Aufgestiegen zum Financial Controller

Ein Erfahrungsbericht von Ertan Kurtyener, Enterprise Rent-A-Car.

Ertan Kurtyener, 38 Jahre Studium BWL mit Schwerpunkt Controlling an der TU-Berlin eingestiegen 2006 als Managementtrainee, Enterprise Rent-A-Car Deutschland aufgestiegen 2013 zum Financial Controller
Einige meiner Schulfreunde hatten sich nach der Schule gegen ein Studium entschieden, verdienten also schon gutes Geld und fuhren ihr eigenes Auto, während ich BWL mit dem Schwerpunkt Controlling an der TU Berlin studierte. Ab und zu stellte ich mir daher die Frage, ob ich den zeitlichen Rückstand aufgrund des Studiums wieder aufholen könnte. Als es gegen Ende des Studiums dann darum ging, die Fühler Richtung potenzieller Arbeitgeber auszustrecken, stand für mich eines ganz klar fest: Ich wollte für ein Unternehmen arbeiten, das mir die Möglichkeit bietet, schnell Karriere zu machen. Durch Zufall stieß ich auf Enterprise Rent-A-Car. Ein ehemaliger Kommilitone, mit dem ich Controlling belegte, arbeitete bereits bei dem Autovermieter. Er erzählte mir von dem Management-Trainee-Programm und dem Prinzip des Unternehmens, Managementpositionen nur intern zu besetzen. Es schien perfekt zu passen: Beförderung nach Leistung und unabhängig davon, wie lange man schon dabei ist. Ich bewarb mich und bekam nach dem mehrstufigen Auswahlverfahren eine Zusage. Ich startete also als Managementtrainee und konnte mich voll darauf konzentrieren, meinen Plan Wirklichkeit werden zu lassen. Bereits zehn Monate später schloss ich das Traineeprogramm ab. In dem vertriebsorientierten Vermietgeschäft fühlte ich mich sehr wohl. Ich erzielte sehr gute Zahlen und feilte schon an den nächsten Karriereschritten in Richtung Filial- und dann Gebietsleitung. Parallel erhielt ich allerdings die Möglichkeit, ins Controlling zu wechseln. Und eine Karriere im Bereich Controlling schien mir aufgrund meines Studiums dann doch passender zu sein, zumal ich meine bisherigen operativen Erfahrungen im Unternehmen optimal mit meinem Controlling-Wissen kombinieren konnte.

Buchtipp

Controlling als Führungsfunktion: Eine Einführung in die Mechanismen betrieblicher Koordination von Ernst Troßmann
Im Controlling konzentrierte ich mich neben meinen neuen Aufgaben darauf, möglichst viel über das Geschäft zu lernen. Besondere Anerkennung erfuhr ich aufgrund zahlreicher Kostensparprojekte und neuartiger Reportings. Sieben Jahre und vier Beförderungen später ergab sich die Möglichkeit, nach Frankfurt zu ziehen und als Financial Controller im nahegelegenen Eschborn zu arbeiten. Als ich von der Stelle erfuhr, musste ich nicht lange überlegen. Dies war mein Ziel, seitdem ich mich für Enterprise entschieden hatte. Also bewarb ich mich sofort und erhielt dann auch die Zusage. In meiner heutigen Position arbeite ich mit allen Abteilungen eng zusammen. Als „Navigator“ der Business Unit und rechte Hand des Geschäftsführers ist es unter anderem meine Aufgabe, alle Abteilungen im Blick zu behalten und frühzeitig potenzielle Risiken zu erkennen und zu verhindern. Dabei gleicht kaum ein Tag dem anderen, was die Arbeit umso spannender macht. An einigen Tagen fahre ich raus in die Filialen, um mir ein Bild von dem operativen Geschäft vor Ort zu machen. Dabei schaue ich immer wieder in verwunderte Gesichter, wenn ich als Controller von Investitionen rede. Offenbar erwartet man von einem Controller eher Ideen, wie man weniger Geld ausgibt, aber das ist tatsächlich nur eine Facette von vielen in dem Job. An den Tagen, die ich in meinem Büro verbringe, analysiere ich natürlich kontinuierlich die Kosten und leite aus den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen ab. Dabei profitiere ich sehr von meinem Studium. Die Erkenntnisse sind allerdings der leichtere Teil meiner Arbeit, herausfordernder gestalten sich die Entwicklung einer Handlungsempfehlung und die anschließende Umsetzung. Wenn ich Einsparungspotenzial in einem Bereich erkenne, analysiere ich alle Details. Das Ziel ist es natürlich, die Auslöser zu finden, die die Kosten hochtreiben. Sind diese identifiziert, gilt es, Alternativen zu entwickeln, die den operativen Anforderungen nach wie vor entsprechen und gleichzeitig die Kosten reduzieren. Dann müssen die Mitarbeiter ins Boot geholt werden. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn ohne die Akzeptanz der Mitarbeiter ist die Umsetzung entwickelter Ideen häufig zum Scheitern verurteilt. Mein aktuelles Ziel ist, meine Business Unit möglichst rentabel zu machen. Daher konzentriere ich mich jeden Tag auf die Entwicklung der Mitarbeiter. Ich bin der Meinung, dass die eigene Leistung auch an den Mitarbeitern gemessen wird. Dabei ist es wichtig, dass ich mich nicht nur auf meine direkten Kollegen konzentriere. Der Ausbau der kaufmännischen Abteilung hilft mir dabei, meine Ziele als Controller schneller zu erreichen und die Effektivität zu steigern. Die Entwicklung der Mitarbeiter im operativen Geschäft ist für mich aber genauso wichtig. Wenn es gelingt, den Controller in jedem Filialleiter zu wecken, werden diese auch aus Controlling-Sicht die richtigen Entscheidungen treffen. Dies ist in unserem Unternehmen besonders wichtig, da die Filialleiter einen großen Entscheidungsspielraum haben. Meiner Meinung nach braucht man immer einen Antrieb, um gute Arbeit zu leisten. Wer sich mit dem Glauben zurücklehnt, genug erreicht zu haben, ruft nicht mehr hundert Prozent seiner Leistung ab. Mich persönlich treibt an, dass es noch weitere Karrierestufen und Entwicklungsmöglichkeiten für mich im Unternehmen gibt. Hat es sich nun für mich gelohnt, nach dem Studium zu Enterprise Rent-A-Car zu gehen, und konnte ich den damals gefühlten Vorsprung meiner Mitschüler einholen? Heute kann ich sagen, dass ich sowohl in Bezug auf das Studium als auch bei der Wahl meines Arbeitgebers die für mich richtige Entscheidung getroffen habe. Ich gehe morgens sehr gerne zur Arbeit und habe jeden Tag das Gefühl, etwas bewegt zu haben. Und zur Arbeit fahre ich mit meinem Firmenwagen.

Jung und erfolgreich bei: Payback

Seit fast 15 Jahren belohnt Payback als das größte deutsche Bonusprogramm seine Kunden fürs Einkaufen. Bei über 600 Partnern, unter anderem Aral, dm-drogerie markt, Rewe, aber auch Online bei eBay, Zalando und im Tchibo Online Shop können mit jedem Einkauf Punkte gesammelt werden. Als Key Account Managerin für Digitales Partnermanagement dreht sich für mich dabei alles um das Thema Online-Shopping über unsere Homepage. Von Katja Neumüller

Name: Louisa Hüttemann Position: Key Account Managerin Stadt: München Alter: 25 Jahre Studium: Bachelor of Science Abschlussjahr: 2012 Interessen: Reisen, Kickboxen und DSC Arminia Bielefeld Ziel: Im Ausland leben und arbeiten
Bereits während meines BWL-Studiums in Ingolstadt habe ich 2011 ein zweimonatiges Praktikum mit anschließender zehnmonatiger Werkstudententätigkeit bei meinem heutigen Arbeitsgeber absolviert. Ich wollte raus aus der Uni, weg von der Theorie. Von Payback war ich von Beginn an begeistert. Hier erfüllten sich alle meine Erwartungen an ein Unternehmen und die Arbeitsatmosphäre. Nette Kollegen, mit denen man super zusammenarbeiten kann, immer neue Herausforderungen und selbstverantwortliches Arbeiten. Nicht zuletzt der tägliche Kundenkontakt. Im Studium lag mein Schwerpunkt auf Informationsmanagement. Als reine Programmiererin wollte ich aber nicht arbeiten. Nach der Uni war ich zunächst ein halbes Jahr im Ausland und arbeitete anschließend als Praktikantin bei der SevenOne Media, der Vermarktungsfirma der ProSiebenSat.1 Group. Doch schnell zog es mich zurück zu Payback. Seit April 2013 arbeite ich als Key Account Managerin wieder im Bereich Digitales Partnermanagement, im gleichen Team wie zuvor. Dadurch hatte ich alle Vorteile auf meiner Seite, ich kannte die Aufgaben, Kollegen und die Prozesse. Meine Schwerpunkte liegen bei der Planung von Marketingkampagnen für unsere Online-Shops, bei Steuerung und Controlling sowie bei Up- und Cross-Selling. Ich bin also für die Rundumbetreuung unserer Partner zuständig. Dabei ist kein Tag wie der andere, es ist auch nicht alles im Voraus planbar. Meine Arbeitstage sind geprägt durch viele Überraschungen, die den Tag spannend machen. Dazu gehören natürlich auch Meetings mit den anderen Teams, Abstimmungen zu einzelnen Maßnahmen und Aktionen, viel Kundenkontakt per Telefon und oft auch vor Ort. Besonders viel Freude bereitet mir, dass das Unternehmen immer internationaler wird. Wir sind in Indien, Polen, Mexiko und Italien vertreten. Vor den Herausforderungen meiner Arbeit empfinde ich keine Angst. Ich bin generell ein sehr positiv eingestellter Mensch. Zeigt eine Marketingkampagne zum Beispiel nicht den gewünschten Erfolg, greife ich ein und optimiere oder ziehe daraus Erfahrungen für die nächsten Kampagnen. Eine glücklich verlaufene Marketingaktion oder ein erfolgreicher Projektabschluss sind auch meine persönlichen Erfolge. Ebenso der Teamgeist. Im Grunde ist bis heute mein Start im Unternehmen mein größter Erfolgsmoment.

