jura

E-Mail für Dich



Von: Manfred Wissmann
Gesendet: 5. März 2013
Dringlichkeit: hoch
An: alle angehenden Juristen
Betreff: Erster Hans Soldan Moot Court – Jetzt bewerben!

Liebe Leserinnen und Leser,

wie bereitet sich ein Jurastudent praktisch auf den Berufsalltag als Anwalt vor? Eine sinnvolle Methode sind sogenannte Moot Courts, bei denen sich Jurastudenten im Rahmen ihrer juristischen Ausbildung vor einem fiktiven Gericht als Prozesspartei mit einem Fall auseinandersetzen. Dieser Trend aus den USA ist mittlerweile zwar auch in Deutschland angekommen, was jedoch noch fehlt, ist ein größerer, zentral ausgetragener, bundesweiter Wettbewerb. Deshalb hat die Hans Soldan Stiftung zusammen mit der Bundesrechtsanwaltskammer, dem Deutschen Anwaltverein und dem Deutschen Juristen-Fakultätstag den jährlich stattfindenden Hans Soldan Moot Court zur anwaltlichen Berufspraxis (kurz: Soldan Moot) ins Leben gerufen, der die Tätigkeit eines Anwalts im deutschen Rechtssystem nachbildet. Die Entwicklung der Moot-Fälle sowie die organisatorische Durchführung des Wettbewerbs obliegt Prof. Dr. Christian Wolf, dem geschäftsführenden Vorstand des Instituts für Prozess- und Anwaltsrecht der juristischen Fakultät Hannover, in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern.

Im Gegensatz zu anderen Moot Courts, die sich insbesondere auf internationaler Ebene meistens mit Spezialthemen, zum Beispiel dem Völkerrecht beschäftigen, simuliert der Soldan Moot ein Gerichtsverfahren vor einem Landgericht und bereitet so auf realistische Fälle des Berufsalltags vor. Thematisch wird jedes Jahr ein Fall behandelt, der den Studierenden auch wichtige Kenntnisse des anwaltlichen Berufsrechts vermittelt. Als Interessensvertreter müssen sie den Fall rechtlich analysieren, Beweismittel würdigen und Rechtsmeinungen formulieren. Dabei ist es auch notwendig, sich mit den Gegenargumenten auseinanderzusetzen und das Gericht schließlich von der eigenen Position zu überzeugen. Neben juristischen Kenntnissen werden so auch Soft Skills wie freie Rede, Argumentations- und Plädoyer-Technik sowie Teamwork gefördert. Darüber hinaus bietet der Wettbewerb Kanzleien die Möglichkeit, sich in die anwaltsorientierte Juristenausbildung einzubringen und erste Kontakte zu hochqualifizierten Absolventen aufzubauen.

Auszeichnungen sind in vier verschiedenen Kategorien geplant: Bester Klägerschriftsatz, Bester Beklagtenschriftsatz, Beste mündliche Leistung in der Vorrunde, Sieg im Finale.

Im Einführungsjahr 2013 können alle Universitäten ihre Teams unmittelbar zum nationalen Endentscheid schicken. Ab dem nächsten Jahr wird es Vorentscheide auf Universitätsebene geben, bei denen sich die einzelnen Teams für das bundesweite Finale qualifizieren müssen. In der Vorrunde wird selbstverständlich ein anderer Fall als im Finale behandelt.

Der Wettbewerb startet am 4. Juli 2013 mit der Ausgabe des Falls. Den genauen Ablauf, die Teilnahmebedingungen und alle wichtigen Informationen zu dem Wettbewerb sind unter www.soldanmoot.de zu finden.

Viele Grüße,
Manfred Wissmann
Vorstand der Hans Soldan Stiftung
Bocholder Straße 259, 45356 Essen, www.soldanmoot.de

 

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Jura trifft Verlag



Dr. Ute von der Aa

Dr. Ute von der Aa

43 Jahre,
Verlagsleiterin des
Deutschen Notarverlags

Bei vielen geisteswissenschaftlichen Studenten gehört das Verlagslektorat zu den gängigen und nicht selten gezielt angestrebten Berufsbildern. Anders ist es bei den meisten Jura-Studierenden. Ihnen ist nicht bewusst, dass es in den zahlreichen Fachinformationsverlagen Deutschlands abseits der üblichen Karrieren eine andere Möglichkeit der beruflichen Entwicklung nach dem abgeschlossenen rechtswissenschaftlichen Studium gibt.

Meine ersten Berührungspunkte mit der Verlagsbranche waren ein studentischer Aushilfsjob an der Universität Münster, der mit der Redaktion von StGB-Kommentartexten verbunden war, sowie ein Werkvertragsjob zur Erfassung von Urteilsdaten für eine Rechtsprechungsdatenbank. Damals steckten derlei elektronische Anwendungen noch in den Kinderschuhen, erfasst wurde in „Turbo-Pascal“ und publiziert in der Regel auf CD-ROM, noch nicht online. Danach war es nur noch ein kleiner Schritt in das Lektorat des Wissenschaftsverlages Walter de Gruyter in Berlin, wo ich knapp zehn Jahre als verantwortliche Lektorin für das Strafrecht gearbeitet habe. 2010 ging es dann von der neuen in die alte Hauptstadt Bonn und in die Leitung des Bereichs Produktmanagement des Deutschen Anwaltverlags. Es folgte die Leitung des Deutschen Notarverlags, die ich seit Kurzem innehabe. Dass heute in den Verlagen kaum noch von Lektorat, sondern häufig von Produktmanagement die Rede ist, mag verdeutlichen, wie sehr sich dieses Berufsbild in den vergangenen zwanzig Jahren verändert hat. Natürlich ist und bleibt die inhaltliche und formale Redaktion von juristischen Fachtexten immer ein Teil der Arbeit. Zunehmend spielt aber das kaufmännische Mitdenken und das managen von Fachinformationsprojekten über alle Medienarten hinweg eine wichtigere Rolle. Der Umbruch in der Fachinformationsbranche und die Konkurrenz zu kostenfreien Inhalten im Internet machen den Beruf des Verlagslektors gerade heute so spannend und abwechslungsreich. Dies gilt ebenso für Führungspositionen in Verlagen. Ein Verlagsprogramm und die Mitarbeiter im Lektorat in eine teilweise ungewisse, aber sicher spannende Zukunft zu führen, erfordert nicht nur die klassischen Managementqualitäten, sondern auch und vor allem Kreativität und die Lust auf Neues. Wer sich davon angesprochen fühlt, sollte versuchen, in die Verlagsarbeit hineinzuschnuppern.

 

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Der Anwalt und das liebe Vieh



Spezialist 1: Tieranwalt

Spezialist 2: Sportrechtler
Spezialist 3: Seerechtler

Manche Menschen sehen den Beruf des Juristen als trocken und langweilig an. Tatsächlich aber bewegt er sich auf einem hochspannenden Terrain, denn der Jurist darf sich mit allen Erscheinungsformen des Lebens auseinandersetzen. Eine dieser Erscheinungsformen ist auch das Zusammenleben von Mensch und Tier. Die sich daraus ergebenden Probleme zum Wohle beider Spezies zu lösen, ist das Tätigkeitsfeld eines Tieranwalts. Von Joachim Cäsar-Preller, Tieranwalt

Das Tierschutzgesetz im Internet: www.gesetze-im-internet.de/tierschg/index.html

 

„Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort ‚Tierschutz‘ überhaupt geschaffen werden musste“, sagte einst Theodor Heuss. Tatsächlich muss man kein entrückter Sentimentalist sein, um für einen ernst zu nehmenden Tierschutz zu plädieren. Vielmehr haben die von Juristen zu bearbeitenden Fälle auch immer mit Menschen zu tun. Schließlich sind es die Menschen, die sich für oder gegen ein Tier an den Tieranwalt wenden – Tiere selbst können keinen Anwalt aufsuchen. Der „Gegenstand“, um den es bei einem Konflikt geht, ist aber keine Sache, sondern ein Lebewesen mit eigenen Empfindungen und speziellen Ansprüchen. Das macht das Tätigkeitsfeld eines Tieranwalts zu einem sehr sensiblen Arbeitsfeld.

Es gilt immer abzuwägen zwischen den Vorstellungen des Mandanten und dem Wohl des Tieres, die nicht immer die gleichen sind. Zum Beispiel möchte ein Mandant seinen Hund wiederbekommen, der ihm vom Veterinäramt entzogen wurde – er sieht nicht ein, dass das Tier unter seiner Haltung gelitten hat. Hier wird schon deutlich, dass oft widerstreitende Interessen auf einen Tieranwalt einwirken. Einerseits ist der Mandant der Auftraggeber, andererseits ist das Wohl des Tieres zu beachten.

Tierschutzrecht weist viele Facetten auf. Ob es um nachbarschaftliche Streitereien wegen Tierhaltung geht, um Falschbehandlungen durch Tierärzte, um Tiere mit Mängeln, die vom Züchter gekauft wurden und nicht zurückgegeben werden können – hier ist ein breites Wissen um juristische Zusammenhänge und ein gutes menschliches Einfühlungsvermögen gefragt. Nicht dienlich sind übertriebene Tierliebe oder gar eine radikale Haltung. Vielmehr ist ein bewusster und reflektierter Umgang mit Tieren das Ziel. Leidenschaft sollte allerdings immer dabei sein, denn – auch das sollte fairerweise gesagt werden – vom Tierrecht allein wird es schwer bis unmöglich sein, eine Kanzlei zu finanzieren. Die Streitwerte sind oftmals klein und verursachen wegen der hohen Emotionalität nicht selten einen erheblichen Arbeitsaufwand.

Führen einen Juristen aber Gedanken über das Verhältnis von Tier und Mensch und die Frage nach einem richtigen ethischen Handeln in die Thematik, wird er sich mit Freude diesem Rechtsgebiet annehmen. Sogar in der Bibel wird bereits auf die besondere Verantwortung des Menschen für die Tiere hingewiesen: Der Mensch erhält den Auftrag, mit allen Tieren eine unzertrennliche Gemeinschaft zu bilden, in Liebe und Respekt voreinander.

