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Beim Spritsparen die Nase vorn

Jedes Jahr treffen sich 3000 Schüler und Studenten zum weltgrößten Effizienzwettbewerb. Die Idee des Shell Eco-Marathon ist es, ein Fahrzeug zu konstruieren, das mit einem Liter Sprit die größtmögliche Strecke zurücklegt. Von Cornelia Wolber, Shell Deutschland

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. Entsprechend sind auch die Münchner schon wieder eifrig dabei, ihr batteriebetriebenes Fahrzeug „H TU 012“ weiter zu optimieren. „Wir müssen uns noch besser auf die neuen Bedingungen einstellen“, sagt Andreas Löckler von der TU München. Die Bayern waren eines von 24 deutschen Teams, die sich beim diesjährigen Shell Eco-Marathon im Wettbewerb um den geringsten Energieverbrauch der Konkurrenz aus Europa und Afrika stellten. Der weltweit größte Energieeffizienzwettbewerb wurde nach Amerika (Houston/Texas) und Asien (Malaysia/Kuala Lumpur) erstmals auch in Europa mitten in der Stadt ausgetragen. Das stellte die Teilnehmer vor neue Herausforderungen: Die Rennstrecke rund um die „Ahoy Arena“ im Herzen von Rotterdam war dichter an städtische Bedingungen angepasst und somit schwieriger. „Wir mussten die komplette Hinterachse umkonstruieren, um mit neuem Lenksystem die kurvenreiche Strecke besser meistern zu können“, erinnert sich Löckler.

Ziel der Wettbewerbsteilnehmer ist es, ein Fahrzeug zu konstruieren, das mit einem Liter Kraftstoff so weit wie möglich fährt und dabei so wenig CO2 wie möglich ausstößt. Dr. Peter Blauwhoff, Geschäftsführer der Deutschen Shell Holding, sagt: „Der Eco-Marathon bietet Schülern und Studenten die Möglichkeit, nachhaltige Konzepte für eine zukünftige Mobilität zu entwickeln und zu erproben.“ Der Gedanke des Wettbewerbs ist seit seiner Gründung vor 28 Jahren relevanter denn je: „Heute gibt es rund 900 Millionen Autos. 2035 werden es laut Internationaler Energieagentur voraussichtlich bereits 1,7 Milliarden sein. Um den steigenden Bedarf zu decken, müssen unsere Mobilitätskonzepte sparsamer und nachhaltiger werden. Shell setzt dabei sowohl auf Effizienzsteigerung konventioneller als auch auf die Entwicklung alternativer Kraftstoffe“, so Blauwhoff.

Gestartet wird in zwei Kategorien: Während in der Konstruktion der Prototypen der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind, ist bei den UrbanConcepts Straßentauglichkeit Pflicht. Beim ersten europäischen Wettbewerb 1985 in Frankreich wurden noch alle teilnehmenden Fahrzeuge mit Benzin angetrieben. Beim diesjährigen Wettbewerb starteten bereits mehr als die Hälfte der Fahrzeuge mit alternativen Energien, bei den deutschen Teams waren es sogar mehr als zwei Drittel. Die Teilnehmer fahren zehn Runden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 25 Stundenkilometern. Dann wird anhand des Verbrauchs hochgerechnet, wie weit das Fahrzeug gekommen wäre, wenn es den ganzen Liter verbraucht hätte. Löckler und sein Team wollen auch im kommenden Jahr wieder dabei sein und ihren persönlichen Rekord brechen.

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