E-Mail für Dich

Von: Dem Organisationsteam des World Business Dialogue 2015 Gesendet: Montag, 18. August 2014, 11:39 Dringlichkeit: hoch An: Studenten mit Zielen Betreff: Der Startschuss zu Eurer Karriere? Hallo, wir sind das Organisationsforum Wirtschaftskongress (OFW), die Veranstalter des „World Business Dialogue“. Als Mitarbeiter im OFW opfern wir ein Semester unseres Studiums, um den weltgrößten von Studenten organisierten Wirtschaftskongress auf die Beine zu stellen. Man könnte jetzt beschreiben, wie viel Arbeit das ist und wie unfassbar belastet wir sind – das ist für Euch aber natürlich völlig uninteressant. Viel wichtiger ist, wo Ihr ins Spiel kommt! Zusätzlich zum „World Business Dialogue“ wird es sogenannte „Dialogue Projects“ geben. Unternehmen kaufen ein solches Projekt bei uns mit der Bitte, eine Lösung für ein aktuelles oder zukünftiges Problem zu finden. Und das wird Eure Aufgabe sein. Ihr bewerbt Euch bei uns und dürft in einem kleinen internationalen Team eines der Projekte mit den Unternehmen bearbeiten. Was springt für Euch dabei raus? Natürlich lassen wir niemanden ohne Gegenleistung arbeiten! Vom 8. bis 13. März 2015 findet der „World Business Dialogue“ in Köln statt. Ihr werdet mit Eurem ganzen Team dazu eingeladen, könnt Euer Konzept präsentieren und Hunderte Kontakte knüpfen. Anreise und Unterkunft gehen natürlich komplett auf uns. Und was passiert in Köln? Unser Kongress ist älter als die meisten von Euch. Dieses Jahr wird er bereits 30 Jahre alt, und daher planen wir jetzt seine Zukunft. Passend dazu wird unser Motto „Future Work“ sein. Klingt doch spannend, oder? Wir werden versuchen, diesem Thema mit Euch und Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft auf den Grund zu gehen. Und wer weiß, vielleicht stattet Bill Gates uns auch mal wieder einen Besuch ab und steuert seine Meinung bei. Alles schon passiert. Ach ja, nebenbei könnt Ihr natürlich noch feiern und eine grandiose Woche in unserer Domstadt erleben. Warum sollte Euch das interessieren? Wir bieten eine einmalige Erfahrung. Im Verlauf Eures „Projects“ knüpft Ihr einen engen Kontakt zu einem global agierenden Unternehmen. Nicht selten war dieser der Startschuss zu großen Karrieren. Ihr könnt praktische Erfahrung sammeln und mit dem Ergebnis einen beruflichen Erfolg nachweisen. Die Teilnahme am Kongress krönt Euer Engagement. Wir bieten Euch eine faszinierende Woche in Köln mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Hunderten anderen Studenten aus der ganzen Welt. Wie kommt Ihr dorthin? Weitere Informationen und das Bewerbungsformular findet Ihr unter www.ofw.de. Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen! Viele Grüße Das Organisationsteam des World Business Dialogue 2015 OFW Organisationsforum Wirtschaftskongress gemeinnützige GmbH Salierring 48, 50677 Köln Tel. 0221/921-826-50 – www.world-business-dialogue.com

Was macht eigentlich ein Social Media Recruiter, Herr Wenzel?

Dafür, dass Social Media Recruiting erfolgreich funktioniert, bin ich selbst das beste Beispiel: Vor sechs Jahren wurde ich von der adidas Gruppe über den Social-Media-Dienst Xing angesprochen und habe mich daraufhin per E-Mail beworben. Seit meinem Einstieg arbeite ich im Talent Acquisition Team und habe noch immer viel Freude an meiner Arbeit, unter anderem als Social Media Recruiter. Von Carsten Wenzel, 42 Jahre, Senior IT Recruiter bei der adidas Gruppe

Ich muss mich ständig auf neue Anforderungen einstellen und organisatorische Änderungen und deren Auswirkungen auf den zukünftigen Personalbedarf verstehen und entsprechend handeln. Ich manage mehrere Kommunikationsströme gleichzeitig, nutze meine Urteilskraft und mein Gespür, um für uns interessante Kandidaten zu finden und diese für unser Unternehmen zu gewinnen. Gemeinsam mit einer Recruitment-Kollegin betreue ich die Global-IT-Abteilung. Unser Talent Acquisition Team besteht aus etwa 15 Recruitern für die verschiedenen Funktionen wie Finance, Design oder IT. Gerade werde ich mit mehr Führungsverantwortung vertraut und führe eine Kollegin und einen Praktikanten. Das ist eine schöne Herausforderung, weil ich damit mehr Verantwortung übernehmen darf. Unser Unternehmen ist dafür bekannt, jungen Talenten rasch Führungsverantwortung zu übertragen. Es werden hier umfangreiche Trainings- und Mentoring-Programme erfahrener Führungskräfte angeboten, in denen man lernt, in Führungspositionen hineinzuwachsen. Wer mit Social Media zu tun hat, verbringt natürlich viel Zeit im Internet, doch ich sitze nicht den ganzen Tag nur vor dem Bildschirm: Fast täglich finden Briefings oder Meetings mit Kollegen statt, in denen wir neue Strategien besprechen, uns über neue Bewerber austauschen oder die Einstellung neuer Mitarbeiter mit den Hiring-Managern abstimmen. Pro Jahr stellen wir etwa 100 bis 120 Mitarbeiter für unsere IT ein, von denen etwas mehr als die Hälfte aktiv via Social Media angesprochen werden, zum Beispiel über LinkedIn, Xing, Fachforen und themenspezialisierte Webseiten. Meine Aufgabe ist es, geeignete Bewerber zu recherchieren, zu kontaktieren und zu interviewen. Ich erstelle Kandidatenlisten, sogenannte „short lists“, arrangiere Online-Video-Interviews und werte Bewerberinterviews aus. Außerdem stehe ich in direktem Kontakt mit Bewerbern, wenn zum Beispiel Fragen auftreten, und berate die Vorgesetzten hinsichtlich Kandidatenmarkt und Gehaltsgefüge. In meinem Job helfen mir unter anderem die Kenntnisse, die ich während meines Studiums der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personalwesen erlangen konnte und die ich bei der Suche und Auswahl neuer Bewerbungskandidaten gut anwenden kann: analytische Fähigkeiten, Recherchemethoden und die Fähigkeit, Aufgaben und Methoden richtig zu priorisieren. Berufseinsteiger, die sich bewerben wollen, müssen keine Angst haben, aufgrund ihres privaten Social-Media-Profils keine Einladung zum Bewerbungsgespräch zu bekommen. Private Fotos oder Pinnwandeinträge bei Facebook respektieren wir als private Äußerungen, welche keinen Einfluss auf eine Einstellungsentscheidung haben sollten. Ein Recruiter betreut circa 20 bis 30 Stellenausschreibungen mit teilweise Hunderten Bewerbungen. Angesichts dessen bleibt auch keine Zeit für eine umfangreiche Recherche, Live-Interviews sind weitaus besser geeignet, um eine Wahl zu treffen. In erster Linie zählt die fachliche Qualifikation des Bewerbers. Darüber hinaus muss ein Bewerber zu uns und unserer Unternehmenskultur passen und eine Leidenschaft für den Sport haben. Für eine Stelle als Social Media Recruiter gehören dazu idealerweise erste Recruitment-Erfahrung, eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit auf parallelen Kanälen in Social Media, E-Mail, Telefon und Skype, und natürlich Affinität und große Stärke im Recherchieren in Social-Media-Portalen, dem Internet und Datenbanken. Die Organisation in unserem Unternehmen ist sehr dynamisch, was mir zusagt. Durch die sich stets weiterentwickelnden Social Media Tools hat sich die Geschwindigkeit der Kommunikation erheblich erhöht, die Transparenz ist größer und der Zugang zu den fachlich geeigneten Kandidaten wird einfacher. Aber auch der Wettbewerb der Unternehmen um Talente, sowie auch der Bewerber untereinander, ist stärker geworden. Social Media Recruitment ist für Unternehmen unabdingbar geworden, bei der adidas Gruppe setzen wir diese Form der Talentgewinnung seit 2008 ein. Die Social-Media-Plattformen entwickeln sich kontinuierlich weiter, und wir haben den Anspruch, stets Vorreiter zu sein. Wir haben eine offene Unternehmenskultur, bei der Hierarchien eine geringere Rolle spielen. In Zukunft möchte ich weiterhin im Bereich Social Media Talent Acquisition tätig sein. Es macht mir viel Freude, für brandneue Businesstrends zu rekrutieren und meinen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens zu leisten. Die nächsten Karriereschritte könnten eine Position als People Manager (Personalmanager) oder eine Expertenrolle sein. Da sich bei uns im Unternehmen vieles rasch ändert, werden sich sicherlich Möglichkeiten ergeben.

