- Studiengang: Fahrzeugintegration/Karosserietechnik
- Abschluss: Bachelor of Engineering
- Studienzeit: 7 Semester (210 Credits)
- lokale Zulassungsbeschränkung (NC)
- Studienbeginn: WS
- Studienbeitrag: 500 Euro pro Semester
- Studienort: Aachen
- Sprache der Lehrveranstaltungen: deutsch
Fahrzeugintegration/Karosserietechnik an der FH Aachen
Studiengang Maschinenbau – Vertiefung Fahrzeug-System-Engineering
- Abschluss: Bachelor of Engineering (B.Eng.)
- Zulassung: nach Abschluss eines Ausbildungsvertrages mit einem Partnerunternehmen.
- Studienbeginn: zum 1. Oktober jeden Jahres
Studiengang Elektrotechnik
Vertiefung Fahrzeugelektronik und Mechatronische Systeme BA Ravensburg
- Abschluss: Bachelor of Engineering (B.Eng.)
- Zulassung: nach Abschluss eines Ausbildungsvertrages mit einem Partnerunternehmen.
- Studienbeginn: zum 1. Oktober jeden Jahres
BA Glauchau: Studiengang Automobilmanagement
- Abschluss: Dipl.-Wirtschaftsingenieur (BA) / Bachelor of Science
- Zulassung: Zugangsvoraussetzung zum Bachelorstudium ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder eine vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst als gleichwertig anerkannte Vorbildung sowie ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag für den Zeitraum des Studiums mit einem für den Studiengang geeignetem Unternehmen. Der abgeschlossene Vertrag muss den vom Kollegium aufgestellten Grundsätzen für die Ausgestaltung des Vertragsverhältnisses entsprechen.
- Studienbeginn: zum 1. Oktober jeden Jahres
StEP-Programm: Audi bietet Studium und Erfahrung in der Praxis
Studiengang Maschinenbau, Studienschwerpunkt Kraftfahrzeug-Antriebstechnik
- Studiengang Maschinenbau, Studienschwerpunkt Kraftfahrzeug-Antriebstechnik
- Abschluss: Diplom-Ingenieur
- Studienzeit: 9 Semester
- keine Zulassungsbeschränkung
- Studienbeginn: Wintersemester
Fahrzeugmechatronik – Technik der Zukunft
Karriere in Asien

Die Bewerbung zum Doppenbachelor-Studium ist jeweils zum Wintersemester möglich. Weitere Infos unter www.ku.deClaudia, Diana, Tobias, Leo, Alexander und Sebastian konnten die Auswahlkommission bereits von sich überzeugen. Sie sind bereit für ein spannendes Studium, dass ihnen China so nahe bringt wie Wenigen. Neben Studium und Praktikum wollen sie die Zeit nutzen, um das Land richtig kennen zu lernen. Einen Heimaturlaub innerhalb der nächsten zwei Jahre haben sie daher noch gar nicht eingeplant. Wahrscheinlich geht es erst wieder nach Ingolstadt zurück, wenn sie den ersten deutsch-chinesischen Doppel-Bachelor-Abschluss in der Tasche zu haben.
Quo vadis Wirtschaftsanwalt?
Nach bestandenem Examen wählen siebzig Prozent aller Referendarinnen und Referendare den Anwaltsberuf. Viele reizt die Spezialisierung zum Wirtschaftsanwalt. Doch ein klarer Ausbildungsweg fehlt bislang.Von Ulrich von Falkenhayn
Der Wirtschaftsanwalt arbeitet auf Gebieten, die meist nicht unternehmensintern und auch nicht von anderen Berufen abgedeckt werden können. Dies sichert ihm die stetige Nachfrage nach einer Leistung, die letztlich nur durch Wettbewerb oder die konjunkturelle Situation beeinflusst werden kann.Zur Person
Der Autor Ulrich von Falkenhayn studierte Jura in Heidelberg und absolvierte seine Referendarzeit in Mannheim.
