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KI erschwert Berufseinstieg

Künstliche Intelligenz könnte nach Einschätzung vieler Unternehmen in Deutschland die Gehälter drücken, wie eine Umfrage des Ifo-Instituts unter mehr als 3.000 Unternehmen ergab. Bei Arbeitnehmern mit Hochschulabschluss und weniger als fünf Jahren Berufserfahrung erwarten 50,8 Prozent der Betriebe sinkende Gehälter, 16,3 Prozent der Unternehmen steigende. Besonders häufig rechnen Dienstleistungsunternehmen mit sinkenden Löhnen, am geringsten sind die erwarteten Auswirkungen im Baugewerbe. Zugleich warnt die Inter-nationale Arbeitsorganisation (ILO), dass KI und Automatisierung den Berufseinstieg erschweren könnten. Gefragt seien künftig stärker digitale Kenntnisse und die Fähigkeit, KI-Ergebnisse zu kontrollieren.

Erholung am Arbeitsmarkt für Elektroingenieur*innen

Der VDE Ausschuss Studium, Beruf und Gesellschaft registriert eine Trendwende bei der Nachfrage nach Elektroingenieur*innen: Es kündigt sich eine Verknappung von Fachkräften an. Für die aktuell Studierenden ist das eine gute Nachricht: Die Chancen von Elektrotechnik-Absolventinnen und -Absolventen, nach dem Studium schnell einen guten Job zu bekommen, steigen. Der VDE Ausschuss stützt sich bei seiner Einschätzung auf die sogenannte Engpassrelation nach der Definition des IW Köln. Der Wert für Elektroingenieur*innen war dem-nach zu Jahresbeginn auf einem Tiefstand. Zeitgleich stieg die Zahl der offenen Stellen in der Elektroindustrie deutlich an. Auch die Hochschulen melden Schwierigkeiten, ihre Stellen für Promovierende und wissenschaftliche Mitarbeitende zu besetzen. Nach Ansicht des Ausschusses wird sich die Situation auf absehbare Zeit verstärken.

Zukunftsängste von Studierenden

Aktuelle Umfragen der Campus-App UniNow zeigen: Studierende blicken mit massiven Zukunftsängsten auf den kriselnden Arbeitsmarkt. 56 % der befragten Studierenden geben an, dass ihre Angst, nach dem Abschluss keinen passenden Job zu finden, „sehr groß“ (31 %) oder „eher groß“ (25 %) ist. Nur 12 % sagen, dass sie keine Angst haben. Trotz – oder gerade wegen – dieser unsicheren Zeiten, sind junge Menschen weiterhin bereit, sich beruflich auszuprobieren: 29 % der Befragten gaben an, dass sie in ihrer Karriere verschiedene Rollen und Branchen ausprobieren wollen. Weitere 20 % möchten alle paar Jahre den Job wechseln. Diese Flexibilität bietet zwar mehr Optionen bei der Jobsuche, geht aber auch mit mehr Unsicherheit durch häufige Job- oder gar Branchenwechsel einher. Gleichzeitig zeigt die Umfrage eine Sehnsucht nach Beständigkeit im Berufsleben: Ein Drittel der Befragten will in einem Unternehmen Schritt für Schritt aufsteigen und damit seinem Arbeitgeber lange treu bleiben. 18 % der Befragten gaben an, gerne frei und unabhängig arbeiten zu wollen.

Von Sabine Olschner

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