 

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Vielfalt in eigener Sache



Positive Wertschätzung von Verschiedenheit – so lässt sich das Konzept Diversity, seit einigen Jahren fester Bestandteil der Politik vieler Unternehmen, auf den Punkt bringen. Doch was verbirgt sich dahinter, und wie sieht es in Anwaltskanzleien mit der Diversity aus? Von Sascha Kuhn

Nicht nur Arbeitsrechtlern, sondern allen Juristen sollte das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ein Begriff sein. Nach diesem, treffend oft verkürzt als Antidiskriminierungsgesetz bezeichneten Regelwerk sind Benachteiligungen beispielsweise aufgrund von Geschlecht, Religion oder Alter verboten. Das Konzept der Diversity geht einen entscheidenden Schritt weiter, indem es nicht nur auf die Verhinderung von Diskriminierung, sondern auf die faktische Realisierung von Chancengleichheit abstellt. Dies beginnt bei der Förderung von Teilzeittätigkeit, beinhaltet aber auch die gezielte Unterstützung von Frauen auf dem Weg zur Partnerschaft.

Dabei erfasst Diversity nicht nur die (oft) auf den ersten Blick sichtbaren Persönlichkeitsdimensionen wie das Geschlecht, die ethnische Herkunft, das Alter oder Behinderungen, sondern auch die Dimensionen, die man einem Kollegen oder Bewerber nicht gleich ansieht, zum Beispiel die sexuelle Orientierung und die Religionszugehörigkeit. Chancengleichheit setzt Wertschätzung voraus. Wertschätzung aber setzt auch Sichtbarkeit voraus: Nur wenn ich um die Persönlichkeitsmerkmale meiner Kollegen weiß, kann ich sie wertschätzen. Ein wichtiger Teil eines Diversity-Programms sind daher Diversity-Groups. In diesen treffen sich etwa Mitarbeiter jüdischen Glaubens oder LGBT-Mitarbeiter (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender), um Fragen beispielsweise der persönlichen Karriereplanung zu besprechen, aber auch, um Sichtbarkeit zu schaffen. Dabei ist es wichtig, dass das Thema durch solche Gruppen nicht als Sonderprogramm für Minderheiten erscheint. Tatsächlich geht Diversity nämlich alle Mitarbeiter an. So gibt es in immer mehr Kanzleien zum Beispiel Straight-Allies-Programme, in denen heterosexuelle Mitarbeiter sich für die Belange von LGBT-Kollegen einsetzen.

Dass Diversity nicht nur ein Modethema, sondern die Kanzleiwelt zukünftig immer stärker prägendes Prinzip ist, ergibt sich nicht nur daraus, dass es das menschlich Richtige ist. Es ist mehr und mehr auch das wirtschaftlich Vernünftige. In Zeiten, in denen viele Unternehmen um den talentiertesten Nachwuchs kämpfen und in denen Mandanten in ihren Panel-Ausschreibungen zunehmend nach der Diversity- Politik und -Wirklichkeit fragen, kann sich hier keine Kanzlei eine Schwäche erlauben. Bewerber könnten und sollten sich bei der Wahl der zu ihnen passenden Kanzlei auch mit dem Thema auseinandersetzen. Denn eine gesunde Auseinandersetzung mit dem Thema spricht ganz nebenbei auch für ein gesundes Arbeitsklima und für Kollegialität. Organisationen wie Stonewall bewerten die Diversity- Politik auch von Anwaltskanzleien, und spezielle Karrieremessen bieten die Gelegenheit, Kanzleien näher kennenzulernen. Bewerber dort vertretener Kanzleien können sich sicher sein, dass sie allein nach ihrer Qualifikation und ihrem Können fair behandelt werden.

 

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„Kreative Lösungen gesucht“



Interview mit Dr. Stefan Heutz

32 Jahre alt – und schon Partner: Dr. Stefan Heutz hat in der Kanzlei Kümmerlein Rechtsanwälte & Notare schnell Karriere gemacht. Nun ist es seine Aufgabe, als Mitverantwortlicher für das Recruiting selber nach Nachwuchs Ausschau zu halten. Im Interview sagt er, worauf es ihm dabei ankommt. Die Fragen stellte André Boße.

Zur Person

Dr. Stefan HeutzDr. Stefan Heutz, 32 Jahre, ist seit einem Jahr Partner der Kanzlei Kümmerlein Rechtsanwälte & Notare mit Sitz in Essen. Er hat sich auf Gesellschafts- und Umwandlungsrecht sowie auf Unternehmenstransaktionen spezialisiert. Zudem ist er Mitglied des Recruiting-Teams der Kanzlei, bei der derzeit 46 Rechtsanwälte beschäftigt sind – Tendenz steigend.

Herr Dr. Heutz, Ihre Kanzlei sitzt in Essen – ein eher ungewöhnlicher Standort für Wirtschaftskanzleien. Wo liegt der Vorteil im Vergleich zu Städten wie Düsseldorf oder Frankfurt?
In der Region Rhein und Ruhr besteht aufgrund ihrer industriell geprägten Wirtschaftsstruktur eine deutlich höhere Nachfrage nach unseren Beratungsschwerpunkten Gesellschaftsund Umwandlungsrecht, Kollektivarbeitsrecht, Energie- und Umweltrecht. Eine Stadt wie Frankfurt ist dagegen eher auf das Finanzwesen fokussiert. Natürlich ist der kurze Weg zum Mandanten ein ausschlaggebender Faktor bei der Wahl des Kanzleisitzes.

Welche weiteren Ansprüche stellen Mandanten heute an die Wirtschaftskanzlei ihrer Wahl?
Eine herausragende fachliche Kompetenz ist selbstverständlich. Daneben wünschen sich Mandanten zunehmend eine lösungsorientierte Denkweise sowie Verständnis für die wirtschaftlichen und technischen Hintergründe ihrer Projekte. Es geht also nicht mehr nur darum, als Anwalt Sachverhalte in Vertragssprache zu „übersetzen“, sondern um eine sachverständige und kreative Begleitung des Projekts von Beginn an. Daher rückt bei der Auswahl von Beratern der Wunsch nach einer vertrauensvollen und langfristigen Zusammenarbeit in den Vordergrund. Dies gilt gerade vor dem Hintergrund, dass Projektabläufe immer komplexer werden und sich gleichzeitig verdichten. Die Bedeutung eines „Hausjuristen“ dagegen, der als reiner Prozessvertreter tätig ist, hat in den letzten beiden Jahrzehnten abgenommen.

Was bedeutet das für junge Juristen: Welche Fähigkeiten sind heute bedeutsamer denn je?
Berufseinsteiger sollten schon in der Ausbildung Wert auf eine wirtschaftliche und lösungsorientierte Herangehensweise gelegt haben. Die Beschäftigung mit wirtschaftlichen und technischen Zusammenhängen in Abgrenzung zur reinen Juristerei ist dabei wertvoll. So können extrakurrikulare Engagements von Vorteil sein, wenn es darum geht, das Anliegen der Mandanten zu verstehen und in seinem Sinne eine praxisgerechte Lösung zu erarbeiten.

Welche Engagements können das sein?
Je nach Beratungsfeld zum Beispiel eine Banklehre, das Erlernen einer Programmiersprache oder einfach ein ausgeprägtes Interesse an technischen oder naturwissenschaftlichen Zusammenhängen.

Sie sind 32 Jahre alt und sei 2012 Partner der Kanzlei. Wie wichtig ist es, als Wirtschaftsjurist über einen großen Erfahrungsschatz zu verfügen?
Der Erfahrungsschatz ist für einen Berater wichtig; er darf aber unkonventionellen Lösungsansätzen und Kreativität nicht im Weg stehen. Stets muss der Blick auf die konkreten Umstände des jeweiligen Mandats gerichtet sein – wobei hochkomplexe Mandate erfordern, dass der Berater auf der Grundlage seiner Erfahrung eine maßgeschneiderte Lösung für den jeweiligen Sachverhalt entwickelt.

Wie kann es jungen Juristen gelingen, diesen Erfahrungsschatz zu erwerben?
Indem sie so früh wie möglich mit berufserfahrenen Kollegen in vielfältigen Rechtsgebieten Mandate bearbeiten. Die Tätigkeit in Hinterzimmern, womöglich noch in einem sehr begrenzten juristischen Sektor, hilft hier nicht weiter.

Ein anspruchsvoller Job. Wie wichtig ist dabei von Beginn an eine gute Balance aus Arbeit und Privatleben?
Natürlich ist der Berufseinstieg eine herausfordernde Lebensphase. Trotzdem achten wir auch bei jungen Juristen darauf, dass sie nicht den Kontakt zum Leben außerhalb der Kanzlei verlieren. Denn nur bei einem ausgewogenen Verhältnis von Arbeit und Privatleben bleibt die Freude an der Arbeit erhalten.

 

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Genau in der Sache, geschätzt im Team



Zwischen Rechtsmonopol und Beratungsauftrag: Erfolgreiche Wirtschaftsanwälte punkten, wenn die Mandanten ihnen vertrauen. Dafür brauchen sie Erfahrung und Wissen, Kontakte und Talent. Recruiting-Verantwortliche deutscher Wirtschaftskanzleien erzählen, wie sich Nachwuchsjuristen diese Dinge aneignen können – und warum es wichtig sein kann, die erste Wahl fürs Bierchen am Abend zu sein. Von André Boße

Vor wenigen Monaten standen die Anwälte von BDO Legal, der beratenden Kanzlei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, vor einem kniffligen Problem: Ein Mandant hatte erwogen, ein anderes Unternehmen zu übernehmen. Das Ergebnis einer ersten Analyse: ein risikoreiches Unterfangen. Die M&A-Spezialisten erarbeiteten einen Weg, um die aufgedeckten Risiken im Rahmen der Übernahme zu decken. „Während der Verhandlungen bekamen wir jedoch zusätzlich ein ungutes Gefühl, da sich diverse Angaben und Äußerungen der Verkäufer und der Zielgesellschaft widersprachen“, erinnern sich die beiden Geschäftsführer von BDO Legal, Erika Kutz-Benger und Parwäz Rafiqpoor. Doch der Mandant beharrte zunächst auf seinem Plan: Er wollte die Übernahme unbedingt durchziehen. Die Anwälte saßen lange mit dem Mandanten zusammen, wogen das Für und das Wider ab – und überzeugten ihn schließlich davon, die Verhandlungen nicht fortzusetzen. Eine richtige Entscheidung: „Heute ist das Unternehmen, das übernommen werden sollte, insolvent – und unser Mandant froh und dankbar.“

Branchenkenntnisse wichtig
Die Episode macht deutlich, wie sich das Berufsverständnis von Wirtschaftsanwälten in den vergangenen Jahren gewandelt hat. Vorbei die Zeit, als die Juristen ausschließlich auf Handlungen und Absichten ihres Mandanten reagierten und ihre eigene Meinung tunlichst unterdrückten. Zwar trifft noch immer der Mandant die wirtschaftlichen Entscheidungen. „Aber der anwaltliche Berater sollte diese so betrachten, als wären es seine eigenen Chancen und Risiken, die es zu bewerten gilt“, formulieren es die Geschäftsführer von BDO Legal. Klingt logisch. Bringt aber einiges mit sich. Wer heute als Wirtschaftsanwalt in einer großen Kanzlei einsteigt, muss in der Lage sein, die Chancen und Risiken zu erkennen und zu bewerten. Und zwar nicht nur aus juristischer Sicht, sondern auch aus der Perspektive seines Mandanten. Dafür muss der anwaltliche Berater verstehen, wie Unternehmer ticken. Er muss aber auch begreifen, was die Branche auszeichnet, in welcher der Mandant tätig ist. Muss ihre Eigenarten einschätzen und Zeichen des Wandels erkennen können.