Qualifikation zählt
Von einem jungen Wirtschaftsanwalt werden deshalb auch besondere Qualifikationen erwartet. Die – in Zukunft nur modifizierte – Ausbildung zum deutschen Einheitsjuristen ist eine solide Grundlage, aber eben nur das. Die internationalen Wirtschaftskanzleien erwarten bei einer Bewerbung, dass die Examensergebnisse überdurchschnittlich sind. Verständnis und Überblick für schwierige wirtschaftliche Zusammenhänge sind das zweite wichtige Erfordernis. Grundkenntnisse kaufmännischer Buchführung und Bilanzierung, Grundlagen der Besteuerung von Unternehmen, Einblicke in wettbewerbspolitische Zusammenhänge und ein Verständnis für die Funktionsweise der Finanzmärkte sind unabdingbar. Die internationale Ausrichtung des Berufs macht sehr gute englische Sprachkenntnisse erforderlich. Der Bewerber muss in der Lage sein, komplexe Verhandlungen in Englisch zu führen, dies vor allem auf Video- oder Telefonkonferenzen. Schließlich sind Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Sensibilität für Erwartungen von Mandanten und Durchsetzungsvermögen gefragt. Wer diese Qualifikation hat, kann mit einem vergleichsweise hohen Einstiegsgehalt zwischen 70.000 und 80.000 Euro im Jahr rechnen.Ausbildungsweg konsequent planen
Die Voraussetzungen für diesen Einstieg werden aber nicht durch die traditionelle Ausbildung geschaffen. Nach wie vor wird der junge Wirtschaftsanwalt sich mit eigener Initiative auf die hohen Anforderungen dieser besonderen Sparte des Anwaltsmarktes vorbereiten müssen. Eine institutionalisierte Ausbildung zum Wirtschaftsanwalt gibt es zurzeit bei uns leider nicht. Wer sich für diesen Beruf interessiert, wird schon frühzeitig in seine Sprachausbildung im Ausland investieren. Industriepraktika im Ausland während dieser Zeit geben Einblicke, die später aus Zeitmangel nicht mehr zu erlangen sind. Eine konsequente Ausrichtung auf unternehmensrelevante Rechtsgebiete während des Studiums und das Belegen betriebswirtschaftlicher Lehrveranstaltungen geben zusätzliches Rüstzeug über die rein juristische Ausbildung hinaus. Anwaltliche Tätigkeit oder auch ein Studium im Ausland nach den Examen schafft eine gute Grundlage für das erforderliche Verständnis anderer Arbeitsweisen und Rechtskulturen. Entscheidend für den Bewerbungserfolg ist das „Mehr“ gegenüber dem Durchschnitt der Jungjuristen.Reform allein genügt nicht
Das Streben junger Juristinnen und Juristen in den Anwaltsberuf ist unverändert stark. Um so wichtiger scheint eine auf zwölf Monate verlängerte Tätigkeit bei einem Anwalt während der praktischen Ausbildung zu sein. Auch die Unterrichtung in Verhandlungstaktik und dem Entwerfen von Verträgen sind unter dem Gesichtspunkt größerer Praxisnähe für die operativen Belange der Berufstätigkeit begrüßenswert. Ob diese Reform allerdings auch die Berufschancen neu examinierter Juristen verbessern wird, darf bezweifelt werden.Beruf Wirtschaftsanwalt
Weitere Informationen
Bewerber: “Zu lieb, zu ehrlich, zu offen”
So charakterisiert Erfolgscoach Uwe Schnierda den “typischen” Bewerber. Dem karriereführer erzählte er, welche Verhaltensformen und Strategien stattdessen im Vorstellungsgespräch gefragt sind.