Job-Steckbrief Social Media Recruiter

Anforderungen: Wirtschaftswissenschaften, aber auch andere Studiengänge sind möglich. Kommunikations-, Marketing- und Vertriebsfähigkeiten, IT- und Technologie-Kenntnisse, Kompetenz für Personaldiagnostik und das Bewerber-Relationship-Management Einstiegsmöglichkeiten: Als HR-Trainee oder Direkteinstieg möglich Arbeitsbereiche: Inhouse-Recruiter, Personalberater/-vermittler, Interims-Recruiter, Recruiter bei RPO-Dienstleister (RPO: Recruitment Process Outsourcing) Aufgaben: Marktbeobachtung, Bewerbernetzwerk, Bewerberansprache, Bewerber-Präsentation, Auswahlverfahren und Entscheidungsfindung Vergütung: Branchenübliches Gehalt Weitere Informationen: www.competitiverecruiting.de/Recruiter20.html www.rekrutierungserfolg.de

Social-Media-Bewerbung

Nach dem Studium stellt sich für Hochschulabsolventen die Frage: Wie knüpfe ich erfolgreich Kontakt zu interessanten Arbeitgebern? Eine mögliche Antwort darauf lautet: über Social Media. Denn das Recruiting über soziale Netzwerke liegt gerade voll im Trend. Wir zeigen, worauf Sie bei der zeitgemäßen Bewerbung über Xing, Twitter oder Facebook achten müssen. Von Leonie Pohlmann

Buchtipp

Friederike Gonzalez Schmitz, Effektives Selbstmarketing auf LinkedIn. BoD 2020. 9,99 Euro. ISBN 978-3752606065
Die meisten Unternehmen präsentieren sich ihren Kunden mittlerweile über soziale Netzwerke. Auch das Recruiting-Verhalten der Personaler hat sich in diesem Zuge verändert: Laut der Studie „Recruiting Trends 2014“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main werden mittlerweile zwei von zehn Stellen über Social Media ausgeschrieben. Dabei werden nicht mehr nur Business-Portale wie Xing oder LinkedIn für das Recruiting genutzt, sondern auch die privaten Kanäle wie Facebook und Twitter. Immer mehr Unternehmen richten dort eigene Karriereseiten ein. Für die Bewerber bietet diese Entwicklung viele Vorteile: Über Social Media können sie nach Stellenanzeigen suchen, und ein gelungenes und gut verlinktes Profil kann schnell die Aufmerksamkeit von Personalern auf sich ziehen. Das Social Web kann so den Weg zum Traumjob eröffnen. Aber wie machen Sie Unternehmen in sozialen Netzwerken auf sich aufmerksam? Eine digitale Visitenkarte erstellen Die Studie des CHRIS zeigt, dass vor allem Xing, LinkedIn, Twitter und Facebook von den Unternehmen für das Recruiting genutzt werden. Die Karrierenetzwerke Xing und LinkedIn haben eine besonders hohe Suchmaschinenrelevanz – wer hier ein Profil hat, den finden Personaler schneller. Um darüber hinaus möglichst präsent zu sein und im Social Web einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, lohnt es sich, alle angelegten Profile, also auch die der privaten Netzwerke, miteinander zu verlinken. So erstellen Sie sich eine digitale Visitenkarte, die schnell zur Initiativbewerbung werden kann. Wichtig ist dabei: Die Profile müssen miteinander übereinstimmen, aktuell und seriös sein – das gilt für Pinterest und den eigenen Blog genauso wie für Xing, denn auch eine Bewerbung über Social Media bleibt eine Bewerbung. Es gilt also, die Profile auf Vordermann zu bringen. Dabei müssen Sie sich die Frage stellen, welche persönlichen Informationen Sie öffentlich preisgeben möchten – Urlaubs- und Partyfotos sollten nicht für jedermann zugänglich sein. Also: Auf die Privateinstellungen achten! Auch bei Postings und Tweets ist Vorsicht geboten – inhaltlich und sprachlich, denn Personaler achten auch auf Rechtschreibung und Ausdrucksweise. Absolut tabu sind Lästerattacken gegen Arbeitgeber. Generell gilt: Wer sich online an Diskussionen beteiligt, sollte immer sachlich argumentieren und freundlich bleiben – alles andere wirkt unprofessionell. Auch zu viel Aktivität vermittelt schnell einen falschen Eindruck – während der Arbeitszeit also lieber mit Kommentaren zurückhalten. Ein Bewerbungsprofil mit Stil Wer diese Social-Media-Fallen umgehen möchte, kann in den privaten Netzwerken ein extra Bewerberprofil anlegen, auf dem ausschließlich karriererelevante Informationen veröffentlicht werden. Hier sollten Sie dann alle Gepflogenheiten beachten, die auch bei schriftlichen Bewerbungen üblich sind: Spaßnamen sind unangebracht, und ein seriöses Bewerbungsfoto als Profilbild ist ein Muss. Das Bewerbungsprofil muss aber nicht völlig steril bleiben, Interessen und Eigenschaften sind dann erwünscht, wenn sie den Kandidaten von anderen Bewerbern abheben und die eigenen Kompetenzen positiv unterstreichen. Zur Ergänzung können Unterlagen, zum Beispiel ein Lebenslauf und Arbeitszeugnisse, zum Download bereitgestellt werden. Damit können Sie sich dann auf ausgeschriebene Stellen direkt bewerben. Wenn Sie das Profil mit Karriereseiten von potenziellen Arbeitgebern verlinken, können Sie es auch als Initiativbewerbung nutzen: Sie können entweder die Personaler direkt anschreiben oder mit qualitativen Kommentaren auf den Seiten auf sich aufmerksam machen. Das können beispielsweise interessante Anmerkungen zu Entwicklungen im gewünschten Berufsfeld sein. Aber auch hier gilt: auf Stil und Inhalt achten. Nur weil es sich um ein privates Netzwerk handelt, können nicht alle Personaler automatisch geduzt werden. Der Grad der Förmlichkeit hängt vom Unternehmen ab, aber die Ansprache sollte in jedem Fall höflich sein. Mit diesen Tipps im Gepäck steht Ihrer erfolgreichen Social-Media-Bewerbung nichts mehr im Weg.

Transfer zur Crossmedialität

Was bedeutet Crossmedia eigentlich für Absolventen, die in die Medienbranche einsteigen wollen? Welche Berufsfelder entwickeln sich dadurch, dass Verlage, Fernsehsender und Hörfunkanstalten ihre Zielgruppen auch im Web erreichen wollen? Wir haben uns bei großen Medienunternehmen umgehört. Von Anna Beutel.