Fester Ansprechpartner
Für den Beruf des Wirtschaftsjuristen bedeutet dieses Jobprofil einen Paradigmenwechsel. „Wer heute sein Jurastudium absolviert hat, dem stellt sich nicht mehr nur die Frage, in welches Rechtsgebiet er einsteigen möchte, sondern auch in welche Branche“, sagt Stefan Kursawe, Partner der Münchener Wirtschaftskanzlei Heisse Kursawe Eversheds. Viele große Sozietäten haben damit begonnen, ihre internen Strukturen an die neuen Herausforderungen anzupassen: Weg von den Praxisgruppen für bestimmte Themen und Rechtsgebiete, hin zu Gruppen, die sich an Sektoren und Branchen ausrichten. So bildet sich zum Beispiel eine Gruppe „Energie“, die sich dann mit allen möglichen Aspekten des Energiesektors beschäftigt – von gesellschafts- bis zu verwaltungsrechtlichen Fragen.

„Juristen sollten die Sektoren und Branchen kennen und sich in sie einarbeiten“, fordert Stefan Kursawe. Beispiel Automobilindustrie: Anwaltliche Berater müssen wissen, was diese Branche auszeichnet. Dass die Gewerkschaften stark sind. Oder dass die Branche aus einem einzigartigen Geflecht aus Autobauern und Zulieferern besteht. „Ein Mandant aus einer Branche erwartet, so weit wie möglich über die Fachbereiche hinaus einen einheitlichen Ansprechpartner zu haben“, sagt Parwäz Rafiqpoor von BDO Legal. Für die Mandanten ist die rechtliche Materie komplex genug – da ist es verständlich, dass sich Unternehmer bei der Kanzlei ihrer Wahl einfache Strukturen wünschen, die den persönlichen Aufwand und nicht zuletzt die Beratungskosten verringern.

Jura-Know-how bleibt Voraussetzung
Doch was bedeutet dieser Paradigmenwechsel für Einsteiger? Ganz sicher nicht, dass das klassische Fachwissen an Bedeutung verloren hat. Exzellentes juristisches Know-how ist und bleibt die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Karriere – schon alleine, um sich als anwaltlicher Berater von den strategischen Unternehmensberatern abzugrenzen: „Der klassische Unterschied zum Consultant sollte sein, dass der Anwalt im Sinne seines Mandanten nicht seine Kernkompetenz aufgibt: Der Jurist ist der Experte für die Rechtsfragen. Er weiß, was rechtlich erlaubt ist und was nicht“, sagt Stefan Kursawe. „Hier kann der Unternehmensberater nicht mithalten. Und diesen Vorsprung sollte der Anwalt dann auch nutzen.“

Gute Nachricht für Absolventen: Die für das Recruiting verantwortlichen Partner in den großen Wirtschaftskanzleien sind zufrieden mit dem juristischen Wissensstand der Einsteiger. „Die Unis vermitteln weiterhin das klassische Handwerkszeug eines Juristen“, sagt Stefan Kursawe. „Ein Absolvent ist damit nach dem Studium in der Lage, sich einem für ihn bislang unbekannten Rechtsgebiet zu nähern – ein Können, das zwingend notwendig ist.“

Doch das Notwendige reicht alleine nicht aus. „Das Beratungsgeschäft ist ein People-Business“, sagt Stephan Brandes. Der für das Recruiting verantwortliche Partner der Wirtschaftskanzlei SZA Schilling, Zutt & Anschütz glaubt sogar, dass die Mandanten eine Kanzlei nicht in erster Linie wegen des guten Namens beauftragen. „Entscheidend ist, dass sie den persönlichen Kontakt zu den Anwaltspersönlichkeiten schätzen.“ Eine Sicht, die auch Alexander Schwarz, Partner der Düsseldorfer Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz bestätigen kann: „Am Ende kommt es häufig auf die Chemie zwischen Unternehmen und Kanzlei an. Ein Mandant sagte mir einmal: ,Ich weiß, dass dieses rechtliche Problem in Deutschland auch noch ein paar andere lösen können – und ich entscheide mich für den, von dem ich denke, dass man mit ihm abends auch mal ein Bier trinken kann.’“

Gute Erfahrungen mit Generation Y

Kein Wunder, dass „Jura-Maschinen“ mit Einserexamen, aber Defiziten auf der sozialen Seite bei vielen Großkanzleien durchs Raster fallen: „Gut ist, wenn ich von Beginn an spüre, dass ein Kandidat Spaß am gesellschaftlichen Kontakt hat und gut mit Menschen umgehen kann“, sagt Alexander Schwarz – und meint damit Menschen aus allen Teilen der Erde, „schließlich sind rund 80 Prozent unserer Mandate international“. Grund zur Klage hat der Recruiter für Gleiss Lutz beim Blick auf die Einsteiger von heute jedoch nicht. „Bewerber aus der sogenannten Generation Y bieten häufig spannendere Lebensläufe, weil es für sie als Studenten nicht nur das Jura-Studium gab, sondern ihnen auch andere Dinge wichtig waren. Diese Kandidaten sind besonders offen und neugierig – zwei sehr wichtige Eigenschaften für exzellente Juristen.“

Damit Einsteiger ihre Offenheit und Neugier schnell beweisen können, setzen die erfolgreichen Wirtschaftskanzleien darauf, die jungen Juristen schnell ins Tagesgeschäft mit einzubeziehen. Viele Tage in Hinterzimmern gehören genauso der Vergangenheit an wie Dutzende Termine als „schweigend lernender Nachwuchs“ an der Seite eines erfahrenen Partners. „Der wichtigste Erfahrungsschatz resultiert aus der Praxis“, weiß SZA-Partner Stephan Brandes. „Wir bemühen uns daher, junge Kräfte in ein breites Feld unterschiedlicher Tätigkeiten einzubinden. So bieten wir ihnen die Möglichkeit, vielfältige Erfahrungen zu sammeln und ihre Neigungen kennenzulernen.“

Entscheidend für den Karriereeinstieg ist dabei häufig das Verhältnis zum vorgesetzten Partner: Gelingt es dem Nachwuchsjuristen, diesen als Mentor und persönlichen Fürsprecher zu gewinnen, sind die Weichen für einen ausgezeichneten Einstieg häufig schon gestellt. Fast alle Großkanzleien bieten heute Strukturen, die ein enges Verhältnis zwischen angestelltem Anwalt und Partner möglich machen. „Wir legen viel Wert darauf, dass der Einsteiger eng mit dem betreuenden Partner zusammenarbeitet“, sagt Alexander Schwarz von Gleiss Lutz, wo auf einen Partner in der Regel nicht mehr als zwei Anwälte kommen. „So ist gewährleistet, dass der Partner auch die Zeit hat, sich dem jungen Kollegen zu widmen und regelmäßiges Feedback zu geben.“

Vertrauen ist der schönste Lohn
Doch die Verantwortung liegt nicht nur beim Vorgesetzen: Die großen Sozietäten wünschen sich Nachwuchsjuristen, die ihre kommunikativen Stärken auch darlegen. „Juristen müssen bei uns Teamplayer mit ausgeprägter Leidenschaft für wissenschaftliches Arbeiten, wirtschaftliche Zusammenhänge und einem Talent für Kommunikation sein: genau in der Sache, geschätzt im Team“, bringen es Erika Kutz-Benger und Parwäz Rafiqpoor von BDO Legal auf den Punkt. Wer es versteht, diese Attribute zu vereinbaren, darf damit rechnen, schon bald zu einem Kanzleiteam zu gehören, in dem Wirtschaftsanwälte nicht nur Juristen, sondern langfristige Partner an der Seite des Mandanten sind.

„Einer unserer Mandanten rief uns letzte Woche an und bat um Rat in einer Angelegenheit, die keinerlei juristischen Hintergrund hatte“, erzählen die beiden Geschäftsführer von BDO Legal eine zweite Episode aus ihrem Arbeitsalltag. „Es handelte sich um eine für den Mandanten ungewohnte Situation, und er hatte das Bedürfnis, gemeinsam mit uns zu überlegen, wie er sich in dieser am besten verhält.“ So kann es gehen, wenn der Mandant seinem Anwalt wirklich vertraut. „Wenn ein Wirtschaftsanwalt dort angelangt ist, hat er als juristischer Berater alles richtig gemacht.“

Thema der Stunde: Compliance

Nach Ansicht vieler Experten ist Compliance in großen Wirtschaftskanzleien das Thema der Stunde – und zwar nicht nur in den klassischen Compliance- Bereichen wie dem Kartellrecht, sondern zum Beispiel auch im Gesellschaftsrecht: Hier arbeiten Gesellschafts- und Aktienrechtler eng mit Strafrechtlern zusammen, um die Unternehmen und ihre Vorstände umfassend zu beraten. Das Neue: Unternehmen treten an Kanzleien heran und wünschen sich den Aufbau eines Compliance-Systems, bevor Not am Mann ist und die Behörde an die Tür klopft. Alexander Schwarz von Gleiss Lutz: „Das macht die Arbeit einerseits entspannter. Andererseits sind natürlich gerade solche vorausschauenden Mandate unter den Kanzleien besonders beliebt und entsprechend umkämpft.“

Thema von morgen: Innovation und Recht

Innovation ist ein Schlüsselwort für die Unternehmen – aber auch ein Feld, auf das sich noch nicht so viele Juristen spezialisiert haben. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Unternehmen werden immer größer, zugleich befindet sich hier nach Ansicht von Experten noch viel juristisches Brachland. Ein Thema ist zum Beispiel eine engere Verschränkung von Arbeits- und Patentrecht: Unternehmen fragen sich verstärkt, welche Vergütungsmodelle es für erfinderische Mitarbeiter geben soll oder wie Innovationsmanagement organisiert werden kann. Stefan Kursawe von Heisse Kursawe Eversheds: „Hier kennt sich noch kaum ein Jurist aus, doch Fragen wie diese werden verstärkt in den Fokus rücken.“

Recruiting-Event

Der Jurday ist eine gemeinsame Recruiting-Veranstaltung von sieben deutschen Kanzleien und findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt, am 19. April 2013 im Hotel Pullman Schweizerhof in Berlin. In Workshops erhalten die Nachwuchsjuristen die Gelegenheit, die Arbeit der teilnehmenden Wirtschaftskanzleien kennenzulernen, Podiumsdiskussionen behandeln aktuelle Themen. Interessierte müssen sich für die Teilnahme bewerben. www.jurday.de

 

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Ni hao China! Hallo China!

