Frau Dr. med. Schaefer kommt viel rum. Als Arbeitsmedizinerin bei DEKRA übt sie einen Beruf aus, der so vielseitig ist wie kaum ein anderer in der Medizin. Ihre Sprechstunde hält sie im arbeitsmedizinischen Zentrum in Leipzig, wo sie mit rund 5 Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeitet: Dorthin kommen Beschäftigte zur Vorsorge und Eignungsuntersuchung – Probanden genannt, weil sie im Unterschied zu Patientinnen und Patienten nicht wegen einer Erkrankung erscheinen. Und sie besucht ihre Probanden an ihren jeweiligen Arbeitsplätzen. Genau diese Abwechslung liebt Frau Dr. med. Schaefer. „Ich habe so viel gesehen: Autohäuser, Werkstätten, Kieswerke, Tagebaue, Umspannwerke etc.. Ich habe in Einkaufscentern hinter die Kulissen geschaut, konnte auf Traktoren steigen, Kälbchen streicheln und ich habe gesehen, wie Mitarbeitende der Abfallwirtschaft und die ganze Entsorgungsbranche arbeitet.“ Kein Zweifel: Wenn Frau Dr. med. Schaefer von ihrem Arbeitstag erzählt, ist das nie langweilig.
„In der Arbeitsmedizin sind wir präventiv tätig“, erklärt sie, „uns geht es um die Gesunderhaltung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“ In einer Zeit, in der Mitarbeitende immer älter werden und Grunderkrankungen zunehmen, sei es besonders wichtig, den Arbeitsschutz auf hohem Niveau zu halten und für möglichst viele Menschen die Arbeitsfähigkeit über das gesamte Berufsleben hinweg zu erhalten. „Da machen wir uns auch mal unbeliebt“, erzählt Frau Dr. med. Schaefer und berichtet von Diskussionen ums Abnehmen oder ums Rauchen. „Aber damit komme ich schon zurecht, wenn ich sehe, dass meine Bemühungen wirken – wenn Leute wirklich mit dem Rauchen au hören oder ihr Gewicht auf ein gesundes Maß reduzieren.“
Vor ihrer Tätigkeit bei DEKRA sammelte Frau Dr. med. Schaefer umfangreiche Erfahrung im Krankenhaus. Neun Jahre lang war sie in der Akutmedizin tätig, zuletzt als Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie. Das Arbeitspensum war enorm, ihre Begeisterung für die Medizin
ungebrochen. Doch irgendwann zog sie die Reißleine. Bei der Erinnerung, wie sie damals zur Arbeitsmedizin fand, muss Frau Dr. med. Schaefer noch heute lachen: Abgeworben hat sie die Betriebsärztin ihres eigenen Krankenhauses.
„Wer Freude am Umgang mit Menschen hat und eine abwechslungsreiche Tätigkeit sucht, bei der man hinter die Kulissen blicken kann, indet in der Arbeitsmedizin bei DEKRA ein sehr breitgefächertes und interessantes Tätigkeitsfeld.“
Dr. med. Diana Schaefer, Fachabteilungsleiterin Arbeits- und Gesundheitsschutz/Umweltschutz
2018 wurde Frau Dr. med. Schaefer Fachärztin für Arbeitsmedizin und 2022 wechselte sie zu DEKRA. „Mir war wichtig, Verantwortung übernehmen zu können“, erzählt sie, „und diese Möglichkeit habe ich bei DEKRA bekommen.“ Was sie heute außerdem schätzt: geregelte
Arbeitszeiten, keine Schichtdienste, freie Wochenenden und freie Feiertage. „Ich bin sehr glücklich in meiner Fachrichtung – aber nicht nur, weil ich mehr Zeit für mich habe, sondern vor allem, weil die Arbeitsmedizin unglaublich facettenreich und interessant ist.“
Mittlerweile begleitet Frau Dr. med. Schaefer Kolleginnen und Kollegen in ihrer Weiterbildung zum Facharzt für Arbeitsmedizin; als Voraussetzung nennt sie die Approbation als Ärztin oder Arzt, erste Berufserfahrung in der Allgemeinmedizin, Inneren Medizin oder in einem anderen patientennahen Gebiet sowie die Bereitschaft zu Kundinnen und Kunden rauszufahren. „Das sind alles Kolleginnen und Kollegen, die schon Berufserfahrung mitbringen“, berichtet sie. Zwei Jahre sollte man bereits patientennah gearbeitet haben, bevor man die Facharztausbildung beginnt. „Man muss ein EKG anlegen und auswerten können, Erkrankungen und Medikamente kennen“, sagt Frau Dr. med. Schaefer. Wer aus der Inneren Medizin oder Allgemeinmedizin kommt, bringt gute Voraussetzungen mit – genauso wie Ärztinnen und Ärzte aus der Anästhesie oder anderen Fachrichtungen mit Notarzt- oder Erfahrung auf der Intensivstation.
Für die Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt für Arbeitsmedizin ist nach der (Muster-) Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer eine Mindestweiterbildungszeit von 60 Monaten vorgesehen. Davon sind 24 Monate in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung und 36 Monate in der Arbeitsmedizin abzuleisten. Bei DEKRA umfasst die arbeitsmedizinische Ausbildung einen 360-Stunden-Kurs, in dem relevante Regeln und Gesetze, vom Arbeitsschutzgesetz über den Mutterschutz bis zur Biostoff-Verordnung gelehrt werden. Dazu kommt der praktische Teil: die angehenden Fachärztinnen und Fachärzte für Arbeitsmedizin begleiten erfahrene Kolleginnen und Kollegen an den 35 arbeitsmedizinischen Zentren, die es bundesweit bei DEKRA gibt, und werden Schritt für Schritt an die Tätigkeit herangeführt.
„Ich habe den Wechsel in die Arbeitsmedizin nie bereut“, sagt Frau Dr. med. Schaefer. „Wer Freude am Umgang mit Menschen hat und eine abwechslungsreiche Tätigkeit sucht, bei der man hinter die Kulissen blicken kann, findet in der Arbeitsmedizin bei DEKRA ein sehr breitgefächertes und interessantes Tätigkeitsfeld.“
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