„Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières“ wurde 1971 von französischen Ärzten und Journalisten gegründet. Die private, regierungsunabhängige humanitäre Organisation leistet medizinische Nothilfe in Katastrophenoder Konfliktgebieten, unabhängig von der politischen oder religiösen Überzeugung oder der ethnischen Herkunft der Menschen. Die Organisation hat Sektionen in 19 Ländern und ist heute in mehr als 60 Ländern aktiv. Aufgezeichnet von Stefan Trees
Dr. Tankred Stöbe, 44 Jahre, Notfallmediziner und Internist, Präsident der deutschen Sektion von
„Ärzte ohne Grenzen“
Projekt: Ärzte ohne Grenzen e.V./Médecins Sans Frontières (MSF)
Ort: Weltweit
Facebook: www.facebook.com/aerzteohnegrenzenMSF
Wie alles anfing
Schon als Medizinstudent wollte ich meine Ausbildung später für jene Menschen einsetzen, denen sonst keine Hilfe zukommt. Meine Famulaturen machte ich deshalb unter anderem in Kenia, Lesotho und Indien. Nach Studium und dreieinhalb Jahren Arbeit als Akutmediziner in Deutschland fragte ich mich: War das jetzt schon alles? Ich hatte den Wunsch, medizinisch noch einmal eine andere Richtung kennenzulernen, und bewarb mich auf den Hinweis eines Freundes bei „Ärzte ohne Grenzen“. Das war vor zehn Jahren. Mein erster Einsatz führte mich nach Myanmar. In zehn Dörfern mitten im Urwald versorgten wir die dorthin Vertriebenen medizinisch mit allem, was sie brauchten.
Warum ich das mache
Eine ärztliche Behandlung ist immer eine elementare, existenzielle Begegnung zwischen zwei Menschen – dem Helfenden und dem, der Hilfe braucht. Die Begegnung im medizinischen Schlaraffenland Deutschland ist jedoch eine andere als bei einem Einsatz mit „Ärzte ohne Grenzen“, wenn ich einem Menschen in der unglaublichen Not helfe, die durch einen Bürgerkrieg oder eine Naturkatastrophe verursacht wurde.
Die gesamte Sinnstiftung des ärztlichen Berufs habe ich in Deutschland nie so deutlich erlebt wie bei meinem ersten Einsatz in Myanmar, wo unzählige Menschen keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hatten. Die Möglichkeit, mit wenigen Mitarbeitern und ganz wenigen Medikamenten viele Menschenleben zu retten – das ist Medizin, wie ich sie mir effektiver und schöner nicht vorstellen kann. Das hat mich in meinen bislang zehn Einsätzen immer wieder fasziniert.
Die persönliche Herausforderung ist dabei groß. In Syrien haben wir beispielsweise in einem Gebiet gearbeitet, wo es täglich Bombeneinschläge in der Nähe gab. Da frage ich mich schon: Geht das spurlos an mir vorbei? Zugleich machen diese prekären äußeren Umstände die Notfallmedizin noch einmal unentbehrlicher. Und das Spannungsfeld zwischen medizinischer Not und Rahmenbedingungen, die Hilfe erschweren, fordert mich sehr heraus.
Was es bislang gebracht hat
In über 40 Jahren hat „Ärzte ohne Grenzen“ Millionen Menschen medizinische Versorgung geboten. Doch auch wenn unsere Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ heißt, sind unsere Ressourcen begrenzt. Wir müssen daher genau planen, wie und wo wir unsere Hilfe am besten einsetzen, um den größtmöglichen Unterschied zu machen.
Wie verhalten wir uns beispielsweise in einem Konflikt wie in Syrien? Dort werden Krankenhäuser gezielt angegriffen. Die Gefahr auch für humanitäre Helfer ist enorm. Zugleich sehen wir die akute medizinische Not. Auch die Behandlung chronischer Erkrankungen wie HIV/Aids oder Tuberkulose stellen eine große Herausforderung dar. So versorgen wir zum Beispiel in Simbabwe oder Myanmar schon seit Jahren Zehntausende mit lebenswichtigen Medikamenten. „Ärzte ohne Grenzen“ behandelt derzeit mehr als 60 Prozent aller an HIV/Aids Erkrankten in Myanmar. Das ist eindrucksvoll, und hier machen wir mit unserem Engagement einen deutlichen Unterschied. Dennoch wollen wir nie ein Gesundheitssystem in einem Land ersetzen, das bleibt eine nationale Aufgabe.
Wohin mich mein nächster Einsatz führt, ist noch nicht klar. Im Sommer nehme ich mir mehrere Wochen frei, dann stelle ich mich zur Verfügung. Ich werde dann dort hingehen, wo die Not am größten ist oder ich mit meinem fachlichen Können am sinnvollsten eingesetzt werden kann.
Gut ein Drittel der über 14-Jährigen in Deutschland engagiert sich ehrenamtlich. Neben ihrem Beruf leisten sie Arbeit, die ihrem Leben einen Sinn verleiht, erfüllend ist und die Akkus wieder auflädt. Wer sich engagiert und für andere Menschen einsetzt, fördert also die eigene Work-Life-Balance.
Welche Möglichkeiten es dazu noch gibt und warum die intelligente Verzahnung von Work und Life so wichtig ist, diesen Fragen hat der karriereführer hochschulen zwei Ausgaben gewidmet: Work-Life-Balance und Gesundheitsmanagement: www.karrierefuehrer.de/karrierefuehrer-hochschulen
Buchtipp: 55 Gründe, Arzt zu werden
„… weil Ärzte Gutes tun“ – das ist nur einer von 55 Gründen, Arzt zu werden. Alle 55 hat Markus Müschenich, selbst Kinderarzt und Gesundheitswissenschaftler, in seinem Buch gesammelt. Seine Argumente sind humorvoll, sein Appell leidenschaftlich: Arzt ist immer noch ein Traumberuf!
Markus Müschenich: 55 Gründe, Arzt zu werden.
Murmann 2012. ISBN 978-3867742139. 19,90 Euro
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Dr. Astrid Seeberger ist eine international anerkannte Nierenspezialistin und arbeitet am renommierten Karolinska-Institut in Stockholm. Das Geheimnis ihrer medizinischen Laufbahn ist nicht nur ihre fachliche Expertise: Die 63-Jährige versteht sich vor allem auf gute Gespräche. Ihre Forderung an junge Ärzte: Nehmt euch die Zeit für diese Gespräche – und seid schamlos neugierig. Das Interview führte André Boße
Zur Person
Dr. Astrid Seeberger, geboren 1949 in Schwäbisch Gmünd, zog es im Alter von 17 Jahren nach Schweden, wo sie zunächst Schriftstellerin werden wollte. Sie studierte Philosophie, Theater- und Filmwissenschaft an der Universität Stockholm und im Anschluss Medizin am Karolinska-Institut Stockholm. Im Laufe ihrer Karriere wurde Astrid Seeberger eine der führenden Nierenspezialistinnen Schwedens. Sie arbeitet als Oberärztin am Karolinska-Uni- Krankenhaus in Stockholm und ist eine international gefragte Fachreferentin für Nephrologie. „Schamlose Neugier – Von der Kunst des heilsamen Gesprächs“ ist ihr erstes Buch, es vereint literarische mit fachlichen Aspekten.
Frau Dr. Seeberger, welche Rolle spielt das gute Gespräch heute im Alltag eines Arztes?
Bei uns im Stockholmer Karolinska- Institut ist die Gesprächsführung ein wichtiger Teil der Ärzteausbildung. Als ich studierte, gab es ein solches Angebot noch nicht. Ich denke aber, dass es wichtig ist, junge Ärzte in dieser Hinsicht anzuleiten und auszubilden. Es gibt nämlich auf der anderen Seite den Trend, die Arbeit der Ärzte immer weiter zu rationalisieren und effizienter zu gestalten. Dadurch steigt auch für Ärzte die Taktung der Arbeit. Das ist bei uns in Schweden so, in Deutschland wohl sogar noch schlimmer. Es gibt Hausärzte, die treffen pro Tag 30 Patienten. Da ist es natürlich schwierig, wirklich schöne und gute Gespräche zu führen.
Die Medizintechnik entwickelt sich immer weiter. Warum bleibt da das Gespräch so wichtig?
Studien haben ergeben, dass trotz aller Technik noch immer 15 Prozent aller ärztlichen Diagnosen falsch sind. Diese viel zu hohe Quote liegt nicht daran, dass Ärzte über mangelhafte medizinische Kenntnisse verfügen. Die Ursache der vielen falschen Diagnosen ist die fehlende Zeit für gute Gespräche mit den Patienten. Zudem habe ich als Nierenspezialistin die Erfahrung gemacht, dass gerade chronisch kranke Patienten selbst nach richtigen Diagnosen den ärztlichen Rat nicht befolgen. Untersuchungen haben zum Beispiel gezeigt, dass die Hälfte aller chronischen Patienten entgegen der Anweisung des Arztes ihre Medikamente nur unregelmäßig oder sogar gar nicht einnehmen. Oft mit verhängnisvollen Konsequenzen. Es zeigt sich, dass man neben der Diagnose auch gute Gespräche führen muss, um die Patienten zur Mitarbeit bei der Behandlung zu motivieren.
„Von der Kunst des heilsamen Gespräches“ ist der Untertitel Ihres Buches. Kann denn jeder diese Kunst erlernen?
Um wirklich ein Meister des heilsamen Gesprächs zu werden, bedarf es schon einer Begabung. Aber jeder kann lernen, bessere Gespräche zu führen.
Welche Lernmethoden haben sich etabliert?
Wir schauen uns mit den jungen Ärzten exemplarisch schwierige Gespräche zwischen einem Arzt und einem Patienten an und analysieren diese Beispiele. Dann führen wir Rollenspiele durch, die wir auf Video aufzeichnen, um so später gute und weniger gute Aspekte herauszuarbeiten. Hinzu kommen wissenschaftliche Erkenntnisse zu Themen wie dem kooperativen Verhalten des Patienten im Rahmen der Therapie, seiner Motivation oder zu besonders schwierigen Diagnose- und Therapiegesprächen.
Welche weiteren Kenntnisse und Fähigkeiten sind wichtig, um als Arzt gute Gespräche führen zu können?
Bei unserer Arztausbildung spielen auch Kunst und Literatur eine große Rolle. Der russische Dichter und Nobelpreisträger Joseph Brodsky sagte einmal, dass das Lesen die Wahrnehmung schärfe. Schließlich schildert gute Literatur die Menschen nicht auf klischeehafte Art und Weise. Sie zeigt ihn mit allen seinen Widersprüchen und in aller Komplexität. Deshalb ist es wichtig, dass sich junge Ärzte mit Literatur beschäftigen. Sie ist der beste Lehrer dafür, im Beruf offen für die unterschiedlichsten Menschen zu sein – und genau auf diese Qualität kommt es als Arzt an.
Inwiefern hat diese Qualität konkreten Einfluss auf die Kompetenz, richtige Diagnosen zu stellen?
Unser Gehirn hat die Eigenschaft, alles, was wir sehen und erleben, in eine Kategorie einzuordnen. Für einen Arzt ist diese Eigenschaft gefährlich, weil er in Versuchung geführt wird, voreilige und damit nicht selten falsche Diagnosen zu stellen. Junge Ärzte müssen sich daher früh gegen dieses Schubladendenken rüsten – gerade in einer Zeit, in der von ihnen immer mehr Effizienz verlangt wird.
Sie sprechen im Titel Ihres Buches von „schamloser Neugier“ – ein Begriff, der eher negativ besetzt ist.
Ich meine damit nicht die schändliche Neugier der Boulevardjournalisten. Schamlose Neugier bedeutet für mich eine Neugier jenseits aller Wertungen und Verurteilungen. Der römische antike Schriftsteller Terenz hat geschrieben: „Ich bin ein Mensch, nichts Menschliches ist mir fremd.“ Wenn ich meinem Gegenüber im ärztlichen Gespräch diese Haltung offenbare, kann etwas sehr Merkwürdiges geschehen: Man erhält einen Einblick in das Innerste eines Menschen. Für eine gute Diagnose ist dieser Einblick Gold wert.
Lesetipp
Astrid Seeberger: Schamlose Neugier. Von der Kunst des heilsamen Gesprächs.
Integral 2010. ISBN 978-3778792339. 15,99 Euro
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Tobias Illig ist Führungskräftetrainer, Lehrbeauftragter an Hochschulen und Autor. Er gibt Stressmanagement-Seminare für Mediziner, in denen er Ärzten erklärt, wie sie trotz anstrengendem Klinikalltag eine ausgewogene Work-Life-Balance bewahren. Von Tobias Illig
Viele junge Ärzte, die ins Berufsleben einsteigen, werden schnell desillusioniert. Für sie zählen vor allem der Dienst am Patienten, eine am Menschen ausgerichtete Ethik und eine vom Geld unabhängige Medizin, die gesund macht. In der Praxis bekommen sie es dann aber auch mit DRG-Kennzahlen und kurzen Durchlaufzeiten der Patienten zu tun. Und das wiederum löst häufig Stress aus. Dazu kommt die hohe Verantwortung, die das ärztliche Personal für das Leben seiner Patienten trägt. Dieser Druck kann die Work-Life- Balance gefährden. Deshalb hier zehn Tipps für Zufriedenheit und Ausgeglichenheit am Arbeitsplatz:
1. Die ökonomische Situation im Krankenhaus akzeptieren. Denken Sie unternehmerisch: Den Wünschen und dem Wohl des Patienten und den Interessen der Verwaltung oder des Trägers zugleich gerecht zu werden, ist eine Herausforderung – aber es ist möglich!