China zählt zu den wichtigsten Wachstumsmärkten der Zukunft. Was muss man als Anwalt mitbringen, um in der aufstrebenden Wirtschaftsmacht zu arbeiten? Was erwartet einen M&A-Anwalt? Und wie wichtig sind chinesische Sprachkenntnisse? Die beiden Juristen Christian Atzler und Daniel von Devivere berichten über ihre Erfahrungen im Fernen Osten.

Christian Atzler Christian Atzler arbeitet seit 2009 als Anwalt bei Baker & McKenzie in Frankfurt am Main und berät Mandanten bei internationalen Transaktionen, vor allem mit China-Bezug. Von 2005 bis 2008 war er als deutscher Rechtsanwalt in Hongkong und Shanghai tätig. Er studierte Rechtswissenschaften in Passau und an der National Taiwan University in Taipei sowie Chinesisch am Mandarin Training Center in Taipei.

Daniel von Devivere Daniel von Devivere ist wissenschaftlicher Mitarbeiter von Baker & McKenzie in Frankfurt am Main. Er studierte Rechtswissenschaften in Frankfurt und Chinesisch in Beijing.



In eine fremde Kultur eintauchen, den eigenen Horizont sowie das fachliche Know-how erweitern und den Boommarkt China live erleben – viele Gründe sprechen dafür, als Anwalt eine Zeit lang im Reich der Mitte aktiv zu sein. Die Arbeit in einer ausländischen Kanzlei setzt sich im Wesentlichen aus zwei Bereichen zusammen: Zum einen berät man ausländische Mandanten bei ihren Tätigkeiten im Land („China Inbound- Geschäft“), zum anderen betreut man chinesische Unternehmen bei ihren Aktivitäten außerhalb des eigenen Landes („China Outbound- Geschäft“). Traditionell fokussierten sich ausländische Kanzleien in China bislang auf das Inbound-Geschäft. Die dortigen Anwälte unterstützen ihre Mandanten etwa bei der Gründung von Tochtergesellschaften in China, beispielsweise bei Joint Ventures mit chinesischen Partnern oder bei Akquisitionen von chinesischen Unternehmen durch ausländische Investoren. Weitere typische Betätigungsfelder umfassen beispielsweise die Verfolgung von Markenrechtsverletzungen oder die Gestaltung von Verträgen ausländischer Mandanten mit chinesischen Lieferanten.

Auch das Outbound-Geschäft spielt inzwischen eine große Rolle: Durch den Wirtschaftsboom im Reich der Mitte sind chinesische Investitionen im Ausland sprunghaft angestiegen. Chinesische Unternehmen interessieren sich hierzulande vor allem für mittelständische Betriebe, die über großes technisches Know-how verfügen. Darüber hinaus investieren chinesische Unternehmen sehr stark im Rohstoffbereich, etwa in Australien, Afrika oder Südamerika.

„Brückenkopf“ im Wachstumsmarkt
Eines wird es einem ausländischen Anwalt in China nie: langweilig. Da das Land ein sehr dynamischer und weiter wachsender Markt ist, warten auf den Anwalt stets spannende und vielfältige Aufgaben. Besonders reizvoll ist es, dass ein ausländischer Anwalt in China als „Brückenkopf“ zwischen den verschiedenen Rechtsordnungen und Kulturen tätig ist. Dies zeigt sich häufig bei Verhandlungen zwischen ausländischen und chinesischen Unternehmen, wo Verhandlungsgeschick und kulturelles Verständnis unerlässlich sind. Interessant ist außerdem, dass das chinesische Zivilrecht aus historischen Gründen in vielen Bereichen stark an das deutsche Zivilrecht angelehnt ist. Verglichen mit einem US-amerikanischen oder englischen Juristen, fällt es daher einem deutschen Juristen leichter, sich ins chinesische Recht einzuarbeiten.

Besonders in größeren ausländischen Kanzleien spezialisieren sich Anwälte in China sehr früh auf ein bestimmtes Rechtsgebiet. Ähnlich wie in großen Kanzleien hierzulande gibt es auch in den chinesischen Büros eine Aufteilung in verschiedene Praxisgruppen, um dem immer höher werdenden Detailgrad der Gesetzgebung und Rechtspraxis gerecht zu werden. Der früher häufig anzutreffende, umfassend beratende ausländische „China-Anwalt“ ist heute in der Praxis kaum mehr zu finden.

Sprechen Sie Chinesisch?
Wer mit dem Gedanken spielt, für einige Zeit im Wachstumsmarkt als Anwalt zu arbeiten, sollte sehr gute chinesische Sprachkenntnisse mitbringen. Die Erfahrung zeigt, dass zum Erlernen der Sprache ein längerer Aufenthalt im Land notwendig ist. Es versteht sich von selbst, dass man neben Chinesisch auch fließend Englisch sprechen muss. Auch Anwälten, die in Deutschland chinesische Mandanten beraten, helfen entsprechende Sprachkenntnisse weiter: Meist sprechen die Führungskräfte auf Mandantenseite kein Englisch, sodass man auf Chinesisch miteinander kommunizieren muss.

Die praktische Arbeit als ausländischer Anwalt ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass in vielen Fällen Gesetze und Regelungen unklar formuliert und sehr stark von der Umsetzung durch die Behörden vor Ort geprägt sind. Daher ist es üblich, bestimmte Vorhaben und Projekte vorab – auf allgemeiner Basis – mit den Behörden vor Ort zu besprechen, um ein Verständnis für die lokale Handhabung zu entwickeln. Das geschieht etwa im Rahmen eines Treffens oder Telefonats mit den Behörden, in dem man, ohne den Namen des Mandanten zu nennen, die Eckpunkte des Projektes erläutert und die wichtigen rechtlichen Auswirkungen bespricht. Auch dafür sind chinesische Sprachkenntnisse unerlässlich.

karriereführer-Tipp: Expat Coaching

Auf Expats warten ein neuer Job, eine fremde Umgebung, ein anderes Team und eine völlig neue Arbeitsweise – das ganze Leben ändert sich. Der strukturierte Umgang mit der Situation und das Wahrnehmen neuer Aufgaben setzen wichtige Kompetenzen voraus. Petra Motte lebte viele Jahre in Asien und bereitet Expatriats gezielt auf ihren Auslandsaufenthalt vor. Mehr Infos hierzu unter: www.movasis.de

Landesinformationen

Größe: 9,57 Mio. km2
Einwohner: ca. 1,3 Mrd.
Hauptstadt: Peking
Klima: Chinas Klima wird überall mehr oder weniger vom Monsun beeinflusst, der im Sommer den Regen bringt. Darüber hinaus ist es überall, bis auf die küstennahen Gebiete, stark kontinental beeinflusst. Es reicht von extrem trockenem Wüstenklima über winterkaltes Nadelwaldklima bis hin zu tropischem Klima
Landessprache: Chinesisch (Mandarin)

Währung:
1 Euro (EUR) = 7,92 Chinesische Renminbi Yuan (CNY)
Stand: 21.8.2012

Flugdauer Direktflug:
Frankfurt/Main – Shanghai: 12 Stunden
Kosten: ab 900 Euro

Zeitverschiebung:
+ 6 Stunden

Aufenthaltsgenehmigung:
Die Aufenthaltsgenehmigung in Form des Visums ist an den Arbeitsvertrag gekoppelt und wird in der Regel vom Arbeitgeber in China organisiert. Ein Muss ist außerdem eine Registrierung bei den örtlichen Behörden innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft.

Kosten für einen Aufenthalt:
2-Zimmer-Wohnung in der Stadtmitte mit günstiger Verkehrsanbindung in Beijing oder Shanghai: circa 700 Euro pro Monat.
Mittagessen in einem einfachen Restaurant : circa 6 Euro.

 

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Karriereleiter: Wahlstation

Auf dem Weg zum Partner einer Kanzlei müssen junge Juristen nach dem 1. Staatsexamen zunächst mehrere Stationen im Referendariat durchlaufen. Neben den Pflichtstationen gehört auch die Wahlstation dazu. Manuel Goetzendorf entschied sich für die Weltbank in den Vereinigten Staaten.
Von Manuel Goetzendorf

Unmittelbar nach dem Beginn des Referendariates stand für mich fest, dass ich die dreimonatige Wahlstation in den USA absolvieren wollte. Zunächst stellte sich dabei die Frage nach einer geeigneten Ausbildungsstätte. Das Internetangebot des Auswärtigen Amtes hat mir hier weitergeholfen und mich auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, die Wahlstation bei der Weltbank in Washington D.C. zu verbringen. Nachdem ich die üblichen Bewerbungsunterlagen eingereicht hatte, kontaktierte mich mein späterer Ausbilder bereits kurze Zeit danach und vereinbarte einen Termin zu einem Telefoninterview. Nachdem auch diese Hürde genommen war, durfte ich mich auf die Wahlstation in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten freuen.

