Aufbaustudium Meeresbiologie in Kiel und Odense

von Robert Piterek

Meeresbiologe – ein Beruf, der wohl nur angesichts der Wassertemperaturen in unseren Breiten kein weitverbreiteter Traumjob ist. Die Unis in Kiel und im süddänischen Odense bieten Biologen mit einem Bachelor oder vergleichbaren Leistungen ab dem Wintersemester 2003 das internationale Studienprogramm „Biologische Ozeanographie an.

Das zweijährige Programm setzt den Bachelor in Biologie oder vergleichbare Leistungen voraus (Vordiplom und zwei Semester Hauptfachstudium). Die Studenten werden jeweils ein Semester in Kiel und ein Semester in Odense studieren, eine einjährige Examensarbeit durchführen und das Studium mit dem Diplom in Kiel oder Master in Odense abschließen. Vom ERASMUS-Programm der EU erhoffen sich die beiden Universitäten finanzielle Unterstützung für den Auslandsaufenthalt der Studierenden.

Praktikum in mariner Industrie

Gefördert wird das Programm von der Europäischen Union. Damit die Absolventen in der internationalen Forschung mithalten können, ist ein Praktikum in der marin ausgerichteten Industrie oder Verwaltung Bestandteil des Programms. Die Tätigkeitsbereiche für Meeresbiologen sind vielfältig: Sie reichen von der Beratung und Verwaltung bis zur Offshore-Industrie und Umweltpolitik.

Manager für Meeresumwelt benötigt

Der Bedarf an Hochschulabsolventen mit einer Ausbildung in biologischer Ozeanographie in Kombination mit einem international ausgerichtetem Training besteht insbesondere dort, wo es um die verantwortliche Nutzung und das Management der Meeeresumwelt geht. Der Informationsdienst Wissenschaften (idw) betont, dass das Weltmeer der größte, artenreichste Lebensraum der Erde ist. Die Ozeane bieten sowohl lebende als auch mineralische Ressourcen. Dennoch sind Flora und Fauna noch weitgehend unbekannt. Das internationale Studienangebot „Biologische Ozeanographie“ wird vom Institut für Meereskunde (IFM) und GEOMAR, Forschungszentrum für marine Geowissenschaften getragen.

Quelle: idw

Weitere Informationen:
Institut für Meereskunde, Prof. Dr. Karin Lochte,
Fon: 0431 600-4250
Internet: www.geomar.de