2. Den Sinn der Arbeit sehen. Führen Sie sich immer wieder vor Augen, warum Sie den Arztberuf gewählt haben. Im Alltag können Sie dann gezielt nach den positiven Aspekten suchen, die Ihrer Arbeit Sinn geben, und diese ausgiebig würdigen und zelebrieren.
3. Kollegen und Vorgesetzte akzeptieren – man kann sie sowieso nicht ändern. Auch wenn die Führungskultur in vielen Häusern noch nicht ganz dem entspricht, was ein modernes Gesundheitswesen braucht, kann man Menschen nur so nehmen, wie sie sind. Deshalb ist es wichtig, nach den positiven Seiten zu suchen – besonders auch bei schwierigen Menschen – und diese zu würdigen. Sonst reiben Sie sich ständig an den Schwächen anderer, und das hilft niemandem.
4. Freundschaften zu Arbeitskollegen pflegen. Wer einen Freund auf der Arbeit hat, ist deutlich zufriedener als jemand, der nur Geld verdienen möchte. Deshalb: Begegnen Sie Ihren Kollegen freundlich und aufmerksam – so tragen Sie zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei.
5. Erfolgserlebnisse bewusst suchen und würdigen. Beispielsweise ist es sinnvoll, während des Dienstes oder nach Feierabend zu einem zufriedenen Patienten zu gehen, der besonders dankbar für die ärztliche Leistung ist. Das positive Feedback tut gut, es nährt die Seele. Während des Dienstes sollten Sie sich bewusstmachen, was gut gelaufen ist, was funktioniert hat, was interessant war, was sie gelernt haben, was Ihre Neugier geweckt hat, woran Sie gewachsen sind.
6. Partnerschaft und Familie pflegen. Die Strukturen in Krankenhäusern sind häufig leider noch nicht so familienfreundlich, wie Ärzte es sich wünschen. Denken Sie daran: Der Beruf ist nicht alles, auch wenn er viel Status, Sinn und Anerkennung bringt. Ihr soziales Netzwerk ist wichtig, opfern Sie es nicht für den Beruf. Gerade in stressigen Zeiten hilft es, sich mit Freunden zu treffen, bei denen man sich verstanden und geborgen fühlt. Und es lohnt sich, in der Freizeit Dinge zu tun, die nichts mit dem Beruf zu tun haben – sich beispielsweise in einem Verein zu engagieren oder ein erfüllendes Hobby zu pflegen.
7. Für sich selbst Verantwortung tragen, auch in Bezug auf die Arbeitszeiten und die Aufgabenverteilung im Team. Wenn Sie passiv sind und alles nur über sich ergehen lassen, manövrieren Sie sich selber in den Burnout. Sprechen Sie heikle Themen an – dann haben Sie zumindest die Chance, etwas zu verändern.
8. Wissen, was man kann. Wer seine Stärken am Arbeitsplatz gezielt nutzt, lebt gesünder und ist zufriedener. Das setzt natürlich voraus, dass man seine Stärken reflektiert. Viele Anfänger gehen in den Beruf, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was sie besser können als ihre Kollegen. Fokussieren Sie sich auf Ihre Stärken, engagieren Sie sich und suchen Sie sich herausfordernde Aufgaben – so kommen Sie weiter.
9. Mit Krisen wachsen. Widrige Umstände sind zwar erst einmal unangenehm, helfen Ihnen aber, reifer zu werden und in Ihrer Persönlichkeit zu wachsen. Wer unreif und bequem den leichten Weg gehen möchte, nimmt sich die Chance, eines Tages ein gestandener, selbstbewusster Arzt zu sein. Er wird immer abhängig sein von Streicheleinheiten anderer, die dafür gar nicht verantwortlich sind. Halten Sie Ihre Erwartungen an andere realistisch und strapazieren Sie Ihre Mitmenschen nicht über Gebühr. Das gilt sowohl auf der kollegialen Ebene als auch in Richtung Chef und Verwaltung.
10. Konstruktiv kommunizieren. Der Arbeitsalltag ist stressig genug. Beziehungen wollen gepflegt werden, immerhin ermöglichen sie effizientes Zusammenarbeiten. Am besten ist es, wenn Sie eine konstruktive Haltung einnehmen und entsprechend kommunizieren. Dampf ablassen ist durchaus hilfreich – aber wählen Sie einen angemessenen Rahmen und die richtigen Gesprächspartner. Etablieren Sie ein gesundes Emotionsmanagement und achten Sie darauf, wie Sie mit Ihren Gefühlen umgehen.
Weitere Infos unter www.tobiasillig.com
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Interview mit Joe Bausch
Aus dem Fernsehen kennt man Joe Bausch als Gerichtsmediziner Dr. Joseph „Doc“ Roth aus dem Köln-„Tatort“, doch die Schauspielerei ist nur sein Zweitberuf. Sein Hauptjob: Gefängnisarzt in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Werl. Seine Patienten: Gefangene, die für unterschiedliche Taten sitzen. Im Gespräch macht er Werbung für seinen Beruf und erklärt, warum er Medizinern einen kreativen Ausgleich zum Arztberuf empfiehlt. Das Interview führte André Boße
Zur Person
Joe Bausch, geboren am 19. April 1954 in Ellar im Westerwald, studierte zunächst in Köln und Marburg Theaterwissenschaften, Politik, Germanistik sowie Jura. Erst danach folgte ein Medizinstudium an der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, das er 1985 abschloss. Er ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Betriebsmedizin, Ernährungsmedizin, Suchtmedizin sowie Arzt im Rettungswesen. Seit 1987 arbeitet Bausch in der Justizvollzugsanstalt Werl, einem Gefängnis mit rund 900 Insassen, und seit 1993 ist er Regierungsmedizinaldirektor. Theater spielt Bausch seit Anfang der 80er-Jahre, sein Kinodebüt war ein Auftritt im Schimanski „Tatort“ mit dem Titel „Zahn um Zahn“. Seit 1997 ist er regelmäßig als Gerichtsmediziner Dr. Joseph „Doc“ Roth in den Kölner „Tatort“-Folgen an der Seite von Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt zu sehen.
Herr Bausch, gibt es eigentlich genug junge Ärzte, die sich für den Job als Gefängnisarzt interessieren?
Nein, wir leiden unter einem Mangel. Bei uns im Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg bieten wir immer wieder Assistenzarztstellen in der Chirurgie oder der internistischen Abteilung an, haben aber Probleme, diese zu besetzen.
Machen Sie doch mal ein bisschen Werbung für Ihren Job: Was zeichnet die Arbeit eines Gefängnisarztes aus?
Ich schätze an dem Job, dass ich wirklich als Generalist arbeiten kann. Ich bin hier kein Lotsenarzt, der ständig Patienten zu anderen Fachärzten überweist, wie es in vielen normalen Praxen üblich ist. Ich mache das meiste selber: untersuche die Haut, schaue in die Ohren, bin als Psychiater, Orthopäde und Chirurg in einer Person tätig.
Wie sehr müssen Sie auf die Kosten achten?
Ich habe viel größere Möglichkeiten als beispielsweise die Kollegen in freien Arztpraxen. Derzeit behandele ich 25 HIV-Patienten, 200 Leute mit Hepatitis und viele Erkrankte mit psychiatrischen Problemen. Diese Fälle kosten eine Menge Geld. Eine normale Praxis mit diesem Patientenstamm müsste nach ein paar Wochen schließen, weil sie mit ihrem Budget am Ende wäre. Im Gefängnis können und müssen wir weiterbehandeln, weil wir für diese Patienten einen Versorgungsauftrag und eine Garantenpflicht erfüllen.
Worauf kommt es an, wenn man eine Stelle als Gefängnisarzt antritt?
Es ist natürlich entscheidend, diesen Patienten mit einer richtigen Haltung zu begegnen. Ich kann mir hier meine Patienten nicht aussuchen, und man muss schon damit klarkommen, dass einige unter ihnen vielleicht nicht die angenehmsten Zeitgenossen sind. Aber es ist nicht so, dass ich nur auf hartgesottene Stinkstiefel treffe.
Kennen Sie die Geschichten Ihrer Patienten? Wissen Sie bei allen, warum sie im Gefängnis sind?
Nein, ich habe die Haltung entwickelt, dass ich das nicht unbedingt wissen muss. Wenn sich jemand mir gegenüber ordentlich benimmt, ist mir wurscht, warum er sitzt. Das ändert sich erst, wenn ich merke, dass es zu einer Störung im Verhältnis zwischen Arzt und Patient kommt. Dann kann es wichtig sein, sich die Persönlichkeit des Patienten einmal genauer anzuschauen, um zu ergründen, warum er sich so benimmt.
Sehen Ihre Patienten in Ihnen manchmal mehr als nur einen Arzt?
Sie müssen sich vorstellen, dass ich als Gefängnisarzt der Einzige bin, der diese Menschen berührt, ohne ihnen dabei Handschellen anzulegen oder sie auf gefährliche Gegenstände hin zu untersuchen. Wenn meine Patienten außerhalb meiner Behandlungen berührt werden, sind das immer Sicherheitskontakte. Daher kommt es natürlich vor, dass ein Patient, der halbnackt vor mir steht, beginnt, über Dinge zu sprechen, die mit dem eigentlichen Symptom wenig zu tun haben.
Was, wenn einer Ihrer Patienten, der vor dem Richter bislang geschwiegen hat, bei Ihnen auspackt?
Ist selten, kommt aber vor. Zum Beispiel, wenn jemand mit den Taten, für die er bislang noch nicht bestraft wurde, nicht mehr zurande kommt. Andere berichten von Machenschaften ihrer Zellenkollegen, von denen sie sich bedroht fühlen. Natürlich gilt auch für mich die Schweigepflicht eines Arztes. Brechen darf ich diese nur bei bestimmten Ausnahmen. Zum Beispiel, wenn ich mit meinem Wissen eine Gewalttat im Gefängnis vermeiden kann.
Sie haben vor Ihrem Medizinstudium unter anderem Theaterwissenschaften studiert und arbeiten auch als Schauspieler. Was glauben Sie: Müssen alle Ärzte auch gute Schauspieler sein?
Beide Berufe haben viel gemeinsam. Ein guter Arzt muss sich für Menschen interessieren, muss Menschen mögen. Er muss zuhören und beobachten können, um seinen diagnostischen Blick zu schulen. Genau diesen Blick benötigen auch Schauspieler, denn nur so kann es ihnen gelingen, Menschen authentisch zu spielen. Der Unterschied zwischen meinen Berufen ist, dass meine „Tatort“-Leichen nach dem Dreh aufstehen und sich beim Caterer einen Kaffee holen, während es bei den Untersuchungen im Knast ernsthaft zur Sache geht.
Raten Sie jungen Ärzten, sich wie Sie einen künstlerischen Ausgleich zu suchen – ob als Zweitberuf oder Hobby?
Ich habe in meinem Leben eine Menge Ärzte kennengelernt, und es ist schon auffällig, dass diejenigen Kollegen, die abseits des Berufes kreativ tätig sind, in meinen Augen besser durch das Berufsleben kommen. Es ist wichtig, ein Feld zu haben, in dem man sich austoben kann. Als Arzt ist jede Begegnung eine Begegnung im Ausnahmezustand: Der Patient kommt, weil er unter Symptomen leidet, weil er wissen will, was los ist. Daher ist es wichtig, etwas zu finden, dass mir eine andere Perspektive bietet. Etwas, das ich selber auf den Weg bringen kann. Und da ist etwas Kreatives – ob Schauspielerei, Malerei oder Musik – ideal.
Einblicke in seine Arbeit als Gefängnisarzt hat Bausch in einem Buch veröffentlicht:
Joe Bausch: Knast.
Ullstein 2012. ISBN 978-3550080043. 19,99 Euro.
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Die Weiterbildung zum Facharzt ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die berufliche Karriere in der Medizin. Sie ist zwar keine Pflicht – aber eine abgeschlossene Weiterbildung nach den Regeln der ärztlichen Weiterbildungsordnung ist Voraussetzung für viele Positionen in der medizinischen Versorgung. Von Dr. Magdalena Benemann
Ohne Facharztbezeichnung gibt es keine Oberarzt- oder Chefarztstelle, und auch eine Niederlassung in eigener Praxis setzt eine abgeschlossene Weiterbildung, also den Facharzttitel, voraus. Die Wahl des geeigneten Fachgebietes und die Frage danach, wie und wo sich die Weiterbildung im gewünschten Fach auch tatsächlich absolvieren lässt, stehen also zu Recht im Mittelpunkt der Überlegungen vieler Medizinstudenten. Dabei sind die Kriterien für die Wahl eines Fachgebietes sicher vielfältig. Während manche angehenden Ärzte schon beim Beginn des Studiums oder während des Praktischen Jahres ihr Wunschfach kennen beziehungsweise entdecken, zögern andere, sich frühzeitig festzulegen. Wichtigstes Kriterium für die Auswahl eines Fachgebietes sollte vor allem die persönliche Neigung und Empathie sein. Niemand wird als Chirurg später glücklich und erfolgreich, weil er sich am hohen Prestige oder Einkommen orientiert hat. Hier gilt es, in sich hineinzuhorchen und ehrlich mit sich, seinen Fähigkeiten und Neigungen zu sein.
Genausowenig sollte man sich daran orientieren, mit welchen Fachrichtungen man später einmal besonders gut eine eigene Praxis eröffnen kann. Denn bis Ärzte komplett ausgebildet sind, vergehen in der Regel sieben bis acht Jahre, in denen sich vieles im Gesundheitssystem ändern kann. Dennoch spielen bei der Entscheidung für ein geeignetes Fachgebiet auch berufliche Perspektiven oder die Rahmenbedingungen ärztlicher Tätigkeit eine Rolle. So ist es für die wachsende Zahl von Frauen im Medizinberuf wichtig zu wissen, ob sie später Beruf und Familie vereinbaren können. In Fachgebieten mit hohem zeitlichen Verfügbarkeitsanspruch – dazu gehören alle chirurgischen Gebiete – ist dies nicht prinzipiell unmöglich, aber schwerer zu erreichen als etwa in der Allgemein- oder Inneren Medizin. Entsprechend findet man rund 48 Prozent aller Ärztinnen mit einer Facharztbezeichnung in den drei Gebieten Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Frauenheilkunde.