Deutsche Referendare werden in der Weltbankgruppe bei der sogenannten „Special Litigation Unit“ eingesetzt, einer Abteilung der „Integrity Vice Presidency“, die die missbräuchliche Verwendung von Weltbankgeldern verfolgt. Der Leiter der Abteilung ist ein deutscher Jurist und weiß die Referendare daher gezielt einzusetzen. Vom ersten Tag an habe ich mich als vollwertiges Mitglied eines multinationalen Teams von Anwälten gefühlt. Dabei war gerade die Zusammenarbeit mit den Juristen aus den verschiedensten Regionen der Welt eine Herausforderung, die die täglichen Arbeitsabläufe geprägt hat. Mir wurden während der Station vielfältige Aufgaben zugewiesen.

Grundsätzlich sollte jeder Referendar ein sogenanntes „Statement of Accusation and Evidence“ anfertigen, das in etwa vergleichbar mit einer Anklage der deutschen Staatsanwaltschaft ist. Hierbei steht man mit den für die Weltbank tätigen Ermittlern, die im Einzelfall vor Ort die jeweiligen Korruptionsvorwürfe untersuchen, in engem Kontakt. Neben allgemeinen Rechercheaufgaben gehören zu den Tätigkeiten eines Referendars auch Stellungnahmen zu diversen rechtlichen Fragestellungen. Letztlich hatte ich noch die Gelegenheit, einen Vortrag über das Thema „Strafzumessung in Deutschland“ zu halten.

Ein persönliches Highlight war für mich die Teilnahme an einem Trainingsmodul, das für die Ermittler der Weltbank und der UNO organisiert wurde. Hier konnten wir uns mit Mitarbeitern der Vereinten Nationen austauschen und dadurch einen vertieften Einblick in die Arbeitsweise einer weiteren internationalen Organisation erhalten. Neben dem wirklich einzigartigen internationalen Arbeitsumfeld trug auch das Leben in der Hauptstadt der USA dazu bei, dass ich die Station als sehr gelungen empfunden habe. Ich kann eine Wahlstation bei der Weltbank jedenfalls uneingeschränkt empfehlen.

 

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“Auktionen sind ein hartes Geschäft”

Interview mit Marco Peege

Marco Peege Marco Peege, 42 Jahre, schloss 1995 sein Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg ab. Nach seinem Rechtsreferendariat arbeitet er seit 1998 als Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Kunsthandel und Auktionshandel. Als Auktionator ist der zweifache Familienvater im Auktionshaus der Familie in Freiburg tätig, das von seinem Vater geführt wird.
Das Interview führte André Boße

Sie arbeiten sowohl als Anwalt als auch als Auktionator. Jurist darf sich nur nennen, wer sein Studium abgeschlossen hat. Ist der Beruf des Auktionators eigentlich auch geschützt?
Für den Beruf des Auktionators gibt es keine bestimmte Ausbildung. Um ihn auszuüben, benötigt man eine Versteigerungserlaubnis, die durch die Gewerbebehörde erteilt wird. Auf diese Erlaubnis hat im Prinzip jeder Anspruch, der nicht in gewissem Maß vorbestraft ist und der in geordneten finanziellen Verhältnissen lebt – also nicht in die Privatinsolvenz gegangen ist. Hat man die Versteigerungserlaubnis, kann man sein Auktionsgewerbe anmelden, und schon kann es losgehen.

Nun sind Sie bestellter und vereidigter Kunstversteigerer, wie erreicht man diesen Status?
Nach der Gewerbeordnung werden besonders sachkundige Versteigerer auf Antrag öffentlich bestellt und vereidigt. Diese besondere Sachkunde muss man durch eine fünfjährige Erfahrung als Auktionator sowie durch eine Fach- und Sachkundeprüfung nachweisen.

Was darf der bestellte und vereidigte Versteigerer, was andere nicht dürfen?
Nur er führt öffentliche Versteigerungen im Rechtssinne durch und darf zum Beispiel Pfandsachen versteigern.

Mit welchen Rechtsbereichen kommt ein Auktionator in Berührung?
Das ist ein sehr weites Feld. Im Zentrum steht sicher das Kaufrecht mit allen Facetten von der Gewährleistung bis zum Fernabsatz. Eine Rolle spielen aber auch das Urheber- und das Steuerrecht sowie Themen wie zum Beispiel Kulturgüterschutz oder die Restitution von Raubkunst.

Die Kunstwerke, die Sie versteigern, sind in der Regel sehr alt. Ist der Bereich des Auktionsrechts dennoch einer, der sich in einem stetigen Wandel befindet?
Im Grunde funktionieren Auktionen seit ewigen Zeiten gleich. Dennoch müssen sie sich aber natürlich an die aktuelle Rechtsentwicklung anpassen. Es gab und gibt zum Beispiel Gesetzesdynamik beim Kulturgüterschutz oder auch im Bereich des internationalen Rechts, vor allem mit Hinblick auf die Gesetzgebung der EU. Entscheidend ist sicher, dass das Auktionsrecht heute nicht mehr regional oder national begrenzt wahrgenommen werden kann: Da der Markt durch die Internetentwicklung praktisch keine Grenzen mehr kennt, werden internationale Fragen immer wichtiger.

Angenommen, ein frischgebackener Jura-Absolvent interessiert sich für einen Seiteneinstieg ins Auktionsgeschäft. Welche zusätzlichen Qualitäten muss er sich aneignen?
Jeder, der einsteigen möchte, sollte eines wissen: Das Auktionsgewerbe ist ein hartes Geschäft. Neben Rechtskenntnissen benötigt man vor allem betriebswirtschaftliche Kompetenz. Natürlich sollte man auch von der Materie Ahnung haben – wobei man nicht gleich Kunsthistoriker sein muss, um diesen Beruf auszuüben. Ich beobachte, dass sich bei den größeren Auktionshäusern zum Teil Juristen in der Geschäftsleitung finden; die weltweit renommiertesten Häuser unterhalten eigene Rechtsabteilungen. Der Einstieg funktioniert in vielen Fällen über persönliche Kontakte oder, wie bei mir, über das Elternhaus. Der Rest ist dann zumeist Learning by Doing.

Wann profitieren Sie als Auktionator ganz direkt von Ihrem breiten juristischen Fachwissen als Anwalt?
Angenommen man hat es mit einer Nachlassverwertung zu tun. Dann ist es natürlich von Vorteil, wenn man über Kenntnisse zum Erbrecht verfügt, weil man dann schon im Vorfeld gewisse Komplikationen durchschaut, die auftreten können.

Auch wenn ein Auktionator kein Kunsthistoriker sein muss: Ein Liebhaber der Kunst sollte er aber schon sein, oder?
Ja. Man merkt schon, dass bei den meisten erfolgreichen Auktionatoren der Beruf auch gleichzeitig Berufung ist.

Welchen Hammerschlag empfinden Sie denn als spannender: den im Gerichtssaal nach dem Urteil oder den im Auktionshaus nach einer vollzogenen Versteigerung?
Eines vorweg: Ich habe in 14 Jahren Erfahrung als Rechtsanwalt noch keinen einzigen Hammer in einem Gerichtssaal gesehen. Zu Ihrer Frage: Da ein Urteil im Zivilprozess zumeist erst Wochen nach der Verhandlung schriftlich zugestellt wird, ist die Spannung im Gerichtssaal – oder im Richterzimmer, wo meist verhandelt wird – nicht besonders hoch. Da ist eine Auktion schon deutlich spannender.

Verraten Sie uns zum Abschluss das Kunstobjekt, mit dem Sie als Auktionator bislang den höchsten Preis erzielen konnten?
Kurioserweise habe ich den bis dato höchsten Zuschlag bei der Versteigerung eines virtuellen Gutes erzielt: der Versteigerung einer Internetdomain für 695.000 Euro.

Auktionator

Versteigerer oder Auktionator ist eine eigenständige Berufsbezeichnung, die fast jeder erwerben kann. Eine abgeschlossene Berufsausbildung jedweder Art ist Voraussetzung, um ein zweitägiges Versteigerer- Seminar zu absolvieren. Der Abschluss wird auch Online-Auktionatoren angeraten. Zulassungsstelle für den „öffentlich bestellten und vereidigten Auktionator“ ist die jeweilige Industrie- und Handelskammer. Versteigerer müssen nicht immer in festen Auktionshäusern arbeiten. Viele konzentrieren sich auf ein bestimmtes Spezialgebiet, für das sie bundesweit tätig werden. Zu ihren Aufträgen gehören zum Beispiel Haushaltsauflösungen, Insolvenzversteigerungen oder Fundsachenauktionen.

Die IHK Potsdam hat die Gesetze zur Tätigkeit als Versteigerer ins Netz gestellt: www.potsdam.ihk24.de

Eine Teilnahme an diesem Seminar eröffnet den neuen Berufsweg als Auktionator: www.versteigerer-seminar.de

Quelle: www.auktionshaeuser.com

 

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Quo vadis Wirtschaftsanwalt?

Nach bestandenem Examen wählen siebzig Prozent aller Referendarinnen und Referendare den Anwaltsberuf. Viele reizt die Spezialisierung zum Wirtschaftsanwalt. Doch ein klarer Ausbildungsweg fehlt bislang.

Der Wirtschaftsanwalt arbeitet auf Gebieten, die meist nicht unternehmensintern und auch nicht von anderen Berufen abgedeckt werden können. Dies sichert ihm die stetige Nachfrage nach einer Leistung, die letztlich nur durch Wettbewerb oder die konjunkturelle Situation beeinflusst werden kann.

Qualifikation zählt

Von einem jungen Wirtschaftsanwalt werden deshalb auch besondere Qualifikationen erwartet. Die – in Zukunft nur modifizierte – Ausbildung zum deutschen Einheitsjuristen ist eine solide Grundlage, aber eben nur das.

Die internationalen Wirtschaftskanzleien erwarten bei einer Bewerbung, dass die Examensergebnisse überdurchschnittlich sind. Verständnis und Überblick für schwierige wirtschaftliche Zusammenhänge sind das zweite wichtige Erfordernis. Grundkenntnisse kaufmännischer Buchführung und Bilanzierung, Grundlagen der Besteuerung von Unternehmen, Einblicke in wettbewerbspolitische Zusammenhänge und ein Verständnis für die Funktionsweise der Finanzmärkte sind unabdingbar. Die internationale Ausrichtung des Berufs macht sehr gute englische Sprachkenntnisse erforderlich. Der Bewerber muss in der Lage sein, komplexe Verhandlungen in Englisch zu führen, dies vor allem auf Video- oder Telefonkonferenzen. Schließlich sind Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Sensibilität für Erwartungen von Mandanten und Durchsetzungsvermögen gefragt. Wer diese Qualifikation hat, kann mit einem vergleichsweise hohen Einstiegsgehalt zwischen 70.000 und 80.000 Euro im Jahr rechnen.