Das Vorstellungsgespräch wird oft mit einem Verkaufsgespräch verglichen. Was halten Sie davon? Gerade bei Hochschulabsolventen hat das Wort “Verkauf” einen leicht negativen Touch. Das klingt einerseits nach Klinkenputzen, und damit erleiden viele Bewerber Schiffbruch. Andere wiederum treten zu überheblich auf, aber auch das klappt nicht. Denn dann wird erst recht nach Fehlern und Schwächen gesucht. Aber es gibt auch einen Mittelweg: die beschreibende, sachliche Darstellung der eigenen Stärken. Und diese Verkaufsmethode kann sich jeder mit guter Vorbereitung aneignen. Und was macht eine gute Vorbereitung aus? Neben den Informationen über das Unternehmen ist die Ausarbeitung einer Selbstpräsentation ganz wichtig. Schließlich kommen fast in jedem Vorstellungsgespräch Fragen wie “Warum sollen wir gerade Sie einstellen?” oder “Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern?” Darauf sollte der Bewerber einen Kurzvortrag zum eigenen Profil liefern können – aber bitte keinen chronologisch aufgebauten Lebenslauf. Suchen Sie sich stattdessen zwei bis drei Kernelemente der angebotenen Stelle raus – zum Beispiel Marketingerfahrungen und Sprachkenntnisse – und liefern Sie dafür Belege aus Ihrem Werdegang. So vermeiden Sie das Chronologische und behalten die Stelle im Blick. Trotz guter Vorbereitung sind viele vor dem Vorstellungsgespräch sehr nervös. Wie können Bewerber mit dieser Nervosität umgehen? Gefühle sollte man ernst nehmen, schließlich geht es ja auch um etwas. Wenn ich Angst verspüre, ist das erst einmal ein Signal, das mich anspornen, mir aber keine schlaflosen Nächte bereiten sollte. Oft hilft eine mentale Vorbereitung: Machen Sie sich klar, dass es in dem Gespräch nicht um alles oder nichts geht. Man will Sie kennen lernen und das ist eine Auszeichnung. Dass Sie sich im schriftlichen Verfahren schon gegen eine ganze Menge Bewerber durchgesetzt haben, sollte Sie beruhigen. Denken Sie außerdem daran, dass die Entscheidung ja nicht in dem Gespräch selbst fällt, sondern dass beide Seiten noch Zeit zum Überlegen haben. Und wenn die Gefühlsschwankungen Sie trotzdem überwältigen, arbeiten Sie noch einmal in aller Ruhe Ihre Korrespondenz mit der Firma, die Stellenanzeige und Ihre Bewerbungsmappe durch. Wie gelingt es dann im Gespräch, die Sympathie des anderen zu gewinnen? Sympathie wird über das erzeugt, was man sagt, aber auch darüber, wie man es sagt. Körpersprache spielt dabei eine ganz große Rolle. Nicht besonders überzeugend ist es, wenn Sie in die Rolle des scheuen Mauerblümchens verfallen, im Stuhl zusammensacken, ängstlich zu Boden blicken und sagen: “Meine Führungsqualitäten sind sehr ausgeprägt.” Das andere Extrem: der aggressive Bewerber, der mit bohrenden Blicken den Personalverantwortlichen bedrängt und dann Sätze fallen lässt wie “Warum stellen Sie mir eigentlich diese Fragen, das müssten Sie doch alles aus meinen Unterlagen wissen.” Am besten überprüfen Sie Ihre Körpersprache im Vorfeld, möglichst mit Videokamera, Freund oder Freundin. So finden Sie heraus, welche Stressgesten Sie haben. Die einen klopfen mit den Fingern auf die Tischplatte, weil sie nervös sind, andere nesteln am Schmuck rum. Gewöhnen Sie sich an eine aufrechte Sitzhaltung, achten Sie darauf, Ihre Beine nicht zu verknoten und nicht verkrampft zu sitzen. So lösen Sie mögliche Anspannungen. Ist auch das Outfit ein Sympathiefaktor? Ja, denn mit der Kleidung signalisieren Sie: “Ich habe verstanden, worauf es ankommt.” Wer sich für Berufe mit Kundenkontakt bewirbt, kommt im Business-Outfit. Und auch Absolventen der Natur- und Ingenieurswissenschaften sollten nicht mit abgewetzter Jeans und ausgelatschten Schuhen erscheinen. Denn im Bewerbungsgespräch zieht man sich nicht so an, wie man später arbeiten, sondern so, wie man die Firma im Außenkontakt vertreten möchte.Wie verhalte ich mich bei mehreren Gesprächspartnern? Neben