Das Gute an der Weiterbildung in Deutschland ist, dass es sich dabei nicht um eine Einbahnstraße handelt, sondern dass Leistungen in einem Fach auch in einem anderen anrechenbar sind. Wer zum Beispiel seine erste Stelle in der Inneren beginnt, muss dort nicht zwangsläufig bis zum Facharzt bleiben. Denn Zeiten in der Inneren sind auch in anderen Facharztweiterbildungen anrechenbar, so etwa in der Chirurgie, der Gynäkologie oder in der Kinderheilkunde.
Insgesamt kann man derzeit zwischen 33 verschiedenen Fachgebieten von „A“ wie Allgemeinmedizin bis „U“ wie Urologie wählen. Hinzu kommen Schwerpunktbezeichnungen innerhalb der Fachgebiete, zum Beispiel in der Chirurgie, in denen der Arzt nach einer zweijährigen Basisweiterbildung acht verschiedene Schwerpunkte wählen kann: Neben der Allgemeinchirurgie etwa Herz-/Hand-/Gefäßchirurgie oder Orthopädie/Unfallchirurgie. Wer sich für ein Fachgebiet entscheiden will, dem ist im Vorfeld zu raten, die jeweilige Weiterbildungsordnung, die von den Landesärztekammern erlassen wird, gründlich zu studieren, um einen Überblick über die zeitlichen, strukturellen und inhaltlichen Anforderungen und Voraussetzungen zu gewinnen.
In der Regel dauert eine Weiterbildung je nach Fachgebiet, persönlichen Umständen und Arbeitsbedingungen in der jeweiligen Klinik zwischen fünf und acht Jahren. Sie findet vorwiegend in Krankenhäusern, zum Teil auch in ambulanten Praxen statt, unter der Aufsicht und Anleitung eines sogenannten Weiterbildungsbefugten, das heißt in der Regel des Chef- oder Oberarztes einer Abteilung. Wer eine Weiterbildung beginnen möchte, sucht also zunächst eine Assistenzarztstelle in einem Krankenhaus oder bei einem niedergelassenen Arzt, der für die Weiterbildung befugt ist. Informationen über diese Befugnis halten die jeweiligen Krankenhäuser oder die zuständigen Landesärztekammer vor. Dabei ist es wichtig zu erfragen, für welchen Zeitraum der betreffende Arzt die Erlaubnis hat. Ist zum Beispiel für eine Weiterbildung ein Zeitraum von mindestens fünf Jahren vorgeschrieben, der Arzt, bei dem man arbeitet, aber nur für einen Zeitraum von zwei oder drei Jahren befugt, werden auch nur diese Zeiten für die Weiterbildung angerechnet. So kann es dann notwendig sein, die Klinik oder die Abteilung zu wechseln.
Was ein Arzt verdient, hängt zunächst nicht vom gewählten Fachgebiet ab. In nahezu allen Krankenhäusern gibt es vom Marburger Bund vereinbarte spezifische Tarifverträge. Das Grundgehalt für einen Arzt im ersten Jahr beträgt unabhängig vom gewählten Fachgebiet derzeit rund 3800 Euro. Hinzu kommen Entgelte für Bereitschaftsdienste und gegebenenfalls Überstunden. Steigt man in der beruflichen Hierarchie weiter auf, spielt das Fachgebiet beim Einkommen allerdings durchaus eine wichtige Rolle. So verdienen Chefärzte in der Chirurgie deutlich mehr als etwa in der Kinderheilkunde, Ähnliches gilt für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte.
Die medizinischen Fachbereiche
1. Allgemeinmedizin
2. Anästhesiologie
3. Anatomie
4. Arbeitsmedizin
5. Augenheilkunde
6. Biochemie
7. Chirurgie
8. Frauenheilkunde und Geburtshilfe
9. Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
10. Haut- und Geschlechtskrankheiten
11. Humangenetik
12. Hygiene und Umweltmedizin
13. Innere und Allgemeinmedizin (Hausarzt)
14. Kinder- und Jugendmedizin
15. Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
16. Laboratoriumsmedizin
17. Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
18. Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
19. Neurochirurgie
20. Neurologie
21. Nuklearmedizin
22. Öffentliches Gesundheitswesen
23. Pathologie
24. Pharmakologie
25. Physikalische und Rehabilitative Medizin
26. Physiologie
27. Psychiatrie und Psychotherapie
28. Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
29. Radiologie
30. Rechtsmedizin
31. Strahlentherapie
32. Transfusionsmedizin
33. Urologie
Quelle: (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer
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Von: Prof. Dr. Mario Siebler
Gesendet: 20.02.2013
Dringlichkeit: hoch
An: Medizinstudenten und junge Mediziner
Betreff: Warum eigentlich nicht in der Reha starten?
Liebe Medizinstudenten und junge Mediziner,
die Rehaklinik hat gerade bei jungen Medizinern und Medizinstudenten noch einen schlechten Ruf. Das liegt meiner Meinung nach an dem alten Bild von Rehakliniken als Kurklinik und dem Mediziner als „Badearzt“. Es herrscht oft die Meinung, dort fände keine „richtige“ Medizin oder gar Diagnostik statt, das Aufgabengebiet sei weniger vielseitig und nur begutachtend. Und zuletzt: Der Einstieg in die Reha blockiere die Karriere. Das sehe ich anders.
Gut, operieren werden Sie in der Reha nicht, dafür müssen Sie aber genauso Notfälle beherrschen und sich in den Diensten bewähren. Durch die verkürzten Aufenthalte der Patienten im Akuthaus braucht die Rehabilitation im Anschluss oft noch eine gründliche diagnostische Aufarbeitung und pharmakologische Einstellung. Die Reha ist inzwischen die Fortsetzung der Akutbehandlung. Man lernt eine intensive klinische Untersuchung und eine vollwertige fachspezifische Funktionsdiagnostik, um die Krankheit zu verstehen, Komplikationen zu vermeiden und eine Prognose abgeben zu können. Reha heißt neben Indikationsstellung zu invasiven Maßnahmen auch, die Mechanismen zu verstehen, welche eine optimale Regenerationsförderung erlauben, bis hin zur Anwendung neuer pharmakologischer Therapien.
Der enge und längere Kontakt zu den Patienten in der Reha hat für Berufsanfänger den entscheidenden Vorteil, dass Sie verschiedenste Krankheitsbilder sehr detailliert kennenlernen. Das Spektrum reicht von Patienten mit Akuterkrankungen, die im Prinzip direkt von der Intensivstation in die Rehabilitation kommen, bis zur Nachversorgung seltener Krankheiten. Sie begleiten die Patienten und sehen den Heilungsprozess und den Erfolg Ihrer Therapie. Wer später Allgemeinmediziner oder Hausarzt werden will, ist daher in der Reha genau richtig. Sie lernen die Methoden der Therapeuten und auch das Formularwesen, das gerade als Hausarzt sehr wichtig ist, in der Reha viel besser kennen als in einer Akutklinik. Langweilig wird Ihnen in der Reha sicher nicht. Die Behandlungszahl der Patienten und deren Erkrankungsschwere sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen und haben so manche Akutklinik übertroffen. Kaffeetrinken, Tango und Fango – die Zeiten sind vorbei. Trotzdem ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Reha deutlich einfacher. Der Tagesablauf und die Aufnahmen sind geregelter, so dass auch Teilzeitstellen leichter zu realisieren sind.
Die Rückkehr in die Akutklinik sehe ich aus eigener Erfahrung unkritisch, wenn Sie nicht eine Wissenschaftskarriere geplant haben. Viele meiner ehemaligen Assistenzärzte haben inzwischen erfolgreich ihren Facharzt erreicht und sich gut etabliert. Einige Kollegen aus Akuthäusern setzen bei der Facharztausbildung sogar explizit auf ein Rotationsprogramm mit Rehakliniken. Die Assistenzärzte lernen die Abläufe in der Reha kennen und können davon auch im Berufsalltag in der Akutklinik profitieren. Meine Empfehlung an die neue Generation der Mediziner ist daher, zu erkennen, dass es auch eine neue Entwicklung in der Rehabilitation gibt. Seien Sie offen für Neues! Schauen Sie mal in die Reha rein!
Mit herzlichen Grüßen,
Prof. Dr. Mario Siebler
Chefarzt der Fachklinik für Neurologie
MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr
Auf der Rötsch 2
45219 Essen
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Name: Dr. med. Fabian Glowa
Position: Assistenzarzt
Stadt: Neustadt in Holstein
Alter: 30 Jahre
Studium: Medizin an der Universität Hamburg, Auslandsaufenthalt Hospital Universitario de Candelaria, Teneriffa
Abschlussjahr: 2009
Interessen: Reisen, Sport, Windsurfen, mein kleiner Sohn
Ziel: Ich bin offen für alles, was noch kommt.
Orthopädie und Unfallchirurgie – diese medizinischen Fachdisziplinen gehörten für mich schon während meines Studiums zu den spannendsten Fächern. Und das gilt bis heute. Mir war früh klar, dass ich ein chirurgisches Fach erlernen möchte. Die handwerklichen und technischen Raffinessen der orthopädischen und der Unfallchirurgie reizten mich dabei besonders. Die definitive Entscheidung fiel noch im Studium während meines Wahltertials in der Orthopädie der Schön Klinik Hamburg Eilbek. Neben vielen Assistenzen im OP arbeitete ich in der Notaufnahme und in der orthopädischen Ambulanz und konnte bereits viele Erfahrungen sammeln.
Nach Abschluss des Studiums trat ich meine erste Stelle in der Schön Klinik Neustadt (Schleswig-Holstein) an. Es gibt hier eine klar festgelegte Rotationsplanung für die Assistenzärzte in der Weiterbildung zum Orthopäden und Unfallchirurgen. Da meine Klinik über die volle Weiterbildungsermächtigung verfügt, ist ein Rotieren an andere Kliniken nicht notwendig. Meine erste Abteilung war die Orthopädie. Nach kurzer Einarbeitung und Eingewöhnung in den Alltag als Stationsarzt kamen relativ zügig die ersten Einsätze im OP dazu. Neben Knie- und Schulterarthroskopien und kleineren Eingriffen konnte ich nach circa einem Jahr die ersten Hüftgelenksendoprothesen selbstständig operieren. Durch den fast täglichen Wechsel zwischen OP, Station, Aufnahme und Orthopädischer Sprechstunde ist die Woche abwechslungsreich. Das Schöne an der Orthopädie ist für mich vor allem die hohe Zufriedenheit der Patienten, nachdem sie operiert worden sind und endlich wieder schmerzfrei laufen können.
Der Tagesablauf in der Orthopädie ist gut planbar, da das operative Geschäft nahezu rein elektiv ist. Das heißt, Notfälle sind selten, man kann die Operationen meist planen. So gab es wider Erwarten tatsächlich Freizeit neben der Arbeit. Und das Angebot ist hier oben im Norden nicht zu verachten, erst recht, da die Klinik direkt am Ostseestrand liegt. Die Work-Life-Balance ist für mich wichtig. Wer nach der Arbeit Zeit für Freizeit und Sport hat, ist auch am nächsten Tag fitter und kommt mit den stressigen Situationen im Arztberuf zurecht.
Nach anderthalb Jahren wechselte ich im Rahmen des Common Trunk, also der standardisierten Basisweiterbildung, in die Abteilung für Chirurgie und Unfallchirurgie. Das operative Spektrum ist hier selbstverständlich größer. Neben der unfallchirurgischen Ausbildung bekam ich ein gutes Verständnis für abdominalchirurgische Krankheitsbilder und Operationen, was ich für meinen weiteren Werdegang als wichtig erachte. In den Diensten ist man häufig mit der Versorgung vital akut gefährdeter Patienten konfrontiert. Hier den Überblick in einer vollen Notaufnahme zu behalten, kann schon stressig sein, ist aber täglich aufs Neue eine richtige Herausforderung. Meine nächste Etappe wird die Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie mit Schwerpunkt der Skoliose-Korrekturen sein. Ich bin gespannt!
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Der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Essen im Interview
Ein Universitätsklinikum steht immer für den Dreiklang aus Krankenversorgung, Forschung und Lehre. Für Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, der auch Mitglied des Deutschen Ethikrats und im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages ist, gibt es dennoch einen klaren Fokus. Im Sinne des Leitbildes des Universitätsklinikums Essen, „Spitzenmedizin und Menschlichkeit“, stehen für ihn an allererster Stelle die Patienten. Eine für seine rund 5600 Mitarbeiter nicht immer einfache und doch sehr erfüllende Aufgabe. Das Interview führte Christiane Siemann.
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Zur Person
Univ. Prof. Dr. Dr. med. habil. Dr. phil. Dr. theol. h.c. Eckhard Nagel, 52 Jahre, studierte Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover und unter anderem an der University of Vermont (USA). Zudem studierte er Philosophie und Geschichte. Nach der Promotion zum Doktor der Medizin war er an der Medizinischen Hochschule Hannover als wissenschaftlicher Assistent, später als Oberarzt für Abdominal- und Transplantationschirurgie tätig. 1998 habilitierte er zum Thema „Neue Beurteilungsverfahren in der Medizin am Beispiel der Transplantationschirurgie“. Nagel ist seit 2001 Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften sowie Mitglied der Forschungsstelle für Sozialrecht und Gesundheitsökonomie der Universität Bayreuth. Von 2001 bis 2010 war er Chefarzt und Leiter des Chirurgischen Zentrums sowie des Transplantationszentrums im Klinikum Augsburg, seit 2010 ist er Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen. 2002 wurde Nagel erstmals in den neu gegründeten Nationalen Ethikrat (heute Deutscher Ethikrat) berufen.