Ausbildungsweg konsequent planen

Die Voraussetzungen für diesen Einstieg werden aber nicht durch die traditionelle Ausbildung geschaffen. Nach wie vor wird der junge Wirtschaftsanwalt sich mit eigener Initiative auf die hohen Anforderungen dieser besonderen Sparte des Anwaltsmarktes vorbereiten müssen. Eine institutionalisierte Ausbildung zum Wirtschaftsanwalt gibt es zurzeit bei uns leider nicht. Wer sich für diesen Beruf interessiert, wird schon frühzeitig in seine Sprachausbildung im Ausland investieren. Industriepraktika im Ausland während dieser Zeit geben Einblicke, die später aus Zeitmangel nicht mehr zu erlangen sind. Eine konsequente Ausrichtung auf unternehmensrelevante Rechtsgebiete während des Studiums und das Belegen betriebswirtschaftlicher Lehrveranstaltungen geben zusätzliches Rüstzeug über die rein juristische Ausbildung hinaus. Anwaltliche Tätigkeit oder auch ein Studium im Ausland nach den Examen schafft eine gute Grundlage für das erforderliche Verständnis anderer Arbeitsweisen und Rechtskulturen. Entscheidend für den Bewerbungserfolg ist das „Mehr“ gegenüber dem Durchschnitt der Jungjuristen.

Reform allein genügt nicht

Das Streben junger Juristinnen und Juristen in den Anwaltsberuf ist unverändert stark. Um so wichtiger scheint eine auf zwölf Monate verlängerte Tätigkeit bei einem Anwalt während der praktischen Ausbildung zu sein. Auch die Unterrichtung in Verhandlungstaktik und dem Entwerfen von Verträgen sind unter dem Gesichtspunkt größerer Praxisnähe für die operativen Belange der Berufstätigkeit begrüßenswert. Ob diese Reform allerdings auch die Berufschancen neu examinierter Juristen verbessern wird, darf bezweifelt werden.

 

Der Autor Ulrich von Falkenhayn, 41, studierte Jura in Heidelberg und absolvierte seine Referendarzeit in Mannheim.

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Studium des Wirtschaftsrechts – Als Trainee im Elchtest…

…als feste Mitarbeiterin für die Personalentwicklung verantwortlich. Seit drei Jahren arbeitet Sylke Kluck “bei einem großen schwedischen Möbelhaus” – den Weg dorthin bereitete ihr ein Studium des Wirtschaftsrechts.

November 2000: Nach vier Jahren Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik in Berlin, im Studiengang Wirtschaftsrecht und Zeiten, die es wirklich in sich hatten, erhielt ich mein Diplom als Wirtschaftsjuristin.

Recht als Passion

Ich habe mich für diesen Studiengang entschieden weil ich nach meiner Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notariatsgehilfin im juristischen Bereich bleiben wollte.

Aus meiner Sicht ist die Verbindung von betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und juristischen Fähigkeiten ein absolutes Plus. Gerade jetzt als Teamleiterin Personalentwicklung bei IKEA ist es tagtäglich notwendig, schnell und begründet zu entscheiden. Dabei ist die Verbindung von Betriebswirtschaft und Recht eine sehr gute Kombination.

Schwerpunkt: Arbeitsrecht

Schon nach den ersten Vorlesungen zum Thema Individualarbeitsrecht wusste ich, dass Arbeitsrecht “mein” Gebiet werden würde. Mein Interesse wurde noch durch ein Praktikum bestärkt, das ich im vierten Semester absolvierte. Hier konnte ich – in der zentralen Personalabteilung eines großen Dienstleistungsunternehmens – meine Kenntnisse auf die Probe stellen: in Verhandlungen mit den Betriebsräten etwa, oder in erstinstanzlichen Prozessen vor Arbeitsgerichten.

Als mir am Ende des Praktikums eine Tätigkeit als Werkstudentin für die Zeit meines Hauptstudiums angeboten wurde, sagte ich ohne zu zögern zu. Die Möglichkeit neben dem Studium noch zwanzig Stunden wöchentlich Theorie und Praxis zu verbinden, hat sich gelohnt.

Auch Verlieren können

Ich war weiterhin beratend für die Niederlassungen des Unternehmens tätig und nahm zusammen mit dem Personalleiter an Gesamtbetriebsratssitzungen teil. Eine der wichtigsten Erfahrungen, aus dieser Zeit: Ich versuche immer möglichst viele Informationen von allen Beteiligten zu bekommen, wenn ich in ein Verfahren gehe und womöglich vor Gericht auftreten soll. Aus Fehlern lernt man: Ich habe einmal wegen fehlender Informationen haushoch verloren. Nachgeben oder mit verlorenen Prozessen umgehen zu können lernt man nicht im Studium.

Noch vor dem Diplom suchte ich nach dem künftigen Arbeitgeber. Auf Berufsmessen hörte ich das erste Mal von der Personalpolitik bei IKEA. Ich kannte das Möbelhaus zu diesem Zeitpunkt zwar als Kundin, nun sah ich im Unternehmen einen potenziellen Arbeitgeber. Ich bewarb mich um eine Stelle als Trainee in der Personalabteilung, führte zwei Gespräche mit zwei Personalchefs und hatte schon die Zusage in der Tasche.

Kein Sprung ins kalte Wasser

Im Traineeprogramm lernte ich zunächst das Unternehmen von der Pike auf kennen. Ich durchlief einige Wochen alle Bereiche und nahm gezielt an Seminaren, z.B. Zeitmanagement und Führungskompetenz, teil. Durch den bundesweiten Einsatz konnte ich von Anfang an mein eigenes Netzwerk aufbauen.

Das Traineeprogramm endete mit einem Einsatz von sechs Monaten in der Personalabteilung von der Hauptniederlassung vn IKEA Deutschland.

Internationales Leiden

Dort wurde mir angeboten, mich auf eine (aufgrund von Mutterschutz und Elternzeit) befristete Stelle bei IKEA Mobility Support im niederländischen Leiden zu bewerben. Ich wurde genommen und fand mich in einem internationeln Team als die erste Deutsche wieder. Dort werden alle Mitarbeiter, die vom Unternehmen international eingesetzt werden, betreut. Die Aufgaben waren vielfältig: Von Problemen mit dem ausländischen Steuerrecht bis zur Wahl der Schule, wenn die Kinder mit umziehen. Bei aller Internationalität wurde ich oft zum Staunen oder zum Lachen gebracht. Die Vorstellungen, die meine kanadische Kollegin vom europäischen Leben hatte zum Beispiel – wobei ihre Eindrücke von den Deutschen im Allgemeinen leider nicht immer sehr schmeichelhaft waren.

Bei der Betreuung der Mitarbeiter aller europäischen Landesorganisationen und der Einkaufsbüros für Nordafrika brauchte ich viel Organisationstalent und Kommunikationsfreude.

Gegen Ende des Jahres oblag mir die Leitung der Vertragsverhandlungen mit unseren schwedischen Umzugsfirmen, auch hier half mir meine Ausbildung sehr.

Teamgeist in Tempelhof

Ein besonderes Ziel war es für mich, an der Entstehung eines neuen Einrichtungshauses mitzuarbeiten. Es gelang in Berlin-Tempelhof:

Ich begann genau am Tag der Grundsteinlegung in der Projektgruppe zu arbeiten. Auf der Agenda stand: Personal-Bedarfsplanung, die Ausarbeitung von Schulungsplänen und Personalrekrutierung.
Sobald die neuen Mitarbeiter bei uns gestartet waren, waren wir für ihre Einarbeitung und Betreuung Mitarbeiter verantwortlich. Ich arbeitete außerdem als Trainerin für Schulungen zum Thema “Vertragsrecht” und “Arbeitsrecht”.

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Teamleiterin in Tempelhof bin ich für die Einhaltung aller arbeits- und sozialrechtlichen Regelungen verantwortlich, das heißt ich bin Ansprechpartner für die Teamleiter der Fachbereiche bei Problemen mit Mitarbeitern und berate sie hinsichtlich der Lösungsmöglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen.

Um nicht einzurosten war ich im letzten Wintersemester außerdem als Lehrbeauftragte für ein Projekt an der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik in Berlin beschäftigt zum Thema “Arbeitsrecht in der Praxis”. Die Studenten kamen aus dem Bereich Wirtschaftsrecht und interessierten sich hauptsächlich für die Spezialisierung “Personal”. Im Rahmen dieses Projektes versuchte ich meine Erfahrungen aus dem Berufsstart zu berücksichtigen und zu vermitteln: Fachliche Kenntnisse sind wichtig, aber mindestens genauso bedeutend ist Führungs- und Managementkompetenz, das heißt Kenntnisse über Teamentwicklung, Führungsinstrumente und -techniken, Verantwortungsbereitschaft und vor allem auch Durchsetzungsvermögen.

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Warum ausgerechnet Steuerrecht?

Wie kommt eine Juristin dazu, sich ausgerechnet mit Steuerrecht zu beschäftigen? Tanja Maria Beck schreibt im karriereführer über die Faszination Steuerrecht und ihren Berufseinstieg bei der internationalen Anwaltssozietät Shearman & Sterlin.

Ich kann nicht behaupten, dass es schon immer mein Traum war, als Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Steuerrecht tätig zu werden. Die Juristerei hätte mich zwar schon nach dem Abitur gereizt, aber ich hatte zunächst kein Interesse daran, wieder in einem Klassenzimmer oder Hö-saal zu sitzen und nur vor mich hin zu lernen. Daher beschloss ich, zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau zu machen. Die wirtschaftlichen Aspekte des Bankgeschäftes haben mich bereits damals in ihren Bann gezogen. Als reine Bankkauffrau ist man jedoch von den eigentlich interessanten Geschäften ausgeschlossen. Um also an diesen Transaktionen mitarbeiten zu können, begann ich nach dem Abschluss meiner Ausbildung mit dem Jurastudium.

