Internetangebot VRVZ – Suchdienst für Unfallzeugen

Foto: Fotolia/Gina Sanders
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Das Internetportal www.vrvz.de ist ein Suchdienst für Unfallzeugen im Internet. Es wurde eingerichtet, um einem häufigen Missstand bei der anwaltlichen Regulierung von Unfallschäden entgegenzuwirken. Immer wieder haben wir hilflos mitansehen müssen, wie unschuldige Mandanten aus Mangel an Beweisen auf großen Teilen ihres Unfallschadens sitzen geblieben sind. Erst haben wir uns gefragt, warum es so eine Internetplattform nicht schon längst gibt. Dann beschlossen wir einfach, sie selbst zu schaffen. So entstand die VRVZ GmbH. Von Lazar Vesin

Das Verkehrsrecht verbindet die Menschen. Die meisten nehmen täglich in irgendeiner Form am Straßenverkehr teil. Als Kraftfahrer, Fahrgast öffentlicher Verkehrsmittel, zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Wegen der sich daraus tagtäglich ergebenden zahlreichen Konflikte zählt das Verkehrsrecht seit jeher zu den klassischen Tätigkeitsfeldern der Rechtsanwaltschaft.

Bild: Fotolia/Leo Blanchette
Bild: Fotolia/Leo Blanchette

Nach Expertenschätzungen kommt es auf deutschen Straßen jedes Jahr zu mehr als fünf Millionen Verkehrsunfällen. Oft flüchten die Unfallverursacher, oder sie bestreiten ihre Schuld. Deshalb bleiben jedes Jahr viele Tausend unschuldige Unfallopfer wegen fehlen der Beweise teilweise oder ganz auf ihrem Schaden sitzen. Diesem Missstand abzuhelfen, ist das Ziel des Internetportals. Hier haben Unfallopfer die Möglichkeit, ihren Unfall einfach, schnell und diskret zur bundesweiten Zeugensuche im Internet öffentlich zu machen.

Menschen, die sich, nachdem sie einen Unfall beobachtet haben, als Zeugen zur Verfügung stellen wollen, aber keinen direkten Kontakt zu dem oder den Betroffenen herzustellen vermochten, können mittels einer speziellen Suchmaske innerhalb weniger Sekunden prüfen, ob der von ihnen beobachtete Unfall zur Zeugensuche ausgeschrieben wurde. Ist dies der Fall, kann ein Zeuge einfach mittels Eingabe seiner E-Mail-Adresse die bei der Unfallmeldung hinterlegten Kontaktdaten anfordern. Gibt der Suchende seine Daten zur Weiterleitung an den möglichen Zeugen frei, werden sie vom Internetportal per E-Mail an diesen übermittelt. Die E-Mail-Adresse des möglichen Zeugen wird nicht weitergeleitet und nach 90 Tagen automatisch gelöscht. Nachdem der Zeuge die Daten des Zeugensuchenden erhalten hat, kann er sich in gewünschter Weise mit dem Opfer in Verbindung setzen und ihm durch seine Aussage helfen.

Das Portal versteht sich als Hilfe auf Gegenseitigkeit und verzeichnet einen stetig wachsenden Zulauf. Der neuartige Internetdienst richtet sich an alle Verkehrsteilnehmer, wird außer von Privatpersonen auch von Polizeidienststellen in mehreren Bundesländern genutzt und will die Welt ein bisschen gerechter machen.

www.vrvz.de