Zum Universitätsklinikum Essen
Als Krankenhaus der Maximalversorgung liegt das Universitätsklinikum Essen im Herzen der Metropole Ruhr. Im vergangenen Jahr wurden hier rund 163.000 Patienten ambulant behandelt und weitere 49.000 stationär in rund 1300 Betten. 5590 Experten der unterschiedlichsten Disziplinen in 26 Kliniken und 20 Instituten arbeiten auf dem neuesten Stand der Forschung. Neben den Forschungsgebieten Genetische Medizin, Immunologie und Infektiologie konzentriert sich das Klinikum seit Jahren auf die drei Schwerpunkte Herz- Kreislauf, Transplantation und Onkologie. So ist das Westdeutsche Tumorzentrum Essen (WTZ), ein Comprehensive Cancer Center nach amerikanischem Vorbild, seit 2009 als onkologisches Spitzenzentrum in Deutschland anerkannt. Hier werden jährlich mehr als 2000 Operationen durchgeführt.
Herr Professor Nagel, war Ihnen der Wunsch, Medizin zu studieren, in die Wiege gelegt?
Nein, als Junge wollte ich natürlich Fußballprofi werden. Aber mit zwölf Jahren musste ich als Patient ins Krankenhaus, mir wurde der Blinddarm entfernt. Damals war es noch üblich, dass sich der stationäre Aufenthalt bis zu zehn Tagen hinzog. So blieb mir drei Tage nach der Operation viel Zeit zum Schlendern über die chirurgische Station. Das fand ich faszinierend, denn in der chirurgischen Abteilung herrschte immer viel Spannung – im positiven Sinne. Mir wurde klar, dass man dort Menschen ganz unmittelbar helfen kann. Das ist in der Chirurgie noch deutlicher spürbar als in anderen medizinischen Fachdisziplinen. Von da an stand für mich fest, dass ich Medizin studieren wollte. Nach dem Abitur habe ich dann ein zweimonatiges Pflegepraktikum absolviert und danach das Studium begonnen.
Welche prägende Erinnerung haben Sie an Ihr Studium?
Die erste und wichtigste war der Anatomiepräparationskurs, denn mit der Arbeit am menschlichen Leichnam begann das Studium. Das hat mich sehr beeindruckt. Einerseits wurde mir klar, was es heißt, mit, am und für den Menschen zu arbeiten. Andererseits war ich sehr enttäuscht, dass es damals keinen Kontakt mit Patienten in der medizinischen Versorgung gab. Das hat mich frustriert und war ein Grund dafür, dass ich parallel noch ein Philosophiestudium begann. Hier kam ich dem Menschen als Gesamtpersönlichkeit auf intellektueller Ebene ganz nah und nicht nur den Bausteinen aus Aminosäuren. Letztlich wollte ich den Menschen ganzheitlich kennenlernen, um auch mich besser kennenzulernen. Das Leben ist ein Findungsprozess. Dafür braucht es Freiheit und Unterstützung. Beides hat mein Studium charakterisiert.
Wie haben Sie die Entscheidung getroffen, Chirurg zu werden?
Ich hatte zwar meine Doktorarbeit in der Chirurgie geschrieben, aber zu dieser Zeit fasste ich noch zwei andere Fachrichtungen ins Auge, nämlich Psychiatrie und Kinderheilkunde. Um eine Entscheidung zu treffen, habe ich Lehrer befragt, warum sie sich gerade für ihr Fachgebiet entschieden hatten. Bei zwei Professoren waren es vornehmlich biografische Zufälle. Der dritte, der Chirurg, fand meine Frage lächerlich: Ob man Chirurg werden wolle oder nicht, wisse man, wenn man morgens das Ei aufschlage. Diese Offenbarung blieb mir leider verwehrt. Dennoch bewirkte diese Eindeutigkeit der Identifikation, dass ich besonderes Interesse gewann und die Chirurgie ausprobieren wollte. Dabei hatte ich dann das außerordentliche Glück, den Transplantationsmediziner Dr. Rudolf Pichlmayr kennenzulernen. Die Begegnung mit ihm und seine faszinierende Persönlichkeit – sowohl als Chirurg als auch als Mensch – haben mich sehr stark geprägt und persönlich beeinflusst. Nach einem Monat stand für mich die Fachausrichtung fest.
Sie haben es an die berufliche Spitze geschafft. Welche Voraussetzungen haben Sie dafür mitgebracht?
Ich wollte Verantwortung übernehmen und nicht nur mitlaufen. So habe ich bewusst die Entscheidung getroffen, zuerst an einem Universitätsklinikum zu arbeiten. Hier bewegt man sich an der Spitze der Entwicklung der Medizin – selbst als Assistent. Zudem lässt die Ausbildung alle Möglichkeiten offen: den Weg in die Wissenschaft, in die Praxis oder in die Krankenhauskarriere. Und es braucht eine große Portion Leidenschaft – für die Medizin als Wissenschaft, für die Hinwendung zum Patienten – sowie Gestaltungswillen. Grundsätzlich gilt: Eine Karriere fällt niemandem zu – man wächst in sie hinein, indem sich Aufgaben- und Verantwortungsbereiche erweitern. Dabei sollte die grundsätzliche Neigung zum Beispiel für die Lehrtätigkeit, die Forschung, die organisatorischen Aufgaben oder die Prozessgestaltung vorhanden sein. Nur was man gerne tut, macht man letztlich auch gut. Beim Kennenlernen der Systeme und ihrer Strukturen, ob in Kliniken oder in der Wissenschaft, ist mir aber auch schnell klar geworden, dass für mich das Wichtigste der einzelne Patient, also die Beziehung zum Menschen bleibt. Eine Karriere, für die man das Opfer bringen muss, sich als Mensch zu verbiegen, führt langfristig nicht zur Zufriedenheit und verleidet einem die Berufstätigkeit. Ob als Oberarzt, Chefarzt oder Klinikleiter – die innere Freiheit, sich jederzeit entscheiden zu können, wie man seine Karriere fortsetzen möchte, zum Beispiel durch einen Wechsel aus der Klinik in die eigene Praxis, sollte man immer behalten.
Sie sind auch Mitglied des Deutschen Ethikrats und im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Warum ist Ihnen das wichtig?
Eine Berufung ist Ehre und Verpflichtung zugleich. Aber es ist kein leichter Lernprozess, interessante Aufgabenstellungen zu priorisieren. Mein Tag hat ja nicht mehr Stunden als der anderer Menschen. Als ich gefragt wurde, ob ich bereit wäre, zum Präsidenten des Deutschen Evangelischen Kirchentages gewählt zu werden, habe ich lange überlegt und dann entschieden, meine parallele Arbeit im Transplantations-Forschungslabor vorerst aufzugeben. Es war ein persönlich begründeter Schritt, von dem ich heute weiß, dass er mir ermöglicht hat, über meinen eigenen professionellen Bereich hinaus viel für das Gesundheitswesen generell zu bewegen. Wie auch bei meinem Engagement im Deutschen Ethikrat.
Welchen Rat würden Sie Assistenzärzten für die Karriereplanung geben?
Karriere um der Karriere willen ist eine falsche Entscheidung. Ein Posten an sich macht nicht glücklich. In jeder Ausbildungsphase sollte man sich fragen, was soll die nächste Stufe bringen, wo liegen meine Neigungen? Ist mein Platz eher am OP-Tisch, im Labor, in der Ausbildung der Studierenden oder bei der Übernahme organisatorischer Verantwortung? Wer diese Fragen für sich beantwortet und akzeptiert, dass das Leben ein andauernder Lern- und Entwicklungsprozess ist, legt die Basis für einen Beruf, der Erfüllung bringt.
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Interview mit Dr. med. Jörg Weidenhammer
Dr. med. Jörg Weidenhammer ist Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychoanalytiker und Geschäftsführer der Asklepios Medical School in Hamburg. Als ärztlicher Direktor, Geschäftsführer und Vorstand war er 30 Jahre lang für verschiedene Kliniken tätig und an der Gründung des Herzzentrums der Leipziger Universitätsklinik beteiligt. Heute ist er gefragter Experte für das Management von Krankenhäusern. Mit Christiane Siemann sprach er über die Erfüllung, die der Arztberuf bietet.
Zur Person
Jörg Weidenhammer, 65 Jahre, schloss zunächst ein Studium der Philosophie, Germanistik und Romanistik ab, bevor er in Bonn Humanmedizin studierte. 1980 promovierte er zum Dr. med. im Fach Neurologie. Von 1978 bis 1992 war er als Referatsleiter Medizin und Chefarzt beim Landschaftsverband Rheinland tätig. 1992 wirkte er bei der Gründung der Herzzentrum Leipzig GmbH-Universitätsklinik mit und leitete die Gesellschaft als Geschäftsführer bis 1996. Danach übernahm er die Positionen des hauptamtlichen ärztlichen Direktors am Allgemeinen Krankenhaus St. Georg in Hamburg und als stellvertretender Vorstand der Marseille-Kliniken. In den Jahren 2005 bis 2007 war er Mitglied der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg. Seit 2008 ist Weidenhammer Geschäftsführer der Asklepios Medical School in Hamburg.
Das Image des Arztes reicht vom selbstlosen Helfer bis zum schlichten Leistungserbringer. Was unterscheidet den Arztberuf von anderen Berufen?
Das Faszinierende ist nach wie vor die Möglichkeit, mit erworbenem Wissen unmittelbar Menschen zu helfen und damit auch ein Feedback zu erfahren. Diejenigen, die sich bewusst für das Medizinstudium entschieden haben und nicht nur, weil sie den passenden Numerus Clausus erfüllen, identifizieren sich über das ganz altmodische „Helfen können“. Ein Arzt trifft lebensentscheidende Anordnungen, er lernt, mit dem Druck und der hohen Verantwortung umzugehen. Wer sich in der medizinischen Welt im innerlichen Einklang mit Wissen und Können befindet, spürt eine Erfüllung, die andere Berufe so nicht bieten.
Aber der Arztberuf in einer Klinik hat sich sehr verändert. Bleibt die Erfüllung auf der Strecke?
Es gab in der Medizin in Deutschland einige Umbrüche. 1995 wurde die Pflegesatzbudgetverordnung erlassen, die den Krankenhäusern das freie Wirtschaften über Fallpauschalen ermöglichte. Im nächsten Schritt wurde ein Fallpauschalensystem eingeführt, das heißt, die betriebswirtschaftlichen Komponenten und das Kostenmanagement rückten stärker in den Vordergrund und somit mehr die Leistungserbringung und weniger das Helfen und Heilen. Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Arbeitszeit der Ärzte wurde dann eine weitere Debatte losgetreten. Während früher die Chefarztvisite am Samstag selbstverständlich war, hat die Arbeitszeitverordnung hier Grenzen gesetzt. Es ist gut, dass man sich mit der Arbeitszeit auseinandersetzt, weil die ärztliche Tätigkeit selber noch mal verstärkt in den Fokus gerät, sich also die Frage nach den zentralen Tätigkeiten stellt. Beispielweise wird Ärzten immer gesagt, dass 25 Prozent der Zeit in die Dokumentation fließt. Doch viele wollen dies nicht wahrhaben und müssen lernen, damit umzugehen. Die meisten jungen Ärzte erleben die Rahmenbedingungen, die wirtschaftlichen Faktoren und die manchmal längeren Arbeitszeiten nicht als Defizit, weil für sie die Freude am Beruf, am Helfen, im Vordergrund steht.
Häufig heißt es, der Arzt des alten Typs habe ausgedient. Die junge Generation setze auf andere Werte, sei weniger idealistisch, schaue mehr auf Geld und auf Freizeit und wolle weniger Verantwortung.
Die sogenannte Generation Y erlebe ich im Krankenhausalltag nicht. Die Heterogenität der jungen Assistenzärzte ist sehr groß: Es gibt immer diejenigen, die gar nicht auf die Uhr schauen, andere verhalten sich moderat, sie legen Wert auf Work-Life- Balance, aber im Einklang mit den Kollegen und der Patientenversorgung. Und es gibt auch eine Gruppe, die darauf besteht, dass nach acht Stunden der Griffel fällt und die sich stark abgrenzen von den anderen. Junge Assistenzärzte sollten sich nicht anstecken lassen vom Klagen über den Arztberuf, häufig ist viel Unwissenheit und schlechte Selbstorganisation im Spiel. Der Arztberuf ist aufgrund seiner hohen Verantwortung Knochenarbeit, aber er macht Freude. Umso mehr, wenn in Krankenhäusern vom Management über den ärztlichen Dienst und die Pflege alle ein gemeinsames Ziel haben, nämlich eine optimierte Versorgung der Patienten, und wenn sie wertschätzend miteinander umgehen. Viele Krankenhäuser haben das erkannt, nehmen Klagen von Mitarbeitern ernst, suchen Lösungen und stimmen sich mit ihnen ab, sodass sie sich verstanden fühlen.
Wie schwierig ist für Assistenzärzte die Konfrontation mit Fragen um Leben und Tod?