Buchtipp

Noch nie gab es eine solche Menge an Daten, und noch nie bot sich die Chance, in der Datenflut konkrete Zusammenhänge zu entschlüsseln. Die Autoren Viktor Mayer-Schönberger und Kenneth Cukier beschreiben in ihrem Buch, was Big Data ist, welche Möglichkeiten sich eröffnen und welche Risiken damit verbunden sind. Viktor Mayer-Schönberger, Kenneth Cukier Big Data: Die Revolution, die unser Leben verändern wird. Redline Verlag 2013. ISBN 978-3868815061. 24,99 Euro
Medien werden nach wie vor gerne und häufig konsumiert: sowohl offline als auch online. Laut der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) bleibt die Zeitschriftennutzung in Deutschland im Juli 2014 im Vergleich zur letzten Analyse im Januar 2014 auf hohem Niveau fast stabil. 91,3 Prozent der über 14-Jährigen lesen Zeitschriften, das sind mehr als 64 Millionen Leser. Die aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie 2014 besagt, dass der Durchschnittsnutzer täglich 166 Minuten im Netz ist – damit ist die Dauer stabil. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 169 Minuten. Dafür hat sich die Unterwegs- Nutzung in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdoppelt: Lag der Anteil der Onliner, die unterwegs surfen, 2012 noch bei 23 Prozent, ist er aktuell auf 50 Prozent gestiegen. Treiber für die Ausweitung sind vor allem Tablet-PCs, Smartphones und andere mobile Geräte. Video- und Fernsehinhalte im Netz werden immer beliebter. Die Nutzung der Mediatheken der Fernsehsender stieg von 28 Prozent (2013) auf 32 Prozent (2014). Bereits heute macht der Fernsehkonsum über das Internet rund 8 Minuten der gesamten TV-Nutzung (248 Minuten) aus, das sind drei Prozent des täglichen Fernsehkonsums. 2013 waren es 5 Minuten bei einem Anteil von zwei Prozent. Unternehmen in der Medienbranche bleiben also auch in Zukunft unersetzbar. Die Gründe: ihre große Reichweite und eine über Jahre etablierte Fachkompetenz. Aber es findet ein Transfer zur Crossmedialität statt. Das heißt, dass Inhalte aus den klassischen Medien auch im Web in Aktion treten. Doch was bedeutet der Transfer für moderne Medienunternehmen? Die meisten Verlage, Fernsehsender und Hörfunkanstalten setzen darauf, neue Medienkanäle zu nutzen, ohne die alten Stärken zu vergessen. Für die Bauer Media Group mit Sitz in Hamburg zum Beispiel ist ein solcher crossmedialer Ansatz entscheidend. „Auf der einen Seite stehen die Stärkung bestehender Printtitel und Investitionen in innovative Zeitschriftenkonzepte – auf der anderen Seite eine Ausweitung der Printinhalte in digitale Medien sowie die Entwicklung eigener Digitalformate in den Bereichen Online und Mobile“, erläutert PR-Referentin Anika Otto. Auch Hubert Burda Media hat das Privatkundengeschäft im Internet früh als wichtiges Standbein für das Medienhaus identifiziert und für sich erschlossen. „Wir setzen auf die Entwicklung von Digitalprodukten und Beteiligungen an Internet-Firmen wie Xing, Zooplus, Cyberport oder Holidaycheck“, erläutert Marianne Lena Reif, Manager Corporate PR. Wichtig sei es, so Ulrich Bensel, Leiter des Konzernbereichs Personal bei der Südwestdeutschen Medienholding GmbH mit Sitz in Stuttgart, dem steten Wandel unserer Märkte nicht mit Nervosität und Furcht zu begegnen. Den sich ständig wechselnden Herausforderungen in Sachen Innovations- und Gestaltungskraft sollten wir vielmehr mit wachsender Begeisterung entgegen treten. IT-Affinität mit Vertriebsgen Starke Marken können sich also auch im Netz behaupten. Doch was bedeutet die crossmediale Aufbereitung von Inhalten für Berufseinsteiger in die Medienbranche? Welches Know-how müssen Hochschulabsolventen mitbringen? Für Studenten der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschaftsinformatiker, die sich im Studium mit Sachverhalten und Vorgängen innerhalb eines Unternehmens, dessen wirtschaftlicher Entwicklung und IT-Strategien beschäftigen, eröffnet sich hier ein interessantes Arbeitsfeld. Mit ihrer Fachkompetenz sind sie beispielsweise in den Bereichen Marktforschung, Marketing, Vertrieb oder Statistik wertvolle Mitarbeiter. „Gesucht wird, wer mit der deutschen Sprache umzugehen weiß, eine sehr hohe IT-Affinität mitbringt und aus Zahlen die richtigen Schlüsse zu ziehen weiß“, so Dr. Wolfgang Achilles, Geschäftsführer von Jobware, einer Jobbörse für Fach- und Führungskräfte. „Wer dann noch ein Vertriebsgen mitbringt, wird sich umworben fühlen.“ Marianne Lena Reif wiederum sagt zu den gesuchten Qualifikationen: „Von speziellem Interesse sind Berufseinsteiger, die in einem journalistischen, grafischen, kaufmännischen oder technischen Bereich ihre ersten beruflichen Erfahrungen sammeln wollen.“ In den vergangenen Jahren sind die Erwartungen an das technische und analytische Verständnis bei neuen Fachkräften deutlich gestiegen. Die IT liefert „Big Data“, also riesige Datensammlungen und -auswertungen. Die Analyse dieser Informationen hilft dem Unternehmen bei rationalen Entscheidungen. Ein riesiges Feld Zunächst sollten sich Berufseinsteiger darüber klar werden, in welchen Bereich sie einsteigen möchten. Schließlich ist „die Medienbranche“ ein riesiges Feld. Pflicht-Praktika während des Studiums führen die Absolventen in ein erstes berufliches Netzwerk, sagt Ulrich Bensel. „Danach gibt es immer wieder Chancen für Werkstudent-Tätigkeiten, die weitere praktische Erfahrungen bieten.“ In Zukunft, davon ist Ulrich Bensel überzeugt, werden wir weiterhin mit einer Mischung unterschiedlicher Mediengattungen leben. Die Vielfalt der Kanäle erfordere mehrdimensionale Produktantworten, was der Medienbranche ungeahnte Möglichkeiten eröffne. „In diesem Sinne“, so Bensels Einschätzung, „werden Medienunternehmen sich zu agilen und sehr viel flexibleren, aber für Absolventen sehr spannenden Unternehmen wandeln müssen. Wir freuen uns auf die Zukunft.“

Linktipps

www.medien-studieren.net www.hochschulkompass.de

Service

Eine Auswahl zu Masterstudiengängen sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Medienbranche.

Interview mit Dr. Immanuel Hermreck

Bertelsmann zählt zu den weltweit größten Medienkonzernen. Dort ist Dr. Immanuel Hermreck als Konzernpersonalchef für die Mitarbeiter verantwortlich. Im Interview beschreibt der Wirtschaftswissenschaftler, worauf es bei einem Unternehmen dieser Branche heute ankommt, und erläutert, welche besonderen Hoffnungen er in die Nachwuchskräfte setzt. Die Fragen stellte André Boße.

Zur Person

Dr. Immanuel Hermreck, geboren am 22. März 1969 in Rheda-Wiedenbrück, studierte Wirtschafts- und Kommunikationswissenschaften in München, Münster sowie an der kalifornischen Stanford University. Seine Promotion schloss er 1998 ab. Als Berufseinsteiger startete er seine Karriere zunächst bei der Bertelsmann Stiftung, wo er das Team Medienwirtschaft leitete. Von 2000 bis 2006 war er Leiter der Bertelsmann University, einer der ersten deutschen Unternehmensuniversitäten. Nach sechs Jahren in dieser Position wurde er 2006 im Alter von 37 Jahren zum Personalchef des Konzerns ernannt, nachdem er schon seit 2005 Aufgaben in der Managemententwicklung wahrgenommen hatte.
Herr Dr. Hermreck, was zeichnet einen modernen Medienkonzern aus? Medienkonzerne sind in erster Linie Vermittler von Inhalten. Das war gestern so. Und das wird auch morgen so sein. Was sich ändert, sind die Kanäle, über die wir diese Inhalte vermitteln, diese werden digitaler und fragmentierter. Kern unserer Arbeit ist jedoch weiterhin, die nötige Kreativität zu entwickeln, damit diese Inhalte entstehen. Dennoch hat sich die Medienlandschaft in den vergangenen Jahren sehr stark gewandelt. Rund um diesen Kern, ja. Deshalb dürfen Medienkonzerne nicht statisch sein, sondern müssen den Wandel mitgehen und mitgestalten. Aber noch einmal: Was für uns im Kern wichtig bleibt, sind qualitativ hochwertige Inhalte. Hier können wir uns zum Beispiel gegenüber Unternehmen aus dem Silicon Valley wie Google oder Facebook positionieren. Wir haben diese Firmen vor Kurzem besucht, und uns ist dort einmal mehr bescheinigt worden, dass kreative Inhalte essenziell für das digitale Zeitalter sind. Sie sprachen bereits von Facebook und Google. Diese neuen Medienunternehmen sind eine Konkurrenz für Sie, wenn es darum geht, die besten Talente der jungen Generation zu gewinnen. Was können Sie bieten, was diese Unternehmen nicht bieten können? Wir sind hier selbstbewusst und scheuen den Vergleich nicht. Bertelsmann ist bereits heute mehr als ein klassisches Medienunternehmen, denken Sie an unsere Dienstleistungssparte Arvato oder unsere Aktivitäten im Bereich Bildung, die wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen werden. Dazu kommt, dass die neue Generation ganz andere Ansprüche mit in die Konzerne bringt: Junge Nachwuchskräfte wollen kreativ arbeiten, wollen Freiräume – und möchten möglichst unternehmerisch denken können. Genau diesen Ansprüchen werden wir gerecht. Was macht Ihr Unternehmen in dieser Hinsicht speziell? Wir sind als Konzern kein Monolith, sondern bestehen aus vielen kleinen Unternehmungen, die den Mitarbeitern und auch schon den Nachwuchskräften die Freiräume geben, die sie suchen. Gleichzeitig genießen unsere Mitarbeiter die großen Vorteile eines Konzerns, darunter beispielsweise international geprägte Netzwerke. Und nicht zuletzt bieten wir etwas, was in heutiger Zeit immer häufiger auch von Nachwuchskräften nachgefragt wird, nämlich Sicherheit. Sie sprachen gerade von vielen kleineren Unternehmen unter dem Dach eines Konzerns. Wie wirkt sich diese Besonderheit im Arbeitsalltag aus? Wir sprechen hier von einem „Small Company Feeling“. Dazu zählt zum Beispiel, die Bürokratie möglichst klein zu halten. Man kommt bei uns schnell in Kontakt mit dem Top-Management und erhält von dort auch Rückmeldungen. Wir ermuntern unsere neuen Mitarbeiter dazu, Aufgaben möglichst selbstständig zu lösen. Es gibt keine vorgestanzten Wege, an die man sich zu halten hat. Daher erhalten auch Nachwuchskräfte sehr schnell Verantwortung für Geschäfte – und für Menschen. Was müssen denn die Einsteiger ins Medienmanagement mitbringen, damit sie dieser Verantwortung und diesen Freiräumen auch gerecht werden? Es ist gut, wenn Kandidaten wissen, was sie erreichen wollen. Wenn sie wissen, was sie antreibt und für was sie eine Leidenschaft entwickeln. Natürlich müssen Bewerber bestimmte fachliche Fähigkeiten sowie passende Abschlüsse mitbringen. Auch eine gewisse Medienaffinität ist in vielen unserer Geschäfte von Vorteil. Wie vereinbaren Sie diesen hohen Anspruch mit dem Thema Work-Life- Balance, das für die junge Generation von großer Bedeutung ist? Ich sehe uns hier gut aufgestellt, und zwar nicht, weil wir irgendwo besondere Leitlinien für die Work-Life-Balance festgeschrieben haben, sondern weil wir den Begriff Freiraum ernst nehmen: In allen Abteilungen, und zwar nicht nur bei den sogenannten Kreativen, sondern auch in allen Managementbereichen, genießen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr viel Freiraum. Man sollte ihn natürlich nutzen. Und zwar eben auch für sich persönlich. Dann müssten sie von der Generation Y also begeistert sein, die ja nicht nur diesen Freiraum fordert und nutzt, sondern obendrein noch Kompetenzen für die digitalen Medien mitbringt. Ganz genau. Wir setzen große Hoffnungen in den Nachwuchs, weil wir in der Breite gelebtes Unternehmertum und Kreativität benötigen. Denn eines ist klar: Am Ende entstehen die besten Ideen und damit auch die stärksten Innovationen genau dort, wo Mitarbeiter – und zwar Junge wie Erfahrene, Frauen wie Männer – mit ihren diversen Stärken zusammenkommen. Also in der Mitte des Unternehmens. Je besser es uns gelingt, diese Leute zu gewinnen und zu verbinden, desto stärker sind wir als Konzern aufgestellt. Welche Strategie empfehlen Sie einem Absolventen der Wirtschaftswissenschaften, der sich für Ihren Konzern interessiert: Sollte er sich zunächst einen Bereich suchen und sich gezielt bewerben? Oder darf er sagen: „Das bin ich“ – um dann gemeinsam mit Ihnen auf die Suche zu gehen? Letzteres, eindeutig. Wir suchen keine Leute, die sich in eine Aufgabe hineindefinieren. Wir möchten, dass die Bewerber uns erzählen, was sie begeistert, was sie können und was sie erreichen wollen. Und dann reden wir gemeinsam darüber, wo es im Konzern eine passende Einstiegsmöglichkeit für diese Person gibt. Hier ist vom Traineeprogramm über eine Assistenzstelle bis hin zu einer Aufgabe als Referent für ein bestimmtes Thema sehr viel möglich. Ist die Anforderung an den Nachwuchs, sich früh zu spezialisieren, damit nicht mehr zeitgemäß? Das hat sich tatsächlich gewandelt, wobei hier natürlich auch die geänderte Erwartungshaltung der Kandidaten eine Rolle spielt, die sich eben vielfach nicht in eine Funktion hineinpressen lassen wollen. Ich empfinde das als sehr inspirierend, weil schon im Bewerbungsprozess spannende Ideen entstehen. Wir führen häufig genug keine formalisierten Gespräche mehr, sondern reden über persönliche Stärken und Leidenschaften. Es geht um Inhalte. Und weil wir als moderner Medienkonzern genau diese benötigen, bin ich von diesem Wandel sehr angetan.