„Steuerrecht?“ – „Faszinierend!“

Während des Studiums und den obligatorischen Praktika merkte ich schnell, dass mich Steuerrecht fasziniert. Aufgrund meiner Ausbildung hatte ich einen ersten Eindruck von Buchführung bzw. Bilanzsteuerrecht gewonnen. Daher entschloss ich mich, im ersten Staatsexamen Steuerrecht als Wahlfach anzugeben und besuchte die üblichen Steuerrechtsvorlesungen und
-seminare. Viele Studierende lassen sich leider allein durch den Begriff „Steuern” abschrecken (bei nicht wenigen meiner Kollegen hat sich das bis heute nicht geändert) und besuchen nicht einmal die Standardvorlesungen. Am Steuerrecht kommt jedoch niemand vorbei. Gerade für Juristen hat es mehr zu bieten als die Fähigkeit, lediglich eine Einkommensteuererklärung auszufüllen (obwohl das im späteren Berufsleben natürlich nicht zu verachten ist!).
Steuerrecht sollte auch im zweiten Staatsexamen mein Wahlfach bleiben. So habe ich schon bei der Planung der einzelnen Stationen nach dem ersten Staatsexamen darauf geachtet, soweit möglich, eine breite Palette des Steuerrechts kennen zu lernen, um endlich erste praktische Erfahrungen zu sammeln und damit letztlich eine Entscheidung für das spätere Berufsleben treffen zu können. Während der Anwaltsstation arbeitete ich in einer kleinen Kanzlei, welche mit einem Steuerberater kooperierte, die Wahlstation absolvierte ich bei einem Finanzgericht. Die Erfahrungen, die ich während meiner Ausbildung sammeln konnte, bestärkten mich darin, auch nach dem zweiten Staatsexamen „irgendwie” steuerrechtlich tätig zu werden.

„Dienstschluss 15.30 Uhr?“ – „Nein danke.“

Möglichkeiten hierzu bieten sich reichlich. Zunächst dachte ich daran, eine verwaltungsrechtliche Laufbahn einzuschlagen, das bedeutet, zunächst bei einer Oberfinanzdirektion zu arbeiten, um später an das Finanzgericht zu wechseln. Da kam Shearman & Sterling auf mich zu und bot mir an, in der Steuergruppe in Düsseldorf zu arbeiten. Nun musste ich mich entscheiden. Ein Charakteristikum des Anwaltsberufs ist gerade für Anfänger gewöhnungsbedürftig: die Arbeitszeit. Im Gegensatz zu einem Kollegen, der als Sachbearbeiter bei einem Finanzamt tätig ist, endet meine Arbeitszeit nicht um 15.30 Uhr.

Steuerrecht – ein Querschnittsthema

Die Entscheidung, statt in einer Beamtenlaufbahn als Rechtsanwältin bei einer internationalen Kanzlei zu arbeiten, habe ich trotzdem nicht bereut. Im Rahmen meiner Tätigkeit bin ich hauptsächlich, jedoch nicht ausschließlich, mit steuerrechtlichen Sachverhalten beschäftigt, wobei die Arbeit nicht auf einzelne Steuerrechtsgebiete begrenzt ist. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kollegen aus den Bereichen „Mergers & Acquisitions“ sowie dem „Capital Markets“ habe ich die Möglichkeit, auch in anderen Gebieten zu arbeiten, die häufig einen Auslandsbezug haben. Bei Unternehmenskäufen oder –zusammenschlüssen ist immer auch die steuerliche Seite der Transaktion zu beurteilen. Sofern die vom Mandanten bevorzugte Struktur steuerliche Nachteile aufweist, sind Lösungsalternativen zu entwickeln, welche die vom Mandanten gewünschten Ziele erreichen. Hierbei arbeite ich auch häufig in einem internationalen Team mit den Kollegen aus London, Paris, New York usw. zusammen. Daneben eröffnet die Kanzlei mir die Möglichkeit, in unseren ausländischen Büros tätig zu werden.
Im Gegensatz hierzu hat ein Mitarbeiter der Finanzverwaltung einen feststehenden Sachverhalt zu begutachten. Für Kreativität bleibt dabei nicht viel Raum. Und gerade im Steuerrecht wird kreatives Arbeiten verlangt. In jedem Jahr werden Steuergesetze geändert. Eine Struktur, die in diesem Jahr noch als Steuersparmodell gilt, ist bereits im nächsten Jahr überholt. Daher kann das Steuerrecht weder langweilig noch trocken sein. Es fordert die ständige Fortbildung. Hierbei bieten große Kanzleien einem jungen Anwalt die Möglichkeit, durch die Teilnahme an internen und externen Fortbildungsveranstaltungen seine Kenntnisse ständig zu erweitern.
Für mich wird das in naher Zukunft eine neue Prüfung nach sich ziehen: die zur Steuerberaterin. Obwohl ich in der Steuergruppe der Kanzlei arbeite, ist die Prüfung zur Steuerberaterin nicht zwingend vorgeschrieben. Die Entscheidung, sich auf diese Prüfung vorzubereiten und sie abzulegen, wird jedoch von der Kanzlei begrüßt: Unterstützt wird mein Ent-schluss zum einen finanziell, zum anderen durch die Gewährung von (unbezahltem) Urlaub.

Tanja Maria Beck studierte von 1993 bis 1998 an der Uni Göttingen und arbeitete als Rechtsanwältin im Steuerrecht von Shearman & Sterling in Düsseldorf.

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Magister der Rechte (LL.M.)

Magister der Rechte (LL.M.) im Wirtschafts- und Steuerrecht für Juristen und Wirtschaftswissenschaftler

Einleitung

Spätestens nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften stellt sich für jeden Absolventen die Frage, welchen Berufsweg er künftig einschlagen soll. Auch wenn nach einer Studie der Universität Essen immer mehr Juristen Jahr für Jahr auf den Arbeitsmarkt drängen (jährlich ca. 10.000 Juristen), bietet sich für junge Juristen immer noch eine Bandbreite an Möglichkeiten in das Berufsleben einzusteigen. Man kann in Anbetracht dieser Zahlen und der generell schlechten Arbeitsmarktsituation nicht leugnen, dass der Jurist zumindest in seiner eigenen Branche nicht unbedingt die besten Berufsaussichten hat. Der erfolgreiche Abschluss eines LL.M.-Studiums ist eine in der Wirtschaft gern gesehene Zusatzqualifikation, die die Berufschancen erheblich verbessern kann. Er rundet das ohnehin durch das Staatsexamen erlangte juristische Grundwissen in einer fachspezifischen Weise ab.

Ausland oder Inland?

Der erfolgreiche Abschluss eines “Master of Law” an einer Universität im Ausland, insbesondere in den USA, ist begehrt.
In der Tat schulen der Aufenthalt und das Studium im Ausland die Sprachkenntnisse. Insbesondere englische Sprachkenntnisse sind in der heutigen Zeit nicht nur für eine international ausgerichtete Wirtschaftskanzlei, sondern auch für ein Wirtschaftsunternehmen eine unverzichtbare Qualifikation.
Andererseits muss man bedenken, dass gerade im Steuerrecht für einen deutschen Juristen das deutsche Steuerrecht im Vordergrund stehen sollte.

Welche Fachrichtung?

Laut verschiedener Präsentationen im Internet bieten im Inland ca. 30 Universitäten und Fachhochschulen über 45 Studiengänge mit einem Abschluss zum LL.M. an. Darunter finden sich Studiengänge in den Bereichen des Internationalen Rechts, Europarechts, Steuerrechts, Wirtschaftsrechts usw. Die Auswahl der Studiengänge ist mehr als reichlich. Im Grunde genommen kann man sich heutzutage in nahezu allen juristischen und verwandten Gebieten spezialisieren.
Nur wenige Fakultäten bieten einen kombinierten Studiengang im Wirtschafts- und Steuerrecht an. Dazu gehört die juristische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Sie vergibt nach erfolgreichem Abschluss den akademischen Grad des “Magisters der Rechte (LL.M.) in Wirtschafts- und Steuerrecht”.
www.ruhr-uni-bochum.de/wir-steu/ Externer Link

Vorteile des “LL.M. (Wirtschafts- und Steuerrecht)” an der RUB

I. Vorteile des kombinierten Studienganges
Der Weiterbildende Studiengang besteht aus verschiedenen Wahl und Pflichtfächern aus dem Bereich Steuer- und Wirtschaftsrecht. Die Pflichtfächer schaffen die Grundlagen für eine theoretische Ausbildung zum Wirtschafts- und Steuerjuristen. Der Weiterbildungsstudent kann durch eine gezielte Wahl seiner Fächer seinen Schwerpunkt im Steuerrecht, im Wirtschaftsrecht oder in einer Kombination von Steuer- und Wirtschaftsrecht setzen.

  • 1. Aus der Sicht eines Steuerrechtlers: Aus Sicht eines Steuerrechtlers (wie z. B. einer Steuerrechtskanzlei, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerabteilung eines Wirtschaftsunternehmens oder Finanzbehörde) sind die fachspezifischen Kenntnisse im Wirtschaftsrecht von Vorteil. So ist es beispielsweise von erheblicher Bedeutung, dass der Steuerrechtler Kenntnisse im Handels- und Gesellschaftsrecht mitbringt. Die isolierte einkommensteuerrechtliche Beurteilung hilft allein oft nicht weiter. Für das Grundverständnis im Unternehmensteuerrecht ist ebenso erforderlich, das Kapitalgesellschafts- und Konzernrecht zu beherrschen.
    Zu bedenken ist, dass die Steuerrechtsbranche eher einen Mangel an Juristen aufweist, weil viele Steuerberater gelernte Ökonomen oder Betriebswirte sind. In steuerrechtlichen Berufsfeldern bieten sich daher für den Juristen durchaus noch gute Berufschancen. Rechtsanwälte, die zugleich auch im Steuerrecht tätig sind, können sich über Arbeitsmangel nicht beklagen.
  • 2. Aus der Sicht eines Wirtschaftsrechtlers:Aus der Sicht eines Wirtschaftsrechtlers ist es ebenso von Vorteil, einen kombinierten Studiengang im Wirtschafts- und Steuerrecht absolviert zu haben. Abgesehen davon, dass das Steuerrecht eine Zusatzqualifikation für jeden Wirtschaftsrechtler ist, rundet das Fachwissen im Steuerrecht die Kenntnisse eines Wirtschaftsrechtlers im besonderen Maße ab.So ist das Fachwissen des Wirtschaftsrechtlers ohne Kenntnisse im Bereich der doppelten Buchführung, des Bilanzrechts und des Bilanzsteuerrecht nur unvollkommen. Wie soll ein Wirtschaftsrechtler abwägen, ob eine Klage in wirtschaftlicher Hinsicht sinnvoll ist, wenn er nicht die Bilanz des eigenen Unternehmens / Mandanten lesen kann? Ohne Kenntnisse im Steuerrecht ist der Wirtschaftsrechtler auf den Sachverstand eines steuerlichen Beraters angewiesen. Qualifiziert sich ein Wirtschaftsrechtler im Steuerrecht, so kann dies nur von Vorteil sein.