Es ist ein Lernprozess, der im Studium beginnt und im Rahmen der Weiterbildung fortgesetzt wird. Ärzte arbeiten sich langsam an das Thema des eigenen Versagens heran, das sie erleben, wenn ein Patient stirbt – trotz umfassender Rettungsaktionen, bei denen sie letztlich hilflos sind. Es bleibt ein lebenslanges Thema, mit dem sie reifen und zu dem eine eigene innere Einstellung wachsen muss. Dieser Weg beginnt bei Ärzten in ihrer „Lehre“. Die Zeit der Assistenzarztausbildung ist im Grunde eine „Meisterlehre“. In der Anleitung durch erfahrene Kollegen und Förderer liegt ein Schlüssel für einen erfolgreichen Berufsstart – durch sie entwickeln sich Einsteiger zu verantwortungsvollen Ärzten.
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In deutschen Kliniken arbeiten derzeit 105.400 Assistenzärzte, davon 55.100 Frauen. Das sind nicht genug, das ärztliche Personal ist knapp. Bis zum Jahr 2019 werden in Deutschland 37.400 Ärzte fehlen. Viele Krankenhäuser mobilisieren alle Kräfte, um attraktive Bedingungen für Berufseinsteiger zu bieten und ihre Arztstellen besetzen zu können. Von Christiane Siemann
Assistenzärzte sind gefragt wie nie. Mittlerweile konkurrieren die Kliniken untereinander um die jungen Ärzte. Die Hälfte von ihnen meldet, dass sie Assistenzarztpositionen nicht oder nur mit einer zeitlichen Verzögerung von bis zu sechs Monaten besetzen können, so eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte. Wie Berufseinsteiger für Kliniken gewonnen werden können, ist inzwischen gut analysiert. Der Marburger Bund und die Bundesärztekammer haben in Befragungen herausgefunden: Strukturierte Weiterbildung, Freizeitausgleich, geregelte Arbeitszeiten, weniger Bürokratie und faire Bezahlung gehören zu den wichtigsten Erwartungen der Medizinabsolventen im Praktischen Jahr an ihre künftigen Arbeitgeber. Und viele Krankenhäuser haben sich darauf eingestellt.
Die meisten Bewerbungen erhalten nach wie vor die Universitätskliniken. Einer der Gründe: Durch die Größe der Einrichtung und die Vielzahl der Disziplinen ist gesichert, dass sich die komplette Facharztausbildung an einem Haus absolvieren lässt. Zwar ist auch hier die Anzahl der Bewerbungen in den letzten Jahren leicht zurückgegangen, aber noch können sich die Unikliniken die passenden Assistenten auswählen. „Gute Noten in den Staatsexamina sind für uns durchaus entscheidend“, berichtet Stephanie Wiese- Hess, Personalleiterin am Universitätsklinikum Heidelberg. Gern gesehen werden auch Auslandserfahrung und wissenschaftliches Interesse sowie Aktivitäten, die die soziale Kompetenz der Bewerber unterstreichen. Jedem Bewerber sollte klar sein, dass er an einer Uniklinik in drei Tätigkeitsbereiche involviert ist: in Forschung, Lehre und Krankenversorgung. „Wir erwarten von den Kandidaten, dass sie sich bewusst für eine Universitätsklinik entscheiden, Leistungsbereitschaft mitbringen und sich für alle drei Felder begeistern können. Es muss Leidenschaft dabei sein“, betont Stephanie Wiese-Hess. Wer nur schnell seinen Facharzt absolvieren will, ist in einer Universitätsklinik fehl am Platz.
Doch nicht alle jungen Mediziner treibt es in ein Großkrankenhaus. Kleinere Lehrkrankenhäuser haben den Vorteil, dass Ärzte in der Ausbildung oft schneller die vorgeschriebene Zahl an diagnostischen, therapeutischen und operativen Maßnahmen absolvieren können – ohne in der Schlange der Kollegen darauf warten zu müssen. Auch das Katharinen-Hospital Unna, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Münster, bietet eine strukturierte Weiterbildung. Attraktiv für angehende Fachärzte: Die Kodierung der Krankheitsbilder findet in der Verwaltung statt, ärztliche Routinetätigkeiten wie Blutentnahmen werden vom Pflegepersonal übernommen, die Arztassistenten bereiten unter anderem Untersuchungen vor und legen Arztbriefe an – alles zur Entlastung des Ärztlichen Dienstes. „Der junge Arzt überblickt noch nicht den administrativen Teil seiner Tätigkeit, der auch nicht Gegenstand des Studiums war. Wir entlasten ihn, damit ihm mehr Zeit bleibt, sich auf seine eigentlichen medizinischen Aufgaben zu konzentrieren“, berichtet Personalleiterin Jutta Kappel. Im Wissen, dass es viele Absolventen in die großen Städte zieht, hat der Krankenhausverbund Hellweg, zu dem das Katharinen-Hospital Unna zählt, viele Anstrengungen unternommen, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. So wurde es für sein modernes Personalmanagement und familienfreundliche Arbeitszeiten vom Great Place to Work Institute Deutschland mehrmals als „Bester Arbeitgeber im Gesundheitswesen“ ausgezeichnet.
Die Nähe zu einer attraktiven Großstadt ist für Krankenhäuser Segen und Fluch zugleich. Die Regio Kliniken, größter privater Klinikbetreiber in Schleswig- Holstein und Tochter der privaten Sana Kliniken, nutzen alle Wege, um potenzielle ärztliche Bewerber anzusprechen – über Facebook, die Teilnahme an Karrieremessen oder persönliche Kontakte. Mit drei Akutkrankenhäusern, den Kliniken Pinneberg, Elmshorn und Wedel, sind sie akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Sucht die Klinik bundesweit Assistenzärzte, ist die Nähe zu Hamburg ein Vorteil. Für Hamburger Medizinstudenten liegen jedoch Pinneberg und Wedel, obwohl beide nahe an der Hansestadt, schon „ganz weit draußen“. Bisher können noch alle Assistenzarztstellen besetzt werden, so Katharina Brüssel, Personalleiterin der Regio Kliniken. Auch, weil die Vergütung nach dem Tarifvertrag des Marburger Bundes erfolgt, und weil es über die strukturierte Weiterbildung hinaus ein zusätzliches Budget für Fortbildungen gibt und die einzelnen Abteilungen flexible Arbeitszeitmodelle anbieten. „Wir stellen uns auf die Bedürfnisse des ärztlichen Personals ein. Teilzeitarbeit wird vermehrt genutzt, nicht nur von Assistenzärztinnen, sondern auch von Männern, die mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen“, berichtet die Personalleiterin. Ein eigener Kindergarten in Wedel bietet das gesamte Jahr über Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder von Mitarbeitern.
Mehr als 40 Prozent der Assistenzärzte bewerten laut Marburger Bund ihre Arbeitsbedingungen als „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Zu lange Wochenarbeitszeiten, schlechtes Arbeitsklima, keine Rücksicht auf die Familie. Moderne Kliniken, die wissen, dass sie den Erwartungen der Nachwuchsärzte entgegenkommen müssen, setzen daher auf familienfreundliche Modelle und flexible Arbeitszeiten. Ob ein Krankenhaus ein modernes Personalmanagement betreibt oder nicht, ist völlig unabhängig von der Größe des Hauses, des Trägers oder der Region. Auch in einem relativ kleinen Haus wie dem Hospitalverbund Hellweg profitieren die Mitarbeiterinnen von flexiblen Arbeitszeitregelungen. Sie können in und nach der Rückkehr aus der Elternzeit jede Form von Teilzeit wählen. Selbst ein halber Arbeitstag in der Woche ist umsetzbar. Hier heißt es: „Kinder bringen bei uns nicht den Ablauf durcheinander, sondern wir freuen uns mit den Mitarbeiterinnen über den Nachwuchs.“ Die Chancen für Assistenzärzte, sich für die Facharztausbildung ein Krankenhaus auszusuchen, das ihren speziellen Bedürfnissen entgegenkommt, sind gut. Vorausgesetzt, der Bewerber bringt eine gewisse regionale Flexibilität mit.
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Als internationales Unternehmen der Medizin- und Sicherheitstechnik entwickelt Dräger Geräte und Lösungen für Menschen auf der ganzen Welt. Das Thema Sicherheit steht dabei an vorderster Stelle. Von Achim Dreyer
Ob in der klinischen Anwendung, in Industrie, Bergbau, bei der Feuerwehr oder im Rettungsdienst: Dräger-Produkte schützen, unterstützen und retten Leben. Ganz klar, dass deshalb das Thema Sicherheit im Unternehmen groß geschrieben wird. Denn wer „Technik für das Leben“ entwickelt, muss mehr tun, als technische Exzellenz zu liefern. Er muss Verantwortung übernehmen. Verantwortung für die Menschen, die diese Technik brauchen und sich auf sie verlassen.
Sicherheitsaspekte in ihren verschiedensten Ausprägungen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Unternehmensgeschichte: von der Betriebssicherheit des „Lubeca Ventils“ zur Kohlensäureregulierung (1889) über die Patientensicherheit beim ersten Narkoseapparat (1902) bis zum Risikomanagement und der Datensicherheit bei informationstechnischen Systemen, die den Behandlungserfolg im Krankenhaus des 21. Jahrhunderts absichern.
„Die Herausforderung, kreative Lösungen für die strengen Sicherheitsanforderungen zu finden, hat mich zur Medizintechnik gebracht“, sagt Armin Wackrow, der nach seinem Studium der Elektrotechnik erst in der Bahntechnik einstieg und jetzt medizintechnische IT-Systeme testet. Dabei prüft er nicht nur intensiv, ob die Software reibungslos funktioniert und den klinischen Prozess im Krankenhaus optimal unterstützt, sondern sorgt auch dafür, dass ein eventuelles Risiko für den Patienten minimiert wird. „Gerade bei komplexen Software-Systemen kann nur eine Kette von sorgfältig aufeinander abgestimmten Maßnahmen die Sicherheit des Patienten gewährleisten“, hebt Udo Röpke, Risikomanager für medizinische Systeme, hervor. Er hilft dem Entwicklungsteam, zunächst die Risiken, die eventuell durch den Einsatz der Software für den Patienten entstehen könnten, zu erkennen. Dann unterstützt er das Team dabei, geeignete Maßnahmen zur Verringerung dieses Patientenrisikos zu finden. Der studierte Maschinenbauer hat nach über 15 Jahren Erfahrung im Risikomanagement für medizinische Geräte seit einigen Jahren auch das Risikomanagement für klinische IT-Systeme kennengelernt und stellt fest: „Die Technik für IT-Systeme entwickelt sich rasant. Die Normen und gesetzlichen Vorgaben sind noch längst nicht so ausgereift wie für Geräte, da betreten wir praktisch täglich Neuland.“
„Testen allein schafft da keine Lösung“, pflichtet Armin Wackrow ihm bei. „Sicherheit muss von Anfang an im Design und in der Implementierung der Software angelegt werden. Sonst können wir nicht nachweisen, dass das IT-System für den Patienten wirklich sicher ist.“ Das sieht auch Software-Entwicklerin Sina Scheuplein so. Nach ihrem Studium der Elektrotechnik hat sie zunächst einige Jahre in der Forschung am Fraunhofer Institut gearbeitet. Jetzt kümmert sich die zertifizierte Scrum-Masterin vor allem um die Datensicherheit im System. „Nur auf einer zuverlässigen Datengrundlage kann ein Decision Support System dem medizinischen Personal die richtigen Hinweise geben“, sagt Sina Scheuplein. Ihre Herausforderung besteht dabei vor allem darin, in Echtzeit Messdaten von einer Vielzahl verschiedener Geräte am Patientenbett zu erfassen.
Im Operationsraum oder auf der Intensivstation kommt es dabei auf jeden Herzschlag und jeden Atemzug des Patienten an. „Wir müssen aber nicht nur Daten von Dräger-Geräten auswerten. Das größte Problem ist, zuverlässig Daten von Geräten anderer Hersteller auszulesen, weil es leider keine anerkannten Standards dafür gibt.“ Dafür erarbeitet sie gerade eine Lösung in einem interdisziplinären Technologieprojekt in Zusammenarbeit mit Spezialisten der firmeninternen Abteilung für Grundlagenentwicklung. Sie ist gespannt: „Ich freue mich darauf, unsere Ergebnisse in die echte Produktentwicklung einzubringen.“
Bald wird Sina Scheuplein in einem Entwicklungsteam aus Informatikern und Ingenieuren verschiedener Richtungen Gelegenheit haben, „ihre“ Software marktreif zu machen und in ein komplexes IT-System zu integrieren. „Dabei setzen wir moderne Software- Technologie und aktuelle Methoden wie ,Agile Entwicklung‘ ein, um zuverlässige Produkte zu erhalten“, beschreibt Dr. Michael Rehfeldt, Leiter Research & Development Clinical IT, das Vorgehen. Nur so können die ITSysteme dann auch erfolgreich medizintechnisch zugelassen werden und das klinische Personal bei der Arbeit entlasten.
So lässt sich beispielsweise die Diagnose durch IT-Systeme unterstützen, die auch komplexe daten- und wissensbasierte Modelle der Vorgänge im Patientenkörper und klinischer Leitlinien auswerten können. Unterstützt durch mobile Geräte wie Tablet-Computer, die ständig aktuelle Daten überall im Krankenhaus zur Verfügung stellen, wird der Behandlungserfolg für den Patienten wirkungsvoll abgesichert.
Der Bereich Clinical IT gehört bei Dräger zu den Wachstumsbereichen und wird sukzessive ausgebaut. Software- Ingenieure und Risikomanager arbeiten gemeinsam mit ihren Kollegen daran, die Patientenversorgung noch besser, zuverlässiger und sicherer zu machen. Eine Aufgabe, für die es sich wirklich zu arbeiten lohnt.