Zum Unternehmen

Der internationale Medienkonzern Bertelsmann zeichnet sich im Bereich der klassischen Medien durch seine starken Marken aus: Die RTL Group gehört zum Konzern, aber auch die weltweit größte Publikumsverlagsgruppe Penguin Random House sowie der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr. Teil des Unternehmens sind aber auch der Business-IT-Dienstleister Arvato, die Druckereigruppe Be Printers sowie verschiedene zentral geführte Geschäfte, darunter das Musikrechteunternehmen BMG. Die Strategie von Bertelsmann basiert auf vier Stoßrichtungen: Neben der Stärkung des Kerngeschäftes sowie der Transformation von Medien- und Servicegeschäften in die digitale Welt definiert der Konzern neue Geschäftsfelder wie zum Beispiel das Wachstumsfeld Education. Zudem fokussiert sich der Konzern auf die internationalen Wachstumsmärkte Brasilien, Indien und China.

„Ein Top-Job mit Anspruch“

Als Leiterin der Aus- und Fortbildung des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) kennt Brigitte Rothkegel-Hoffmeister die Branche und die Anforderungen an Einsteiger. Ihr Rat: Je weiter der Horizont, desto besser die Karrierechancen. Die Fragen stellte André Boße.

Zur Person

Brigitte Rothkegel-Hoffmeister, Foto: Privat
Brigitte Rothkegel-Hoffmeister, Foto: Privat
Brigitte Rothkegel-Hoffmeister war nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre mehrere Jahre bei einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig. Seit 1992 ist sie Leiterin Aus- und Fortbildung beim Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW). Der Verein ist eine freiwillige Vereinigung der deutschen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Zu seinen Aufgaben zählen Aus- und Weiterbildungsprogramme, die fachliche Unterstützung der Mitglieder sowie die Entwicklung fachlicher Regeln für den Arbeitsalltag. Zudem unterstützt der IDW über sein Infocenter auch angehende Wirtschaftsprüfer. www.idw.de
Frau Rothkegel-Hoffmeister, wie hat sich der Beruf des Wirtschaftsprüfers in den vergangenen Jahren gewandelt? Einem Irrtum unterliegt, wer glaubt, Wirtschaftsprüfer prüfen nur Jahres- und Konzernabschlüsse. Ihre Tätigkeiten sind viel breiter gefächert: Zunehmende Bedeutung kommt den sonstigen Prüfungen – ob auf gesetzlicher Grundlage oder freiwillig – sowie der Beratungstätigkeit zu. Was genau wird geprüft? Zum Beispiel die Wirtschaftlichkeit, die Kontroll- und IT-Systeme oder auch die Risikomanagementsysteme von Unternehmen. Beim Kauf oder Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensanteilen nehmen Wirtschaftsprüfer Bewertungen vor. Außerdem beraten sie Unternehmen in vielen Fragen: im Steuerrecht, bei der Unternehmensführung und Organisation, bei der Finanzierung oder auch bei der Unternehmensnachfolge. Werden Wirtschaftsprüfer somit zu echten Kennern der Unternehmen, für die sie arbeiten? Das müssen sie, denn nur so können sie prüfen, ob das Unternehmen in seinem Jahresabschluss richtige Angaben gemacht hat. Die Jahresabschlussprüfung von Unternehmen ist per Gesetz ausschließlich den Wirtschaftsprüfern und vereidigten Buchprüfern vorbehalten. Die dabei erlangten Einblicke – vereint mit einem breiten Wissen über Zusammenhänge und Entwicklungen der Wirtschaft – machen Wirtschaftsprüfer zu einem unverzichtbaren Gesprächspartner für die Entscheidungsträger im Unternehmen. Warum ist Wirtschaftsprüfung ein gutes Feld für Berufseinsteiger? Wirtschaftsprüfung ist ein Job mit Zukunft. Der Beruf bietet ein breites Einsatzgebiet. Prüfer sind vom mittelständischen Familienunternehmen ebenso gefragt wie von der öffentlichen Hand oder den börsennotierten Unternehmen aus jeder Branche. Zudem sind die Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Wirtschaftsprüfung für leistungsorientierte Menschen hervorragend, zumal sich Wirtschaftsprüfern auch Karriereoptionen in Unternehmen bieten. Wo sind sie dort besonders gefragt? Sie können Spitzenpositionen in der Industrie, in Banken oder Versicherungen bekleiden, zum Beispiel als Leiter des Finanz- und Rechnungswesens, des Beteiligungscontrollings oder der internen Revision. Den Titel Wirtschaftsprüfer dürfen sie dann allerdings nicht mehr führen, da eine weisungsgebundene Tätigkeit in einem Unternehmen mit der den Beruf prägenden Unabhängigkeit unvereinbar ist. Was ist in Ihren Augen der Königsweg zu einer erfolgreichen Karriere als Wirtschaftsprüfer? Um Wirtschaftsprüfer zu werden, ist keine bestimmte Studienrichtung vorgeschrieben. Es empfiehlt sich aber ein BWL-Studium, weil der Beruf ein umfassendes betriebswirtschaftliches Wissen erfordert. Ebenfalls gut geeignet sind Studiengänge wie Volkswirtschaftslehre, Jura oder IT. Gefragt sind sowohl Bachelor- als auch Masterabsolventen. Die nächste Etappe sind praktische Erfahrungen bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wobei der Tätigkeitsschwerpunkt auf der Teilnahme an Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfungen liegt. Am Ende des Weges folgt das Examen als Wirtschaftsprüfer, das aufgrund der hohen Verantwortung des Wirtschaftsprüfers anspruchsvoll ist. Die Prüfungsgebiete sind aus dem Berufsbild des Wirtschaftsprüfers abgeleitet: wirtschaftliches Prüfungswesen, angewandte BWL und VWL, Steuer- und Wirtschaftsrecht. Ihr Tipp für Absolventen für den Karrierestart? Nutzen Sie alle Möglichkeiten, Ihren Horizont zu erweitern. Am besten durch branchen- und themenübergreifende Einsätze, auch im Ausland. Und entwickeln Sie sich auch außerhalb Ihrer beruflichen Tätigkeit weiter, zum Beispiel durch Schulungen oder berufsbegleitende Masterprogramme.

