Die Digitalisierung der Automobilindustrie

Robert-Ziffling, Foto: Berylls Strategy Advisors
Robert-Ziffling, Foto: Berylls Strategy Advisors

Berylls ist eine auf die Automobilindustrie spezialisierte Top-Management-Beratung, die vor allem auf Erfahrung und Branchen-Knowhow ihrer Berater setzt. Inzwischen hat sie sich jedoch auch selektiv für Absolventen geöffnet, wie Robert Ziffling erklärt. Aufgezeichnet von Christoph Berger

Zur Person

Robert Ziffling studierte International Management an der ESB Business School in Reutlingen und schloss sein Studium dort 2013 mit einem Doppeldiplom (deutscher Bachelor und französisches Diplom) ab, Associate bei Berylls in München.

Vor nunmehr fast fünf Jahren – direkt nach meinem Abschluss – bewarb ich mich bei Berylls für einen Direkteinstieg. Damals stellte die Firma jedoch nur Berater mit mehrjähriger Berufserfahrung ein, sodass ich zwar ein Praktikum hätte absolvieren können, nicht aber fest einsteigen konnte. Daher startete ich zunächst in der Inhouse-Beratung eines großen Nutzfahrzeugherstellers. Nach zwei lehrreichen Jahren dort, in denen ich den Kontakt zu den „Strategen“ stets halten konnte, wechselte ich dann als Berater zu Berylls. Mittlerweile wurde die dortige Recruiting-Strategie angepasst – von Fall zu Fall werden nun auch Hochschulabsolventen eingestellt. Der Grund hierfür ist, dass es immer wieder Aufgabenstellungen auf den Projekten gibt, für die nicht zwangsläufig Berater mit vielen Jahren Erfahrung benötigt werden.

Als Strategieberatung arbeiten wir an innovativen Konzepten für die Mobilität der Zukunft. Hierbei geht es nicht nur um rein technische Fragestellungen wie den Wandel vom Verbrennungsmotor hin zur E-Mobilität, sondern beispielsweise auch um neue Mobilitätskonzepte. Die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle ist in diesem Zusammenhang ein weiterer Schwerpunkt – vor allem im Hinblick auf Unternehmen, die heute oftmals führend in ihrem jeweiligen Segment sind. Gerade bei ihnen ist häufig große Überzeugungsarbeit notwendig, da sich das bisherige Geschäftsmodell ja meist schon seit Jahrzehnten bewährt hat und die Unternehmen derzeit von einem Erfolg zum nächsten eilen.

Dennoch bietet Digitalisierung auch globalen Champions noch großes Potenzial. Mit einem unserer Kunden haben wir beispielsweise das Thema Endkundenbindung in die digitale Welt gehoben und lassen dessen Kunden nun am Entstehungsprozess des bestellten Autos aktiv teilhaben. So kann nicht nur der Spannungsbogen für den Kunden bis zur Auslieferung gehalten werden, es kann auch sogenanntes „Cross-, Up- und Onselling“ während des Produktionsprozesses betrieben werden, indem der Kunde sich sozusagen noch in letzter Minute für eine weitere Sonderausstattung entscheiden kann.

Zu meinen Aufgaben zählt es auf den Projekten, Business Cases zu berechnen, Marktmodelle zu erstellen, passende Produkte und Services zu den jeweiligen Strategien zu definieren, die Kostenstruktur im Auge zu haben oder auch passende externe Partner für hochspezifische Fragestellungen zu finden – Aufgaben, die im Grunde jeder Gründer zur Umsetzung seiner Geschäftsideen abzuarbeiten hat. Von Vorteil ist für mich dabei stets das immense Beratungs- und Branchenwissen meiner Kollegen, auf das ich jederzeit zugreifen kann. Und bei meinem eigenen Wissen will ich auch noch einmal nachlegen: Im September 2018 werde ich einen Masterstudiengang in Richtung Computer Science in Schottland starten.