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Branche
Personaldienstleistungen Medical&Science und Doctors
Produkte/Dienstleistungen
Spezialisierte Personalberatung, Personalvermittlung, Projekteinsätze, flexible und maßgeschneiderte Lösungen zur kurz- und langfristigen Überbrückung von Personalengpässen
Anzahl der Standorte
Deutschlandweite Betreuung durch Adecco Standorte, Kooperationen/Zusammenarbeit weltweit
Gesuchte Fachrichtungen
Assistenz- und Fachärzte aller Fachrichtungen, in und außerhalb der Klinik
Einsatzmöglichkeiten
Kliniken, medizinische Versorgungszentren, klinische Forschung, Pharma/Medizintechnik
Einstiegsprogramme
Einstiegspositionen bis Leitungs-/Managementfunktionen, Direkteinstieg in Kliniken, Klinische Forschung und Pharma/Medizintechnik
Mögliche Einstiegstermine
Jederzeit
Auswahlverfahren
Interviews
Einstiegsgehalt
Variable
Auslandstätigkeit
Durch Kooperationen innerhalb des Konzerns möglich
Angebote für StudentInnen
Medizinstudenten während der Semesterferien/Nebentätigkeit während des Studiums
Ansprechpartner
Mirjam Bruhn
Anschrift
Walter-Gropius-Straße 17
80807 München
Fon
089 3866588-20
Fax
089 3866588-29
E-Mail
mirjam.bruhn@adecco.de
Internet
www.adecco.de
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Über die Klinik
Wir sind eine der größten inhabergeführten Klinikgruppen in Deutschland mit Kliniken an 16 Standorten in vier Bundesländern. Unsere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Orthopädie, Neurologie, Psychosomatik, Chirurgie und Innere Medizin. Unser Anspruch ist, unseren Patienten eine messbar und spürbar bessere Medizin zu bieten. Und für unsere Mitarbeiter ein sehr guter Arbeitgeber zu sein. Um für Patienten und Mitarbeiter immer noch besser zu werden, verfolgen wir ein einfaches Prinzip: Wir messen, analysieren und versuchen gemeinsam Therapien und Abläufe noch besser zu gestalten. Am Ende sollen Therapiefortschritte für jene stehen, die bei uns im Mittelpunkt stehen. Unsere Patienten.
Branche
Gesundheitswesen
Anzahl der Standorte
16 Standorten in Bayern, Hessen, Hamburg und Schleswig-Holstein
Jahresumsatz der Klinik/Holding
591 Mio. Euro im Jahr 2012
Anzahl der MitarbeiterInnen
8500 Mitarbeiter
Anzahl der Betten
Rund 4200 Betten
Gesuchte Fachrichtungen
Medizin, Pflege, Therapie oder Management & Service
Einsatzmöglichkeiten
Sämtliche medizinische, pflegerische und kaufmännische Fachrichtungen
Einstiegsprogramme
Direkteinstieg
Mögliche Einstiegstermine
Ganzjährig
Auswahlverfahren
Telefoninterviews, Auswahlgespräche mit Fach- und Personalabteilung
Lehrkrankenhaus
Schön Klinik Hamburg Eilbek, Schön Klinik Neustadt
Weiterbildung
Eine Übersicht über unsere aktuellen Weiterbildungsbefugnisse finden Sie unter: www.schoen-kliniken.de/karriere/arbeitgeber/berufsgruppen/aerzte
Angebote für StudentInnen
Famulatur, Praktika, Abschlussarbeiten, Werkstudententätigkeit
Ansprechpartner
Christina Müller
Anschrift
Seestraße 5a
83209 Prien
Fon
08051 695-238
Fax
08051 695-5238
E-Mail
ChMueller@schoen-kliniken.de
Internet
www.schoen-kliniken.de/karriere
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Über die Klinik
Die MediClin ist mit insgesamt 52 Einrichtungen einer der führenden privaten Gesundheitsdienstleister in Deutschland. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Fachkliniken für die medizinische Rehabilitation.
Branche
Gesundheitsbranche
Anzahl der Standorte
Mit 34 Klinikbetrieben, sieben Pflegeeinrichtungen und elf Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern an 34 Standorten präsent.
Jahresumsatz der Klinik/Holding
509,7 Mio. Euro in 2012
Anzahl der MitarbeiterInnen
8400 Inland
Anzahl der Betten
8100 Betten bundesweit
Gesuchte Fachrichtungen
Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Neuro- und Psychowissenschaften sowie Orthopädie. Darüber hinaus gibt es an einzelnen Standorten besondere Kompetenzen in den Bereichen HNO, Onkologie (Strahlentherapie) und Innere Medizin (z. B. Kardiologie, Pneumologie, Endokrinologie).
Lehrkrankenhaus
Ja. Die MediClin Klinik an der Lindenhöhe in Offenburg ist dabei akademisches Lehrkrankenhaus der Uni Freiburg. Zu den Lehrkrankenhäusern der Uni Rostock zählen das MediClin Müritz Klinikum in Waren sowie das MediClin Krankenhaus in Plau am See.
Weiterbildung
Wir bieten interessierten Ärzten in unseren Häusern eine breite Palette an Weiterbildungs-möglichkeiten zur Erlangung einer Facharzt-, Schwerpunkt- und/oder Zusatzbezeichnung. Um die notwendige Transparenz und Verbindlichkeit Ihrer Facharztweiterbildung gewährleisten zu können, erstellen die einzelnen Fachbereiche der MediClin-Kliniken zunehmend Ausbildungscurricula. Unser Anspruch ist es, Ihnen eine gut strukturierte, verbindliche und klar geregelte Fort- und Weiterbildung zu ermöglichen.
Angebote für StudentInnen
In all unseren Einrichtungen können Hospitationen gemacht werden. Unterkunft und Verpflegung sind dabei kostenlos.
Ansprechpartner
Nicole Sebisch
Anschrift
Okenstraße 27 (Zentrale)
77652 Offenburg
Fon
0781 488-209
Fax
0781 488-200
E-Mail
bewerbung@mediclin.de
Internet
www.mediclin.de
www.arzt-bei-mediclin.de
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Branche
Medizin
Produkte/Dienstleistungen
Jobbörse „DocCheck Jobs“, Stellenanzeigen, Personalmarketing
Gesuchte Fachrichtungen
Medizin, Pflege, Pharmazie, Gesundheitswesen
Einsatzmöglichkeiten
Kliniken, Praxen, Apotheken, Pflegedienste, Pharmazeutische Industrie
Auslandstätigkeit
Internationale Stellenangebote in 6 Sprachen
Angebote für StudentInnen
Die Jobbörse DocCheck Jobs bietet auch Stellenangebote für Studenten oder PJler.
Ansprechpartner
Julia Moll
Anschrift
Vogelsanger Straße 66
50823 Köln
Fon
0221 92053-504
Fax
0221 92053-557
E-Mail
julia.moll@doccheck.com
Internet
jobs.doccheck.com/de
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Name: Chao-Yu Chang
Position: Junior Produktmanagerin
Stadt: Bad Homburg
Alter: 32 Jahre
Studium: Maschinenbau mit Schwerpunkt Medizintechnik
Abschlussjahr: 2010
Interessen: Kultur, Technik
Ziel: mich weiterentwickeln und mehr Verantwortung übernehmen
Nicht nur Ärzte können Menschen helfen, auch als Ingenieur kann ich viel zur Gesundheit von Patienten beitragen. Ingenieure entwickeln zum Beispiel Geräte, die es Ärzten ermöglichen, sich ganz auf den Patienten zu konzentrieren und präzisere Diagnosen zu stellen. Deshalb fiel meine Wahl auf ein Studium zum Maschinenbauingenieur mit dem Schwerpunkt Medizintechnik an der RWTH Aachen. Für das Studium bin ich 2003 aus Taiwan nach Deutschland gekommen. Für die RWTH habe ich mich entschieden, weil sie eine der führenden europäischen technischen Universitäten ist. An der Uni verbrachte ich viel Zeit mit deutschen Kommilitonen, daher fühlte ich mich schnell in Deutschland zu Hause. Bereits während des Studiums wurde ich auf den Beruf des Produktmanagers aufmerksam. Auf einer Jobmesse habe ich daraufhin einen Fresenius-Vertreter angesprochen, der mir das „Graduate Development Programm“ empfahl. Inzwischen habe ich das Programm abgeschlossen und bin im Unternehmen in meiner Zielposition eines Produktmanagers angekommen.
Im Produktmanagement habe ich die Entwicklung neuer Produkte betreut, Optimierungsprozesse vorhandener Produkte begleitet und mich um das Lifecycle-Management von Produkten gekümmert. Hierzu zählten zum Beispiel Dialysegeräte oder Dialysatoren für die Behandlung Nierenkranker. Eine weitere wichtige Aufgabe liegt im Bereich Marktforschung, vom Wettbewerbsvergleich bis zur Umsetzung von Kundenwünschen. Hier liegt meine Spezialität im internationalen Marketing. Wir erhalten Anfragen aus der ganzen Welt, die Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Ländern macht mir besonders viel Spaß. Konkret besteht hier meine Hauptaufgabe darin, Strategien zu entwickeln, für Schulungen aufzubereiten und umzusetzen. Im Unterschied zu anderen Traineeprogrammen wurde ich ganz gezielt auf die Position eines Produktmanagers vorbereitet. Hierfür habe ich verschiedene Stationen in der Konzernzentrale und in Werken an unterschiedlichen Standorten durchlaufen, sodass ich systematisch alle relevanten Tätigkeitsfelder kennengelernt habe. Parallel habe ich mein Netzwerk aufgebaut, welches mir bei meiner jetzigen Arbeit sehr hilft. Begleitend und auf meinen persönlichen Hintergrund abgestimmt konnte ich an verschiedenen Weiterbildungen und Trainings teilnehmen.
Aufgrund meines technischen Studiums habe ich die Produktionsprozesse schnell verstanden und konnte an Planungen aktiv teilnehmen. Besonders gut gefällt mir, dass ich früh Verantwortung übernehmen und auf die Unterstützung der Kollegen zählen konnte. Gerade habe ich die Leitung eines großen Projekts übernommen: die Einführung des neuen Unternehmenslogos in den verschiedenen Produktkategorien. Ich freue mich schon darauf und fühle mich gut auf diese Aufgabe vorbereitet.
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Eine neue Herausforderung für Ärzte bietet die Arbeit im Duisburger Medical Service Center. Patienten werden per Telefon informiert und unterstützt.
Dass bei medizinischen Themen ein enormer Informationsbedarf besteht, zeigen tägliche Erfahrungen in Arztpraxen. Oft fühlen sich Patienten nach einem Arztbesuch nur unzureichend informiert, sind verunsichert, haben die Diagnose nicht richtig verstanden oder wissen nichts über das verschriebene Medikament.
Diesen Patienten versprechen Gesundheitsportale im Internet schnelle Hilfe. So soll ein Mausklick auf Seiten wie „bauchschmerzen.de“ oder „gesundheit-aktuell.de“ schon im Vorfeld eines Arztbesuches informieren und im Nachhinein auftretende Fragen klären.
Eine alte Mühle als Call Center
Arztbesuche vor- und nachbereiten – das will auch der GesundheitScout24. Sowohl mit seinem Internetportal als auch mit seinem neu eingerichteten Medical Service Center – einem medizinischen Call Center, das im April 2001 eröffnet wurde. „Das Telefon war von Anfang an das Medium, auf das wir hinauswollten, da wir mit dem Internet nicht alle Menschen erreichen können“, erklärt Geschäftsführer Michael Thywissen das neue Konzept.
Niedergelassen hat sich das junge Unternehmen in den Räumen der unter Denkmalschutz stehenden Küppersmühle am Rande des Duisburger Innenhafens. Hinter der alternden Fassade verbergen sich modernste Arbeitsplätze, an denen täglich von sieben Uhr morgens bis zehn Uhr abends medizinisches Wissen per Telefon vermittelt wird.
„Wir wollen einen mündigen, aufgeklärten und mit allen notwendigen Informationen versorgten Patienten“, beschreibt Michael Thywissen das Ziel seines Unternehmens. 35 Fachärzte und 45 medizinische Assistenten haben für diese neue Aufgabe Abschied vom herkömmlichen Behandlungszimmer genommen. Von Allgemeinmedizinern über Chirurgen bis hin zu Psychiatern sind alle wichtigen Fachrichtungen vertreten.
Qualitätsgarantie
Das Service Center bietet seine Dienstleistungen verschiedenen Krankenkassen an. Diese geben ihren Kunden die Nummer einer Hotline, unter der das Service Center zu erreichen ist. Die für den telefonischen Dienst anfallenden Kosten übernehmen die Kassen. Wer allerdings hinter der Hotline einen ärztlichen Notdienst vermutet oder eine Ferndiagnose erwartet, ist hier falsch verbunden. Die ärztliche Berufsordnung schreibt vor, dass Diagnosen nur nach persönlicher Untersuchung des Patienten gestellt werden dürfen.
„Wenn ein Anrufer über Schmerzen klagt und wissen möchte, was mit ihm los ist, können und dürfen wir ihm nicht weiterhelfen. Wir informieren den Patienten erst dann, wenn die Diagnose feststeht“, betont Michael Thywissen.
Einer der in der alten Mühle beschäftigten „Telefonärzte“ ist Dr. med. Diedrich Bühler. Mit 45 Jahren hat der Internist seine fachärztliche Ausbildung längst abgeschlossen und bereits mehrere Jahre Berufserfahrung gesammelt. Damit erfüllt er die Voraussetzungen, die an neue Mitarbeiter gestellt werden und mit denen die Qualität des Personals gesichert werden soll.