Der Kunde will mehr

Ob Einstieg bei den großen Vier der Branche oder in einer mittelständischen Gesellschaft: Als Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater besitzt man sehr gute berufliche Karten, weil die Unternehmen nicht nur die konventionellen Prüfungen nachfragen, sondern auch großen Beratungsbedarf haben. Von André Boße

Der Weg zum Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater

Folgende Wege in den Beruf sind laut den Personalverantwortlichen der befragten Unternehmen besonders erfolgversprechend:
  • Grundlage: Bachelor in den Fachdisziplinen BWL, VWL, Controlling oder Wirtschaftsrecht.
  • Vertiefung: während des Masters in den Fächern Rechnungslegung/Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Wirtschaftsrecht.
  • Zusatzqualifikationen: Praxiserfahrungen in Unternehmen im In- und Ausland, zweite Fremdsprache neben dem obligatorischen Englisch, sehr sicherer Umgang mit Office-Software.
  • Quereinsteiger: Gefragt sind Juristen (Schwerpunkt: Steuer- und Gesellschaftsrecht) und Informatiker oder Mathematiker (Schwerpunkt: Wirtschafts- und Versicherungsmathematik).
Wie ermittelt man den Wert eines Pinguins? Und kann man ein Zebra abschreiben? Ein Team von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte erhielt vor einiger Zeit den Auftrag, einen Zoo zu prüfen. Also mussten sich die Profis mit einigen ungewöhnlichen Aspekten beschäftigen, die auch für einen perfekt ausgebildeten Wirtschaftsprüfer absolutes Neuland bedeuteten. Nun ist die Prüfung eines Zoos ein sehr besonderer Auftrag. Doch auf Überraschungen und Ungewöhnlichkeiten sollten sich Wirtschaftsprüfer und Steuerberater heute immer einstellen. „Jeder Mandant und jede Branche ist unterschiedlich“, sagt Alexandra Hövel aus dem Team Personalmarketing von Deloitte Deutschland. Sich auf diverse Menschen und Themen einzustellen – das gehört für sie daher zu den wichtigsten Karrierefaktoren im Bereich der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung. Geschäfte gehen gut Bei Absolventen der Wirtschaftswissenschaften wird diese Branche zunehmend beliebter. Egal, ob der Einstieg bei einer der vier großen Gesellschaften, den sogenannten „Big 4“ Deloitte, PricewaterhouseCoopers, Ernst & Young und KPMG, oder bei einer der vielen mittelständischen Gesellschaften: Die Geschäfte der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater gehen gut, weil der Beratungs- und Prüfungsbedarf der Unternehmen in einer komplexer werdenden Wirtschaftswelt weiter steigt, wie Alexandra Hövel sagt: „Global operierende und kapitalmarktorientierte deutsche Mittelständler suchen verstärkt Unterstützung bei großen internationalen Prüfungsgesellschaften.“ Doch nicht nur die Auftragsbücher sind voll, auch die Arbeitsweise ändert sich. „Das Bild vom Wirtschaftsprüfer und Steuerberater im stillen Kämmerlein entspricht nicht dem heutigen Arbeitsalltag“, sagt Sarah Düvel, Personalentwicklerin bei BDO, in Deutschland die größte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft jenseits der Big 4. Geprägt wird der Job heute von der interdisziplinären Zusammenarbeit in häufig internationalen Projekten. Von wegen trockenes Themengebiet: Es ist an der Zeit, sich von dem Klischee der wenig aufregenden Branche zu verabschieden. „Berufseinsteiger stehen mit Mandanten aus ganz unterschiedlichen Branchen in Kontakt, lernen verschiedene Wirtschaftsbereiche und Unternehmenskulturen kennen und erhalten somit tiefe Einblicke in die Strukturen von Unternehmen“, verdeutlicht Sarah Düvel. Nicht nur Prüfer, auch Berater Diese Eindrücke sind spannend, aber Wirtschaftsprüfer und Steuerberater müssen heute auch etwas aus diesem Wissen machen. Wer sich mit eingeengtem Blick in die Arbeit stürzt, wird nicht glücklich werden. „Die Mandanten erwarten, dass ihr Prüfer und Berater nicht nur Experte in seiner Fachdisziplin ist, sondern mit Hilfe der Kollegen im In- und Ausland eine umfassende Beratung anbietet“, sagt Dr. Michael Rödl, Personalleiter der Gesellschaft Rödl & Partner aus Nürnberg. Daher stehen Wirtschaftsprüfer und Steuerberater heute im ständigen Dialog mit dem Top-Management der Unternehmen, für die sie arbeiten. Denn nur dann sind sie in der Lage, die Mandanten bei allen relevanten Fragestellungen zu unterstützen. Damit wandelt sich das Aufgabenfeld der Prüfer und Berater: „Unter Wahrung der Unabhängigkeit sind sie vertrauensvolle Ansprechpartner, Ratgeber und Coachs“, definiert Michael Rödl das Spektrum. Aus den Menschen für die Zahlen werden also wertvolle Wegbegleiter, was nicht ohne eine Vielzahl von Fähigkeiten funktioniert, die in dieser Branche immer wichtiger werden. „Der Wirtschaftsprüfer ist heute nicht nur Belegprüfer, sondern muss sich mit den komplexen Prozessen des Unternehmens beschäftigen“, sagt Rödl. „Schließlich kann er mit Hinweisen zur Verbesserung der internen Prozesse das Unternehmen in seiner Entwicklung unterstützen.“ Zum Beispiel sei es vor allem für Wirtschaftsprüfer wichtig, die internen Kontroll- und IT-Systeme des Mandanten zu verstehen – was dazu führt, dass die Gesellschaften verstärkt an Informatikern interessiert sind und die klassisch ausgebildeten Wirtschaftsprüfer und Steuerberater mit diesen neuen Kollegen im Team arbeiten. Teamarbeiter gefragt Generell steige die Nachfrage nach multifunktionalen und industriespezifischen Dienstleistungen, wie Alexandra Hövel von Deloitte erläutert. „Immer häufiger erarbeiten Teams aus verschiedenen Fachbereichen Lösungen und Konzepte. So wird beispielsweise die Expertise von Mitarbeitern aus den Bereichen Beratung, Versicherung und Steuern kombiniert.“ Wirtschaftsprüfer und Steuerberater müssen also in der Lage sein, sich in andere Disziplinen hineinzudenken, von den Rechtswissenschaften bis hin zur Informatik. Dieser Trend macht das Berufsbild komplexer. Und es geht noch weiter: Da die Kommunikation und Verarbeitung der Informationen heute durchweg digital funktioniert, können Wirtschaftsprüfer und Steuerberater heute effizienter denn je arbeiten. „Zum einen entlastet diese Entwicklung, zum anderen jedoch ist sie für immer kürzere Bearbeitungszeiten und höhere Geschwindigkeiten verantwortlich, wobei die Qualitätsanforderungen der Mandanten unverändert hoch bleiben“, erläutert Stephan Michels, Geschäftsführender Gesellschafter der mittelständischen Gesellschaft Dornbach aus Koblenz. Die Folge ist auch bei den kleineren Gesellschaften ein starker Trend zur Spezialisierung – „vor allem, wenn man berücksichtigt, dass insbesondere im Steuerrecht die Halbwertzeiten von Kenntnissen immer kürzer werden“, so Michels. Einsteigern werde viel geboten, „aber es werden auch hohe Ansprüche gestellt“. Bei den Bewerbern achtet Stephan Michels auf eine breite, bevorzugt betriebswirtschaftliche Ausbildung. „Man kann ein Unternehmen nur prüfen und beraten, wenn man seine Geschäftsmodelle versteht.“ Dabei sei exzellentes Fachwissen natürlich die Grundlage. „Dieses Wissen muss allerdings in einem zweiten Schritt in- und extern vermittelt und schließlich durchgesetzt werden.“ Hinter die Zahlen schauen Diesen Anspruch formulieren auch die großen Arbeitgeber. „Neugierde und Spaß an der Arbeit mit Menschen sind genauso wichtig wie die Affinität zu Zahlen. Im Arbeitsalltag hat die Beratung unserer Mandanten, der persönliche Austausch zu Sachfragen und die Lösung schwieriger Probleme im Team eine ganz besondere Bedeutung. Fachkenntnisse sind dann ,nur’ die Grundlage der Arbeit“, sagt Dr. Folke Werner, Leiter Employer Branding, Personalmarketing & Recruiting bei PricewaterhouseCoopers (PwC) Deutschland. Besonders wichtig ist der Spaß am Umgang mit Menschen im Bereich der Compliance: Da die geschäftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen immer komplexer und globaler werden, stehen die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater immer häufiger vor der Aufgabe, genau hinzuschauen, ob der Mandant innerhalb der Regeln handelt. „Um zu klären, ob die Zahlenwerke der Unternehmen den Regeln entsprechen, müssen die Wirtschaftsprüfer hinter die Zahlen blicken“, so Folke Werner. „Dazu müssen sie die Geschäftsabläufe verstehen und die jeweilige Branche kennen. Um eventuelle Manipulationen entdecken zu können, braucht es nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch viel Kreativität und detektivischen Spürsinn.“ Ähnlich formuliert es Sarah Düvel von BDO: „Es geht darum, ein Gespür zu entwickeln, wo Fehler auftreten könnten.“ Arbeitsreiche Zeiten in der Busy Season Ob als Einsteiger in einem großen Prüfungs- und Beratungsunternehmen oder in einer mittelständischen Gesellschaft: Keiner der Personalexperten verhehlt, dass der Karrierestart anspruchsvoll ist. Thematisch – aber auch mit Blick auf die Arbeitszeiten. Das gilt besonders für die sogenannte Busy Season, die Zeit zwischen Oktober und April, wenn bei den Mandanten die Jahresabschlussprüfungen anstehen. „Wer sich für den Beruf des Wirtschaftsprüfers entscheidet, weiß in der Regel, dass ihn kein Nine-to-Five- Job erwartet“, sagt Alexandra Hövel von Deloitte. Jedoch wissen die Gesellschaften sehr genau, dass es nach der besonders stressigen Zeit einen Ausgleich geben muss. Daher führen die Arbeitgeber in der Regel Jahresarbeitszeitkonten mit der Möglichkeit, die Bilanz zwischen Arbeits- und Freizeit in den Sommermonaten auszugleichen. „Die Flexibilität, die unsere Mitarbeiter zeigen müssen, zeigen wir auch als Arbeitgeber“, sagt PwC-Recruiting- Chef Folke Werner stellvertretend für die Branche. Und weil es immer gut ist, wenn ein Personalverantwortlicher mit gutem Beispiel voran geht, rät Michael Rödl von Rödl & Partner jungen Kollegen, die Möglichkeiten für den inneren Ausgleich zu nutzen. „Da es sich bei unserem Beruf um eine sitzende Bürotätigkeit handelt, ist für mich persönlich Bewegung, sei es ein Waldlauf am Abend oder ein Spaziergang in der Mittagspause, sehr wichtig.“ Und wer Arbeit und Entspannung verbinden möchte, kann ja auch in den Zoo gehen und versuchen, den Wert eines Pinguins zu ermitteln.

