StartAnzeigeDekra: Sicherheit auf Knopfdruck

Dekra: Sicherheit auf Knopfdruck

Diese Woche prüft Mojtaba Afrazeh Aufzüge im Werk eines großen deutschen Autobauers, nächste Woche die eines internationalen Flughafens, danach die einer luxuriösen Privatvilla. Afrazeh übt einen abwechslungsreichen Beruf mit viel Verantwortung aus: Er ist Sachverständiger für Aufzug- und Fördertechnik bei DEKRA.

In der Region Stuttgart ist er überall dort unterwegs, wo es Aufzüge oder Rolltreppen gibt – ausgestattet mit Helm, Sicherheitsschuhen und Laptop sowie den Prüf- und Messgeräten, die er für seine Arbeit benötigt. Sein Auftrag: die Sicherheit prüfen. So wie jeder Pkw zur Hauptuntersuchung muss, werden auch Aufzüge regelmäßig im Wechsel geprüft: Spätestens alle zwei Jahre steht eine Hauptprüfung an, spätestens ein Jahr danach eine Zwischenprüfung – in der Praxis läuft das oft auf einen jährlichen Rhythmus hinaus. Eine Plakette erhält die Aufzugsanlage nach erfolgreich bestandener Prüfung und sofern keine sicherheitsrelevanten Mängel festgestellt wurden. „Ich führe Messungen und Funktionsprüfungen durch, dokumentiere und schreibe Gutachten“, erklärt Afrazeh.

Sein Know-how hat der „Aufzügler“ im Iran und in Deutschland erworben. In Teheran studierte er Ingenieurwesen und sammelte erste Berufserfahrung bei einer Aufzugsflirma – in einem spannenden Umfeld, denn im Iran gibt es viele Hochhäuser und außergewöhnliche Aufzüge, erzählt er. 2020 kam er mit dem Wunsch, internationale Erfahrung zu sammeln, nach Deutschland – unter erschwerten Bedingungen: Die Corona-Pandemie hatte das öffentliche Leben lahmgelegt, sein Deutsch war noch nicht gut, und sein Visum ließ ihm nur vier Monate Zeit, um Arbeit zu flinden. Er schaffte es und stieg bei einem Unternehmen in Stuttgart ein.

„Zwei Jahre später habe ich die DEKRA Stellenanzeige gesehen: Qualiflizierung zum Sachverständigen“, erinnert er sich. „Ich wusste sofort: Das ist mein Weg!“ Die Aussicht, unabhängig zu arbeiten und viele Orte kennenzulernen, reizte ihn. „Mit 17 Kolleginnen und Kollegen bin ich ins Qualiflizierungsprogramm gestartet. Dass ich bereits einige Jahre Praxiserfahrung sammeln konnte, hat mir den Einstieg dabei deutlich erleichtert.“ Es folgten Monate intensiven Lernens: Die angehenden Sachverständigen begleiteten erfahrene Kolleginnen und Kollegen und durften nach und nach eigene Prüfungen durchführen, dazu kam Fachwissen zu Normen und Richtlinien. Nach zwölf Monaten trat Afrazeh die Prüfung an – und bestand Theorie und Praxis auf Anhieb.

„Im Qualiflizierungsprogramm habe ich so viel gelernt und ich lerne jeden Tag weiter dazu.“
Mojtaba Afrazeh, Sachverständiger für Aufzug- und Fördertechnik

„Im Qualiflizierungsprogramm habe ich so viel gelernt“, blickt er zurück, „und ich lerne jeden Tag weiter dazu.“ Entwicklungspotenzial hat er reichlich: Erst kürzlich hat Mojtaba Afrazeh die Prüfung für Fassadenbefahranlagen abgelegt, also für die Gondeln und Hebebühnen, mit denen Gebäudefassaden gewartet und gereinigt werden. Über die Zulassung für besonders schnell fahrende Aufzüge denkt er bereits nach – angeregt durch den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Einmal im Jahr treffen sich alle Sachverständigen zum Erfahrungsaustausch und besprechen die neuesten Entwicklungen des Fachgebiets. „Das ist immer total nett und hilfreich.“ Überhaupt fühlt Afrazeh sich im Team wohl – „fast wie eine Familie“ sei das manchmal. Gerade überlegt er, am jährlichen DEKRA Ski-Event teilzunehmen: Im Iran gibt es zwar Skigebiete, doch erst in Deutschland stand er zum ersten Mal auf Skiern. Und wo könnte eine Abfahrt mehr Spaß machen als beim Ski-Cup mit über 1000 Kolleginnen und Kollegen?

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