den Personalverantwortlichen können auch Fachvorgesetzte oder Bereichsleiter bei dem Gespräch dabei sein. Wer da die Sympathie aller gewinnen will, sollte auch alle einbeziehen. Durch Blickkontakt, aber auch durch Inhalte. Am besten überlegen Sie sich im Vorfeld zwei bis drei Beispiele, die sowohl für die eine wie auch für die andere Zielgruppe interessant sind. Personaler sind in der Regel sehr an Soft Skills interessiert. Sie wollen Beispiele aus der Praxis, die diese Soft Skills belegen – zum Beispiel die Organisation einer Studenteninitiative oder die Leitung einer Arbeitsgruppe. Fachvorgesetzte und Geschäftsführer interessieren sich besonders für die Einsetzbarkeit des Bewerbers. Signalisieren Sie also mit Beispielen aus Studium und Praktika, dass der Theorie-Praxis-Schock bei Ihnen eher gering ausfallen wird. “Welche Stärken und Schwächen haben Sie?” – Empfehlen Sie, auf diese Frage, ganz ehrlich zu antworten? Ehrlich sollten Sie sein, aber in Maßen. Die meisten Bewerber sind zu lieb, zu ehrlich und zu offen. Entscheidend ist, dass Sie das Verhältnis richtig gewichten. Überlegen Sie sich zwei bis drei Stärken, die Sie mit berufsbezogenen Beispielen belegen können. Als Schwäche würde ich dagegen erstmal nur eine nennen und nur auf Nachfrage eine weitere. Ein Tipp: Zeigen Sie, dass Sie Ihre Schwächen erkannt und etwas dagegen unternommen haben. Zum Beispiel: “In einem Praktikum wurde mir mal gesagt, ich sei zu abwartend. Das war auch so. Ich war das erste Mal in der Firma, wollte niemanden nerven, sondern erstmal sehen, wie das so läuft. Aber mittlerweile habe ich mir angewöhnt, aktiver auf Leute zuzugehen.” Mit so einer Antwort stehen Sie sehr gut da. Gibt es Information, ohne die ich das Vorstellungsgespräch auf keinen Fall verlassen sollte? Ja, denn das Vorstellungsgespräch ist ein Dialog und kein Frage-Antwort-Spiel. Deshalb sollten Sie schon zu Hause eigene Fragen vorbereiten – allerdings keine dummen. Was also schon aus der Stellenanzeige oder der Homepage hervorgeht, sollte man nicht fragen. Fragen zur Einarbeitung bieten sich dagegen immer an und hinterlassen einen guten Eindruck: “Wie findet bei Ihnen die Einarbeitung statt? Gibt es einen festen Ansprechpartner? In welchen Abteilungen werde ich eingesetzt?” Mit solchen Fragen zeigen Sie Ihr Interesse und können besser einschätzen, was auf Sie zukommt. Und wie sieht es aus mit der Frage nach dem Gehalt? Sie selbst sollten diese Frage auf keinen Fall zu Beginn des Gesprächs, sondern erst im letzten Drittel stellen. Im Idealfall spricht aber die Firma dieses Thema an, nachdem sie einiges über Ihre Person erfahren hat. Damit sendet sie ein Kaufsignal. Wenn ich mir ein Auto kaufen will, informiere ich mich schließlich auch erstmal über die Ausstattungsmerkmale und komme dann irgendwann zur Preisverhandlung. Womit wir wieder beim Verkaufsgespräch wären. Ja, und wie beim Autokauf sollte man auch hier die üblichen Preise kennen. Informieren Sie sich also im Vorfeld, was normalerweise in der Branche gezahlt wird.Nachlesen:
Püttjer, Christian; Schnierda, Uwe: Souverän im Vorstellungsgespräch. Die optimale Vorbereitung für Um- und Aufsteiger Campus Verlag ISBN: 978-3593501192 Preis: 17,99 Euro
Ansichten eines Gesprächs
Der Bewerber Marcus Hornung und die Personalreferentin Alexandra Hentschel erinnern sich an ein erfolgreich verlaufenes Vorstellungsgespräch.Der Bewerber