Examen zum Wirtschaftsprüfer

Nach dem Studium (Master oder Bachelor) und ersten praktischen Erfahrungen ist das Examen für Wirtschaftsprüfer der dritte Karriereschritt. Das Examen ist anspruchsvoll und nicht ohne Vorbereitung nebenbei zu absolvieren. Derzeit sieben Hochschulen in Deutschland bieten einen speziellen Masterstudiengang für angehende Wirtschaftsprüfer an, der auf das Wirtschaftsprüferexamen vorbereitet. In diesen berufsbegleitenden Studiengängen wechseln sich Studien- und Praxisphasen ab, sodass das theoretische Wissen unmittelbar in der Praxis umgesetzt wird. Wer diesen Master absolviert, kann das Wirtschaftsprüferexamen bereits nach dem Studium ablegen. Die nötige Praxis muss er erst vor seiner Bestellung zum Wirtschaftsprüfer nachweisen. Infos zu diesem Master über das Institut der Wirtschaftsprüfer IDW.

karriereführer recht 2.2014 – Anwälte mit Fremdsprachen-Kenntnissen

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Cover karriereführer recht 2.2014

Mehrsprachige Anwälte sind gefragt

Kommunikativ. Anwälte gibt es viele. Juristen, die neben Englisch noch eine zweite Fremdsprache beherrschen, schon weniger. Ob Hebräisch, Chinesisch, Russisch oder Französisch: Wer seine Mandanten in deren Muttersprache beraten kann, verbessert nicht nur die Wettbewerbsposition seiner Kanzlei, sondern auch die eigenen Aufstiegschancen. Wichtig zu wissen: Für das Lernen einer neuen Sprache ist es nie zu spät.

„Priester-Sein ist eine Lebensform“

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Nach einem Jura-Studium in Tübingen, einer Anstellung als Rechtsanwalt und der Gründung einer eigenen Kanzlei erkannte Uwe Stier, 47 Jahre, dass sein Kindheitswunsch, Priester zu werden, immer noch vorhanden war. So entschied er sich nach reiflicher Überlegung, den Anwaltsberuf an den Nagel zu hängen, und studierte von 2004 bis 2011 noch einmal: Katholische Theologie in Tübingen. Seit September 2013 ist er Vikar der Ulmer St.-Georg-Gemeinde. Die Fragen stellte Meike Nachtwey.

Uwe Stier, Foto: Katholisches Sonntagsblatt
Uwe Stier, Foto: Katholisches Sonntagsblatt
Warum haben Sie Jura studiert? Ich selbst wäre vielleicht gar nicht auf diesen Gedanken gekommen. Denn nach dem Abitur und dem Grundwehrdienst war ich immer noch unentschlossen, welchen Beruf ich ergreifen wollte, bis mir mein älterer Bruder vorschlug, mich einmal an der Juristischen Fakultät umzusehen. Besonders hat mir am Jura-Studium gefallen, dass entgegen allen Vorurteilen nicht nur stupides Auswendiglernen gefragt war. Es galt immer, das notwendige Grundwissen anzuwenden, um kleine oder größere Fälle zu lösen, und dabei waren besonders auch eigene Argumente und die eigene Meinung maßgeblich. Was hat Ihnen an Ihrer Anwaltstätigkeit besonders gut gefallen? Dass nie Langeweile aufkam. Und dass selbst bei Fällen, die auf den ersten Blick hoffnungslos erschienen, es nach längerem Grübeln oft doch noch einen Ausweg gab. Spannend waren auch immer die Gerichtsverhandlungen, wo sich letztlich gezeigt hat, ob man gute Vorarbeit geleistet hat. Das Größte war für mich aber, wenn ich von Zeit zu Zeit Mandanten aus schweren Krisen heraushelfen konnte, die ihnen sonst für Jahre oder gar Jahrzehnte jede wirtschaftliche Perspektive genommen hätten. Wie kam es zu Ihrer Entscheidung, noch einmal einen völlig neuen Beruf zu erlernen, Theologie zu studieren und Priester zu werden? Da kamen verschiedene Dinge zusammen. Da sind zum einen die Schattenseiten des Anwaltsberufs. Zwar lernt man schon im ersten Semester Zivilrecht, dass Recht und Gerechtigkeit durchaus auseinanderfallen können, je nachdem, wer die Beweislast hat und wer seinen Sachvortrag dann auch beweisen kann. Aber in der Praxis muss man es dann doch erst verarbeiten, wenn man erkennt, wie oft vor Gericht gelogen wird. Zudem dreht sich der berufliche Alltag eines Zivilrechtsanwalts meist um Geld. Ich habe aber im Laufe der Jahre immer mehr erkannt, dass mir Geld nicht so wichtig ist, dass sich mein ganzes Berufsleben nur darum drehen soll. Hinzu kommt, dass mir der Glaube an Jesus Christus schon von Kindheit an wichtig war. Schon mit sechs Jahren wurde ich Ministrant und habe damals aller Welt erzählt, dass ich einmal Pfarrer werden würde. Erst in der Oberstufe des Gymnasiums habe ich mich gegen diesen Berufswunsch entschieden, doch er hat mich nie völlig losgelassen. Bis ich mich schließlich in einem mehrere Jahre dauernden Prozess dazu durchgerungen habe, beruflich noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Was gefällt Ihnen an Ihrer jetzigen Tätigkeit am besten? Ich bin jetzt schon von Berufs wegen gehalten, regelmäßig Eucharistie zu feiern und zu beten. Das sind die Energiequellen, aus denen ich meine Kraft schöpfe. Und ich finde es einfach schön, für die Menschen einer Kirchengemeinde da sein und ihnen in wirklich existenziellen Dingen beistehen zu können, ohne damit irgendwelche wirtschaftlichen Interessen verbinden zu müssen. Welche Kenntnisse und Fähigkeiten aus Ihrer Anwaltstätigkeit fließen in Ihre heutige Tätigkeit ein? Natürlich haben die Jahre als Rechtsanwalt sowohl meine Persönlichkeit als auch mein Menschen- und Gesellschaftsbild nachhaltig geprägt. Nicht zuletzt habe ich dabei meinen Weg gefunden, mit Behörden, der Presse und Menschen aller Gesellschaftsschichten umzugehen. Dabei habe ich auch die Scheu vor Menschen mit beeindruckenden Titeln verloren, ebenso wie die Scheu, vor einem Saal voll Menschen zu reden. Bevor ich selbst eine oder, was heute üblich ist, mehrere Pfarreien leiten kann, liegen noch dreieinhalb Jahre Ausbildung vor mir. Da aber in jeder Pfarrei Mitarbeiter beschäftigt sind, Immobilien zu verwalten und zu erhalten und ein Pfarrer letztlich für all das verantwortlich ist, werden spätestens dann natürlich arbeits- und vertragsrechtliche Kenntnisse weiter von großem Vorteil sein. Welche Gemeinsamkeiten haben beide Berufe? Und worin liegen die größten Unterschiede? Die offensichtliche Gemeinsamkeit ist, dass Menschen sowohl Rechtsanwälten als auch Priestern Geheimnisse anvertrauen und dabei strikte Verschwiegenheit voraussetzen dürfen. Beide Berufsgruppen tragen dafür aber auch oft eine große Verantwortung. Bei beiden Berufen sind auch Fachwissen und eine überdurchschnittliche Kommunikationsfähigkeit höchst hilfreich. Der größte Unterschied ist meines Erachtens, dass es nicht nur ein Beruf ist, Priester der katholischen Kirche zu sein. Es gibt keinen Feierabend und keine Ferien, in denen ich nicht mehr Priester, sondern nur noch Privatperson bin. Priester- Sein ist letztlich weniger ein Beruf als eine Lebensform. Welchen Fall würden Sie als Rechtsanwalt noch einmal übernehmen wollen? Am liebsten erinnere ich mich an einen meiner allerersten Fälle: Als ich meinen ersten Arbeitstag als Rechtsanwalt antrat, fand ich in meinem Büro eine Handvoll Akten vor. Darunter eine arbeitsrechtliche Akte, bei der es darum ging, dass ein Mann der Berechnung seiner Betriebsrente widersprach. Nachdem er über vierzig Jahre bei der gleichen Firma gearbeitet hatte, die ihm eine großzügige Betriebsrente vertraglich zugesichert hatte, ging diese Firma pleite. In solchen Fällen haftet in Deutschland der Pensionssicherungsverein (PSV) in Köln für sogenannte unverfallbare Rentenanwartschaften. Die Akte stammte vom Chef höchstpersönlich, seines Zeichens Fachanwalt für Arbeitsrecht, und endete damit, dass er dem Mandanten von einer Klage abriet, da er keinerlei Erfolgsaussichten sehe. Als der Mandant darauf antwortete, dass er trotzdem eine Klage wünsche, zumal er rechtsschutzversichert sei, sah mein Chef die Zeit gekommen, lieber die Zeit des Neulings zu vergeuden als seine eigene. Doch entgegen allen Erwartungen gewann ich nicht nur die erste Instanz, sondern auch die zweite, worauf der PSV kapitulierte und die Betriebsrente des Mandanten gegenüber der beanstandeten Berechnung vervierfachte.

