse – auf individueller, organisatorischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. Er nimmt uns mit in die Überlegungen der New-Work-Bewegung, um Arbeit neu zu denken. Die New-Work-Bewegung stellt die großen Fragen: Was ist menschenwürdige und sinnvolle Arbeit? Welche Fähigkeiten brauchen wir in der Arbeitswelt der Zukunft? Wie sieht eine gerechte Arbeitsgesellschaft aus?
Markus Väth: Arbeit – die schönste Nebensache der Welt. GABAL, 2016. 24,90 Euro.

Cover Besser leben ohne Plastik

3PLASTIKFREI LEBEN

Ein Leben ohne Plastik? Kaum vorstellbar, oder!? Im Laufe des letzten Jahrhunderts haben Kunststoffe einen wahren Siegeszug hinter sich, ihre Qualitäten scheinen unschätzbar, ihre Einsatzfelder unzählbar. Und dennoch wandelt sich der Segen so langsam zu einem Fluch. Denn der weltweit anfallende Plastikmüll zerstört nicht nur Ökosysteme, verschmutzt Wasser und tötet Tiere, er kommt als Mikropartikel in unseren Nahrungskreislauf und schädigt unsere Gesundheit. Genug Gründe den Einsatz von Kunststoffen im Alltag zumindest zu reduzieren. Schließlich verzichten auch die ersten Läden auf Plastiktüten. Hilfreiche Tipps gibt das bei Oekom neu erschienene Buch „Besser leben ohne Plastik“.
Anneliese Bunk und Nadine Schubert: Besser leben ohne Plastik. Oekom, 2016. 12,95 Euro.

Cover 10 Milliarden

510 MILLIARDEN – WIE WERDEN WIR ALLE SATT?

Der neueste Film von Regisseur, Bestseller-Autor und Food-Fighter Valentin Thurn wurde mit dem Naturfilmpreis 2015 ausgezeichnet und die Rheinische Post nennt ihn einen „Mutmachfilm – nicht nur für Ökobewegte“. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie wir verhindern können, dass die Menschheit durch die hemmungslose Ausbeutung knapper Ressourcen die Grundlage für ihre Ernährung zerstört, erkundet Thurn die wichtigsten Grundlagen der Lebensmittelproduktion. Er spricht mit Machern aus den gegnerischen Lagern der industriellen und der bäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobauern und Nahrungsmittelspekulanten, besucht Laborgärten und Fleischfabriken. Der Film ist auf DVD erhältlich. 10 Milliarden – wie werden wir alle satt?

6BLOG ZUR MÜLLVERMEIDUNG

Shia Su bloggt nicht nur über Zero Waste – sie lebt dies auch. Auf ihrem Blog berichtet sie rund ums Thema Müllvermeidung von Praktischem, Theoretischem und Hintergründigem. Die 32-Jährige verspricht: „Auf Wasteland Rebel findet ihr viele handfeste und alltagstaugliche Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil, der einem auch endlich Zeit für sich und die wichtigen Sachen im Leben beschert.“
www.wastelandrebel.com

Cover Wie viele Sklaven halten Sie?

7AN LEITUNG ZUM KRITISCHEN DENKEN

Wenn ein T-Shirt drei Euro kostet, können die Produktionsbedingungen nicht fair sein, so viel ist klar. Wir haben das große Ganze aus den Augen verloren und damit auch unsere Moral, sagt Evi Hartmann. Die Expertin für Supply-Chain-Management will die Globalisierung weder verteufeln noch abschaffen, denn nicht sie ist das Problem, sondern wir – als Wirtschaftstreibende und als Konsumenten – sind es. Hartmann hält uns in ihrem Buch den Spiegel vor und schildert in erfrischend lockerem Ton, doch inhaltlich drastisch und ohne Umschweife das Dilemma zwischen Moral und Moneten. Wo bleibt das Korrektiv, fragt die Autorin, und zeigt: Wir können eine Menge tun, um Sklaverei und Ausbeutung ein Ende zu bereiten, global wie lokal. Evi Hartmann: Wie viele Sklaven halten Sie? Campus, 2016. 17,95 Euro.

Interview mit Evi Hartmann in „Schrot und Korn“
https://schrotundkorn.de/lebenumwelt/lesen/interview-evi-hartmann.html