“Für das Bewerbungsgespräch bei PwC Deutsche Revision habe ich mich thematisch und mental sehr gut vorbereitet. Freundlich werde ich von Frau Hentschel und dem zuständigen Partner am Standort Frankfurt begrüßt. Es entsteht schnell eine offene Atmosphäre und ich verliere meine anfängliche Nervosität. Das Gespräch beginnt mit einer Vorstellungsrunde. Partner und Personalreferentin gehen dabei neben ihrer organisatorischen Einordnung und Aufgabenstellung auch auf Hobby und Familie ein, was mir sehr positiv auffällt. Dann berichte ich. Bei der Vorstellung meines Lebenslaufs hebe ich Punkte hervor, die mir in bezug auf meine angestrebte Tätigkeit wichtig erscheinen. Sind Aspekte besonders interessant, sollen bestimmte Situationen näher beleuchtet werden oder werden weitere Informationen notwendig, stellen die beiden vertiefende Fragen. Ein gegenseitiger Informationsaustausch entsteht. Der interessierte Fragestil meiner Gesprächspartner lockert und entspannt die Atmosphäre. Im weiteren Verlauf präsentieren sich das Unternehmen und der Fachbereich, für den ich mich beworben habe. Ich erfahre, in welcher Form meine Vorstellungen von einem zukünftigen Arbeitgeber und Arbeitsplatz erfüllt werden. Bei Unklarheiten frage ich direkt nach, sodass die Präsentation fließend mit der Beantwortung meiner Fragen einhergeht. Zum Abschluss des zweistündigen Gespräches skizziert Frau Hentschel die weiteren Prozessschritte, sodass ich weiß, wann ich mit einer Nachricht zu rechnen habe. Das war vor zehn Monaten, heute arbeite ich bei PwC als Prüfungsassistent im Bereich Financial Services.”Die Personalerin
“Guten Tag und Herzlich Willkommen bei PwC!” Schon die ersten Minuten meiner Begegnung mit Herrn Hornung sind für mich sehr wichtig, um einen persönlichen Eindruck zu bekommen. Wie wirkt der Bewerber auf mich? Ist er dem Gespräch angemessen gekleidet? Geht er locker mit Small Talk um? Für einen Prüfungsassistenten und späteren Wirtschaftsprüfer, der im engen Kontakt mit dem Mandanten steht, ist das professionelle Auftreten ein Muss. Um eine freundliche Atmosphäre zu schaffen und die erste Anspannung von Herrn Hornung zu nehmen, wende ich mich zunächst seinem Lebenslauf zu. Hier beschreibt Herr Hornung wo, wie und in welchen Bereichen er seine Praktika absolviert hat. Anhand von Praxisbeispielen erkenne ich analytische Fähigkeiten, Fachkenntnisse und strukturiertes Vorgehen. Neben dem fachlichen Know-how interessieren mich aber auch Aspekte, die nicht unmittelbar den schriftlichen Unterlagen zu entnehmen sind. Gab es besondere Erfahrungen während der Tätigkeit als Praktikant? Hat er während eines Auslandsaufenthaltes etwas Ungewöhnliches erlebt und wie ist er damit umgegangen? Diese Informationen erweitern mein Bild von Herrn Hornung und geben mir die Möglichkeit, ihn besser kennen zu lernen. Als Prüfungsassistent arbeitet man in unterschiedlich großen Teams zusammen, die immer wieder neu gebildet werden. Deshalb spreche ich Herrn Hornung auf seine Teamfähigkeit an. Beispiele aus dem Sport sind dabei genauso hilfreich wie Erfahrungen aus Studium und Praxis. All diese Aspekte haben den Ausschlag geben, Herrn Hornung als Mitarbeiter bei uns zu begrüßen.
Warum ausgerechnet Steuerrecht?
Wie kommt eine Juristin dazu, sich ausgerechnet mit Steuerrecht zu beschäftigen? Tanja Maria Beck schreibt im karriereführer über die Faszination Steuerrecht und ihren Berufseinstieg bei der internationalen Anwaltssozietät Shearman & Sterlin.
Ich kann nicht behaupten, dass es schon immer mein Traum war, als Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Steuerrecht tätig zu werden. Die Juristerei hätte mich zwar schon nach dem Abitur gereizt, aber ich hatte zunächst kein Interesse daran, wieder in einem Klassenzimmer oder Hö-saal zu sitzen und nur vor mich hin zu lernen. Daher beschloss ich, zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau zu machen. Die wirtschaftlichen Aspekte des Bankgeschäftes haben mich bereits damals in ihren Bann gezogen. Als reine Bankkauffrau ist man jedoch von den eigentlich interessanten Geschäften ausgeschlossen. Um also an diesen Transaktionen mitarbeiten zu können, begann ich nach dem Abschluss meiner Ausbildung mit dem Jurastudium.Zur Person
Tanja Maria Beck studierte von 1993 bis 1998 an der Uni Göttingen und arbeitete als Rechtsanwältin im Steuerrecht von Shearman & Sterling in Düsseldorf.