Das liebe Geld

Bis Juristen das Zweite Staatsexamen in der Tasche haben, ist es ein weiter Weg. Doch die lange Ausbildungszeit wird belohnt: Die Einstiegsgehälter für Anwälte können sich sehen lassen. Und auch Referendare können sich zu ihren meist recht mageren Unterhaltsbeihilfen etwas hinzuverdienen. Von Sabine Olschner

„Viel hilft viel.“ Dieser Spruch hat bei der Frage nach dem Einstiegsgehalt von Rechtsanwälten durchaus einen wahren Kern. Denn je mehr Qualifikationen ein Absolvent vorzuweisen hat, umso besser ist seine Verhandlungsbasis im Vorstellungsgespräch. Prädikatsexamen gehören, vor allem bei den Großkanzleien, zur Pflicht. Wer darüber hinaus noch einen LL.M.-Abschluss oder eine Promotion, einen Auslandsaufenthalt und gute Englischkenntnisse, BWL-Wissen aus einem Zweitstudium oder andere Spezialkenntnisse für ein bestimmtes Rechtsgebiet vorweisen kann, erhöht die Chance auf ein hohes Einstiegsgehalt. Bei den Großkanzleien bewegen sich die Starteinkommen um die 100.000 Euro – plus/minus zehn Prozent. Einige große Kanzleien, die bisher unter der magischen Grenze lagen, haben nachgezogen und zahlen nun ebenfalls sechsstellige Einstiegsgehälter. Und der Trend zeigt weiter nach oben, meint das Karriereportal azur, das jährlich Gehaltserhebungen bei über 200 Wirtschaftskanzleien in Deutschland anstellt. „Die Gehälter steigen weiter, aber nur langsam. Die Steigerungsrate bei Kanzleien fällt moderat aus, große Sprünge gab es im vergangenen Jahr nicht“, so das Fazit des Portals. Kleinere Kanzleien können mit den Spitzenzahlungen der Großen natürlich nicht mithalten, so dass sich über alle befragten Unternehmen hinweg ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von rund 74.400 Euro ergibt – rund 1,5 Prozent mehr als 2013. Zu den mittelständischen Playern der Branche gehört zum Beispiel die Rechtsanwaltskanzlei Menold Bezler. Sie zahlt ihren Anwälten Einstiegsgehälter zwischen 65.000 und 75.000 Euro plus einen Bonus bis zu 5000 Euro für das erste Jahr. „Wir sind der Ansicht, dass dies angemessen ist für das, was unsere Anwälte bei uns leisten“, sagt Personalleiterin Stefanie Müller. „Auch wenn unsere Ansprüche ebenfalls hoch sind: Im Gegensatz zu großen Kanzleien müssen unsere Mitarbeiter keine 60 bis 70 Stunden in der Woche arbeiten.“ Die Frage nach dem Gehalt wird in den Vorstellungsgesprächen natürlich gestellt, „aber Geld spielt nicht mehr die Hauptrolle bei der Entscheidung für eine Kanzlei“, so Stefanie Müllers Erfahrung. „Das Klima innerhalb der Firma, die Familienfreundlichkeit und die Work-Life-Balance sind heute mindestens ebenso, wenn nicht sogar wichtiger für die jungen Anwälte.“ Auch eine langfristige Bindung und Aufstiegschancen, bis hin in die Partnerschaft, sind Punkte, mit denen Kanzleien bei ihren Bewerbern punkten können. Neben der monetären Vergütung kann es auch eine Rolle spielen, welche sonstigen Vergünstigungen eine Kanzlei ihren Mitarbeitern bietet. Bei Menold Bezler etwa bekommt jeder Anwalt nach einem halben Jahr ein iPhone, das er auch privat nutzen darf. Berufshaftpflichtversicherungen, Kammerbeiträge, Mitgliedschaften und Fortbildungskosten, zum Beispiel für die Ausbildung zum Fachanwalt, werden übernommen. Außerdem bekommen die Mitarbeiter Vergünstigungen beim Autokauf, einen monatlichen Kinderbetreuungszuschuss und eine Bahncard. Rechnet man den Wert der Vergünstigungen zusammen, kann es sich durchaus lohnen, beim angebotenen Gehalt der Kanzleien zweimal hinzuschauen. (Neben-)Verdienst für Referendare Bevor ein Jurist sich für einen Arbeitgeber entscheidet, muss er das Referendariat durchlaufen. In dieser Zeit erhält er eine Unterhaltsbeihilfe. Diese ist in jedem Bundesland unterschiedlich und liegt derzeit zwischen 900 und über 1200 Euro, davon wird noch die Lohnsteuer abgezogen. Da Rechtsreferendare mittlerweile – außer in Thüringen – keinen Beamtenstatus mehr haben, müssen sie Sozialversicherungsbeiträge abführen – jedoch keine Rentenversicherungsbeiträge. Manche Bundesländer zahlen ihren Referendaren vermögenswirksame Leistungen, einen Familienzuschlag, Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Sofern sie die Zeit dazu haben, können Referendare sich durch Mandate etwas dazuverdienen. Wie viel das sein darf, hängt von den Regelungen im Bundesland ab. In Nordrhein- Westfalen zum Beispiel wird der Verdienst aus der Nebentätigkeit angerechnet, sobald er die Unterhaltsbeihilfe zuzüglich der Familienzuschläge um das Anderthalbfache übersteigt. Das Bundesland Berlin erlaubt Nebentätigkeiten von maximal zehn Wochenstunden. In allen Bundesländern müssen Nebentätigkeiten vorab über einen Antrag genehmigt werden. „In welches Bundesland ein Referendar nach seinem Studienabschluss geht, kann er frei wählen“, erklärt Kristina Wiese, Referentin bei der Bundesrechtsanwaltskammer und dort zuständig für die Juristenausbildung. „Man sollte aber weder das Bundesland noch die Anwaltsstationen danach auswählen, wo man am meisten verdient.“ Vielmehr sollten Referendare bei der Wahl auf die Inhalte und ihre persönlichen Interessensgebiete schauen, so Kristina Wiese. Ein weiterer Rat der Referentin: „Tauchen Sie in der letzten Anwaltsstation nicht einfach unter, um sich nur noch dem Lernen zu widmen.“ Die Praxiserfahrung, die man in dieser Station erhalte, sei viel zu wertvoll, um sie zu verschwenden. Und nicht zuletzt legt sie jedem Referendar ans Herz, während der Wahlstation ins Ausland zu gehen. Sie selber hat einige Monate in Afrika gearbeitet und profitiert noch heute von den dort gemachten Erfahrungen. Unter Umständen gewähren die Länder einen Zuschuss für die Wahlstation im Ausland. „Doch auch wenn man sich das Geld selber zusammensparen muss, lohnt es sich auf jeden Fall.“

Linktipps zur Gehaltsrecherche

azur, das Karriereportal für Juristen, recherchiert jedes Jahr das Gehalt für den Berufseinstieg von Anwälten und anderen Rechtsberufen. Gehaltstabellen mit Antworten von Arbeitgebern in ganz Deutschland finden sich im Internet: www.azur-online.de/geld Auch der Deutsche Anwaltverein erstellt jährlich einen Einstellungs- und Gehälterreport: http://anwaltsblatt-karriere.anwaltverein.de

Linktipps zur Referendariatsvergütung

Referendarswelt, das Portal für Rechtsreferendare: www.juristenkoffer.de