Karriere in der Automobilindustrie

Karriere in der Automobilindustrie, Foto: Fotolia/Bartkowski
Foto: Fotolia/Bartkowski

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Freitagabend vor drei Jahren, 17 Uhr, in der Münchner Konzernzentrale von BMW – ich erinnere mich noch ganz genau an den Moment, als die Personalerin mir Ihre Hand entgegenstreckt und sagt: „Gratulation, Sie bekommen die Stelle!“ Nach zwei sehr intensiven Runden im Assessment Center hatte ich es geschafft: Ich würde als Trainee in der Antriebsentwicklung bei BMW einsteigen. Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Job und freue mich über die tollen Entwicklungsmöglichkeiten, die mir von meinem Arbeitgeber geboten werden. Während des 18-monatigen Traineeprogramms durfte ich in verschiedene Bereiche der Motorenentwicklung reinschnuppern. Den Schwerpunkt meiner Arbeit habe ich auf den Bereich Motorelektrik und -elektronik gelegt, weil dort viele Potenziale zur Optimierung konventioneller wie hybridisierter Antriebe verborgen liegen.

Während meiner ersten Traineestation durfte ich ein Vorentwicklungsprojekt für eine neue Antriebsfunktion für Elektrofahrzeuge übernehmen und das Ergebnis dem Entwicklungsvorstand vorstellen. Zwei Wochen vor dem Präsentationstermin stand ich allerdings vor einem Problem: Die Antriebsfunktion, die ich entwickelt hatte, ließ sich nur schwer in das Fahrzeug integrieren. Nach unzähligen Fehlversuchen gelang es mir glücklicherweise gerade noch rechtzeitig, meinen Prototypen in Betrieb zu nehmen. Nach fünf Monaten in der Münchner Zentrale ging ich für den ersten Auslandsaufenthalt drei Monate nach Österreich. Im Anschluss daran hatte ich meinen zweiten Auslandseinsatz im fernen China. Mit chinesischen wie deutschen Kollegen an der Entwicklung eines Hybrid- Fahrzeugs für den chinesischen Markt zu arbeiten, war eine tolle Erfahrung. Die Kommunikation und Zusammenarbeit stellten sich als eine ganz besondere Herausforderung dar und gaben einen spannenden Einblick in die chinesische Kultur.

Seit einem halben Jahr arbeite ich nun als Ingenieurin in der Serienentwicklung im Bereich der Motor-Start-Stopp-Funktion. Mein Team ist verantwortlich für das Starten und Abstellen des Motors sowie für die Betriebsstrategie des Start- Stopp-Systems für alle konventionellen Motoren in allen Baureihen. Unser Ziel ist es, sportliche, dynamische Fahrzeuge mit höchster Effizienz und den niedrigsten CO2-Emissionen zu entwickeln. In den nächsten Jahren stehen interessante Innovationen an, die es gilt in Serie zu bringen. Die Themen Verbrauch und Komfort stehen hier ganz klar im Vordergrund: Zunehmende Elektrifizierung, wie zum Beispiel ein 48-Volt-Bordnetz, werden viele neue effizienzsteigernde Funktionen ermöglichen. Das ist eine unglaublich spannende Herausforderung und ich möchte meinen Teil zu einer innovativen Lösung beitragen.

Ich persönlich denke, dass die Entwicklung alternativer Antriebe über die zukünftige Vorherrschaft auf dem Automobilmarkt entscheiden wird. Es wird enorm wichtig sein, sich nicht zu früh auf eine Technologie festzulegen, sondern breit aufgestellt mehrere Ansätze zu verfolgen. Wenn Ihr auch Spaß daran habt, dann macht es doch wie ich!

Viele Grüße und viel Erfolg
Jessica Schulz
BMW Group
www.bmwgroup.com

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