„Steuerrecht?“ – „Faszinierend!“
Während des Studiums und den obligatorischen Praktika merkte ich schnell, dass mich Steuerrecht fasziniert. Aufgrund meiner Ausbildung hatte ich einen ersten Eindruck von Buchführung bzw. Bilanzsteuerrecht gewonnen. Daher entschloss ich mich, im ersten Staatsexamen Steuerrecht als Wahlfach anzugeben und besuchte die üblichen Steuerrechtsvorlesungen und -seminare. Viele Studierende lassen sich leider allein durch den Begriff „Steuern” abschrecken (bei nicht wenigen meiner Kollegen hat sich das bis heute nicht geändert) und besuchen nicht einmal die Standardvorlesungen. Am Steuerrecht kommt jedoch niemand vorbei. Gerade für Juristen hat es mehr zu bieten als die Fähigkeit, lediglich eine Einkommensteuererklärung auszufüllen (obwohl das im späteren Berufsleben natürlich nicht zu verachten ist!). Steuerrecht sollte auch im zweiten Staatsexamen mein Wahlfach bleiben. So habe ich schon bei der Planung der einzelnen Stationen nach dem ersten Staatsexamen darauf geachtet, soweit möglich, eine breite Palette des Steuerrechts kennen zu lernen, um endlich erste praktische Erfahrungen zu sammeln und damit letztlich eine Entscheidung für das spätere Berufsleben treffen zu können. Während der Anwaltsstation arbeitete ich in einer kleinen Kanzlei, welche mit einem Steuerberater kooperierte, die Wahlstation absolvierte ich bei einem Finanzgericht. Die Erfahrungen, die ich während meiner Ausbildung sammeln konnte, bestärkten mich darin, auch nach dem zweiten Staatsexamen „irgendwie” steuerrechtlich tätig zu werden.„Dienstschluss 15.30 Uhr?“ – „Nein danke.“
Möglichkeiten hierzu bieten sich reichlich. Zunächst dachte ich daran, eine verwaltungsrechtliche Laufbahn einzuschlagen, das bedeutet, zunächst bei einer Oberfinanzdirektion zu arbeiten, um später an das Finanzgericht zu wechseln. Da kam Shearman & Sterling auf mich zu und bot mir an, in der Steuergruppe in Düsseldorf zu arbeiten. Nun musste ich mich entscheiden. Ein Charakteristikum des Anwaltsberufs ist gerade für Anfänger gewöhnungsbedürftig: die Arbeitszeit. Im Gegensatz zu einem Kollegen, der als Sachbearbeiter bei einem Finanzamt tätig ist, endet meine Arbeitszeit nicht um 15.30 Uhr.Steuerrecht – ein Querschnittsthema
Die Entscheidung, statt in einer Beamtenlaufbahn als Rechtsanwältin bei einer internationalen Kanzlei zu arbeiten, habe ich trotzdem nicht bereut. Im Rahmen meiner Tätigkeit bin ich hauptsächlich, jedoch nicht ausschließlich, mit steuerrechtlichen Sachverhalten beschäftigt, wobei die Arbeit nicht auf einzelne Steuerrechtsgebiete begrenzt ist. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kollegen aus den Bereichen „Mergers & Acquisitions“ sowie dem „Capital Markets“ habe ich die Möglichkeit, auch in anderen Gebieten zu arbeiten, die häufig einen Auslandsbezug haben. Bei Unternehmenskäufen oder –zusammenschlüssen ist immer auch die steuerliche Seite der Transaktion zu beurteilen. Sofern die vom Mandanten bevorzugte Struktur steuerliche Nachteile aufweist, sind Lösungsalternativen zu entwickeln, welche die vom Mandanten gewünschten Ziele erreichen. Hierbei arbeite ich auch häufig in einem internationalen Team mit den Kollegen aus London, Paris, New York usw. zusammen. Daneben eröffnet die Kanzlei mir die Möglichkeit, in unseren ausländischen Büros tätig zu werden. Im Gegensatz hierzu hat ein Mitarbeiter der Finanzverwaltung einen feststehenden Sachverhalt zu begutachten. Für Kreativität bleibt dabei nicht viel Raum. Und gerade im Steuerrecht wird kreatives Arbeiten verlangt. In jedem Jahr werden Steuergesetze geändert. Eine Struktur, die in diesem Jahr noch als Steuersparmodell gilt, ist bereits im nächsten Jahr überholt. Daher kann das Steuerrecht weder langweilig noch trocken sein. Es fordert die ständige Fortbildung. Hierbei bieten große Kanzleien einem jungen Anwalt die Möglichkeit, durch die Teilnahme an internen und externen Fortbildungsveranstaltungen seine Kenntnisse ständig zu erweitern. Für mich wird das in naher Zukunft eine neue Prüfung nach sich ziehen: die zur Steuerberaterin. Obwohl ich in der Steuergruppe der Kanzlei arbeite, ist die Prüfung zur Steuerberaterin nicht zwingend vorgeschrieben. Die Entscheidung, sich auf diese Prüfung vorzubereiten und sie abzulegen, wird jedoch von der Kanzlei begrüßt: Unterstützt wird mein Ent-schluss zum einen finanziell, zum anderen durch die Gewährung von (unbezahltem) Urlaub.Investmentbanker: Berufszweig mit Zukunft
Mittelfristig dürfte der Berufszweig Investmentbanking gute Job- und Gehaltsaussichten bieten. Zurzeit tut sich in der Branche jedoch noch nicht viel: Mit einer Zunahme des Wertpapierhandels wird erst nach dem Wiederanspringen der Konjunktur gerechnet. Gute Voraussetzungen für den Berufseinstieg im Wertpapierbusiness haben Wirtschaftswissenschaftler mit Kenntnissen in mathematischer Wahrscheinlichkeitstheorie.
