Hanna Zimmermann im Gespräch

Das letzte Wort von Hanna Zimmermann, Grafik: Fotolia/Rawpixel.com
Das letzte Wort von Hanna Zimmermann, Grafik: Fotolia/Rawpixel.com

Hanna Zimmermann ist seit März 2018 Moderatorin und Redakteurin der ZDF-Nachrichtensendung „heute+“. Sie präsentiert das Format im Wechsel mit Daniel Bröckerhoff, gemeinsam mit ihm ist sie auch Ansprechpartnerin in den sozialen Medien. Außerdem ist sie als Live-Reporterin bei den ZDF-Wahlsendungen im Einsatz. Hanna Zimmermann studierte in Dortmund Journalistik, Germanistik und Wirtschaftswissenschaften, parallel arbeitete sie beim ZDF, WDR und bei Phoenix. Nach dem Studium stieg sie beim ZDF ein, unter anderem war sie Chefin vom Dienst, hat von Parteitagen berichtet und stand für das ZDF-Börsenteam vor der Kamera. Das Gespräch führte Kerstin Neurohr.

Hanna Zimmermann, Foto: ZDF/Jana Kay
Hanna Zimmermann, Foto: ZDF/Jana Kay

Frau Zimmermann, kürzlich haben Sie zum ersten Mal heute+ moderiert. Haben Sie einen Tipp für unsere Leserinnen – wie gelingt der Einstieg in den neuen Job?

Wer eher zu den Menschen gehört, die großen Respekt haben vor neuen Aufgaben und Herausforderungen, dem kann ich nur raten, sich vor Augen zu führen: Vieles kommt erst durch „learning by doing“, und man kann sich nicht perfekt auf alles vorbereiten. Sollte am Anfang mal etwas schief laufen, wird das meist verziehen und letztendlich lohnt es sich immer, über den eigenen Schatten zu springen. Nur so entwickelt man sich weiter.

heute+ läuft gegen Mitternacht – wie sieht ihr Tagesrhythmus aus? Wie bleibt man so lange wach?

In den Wochen, in denen ich moderiere, fängt mein Tag schon morgens mit einer Telefonkonferenz an. Da wird besprochen, welche Stücke geplant sind und welche Themen wir am Tag angehen sollten. Danach habe ich erstmal frei, lese mich aber schon ein bisschen ein und beobachte das weitere Nachrichtengeschehen. Um 16 Uhr geht’s dann richtig los: Im Laufe des Abends kommen die Stücke und ich schreibe die Moderationen. Manchmal ist die Sendung um kurz vor 0 Uhr, manchmal aber auch erst gegen 1 Uhr. Für mich funktioniert das bisher gut. Ich gehöre eher zu den Nachteulen, nicht zu den Frühaufstehern. Und im Zweifel gilt: Kaffee hilft!

Stichwort Work-Life-Balance – was ist ihr Ausgleich zum Job, wie kommen Sie runter?

Privat ist mir vor allem eines wichtig: Viel Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Das ist für mich das beste Mittel, um meine leeren Akkus wieder aufzuladen. Außerdem kommt mir sofort Kochen in den Sinn. Das entspannt mich total, das mache ich deshalb eigentlich auch jeden Tag. Und der schöne Nebeneffekt ist natürlich, dass es danach immer etwas Leckeres zu essen gibt.

Welche Nachricht würden Sie gerne einmal verkünden?

Dass niemand wegen seines Geschlechts, seiner religiösen Überzeugung, seiner Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder was auch immer diskriminiert wird oder sogar Angst vor Verfolgung haben muss. Dass alle Menschen friedlich zusammenleben, egal auf welchem Fleck der Welt.

Für heute+ sind Sie auch in Social Media aktiv. Wann waren Sie zuletzt einen Tag offline, bzw. was müsste passieren, damit Sie Handy und Tablet für einen Tag abschalten?

Ich versuche – gerade im Urlaub – tatsächlich ganz bewusst das Handy aus zu lassen und im doppelten Sinne „abzuschalten“. Das gelingt mir allerdings leider viel zu selten, muss ich gestehen. Meistens gucke ich zumindest morgens und abends kurz mal in meine Mails, die Nachrichten-Apps oder bei Facebook rein. Ich glaube, das letzte Mal, dass ich tatsächlich mal einen ganzen Tag offline war, ist schon mehrere Monate her. Im November war ich im Urlaub und hatte einfach kein Netz – das war also mehr eine Zwangspause, als eine bewusste Entscheidung.

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