Der Qualitätssicherung dient auch eine vierwöchige Schulung, der sich jeder neue Mitarbeiter vor Arbeitsantritt unterzieht. In diesen vier Wochen stehen neben einem EDV-Lehrgang der Umgang mit medizinischen Datenbanken sowie Rhetorik- und Kommunikationstraining auf dem Programm. Darüber hinaus hospitieren die Fachärzte jährlich mindestens vier Wochen in Universitätskliniken, um den Anschluss an die Praxis nicht zu verlieren.
Ein ungewöhnliches Berufsbild
Diedrich Bühler betrachtet den Call Center-Arzt als einen Beruf mit Zukunft: „Die Patienten legen immer größeren Wert darauf, gut informiert zu sein. Dementsprechend wächst auch der Bedarf an Fachkräften, die diese Informationen liefern – zum Beispiel in Call Centern.“
Allerdings weist er darauf hin, dass der Beruf für frisch examinierte Medizinabsolventen nicht in Frage kommt. Die vorausgesetzte Berufserfahrung hält er nicht nur der Qualität wegen für äußerst wichtig: „Unsere Tätigkeit entspricht nicht dem typischen Berufsbild eines Arztes, das Medizinstudenten vor Augen haben. Nur die wenigsten können sich jedoch von einem Berufsbild trennen, mit dem sie noch nicht einmal Kontakt hatten. Auch aus diesem Grund sollte man zunächst Erfahrung im herkömmlichen Arztberuf sammeln, bevor man sich für eine Alternative entscheidet.“
Burn-out in Krankenhäusern
Vielen Ärzten mit Berufserfahrung fällt es dagegen erstaunlich leicht, sich von ihrem alten Beruf zu verabschieden – vor allem dann, wenn sie einige Zeit in einem Krankenhaus tätig waren. „Unsere Kollegen wissen, was sie hinter sich lassen und warum sie eine Alternative gewählt haben“, meint Diedrich Bühler. „Die Arbeit im Krankenhaus ist kein leichtes Leben“, weiß auch Michael Thywissen. „Die Ärzte stehen dort permanent unter Druck, haben 36-Stunden-Schichten und einfach nicht die Zeit, sich dem Patienten so intensiv wie gewünscht zu widmen.“
Tatsächlich zeigt eine Studie des Nachrichtenmagazins Focus, dass sich junge Ärzte bereits nach einigen Jahren Krankenhauserfahrung überfordert und erschöpft fühlen. 90 bis 100 Stunden in der Woche sind keine Ausnahme – Zeit für Privatleben bleibt da kaum noch.
Für viele Mitarbeiter des Medical Service Center waren die zum Teil katastrophalen Bedingungen in den Krankenhäusern ein Grund dafür, den Arbeitgeber zu wechseln. Im medizinischen Service Center wird ihnen eine in der Branche unübliche 40-Stunden-Woche geboten, die für viele ein Stück neue Lebensqualität bedeutet. Entsprechend neidisch blicken die in den Krankenhäusern zurückgebliebenen Kollegen auf das Büro im Duisburger Innenhafen.
Andere, vor allem niedergelassene Ärzte mit gut funktionierenden Praxen, schauen dagegen feindselig nach Duisburg. „Viele haben kein Verständnis für unsere Arbeit und betrachten uns als Konkurrenz, die ihre vollen Wartezimmer gefährdet“, beschreibt Diedrich Bühler die typischen Reaktionen.
Der Patient ist König
Dabei versichert Michael Thywissen, keine Konkurrenz zu niedergelassenen Ärzten anzustreben. Ganz im Gegenteil: Zusammenarbeit ist gefragt. „Wir wollen gemeinsam mit den Ärzten dazu beitragen, dass der Patient besser versorgt wird“, betont der Geschäftsführer. Die Kooperation mit den Ärzten spiegelt sich in verschiedenen Programmen wider, die das Center anbietet: So sollen im Rahmen eines Disease-Management-Programms Patienten effektiver betreut werden.
Junge Diabetiker beispielsweise werden dazu angeleitet, regelmäßig ihre Werte zu überprüfen und sich bei Bedarf von einem Arzt durchchecken zu lassen. Durch diese Kontrolle sollen Spätschäden verhindert werden. „Um das Wohl der Patienten zu steigern, müssen wir in solchen Fällen mit den niedergelassenen Ärzten zusammenarbeiten“, fordert Michael Thywissen.
Doch die Zusammenarbeit mit anderen Ärzten gestaltet sich nicht nur aufgrund des Konkurrenzgedankens schwierig. Viele Kollegen zweifeln an der Qualität. „Oft werden wir mit anderen medizinischen Call Centern gleichgesetzt, in denen keine ausgebildeten Fachärzte, sondern Medizinstudenten im Grundstudium am Telefon sitzen. Oder mit solchen, deren Ärzte hauptberuflich eine eigene Praxis haben und die telefonische Auskunft nur nebenher betreiben.
Von diesen Konkurrenzunternehmen heben wir uns dadurch ab, dass unser Personal dem einer qualitativ hoch stehenden Klinik entspricht und dass die Mitarbeiter Vollzeit bei uns beschäftigt sind. Sie können sich also ganz auf ihre Arbeit im Call Center konzentrieren“, beschreibt der „Telefon-Internist“ die Lage.
Fragen über Fragen
Die tägliche Arbeit vollzieht sich in zwei Stufen. Eingehende Anrufe werden zunächst von Arzthelferinnen und -helfern sowie von Krankenschwestern und -pflegern entgegengenommen. Diese stellen fest, ob der Anrufer zugangsberechtigt, also Mitglied einer der Partnerkrankenkassen ist. Je nach Frage leiten sie ihn an den entsprechenden Facharzt weiter.
Die Ärzte werden im Laufe eines Arbeitstages mit unterschiedlichsten Fällen konfrontiert. „Stellen Sie sich die Geburtstagsfeier einer älteren Dame vor, deren Enkel Medizin studiert“, veranschaulicht Diedrich Bühler seine Situation. „Sobald sich unter den Gästen herumgesprochen hat, dass ein zukünftiger Arzt anwesend ist, wird sich eine Traube von Menschen mit allen möglichen Fragen um ihn versammeln.“
Fragen dieser Art werden auch an die Call Center-Ärzte herangetragen. „Ich habe den Beipackzettel meines neuen Medikaments gelesen. Sind die Nebenwirkungen wirklich so schlimm?“, „Mein Zahnarzt hat meiner Tochter eine feste Zahnspange verschrieben. Ist das sinnvoll?“ oder „Kann ich diese beiden Medikamente zusammen einnehmen?“ Zwischen 3000 und 4000 solcher Anrufe gehen täglich ein.
Die durchschnittliche Gesprächsdauer liegt bei sieben Minuten. „Darunter fallen Gespräche, die zwei bis drei Minuten dauern, wie zum Beispiel die Frage nach der nächstgelegenden Arztpraxis. Andere Telefonate mit ernsthaften Problemen können auch mal sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen“, erklärt der Internist. Bei Fragen, die eine ärztliche Beratung oder Diagnose erfordern, wird den Anrufern empfohlen, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.
Das Duisburger Medical Service Center betrachtet seine Arbeit als „Medizin der Zukunft“. Eine Medizin, von der Gesundheitswesen und Patienten profitieren sollen –und Ärzte. Denn alle, die Stethoskop gegen Telefonhörer tauschen und informieren statt diagnostizieren möchten, finden hier eine berufliche Alternative zur Arbeit im Krankenhaus oder in der Praxis – mit dem großen Vorteil geregelter Arbeitszeiten.
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Der Professor
Ludwig Georg Braun ist seit 1972 Vorstandsmitglied des Pharma- und Medizinartikelherstellers B. Braun Melsungen. Im karriereführer spricht der Bankkaufmann, der sowohl Ehrendoktor als auch Ehrenprofessor ist, warum Querdenken manchmal von Vorteil ist und was man für eine erfolgreiche Karriere braucht. Die Fragen stellte Christiane Martin.
Zur Person Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun
Ludwig Georg Braun wurde 1943 in Kassel geboren. Hier absolvierte er das Abitur und eine Lehre zum Bankkaufmann. Es folgten praktische betriebswirtschaftliche Studien in Großbritannien und den USA. Von 1968 bis 1971 arbeitete er in der Nähe von Rio de Janeiro in der Geschäftsleitung eines brasilianischen Unternehmens mit 1600 Mitarbeitern, der heutigen Tochtergesellschaft Laboratórios B. Braun S.A. Hier baute er das Exportgeschäft innerhalb Lateinamerikas auf.
1972 kehrte Ludwig Georg Braun nach Europa zurück und trat in die B. Braun Melsungen AG ein; seit 1977 trägt er die kaufmännische Gesamtverantwortung für das Unternehmen. Er war zunächst Vorstandssprecher, später wurde er Vorstandsvorsitzender.
Neben zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten ist er auch Präsident des Deutschen Industrieund Handelskammertages (DIHK). Er trägt die Doktorehrenwürde der Universität Freiburg und den vom Land Hessen verliehenen Titel des Professors. Ludwig Georg Braun ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.
Herr Professor Braun, was halten Sie von Querdenkern?
Querzudenken heißt, den Mut zu haben, auch einmal andere, neue Wege zu gehen und das, was man tut, kontinuierlich zu hinterfragen – auf der Suche nach besseren und vielleicht effizienteren Lösungen. In diesem Sinne sind Querdenker bei B. Braun gerne gesehen, weil sie im Team mit Kollegen zu guten Lösungen kommen.
Und sind Sie selbst einer? Die außergewöhnliche Architektur der B.-Braun-Konzernzentrale lässt fast darauf schließen.
Die moderne Werkanlage von B. Braun im nordhessischen Melsungen ist für mich Ausdruck der Verantwortung, die wir als Unternehmerfamilie für die Region übernehmen. Die Architektur symbolisiert die Unternehmenskultur auf besondere Weise: Hier wird zum Beispiel deutlich, was wir mit Werten wie Innovation und Transparenz meinen.
Und innen? Wie sieht es da aus? Gibt es im Unternehmen B. Braun Projekte, bei denen „quergedacht“ wurde?
Wichtig ist mir, dass wir nicht nur in einer modernen „Hülle“ arbeiten, sondern dass wir auch im Inneren moderne Arbeitskonzepte praktizieren. Mit dem Bürokonzept 2010 lösen wir die Bindung des Mitarbeiters an einen nur für ihn persönlich reservierten Schreibtisch. Unser modernes Computernetzwerk ermöglicht es, jeden Tag einen anderen Arbeitsplatz zu wählen. Dies hat einen intensiven Austausch mit allen Teamkollegen zur Folge. Jeder erfährt sehr viel über die Aufgaben der anderen, kann sich dadurch stärker einbringen und sein Wissen vermehren. Auch das steht hinter unserem Unternehmensclaim „Sharing Expertise“.
Ist Querdenken Ihrer Meinung nach eine Eigenschaft, die auch Hochschulabsolventen mitbringen sollten, wenn sie bei B. Braun einsteigen wollen?
Wenn man neu in ein Unternehmen einsteigt, geht es zunächst darum, die Unternehmenskultur zu entdecken und ein Teil von ihr zu werden. Wir wünschen uns selbstständige Mitarbeiter, die konstruktiv an den gemeinsamen Zielen mitarbeiten. Querdenken im Sinne eines kritischen Hinterfragens kann da nützlich sein.
Was müssen sie denn noch können?
B. Braun ist in über 50 Ländern der Erde tätig. Neben den fachlichen Kenntnissen setzen wir da natürlich möglichst vielfältige Sprachkenntnisse voraus und gerne auch Erfahrungen mit anderen Kulturen. Die interkulturelle Kompetenz wird immer wichtiger, da das Geschäft außerhalb Deutschlands beziehungsweise Europas stetig an Bedeutung gewinnt. In allen Funktionen ist die Bereitschaft, im Team zu arbeiten, unerlässlich. Der offene und regelmäßige Austausch mit den Kollegen fördert kreative Lösungen. Und last but not least: Die Arbeit bei B. Braun soll Spaß machen.
Spüren Sie den von vielen prognostizierten Fachkräftemangel in Deutschland?
Ja, den spüren auch wir. Er spiegelt sich insbesondere in den technischen Berufsbildern wider, bei den Industriemechanikern, Elektronikern, Pharmakanten, Medizintechnikern und Ingenieuren. Noch schwieriger ist es bei Fachkräften mit Berufserfahrung. Zum Teil herrscht aber auch Mangel in Managementebenen bei kaufmännischen und naturwissenschaftlichen Fachkräften sowie bei den technischen Ausbildungsberufen.
Was tun Sie dagegen?
Wir bilden zunehmend selbst aus und investieren entsprechend in die Ausbildung. Zurzeit planen wir den Bau einer neuen modernen Ausbildungswerkstatt. Und wir werben mit dem, was B. Braun zu einem sehr interessanten Arbeitgeber macht: mit unserer modernen Arbeitswelt, mit den attraktiven Traineeprogrammen, den Karrieremöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven innerhalb unserer internationalen Organisation, mit unserem breit gefächerten Weiterbildungsangebot und unseren Sozialleistungen. Wir zeigen potenziellen Kandidaten unser umfassendes familienfreundliches Programm „B. Braun for Family“, das es ihnen erleichtern soll, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen. Und damit sich Studierende vor Ort davon überzeugen können, laden wir sie ein, uns vor Ort kennenzulernen. Auch Praktika und Diplomarbeiten ermöglichen einen ersten, wichtigen Kontakt. Wer B. Braun kennenlernt, sieht schnell, dass die Werteorientierung, welche unsere Unternehmenskultur kennzeichnet, das sozial-gesellschaftliche Engagement und die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern B. Braun zum attraktiven Arbeitgeber machen.
B. Braun plant in den nächsten drei Jahren 1,4 Milliarden Euro in die Erweiterung der Produktion zu investieren. Welches ist dabei Ihrer Meinung nach das innovativste Projekt?
