E-Mail für dich: Nachhaltigkeit ist Top-Thema

Foto: Fotolia/satapatms
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Von: Christoph Berger
Gesendet: 28. April 2022
An: Berufseinsteiger*innen in die Consulting-Branche
Betreff: Nachhaltigkeit ist Top-Thema

Liebe Leserinnen und Leser,

laut einer aktuellen Studie beginnen Unternehmen, das Thema Nachhaltigkeit strategisch anzugehen. So wollen sie ihre „Licence to operate“ erhalten, einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen und neue Chancen erschließen.

So haben das Futurist Institute for Sustainable Transformation, das Potsdam- Institut für Klimafolgenforschung und die Unternehmensberatung Bain & Company in einer gemeinsam erstellten Studie herausgefunden, dass es ein neues Top-Thema auf der Agenda der CEOs gibt: die Nachhaltigkeit. Die Digitalisierung verlässt damit die Spitzenposition und wechselt auf Rang 2. Die Studienergebnisse zeigen, dass neun von zehn Top-Führungskräften Nachhaltigkeit in den kommenden fünf Jahren für mindestens genauso wichtig halten wie die Digitalisierung, nahezu die Hälfte erachtet sie sogar als bedeutender. Die Führungskräfte verfolgen dabei das Ziel, ihre Unternehmen klimaneutral zu machen und entlang der drei Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt, Soziales und Governance zu transformieren.

Die Studie „Von Haltung zu Handlung: Wie Deutschlands CEOs ihre Unternehmen auf Nachhaltigkeitskurs bringen“ offenbart aber auch einen Zielkonflikt, für den viele der Unternehmenslenker*innen noch keine Lösung gefunden zu haben scheinen: Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit stellt sich für sie noch als ein Gegensatz dar. Doch Bain-Deutschlandchef Walter Sinn ist überzeugt, dass sich dieser Konflikt in den kommenden Jahren auflösen wird: „Etliche Nachhaltigkeitsprojekte gerade im Bereich Umwelt rechnen sich bereits. Und die Wirtschaft steht erst am Anfang der ökologischen Transformation. In Zukunft werden die Kosten für mehr Nachhaltigkeit in vielen Fällen deutlich geringer sein als die Chancen auf zusätzliche Umsätze. Wenn Unternehmen gerade die Dekarbonisierung strategisch klug aufsetzen, werden sich ihnen bereits in dieser Dekade bedeutende Wachstumschancen bieten.“

Nun gelte es vor allem, die entsprechenden Schritte als Teil der Unternehmensstrategie und die Nachhaltigkeitsziele in die operative Steuerung zu integrieren, ergänzt Stefan Wörner, bei Bain verantwortlich für das Thema Sustainability & Corporate Responsibility in der DACH-Region. Dafür sei entschlossenes Handeln gefragt.

Wie sehr das Thema Nachhaltigkeit die Unternehmen beschäftigt, zeigen auch Ergebnisse einer PwC-Studie, nach der weltweit immer mehr Unternehmen einen Chief Sustainability Officer (CSO) ernennen. Diese personelle Verankerung in der obersten Führungsebene zeigt zum einen, wie komplex das ESG-Themenfeld ist – ESG steht für Environmental Social Governance, zum anderen würden CSOs die nachhaltigen Veränderungen in den Unternehmen vorantreiben und die Visibilität und Verbindlichkeit bei dem Thema erhöhen.

Mit herzlichen Grüßen
Christoph Berger