Investment Banking ist der wertpapiergestützte Zweig des nationalen und internationalen Finanzgeschäftes. Seine Bedeutung werde weiter zunehmen, schätzt Friedrich Thießen, Professor für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre an der TU Chemnitz: Beispielsweise sei bei den Banken eine Beschränkung auf das traditionelle Einlage- und Kreditgeschäft künftig undenkbar. Zudem werde die Finanzierung mittelständischer Unternehmen in Zukunft stärker reguliert. Statt großzügig Kredite zu geben, würden die Banken vorsichtiger und setzten auf Wertpapiertransaktionen. Damit werde das Know-how der Investmentbanker auch im Mittelstand gefragt.Berufschancen zurzeit schwierig
Die Berufschancen von Investmentbankern werden sich jedoch erst in einiger Zeit verbessern. Zurzeit bringe der schwierige Kapitalmarkt schlechtere Berufsaussichten mit sich, so Achim Hahlbeck, Leiter für Qualifizierung und Entwicklung bei der Commerzbank in Frankfurt. Viele Investmentbanker hätten zur Zeit nur deshalb eine Beschäftigung, weil sich ihre Arbeitgeber qualifizierte Mitarbeiter für das Wiederanspringen der Konjunktur sichern wollen. Als die TU Chemnitz 1999 die Studienrichtung Investment Banking einführte, stand der Wertpapierhandel ganz im Zeichen des Börsenbooms. Heute sind eher sichere Produkte gefragt. “Diversifikation”, heißt das Zauberwort: Um das Risiko zu streuen, wird Geld in mehreren Ländern, Branchen und Wertpapieren angelegt. Das hat Thießen zufolge auch Auswirkungen auf den Beruf der Investmentbanker: “Der Spekulant ist tot. Portfoliooptimierung ist heute gefragt.” Dennoch habe der Bereich nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt: “Investment Banking gilt nach wie vor als chic.”Der Sammelbegriff “Investmentbanker”
Ohnehin ist “Investmentbanker” eher ein Sammelbegriff, der unterschiedliche Funktionen rund um den Kapitalmarkt umfasst. Ursprüngliche wurden damit Menschen bezeichnet, die industrielle Großprojekte über den Kapitalmarkt finanzierten, mittlerweile zählen dazu auch Finanzspezialisten für den An- und Verkauf von Firmen oder Firmenteilen, Fondsmanager sowie Händler, Kundenbetreuer, Analysten und Financial Engineers, die neue Strukturen oder Produkte für den Handel mit Wertpapieren, Devisen und Derivaten entwickeln.Investmentbanking: 12 Stunden-Tag normal
Laut dem Berufsverband der Kapitalmarktexperten DVFA (Deutsche Vereinigung für Finanzanalysee und Asset Management) ist der Arbeitstag eines Investmentbankers häufig zwölf Stunden lang oder länger. Die Wertpapierexperten verarbeiten unter hohem Termindruck Informationen, schätzen sie ein und bewerten sie schließlich. Eine Aufgabe, zu der viel Engagement und Biss gehört. Die DVFA bietet eine berufsbegleitende, europaweit anerkannte Grundlagenausbildung zum Investmentbanker an. 10.200 Euro kostet die Ausbildung, doch die Investition kann sich auszahlen, denn das Einstiegsgehalt von Investmentbankern liegt bei 40.000 Euro und geht dann sehr schnell nach oben. Ein gestandener Senior Berater verdient der DVFA zufolge etwa 150.000 Euro im Jahr.Weitere Informationen:
DVFA Bundesverband Deutscher Investment-und Vermögensverwaltungs-Gesellschaften Quelle: Rheinische Post