Innovation ist einer der Kernwerte von B. Braun. Nur mit innovativen Produkten werden wir weiterhin so erfolgreich sein wie bisher in unserer 170-jährigen Geschichte. Es fällt mir schwer, den Innovationsgrad der Projekte miteinander zu vergleichen. Ihnen allen ist gemeinsam, dass wir unsere Fertigungen weiter modernisieren durch neue Technologien, die in unserem eigenen Sondermaschinenbau entwickelt wurden. Von Anfang an haben wir unsere Mitarbeiter in diese Prozesse eingebunden und gemeinsam mit ihnen Qualifizierungsprojekte entwickelt. Trotz aller Internationalität sind wir übrigens stolz darauf, dass wir etwa die Hälfte des Betrags am Standort Deutschland investieren.
B. Braun Melsungen AG
Den Grundstein für das bis heute familiengeführte Unternehmen B. Braun legte 1839 der Apotheker Julius Wilhelm Braun in Melsungen, einem Luftkurort in Nordhessen. Sein Sohn Bernhard Braun begann 1864 mit der Produktion von Pflastern und Migränestiften und ließ drei Jahre später die Firma B. Braun ins Handelsregister eintragen.
Von da an wuchs das Unternehmen stetig. Im Jahr 1939 hatte es bereits 500 Mitarbeiter. Der Umsatz stieg bis ins Jahr 1964 bei etwa 1700 Mitarbeitern auf 50 Millionen DM. 1976 kaufte B. Braun das Unternehmen Aesculap aus Tuttlingen und hat heute weltweit 36.000 Mitarbeiter, die 2007 über drei Milliarden Euro Umsatz mit der Herstellung von Produkten für Anästhesie, Intensivmedizin, Kardiologie, extrakorporale Blutbehandlung und Chirurgie erwirtschafteten.
Mehr Interviews mit prominenten Gesprächspartnern gibt es in der Rubrik Prominente 
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Ein für alle Berufe geeignetes Muster-Anschreiben bei der Bewerbung gibt es nicht. Es kommt vor allem auf die Anzeige und die ausgeschriebene Position an.
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Branche
Chemie, Pharma
Produkte/Dienstleistungen
Der Unternehmensbereich Pharma umfasst innovative rezeptpflichtige Arzneimittel sowie Produkte für die Selbstmedikation.
Der Unternehmensbereich Chemie bietet Spezialprodukte für die Elektronik-, Farb-, Kosmetik-, Lebensmittel-, Pharma- und Biotech-Industrie.
Anzahl der Standorte
Hauptsitz in Darmstadt, Standorte in über 60 Ländern weltweit
Jahresumsatz
Gesamterlöse in Höhe von 9,3 Mrd. Euro im Jahr 2010
Anzahl der MitarbeiterInnen
Rund 10.000 im Inland, rund 40.000 weltweit
Bedarf an Hochschul-absolventInnen
Rund 150 jährlich
Gesuchte Fachrichtungen
Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, IT
Einsatzmöglichkeiten
Forschung & Entwicklung, Technik, Produktion, Analytik, Marketing, Vertrieb, Controlling u.v.m.
Einstiegsprogramme
Traineeprogramme im Inhouse Consulting sowie Accounting & Controlling; Doktorarbeiten, PostDoc, Direkteinstieg
Mögliche Einstiegstermine
Laufend
Auswahlverfahren
Interviews oder Assessment Center
Einstiegsgehalt
Abhängig von der Position
Auslandstätigkeit
Möglich
Angebote für StudentInnen
In Darmstadt stehen jährlich rund 400 Praktikumsplätze und 100 Abschlussarbeitsthemen zur Verfügung. Voraussetzung für einen Praktikumsplatz sind üblicherweise mindestens vier absolvierte Studiensemester. Werkstudenten werden von uns in Darmstadt oder Gernsheim in der Produktion, im Lager oder im Büro eingesetzt.
Ansprechpartner
HR Direktberatung
Anschrift
Frankfurter Straße 250
64293 Darmstadt
Fon
06151 723338
E-Mail
hr-direktberatung@merck.de
Internet
www.come2merck.de 
facebook.com/MerckKarriere 
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Branche
Engineering-Dienstleistungen
Produkte/Dienstleistungen
WE GIVE ENGINEERS THE FREEDOM TO CREATE THE FUTURE
Ausgehend von der Produktentwicklung bietet die euro engineering AG Dienstleistungen, die sich am typischen Prozessverlauf des Engineering orientieren. Von der Konzeption über Entwicklung, Konstruktion, Berechnung und Versuch bis hin zum Projektmanagement und zur Dokumentation, arbeiten wir mit Leidenschaft an und in zukunftsorientierten Projekten unserer Kunden.
Anzahl der Standorte
Über 40 Niederlassungen bundesweit, 5 überregional tätige Fachbereiche sowie technische Büros
Anzahl der MitarbeiterInnen
Über 2100 Mitarbeiter (Stand Juni 2012)
Bedarf an HochschulabsolventInnen
Ca. 225 (2012)
Gesuchte Fachrichtungen
Alle Ingenieurwissenschaften
Einsatzmöglichkeiten
Engineering-Projekte
Einstiegsprogramme
Traineeprogramm Technik, Traineeprogramm Vertrieb, euro engineering Campus, Direkteinstieg
Mögliche Einstiegstermine
Jederzeit
Auswahlverfahren
Persönliche Gespräche, Assessment Center
Einstiegsgehalt
Einstiegsgehalt wird individuell vereinbart
Auslandstätigkeit
Auslandseinsätze sind möglich
Angebote für StudentInnen
Praktika, Abschlussarbeiten, Werkstudententätigkeiten
Ansprechpartner
Jan Dirzus
Anschrift
Niederkasseler Lohweg 18
40547 Düsseldorf
Fon
0211 530653-910
Fax
0211 530653-950
E-Mail
personal@ee-ag.com
Internet
www.ee-ag.com
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Branche
Pharma
Produkte/Dienstleistungen
Innovative, verschreibungspflichtige Medikamente, Impfstoffe, Medizinprodukte, Generika, Consumer Healthcare und Tiergesundheit
Anzahl der Standorte
Frankfurt am Main, Berlin, Köln, Neu-Isenburg und Hallbergmoos, weltweit in über 100 Ländern präsent
Jahresumsatz
In Deutschland 4,7 Mrd. Euro (2011), weltweit 33,4 Mrd. Euro (2011)
Anzahl der MitarbeiterInnen
In Deutschland ca. 9200, weltweit ca. 110.000
Bedarf an HochschulabsolventInnen
Ca. 30 p. a.
Gesuchte Fachrichtungen
Naturwissenschaften, Medizin, Ingenieurwissenschaften und BWL
Einsatzmöglichkeiten
F&E, Arzneimittelzulassung/Medizinische Abteilung, Wirkstoffproduktion & Arzneimittelfertigung, Ingenieurtechnik/Prozessentwicklung, Qualitätskontrolle/-sicherung, Einkauf/Logistik, M&V (Berlin), Controlling, Informatik, Personal, Kommunikation
Einstiegsprogramme
Individuelle Einarbeitung, Traineeprogramme, Training-on-the-Job
Mögliche Einstiegstermine
Laufend
Auswahlverfahren
Prüfung der Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräche mit Fach- und Personalabteilung, Assessment Center bei Traineeprogrammen
Einstiegsgehalt
Positionsabhängig, marktkonform
Auslandstätigkeit
Möglich, bitte direkt über www.sanofi-aventis-job.com bewerben
Angebote für StudentInnen
- Praktika: mindestens 6 Wochen, freiwilliges Praktikum bis zu 3 Monaten, Pflichtpraktikum bis zu 6 Monaten, Vergütung ab 500 Euro pro Monat
- Abschlussarbeiten: Dauer laut Studienordnung, gewünschte Themenvorschläge bitte angeben, Vergütung ab 750 Euro pro Monat
- Generell: variable Eintrittstermine, Bewerbungsvorlauf 3 bis 4 Monate
- Werkstudenten: Beschäftigung während Semesterferien, Vergütung ab 2150 Euro pro Monat, Bewerbungen bitte nur auf geschaltete Stellenanzeige
Ansprechpartner
Recruitment Center
Anschrift
Industriepark Höchst, Geb. K703
65926 Frankfurt am Main
Fon
069 305-21288
Fax
069 305-18523
Internet
www.sanofi.de/karriere
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Branche
Medizintechnik, Sicherheitstechnik (Metall- & Elektroindustrie)
Produkte/Dienstleistungen
Medizintechnik:
Notfall- & Intensivmedizin, Wärmetherapie für Frühgeborene, Patientenmonitoring, IT-Lösungen, Zubehör- & Verbrauchsmaterialien, Deckenversorgungseinheiten & Leuchtensysteme, zentrale Versorgungseinheiten für medizinische Gase
Sicherheitstechnik:
Ganzheitliches Gefahrenmanagement (Personen- & Anlagenschutz), stationäre & mobile Gasmesssysteme, Atemschutzausrüstung
Anzahl der Standorte
190 Standorte weltweit
Jahresumsatz
2,37 Mrd Euro (2012)
Anzahl der MitarbeiterInnen
Rund 12.500 Mitarbeiter
Bedarf an HochschulabsolventInnen
50 Hochschulabsolventen, 300 Praktikanten, aktuell ca. 200 Young Professionals
Gesuchte Fachrichtungen
Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik, Informatik/Techn. Informatik, Wirtschaftsinformatik, Mechatronik, Sicherheitstechnik, Medizintechnik
Einsatzmöglichkeiten
Forschung & Entwicklung, Grundlagenentwicklung, Produktion, Produktmanagement
Einstiegsprogramme
Praktikum im In- & Ausland Werkstudierendentätigkeit Bachelor-, Master- & Diplomarbeit, Traineeprogramm, Direkteinstieg
Mögliche Einstiegstermine
Jederzeit
Auswahlverfahren
Telefoninterview, Vorstellungsgespräch, Fallstudie
Einstiegsgehalt
Etwa 59.000 Euro p. a. (für Ingenieure)
Auslandstätigkeit
Ja, nach entsprechender Einarbeitung, frühestens nach zwei Jahren
Angebote für StudentInnen
Praktikum im In- & Ausland, Werkstudierendentätigkeit, Bachelor-, Master- & Diplomarbeit
Ansprechpartner
Für die Bereiche Forschung & Entwicklung, Grundlagenentwicklung, Patente, Einkauf, Qualität:
Hella Gossmann
Anschrift
Moislinger Allee 53-55
23558 Lübeck
Fon
0451 882-1338
E-Mail
hella.gossmann@draeger.com
Internet
www.draeger.com/karriere 
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Branche
Pharmazeutische Industrie
Produkte/Dienstleistungen
Forschung & Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Arzneimitteln
Anzahl der Standorte
Inland: Berlin
Niederlassungen in 31 osteuropäischen und asiatischen Ländern
Jahresumsatz
1,1 Mrd. Euro in 2009
Anzahl der MitarbeiterInnen
Weltweit rund 4800 Mitarbeiter
Bedarf an Hochschul-absolventInnen
Ca. 25 pro Jahr
Gesuchte Fachrichtungen
- Naturwissenschaften (v. a. Pharmazie, Humanmedizin, Lebensmittel-/chemie)
- Ingenieure (v. a. Pharmatechnik)
- Wirtschaftsinformatik
- Wirtschaftswissenschaften
Einsatzmöglichkeiten
Forschung & Entwicklung, Medizin & Forschung, Marketing, Arzneimittelzulassung, Produktion, Qualitätskontrolle/-sicherung, Technik, Finanzen, Personal
Einstiegsprogramme
Traineeprogramme, Direkteinstieg
Mögliche Einstiegstermine
Laufend
Auswahlverfahren
Interviews mit Fach- und Personalabteilung Auswahlverfahren
Einstiegsgehalt
N. V. und positionsabhängig
Angebote für StudentInnen
Praktika, Betreuung von Abschlussarbeiten (Diplom, Master, Bachelor)
Anschrift
Glienicker Weg 125
12489 Berlin
Internet
www.berlin-chemie.de 
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Dieses Profil wurde länger nicht mehr aktualisiert, alle Angaben sind daher ohne Gewähr
Branche
Medizintechnik
Produkte/Dienstleistungen
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von medizinischen Geräten für die Kardiologie und Kardiochirurgie (z.B. Herzschrittmacher, Defibrillatoren)
Anzahl der Standorte
6 Inland, 2 Ausland
Anzahl der MitarbeiterInnen
2800 Inland, 2100 Ausland
Bedarf an Hochschul-absolventInnen
Ca. 60
Gesuchte Fachrichtungen
Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Maschinenbau, Feinwerktechnik, Physik, (technische) Informatik, Werkstoffwissenschaften, BWL, Biomedizintechnik, (technische) Chemie, Medizin
Einsatzmöglichkeiten
Entwicklung, Fertigung, Qualitätsmanagement, Marketing, Vertrieb, Servicebereiche
Einstiegsprogramme
Direkteinstieg mit individuellem Einarbeitungsplan
Mögliche Einstiegstermine
Laufend
Auswahlverfahren
Interviews, teilweise Karriere- und Bewerbertage
Einstiegsgehalt
35.000 bis 45.000 Euro
Auslandstätigkeit
Möglich
Angebote für StudentInnen
Jährlich beschäftigen wir bis zu 200 Studenten im Unternehmen.
- Betreuung von Abschlussarbeiten
- Betreuung von Praktika
- Werkstudentenjobs
Ansprechpartner
Sven Kettner
Anschrift
Woermannkehre 1
12359 Berlin
Fon
030 68905-3500
Fax
030 68905-3950
E-Mail
personnel@biotronik.com
Internet
www.biotronik.de 
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