II. Renommierte Dozenten an der juristischen Fakultät der RUB
Ein weiterer Vorteil des LL.M.-Studiengangs sind die zahlreichen renommierten Dozenten, die an diesem Studiengang beteiligt sind. Ein Blick auf die Seite der Homepage des LL.M. Studiums verrät Einzelheiten. An dieser Stelle seien aufgrund der Verfügbarkeit im Internet nur einige Dozenten genannt: Bereits der Lehrstuhl für Steuerrecht, der den Studiengang verwaltet, überzeugt. Inhaber des Lehrstuhls und Initiator des Studienganges ist Herr Prof. Dr. iur. Roman Seer, der die steuerrechtlichen Fächer Allgemeines Steuerrecht, Einkommensteuerrecht, Unternehmensteuerrecht und Umsatzsteuerrecht unterrichtet. Zudem bringt der Lehrstuhl für Steuerrecht Lehrbeauftragte mit, die die steuerrechtlichen Fächer ergänzen, wie etwa Richter am Finanzgericht Düsseldorf Dr. iur. Matthias Loose, Prof. Dr. iur. Heinz-Klaus Kroppen, LL.M. und Privatdozent Dr. iur. Klaus-Dieter Drüen.

III. Studiengebühr
Sicherlich vorteilhaft ist die geringe Höhe der Studiengebühren. Diese beträgt nach der Gebührenordnung 800,- € pro Semester. Vergleicht man die Studiengebühren mit den Gebühren anderer LL.M.-Studiengänge, so stellt man schnell fest, dass der Weiterbildende Studiengang im Wirtschafts- und Steuerrecht zu den günstigeren LL.M.-Studiengängen Deutschlands gehört:
www.jurawelt.com
So kostet etwa der Studiengang im “Master of International Taxation” der Universität Hamburg 9.500,- EUR. Die Spitze der LL.M.-Studiengebühren müsste der Intellectual Property of Law an dem MIPLC in München bilden mit Kosten i. H. v. 23.000,- EUR.

IV. Zulassung
Zum Weiterbildenden Studiengang im Wirtschafts- und Steuerrecht wird nach § 3 der Prüfungsordnung LL.M. zugelassen, wer entweder mindestens das erste juristische Staatsexamen oder ein Universitätsstudium der Wirtschaftswissenschaften erfolgreich abgeschlossen hat.
Nicht nur Juristen, sondern auch Wirtschaftswissenschaftler haben die Möglichkeit an diesem Studiengang teilzunehmen. Zugelassen werden ca. 50 Personen.
Nach § 3 Abs. 4 der Prüfungsordnung LL.M. kann der Prüfungsausschuss auch Bewerber zulassen, die ein juristisches oder wirtschaftswissenschaftliches Studium außerhalb der BRD erfolgreich abgeschlossen haben, das dem deutschen Hochschulstudium der Wirtschaftswissenschaften bzw. Rechtswissenschaften gleichwertig ist. Voraussetzung ist jedoch, dass der Bewerber die deutsche Sprache in Wort und Schrift ausreichend beherrscht.

V. Studienzeit
Nach § 4 Abs. 1 der Prüfungsordnung LL.M. beträgt die Regelstudienzeit zwei Semester. Wer jedoch beabsichtigt, sein Studium zu verlängern, es beispielsweise auf drei oder mehr Semester erweitern möchte, kann sich jedes weitere Semester erneut rückmelden.
Pro Semester werden vier bis fünf Pflichtfächer angeboten. Bewusst legt der Lehrstuhl für Steuerrecht die Pflichtveranstaltungen auf drei Tage in der Woche an, so dass für berufstätige Teilnehmer die Möglichkeit verbleibt, nebenher zu arbeiten. Da der Vorlesungsplan regelmäßig angemessene Zeit vor Beginn des Studiums auf der Homepage des Weiterbildenden Studienganges veröffentlicht wird, können berufstätige Studenten ihre Arbeitszeiten entsprechend einplanen bzw. mit dem Arbeitgeber abstimmen.

Magister der Rechte im Wirtschafts- und Steuerrecht (LL.M.) an der RUB

Seit dem Wintersemester 2001 existiert der Weiterbildende Studiengang im Wirtschafts- und Steuerrecht für Juristen und Wirtschaftswissenschaftler an der juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Die Juristische Fakultät verleiht bei erfolgreichem Abschluss den akademischen Grad eines “Magisters der Rechte (Magister Legum, LL.M.) auf den Gebieten des Wirtschafts- und Steuerrechts”.
Der Begriff “LL.M.” kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und ist die Abkürzung für “Legum Legale Magister / Magistra” und bedeutet “Magister der Rechte”. In englischsprachigen Ländern ist der akademische Titel als Anhängsel hinter dem Namen üblich. Auch in den USA wird der akademische Grad des “Magisters der Rechte” (Master of Laws – LL.M.) verwendet.

Persönliche Erfahrungsberichte

Davud Karahan: “Ich habe drei Semester in der Zeit von WS 2004 / 2005 bis SS 2006 den LL.M. im Wirtschaftsrecht und Steuerrecht studiert. Inhaltlich waren dies meine drei lehrreichsten Semester, die ich in meinem gesamten juristischen Studium genossen habe.
Die Kombination von Wirtschaftsrecht und Steuerrecht ist so aufeinander abgestimmt, dass sich bereits im Laufe der ersten Semesterwochen der Kreis zu schließen begann. Man wird durch die hohe Anzahl an Semesterwochenstunden so intensiv geschult, dass schon der Besuch der Veranstaltungen ausreicht, um ein solides Grundwissen zu erlangen. Mit etwas Fleiß während des Semesters und gerade zu der Prüfungsphase hin, konnte man dieses Grundwissen ausbauen und mit einer Sicherheit die Prüfungen erfolgreich absolvieren.
Die Absolventen kamen aus allen Himmelsrichtungen, um in Bochum die Vorteile dieses kombinierten Studienganges wahrzunehmen. Man konnte viele Kontakte zu Mitstudenten knüpfen, die alle das gemeinsame Ziel hatten, diesen Studiengang erfolgreich zu beenden. Es haben sich Freundschaften zu Menschen aus ganz Deutschland entwickelt, die ich heute noch gerne pflege.”
Ulrich Schorn: “Zurückblickend betrachtet verging die Studienzeit des Weiterbildenden Studiengangs unheimlich schnell. Dies führe ich einerseits auf die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen des Studiums – über die bereits angesprochenen Wahlfächer – zurück und andererseits darauf, dass wir (die Verfasser) neben dem weiterbildenden Studium noch berufstätig sind.
Für jeden Teilnehmer des Weiterbildenden Studiengangs bestehen so vielfältige Möglichkeiten, unterschiedliche Schwerpunkte für eine Spezialisierung auszuwählen, um zielgerichtet die für einen selbst wichtigen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt zu erwerben.
Darüber waren vielerlei zusätzliche Aktivitäten, wie z. B. eine Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften und Übungen zum Steuerrecht sowie einem steuerrechtlichen Seminar, welches dem Grunde nach lediglich für die Regelstudenten angeboten wird, auch für uns möglich. Außerdem bereicherten uns die Dozenten mit außerplanmäßigen Veranstaltungen und Exkursionen sowie Einladungen von erfahrenen Praktikern.”

Zu den Autoren:

Davud Karahan, LL.M. (Wirtschafts- und Steuerrecht) ist Lehrbeauftragter an der FH für Wirtschaftsrecht in Recklinghausen (FH Gelsenkirchen) und unterrichtet Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Zivilprozessrecht. Er kommt aus dem Bankgewerbe und arbeitet derzeit in einer Abteilung für Sicherheit und Betrugsbekämpfung einer Privatkundenbank. Herr Karahan ist zudem Mitautor im Online-Kommentar zum Insolvenzrecht von Haarmeyer/Wutzke/Förster und kommentiert gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. jur. Achim Albrecht das Internationale Insolvenzrecht. Er absolvierte den LL.M.-Studiengang während des Rechtsreferendariats.

Rechtsanwalt Ulrich Schorn praktiziert bereits seit 2004 als Anwalt in Berlin mit Schwerpunkt im Bank- und Kapitalmarktrecht sowie im Steuer- und Steuerstrafrecht. Berufsbegleitend nimmt er an dem LL.M.-Studiengang der Juristi-schen Fakultät der RUB teil.

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Anwälte kehren ihrem Beruf den Rücken

Junge Anwälte steigen immer häufiger aus dem Beruf aus, weil die Perspektiven fehlen oder sie nicht genug verdienen. Nach 15 Prozent im Jahr 2001 gaben im vergangenen Jahr 16 Prozent der 7.900 Berufsanfänger ihre Zulassung zurück.

Im Jahr 2002 gaben 1.147 Anwälte im Alter zwischen 27 bis 39 Jahren ihre Zulassung zurück, im Jahr 2001 waren es 1117.

BRAK: Nettoeinkommen zu niedrig

Bernhard Dombek, der Präsidenten der Anwaltskammer (BRAK), hält diese Entwicklung für nicht verwunderlich: Die Rahmenbedingungen für den Nachwuchs seien wenig attraktiv, da junge Anwälte, die sich selbstständig machten, nur über ein monatliches Nettoeinkommen zwischen 1.500 und 2.000 Euro verfügten.

Berufsanfänger stehen unter Druck

“Wir gehen davon aus, dass der Anwaltsberuf deshalb aufgegeben wird, weil die betroffenen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte keinen Erfolg in ihrem Beruf hatten oder in einen anderen für sie attraktiveren Beruf wechselten,” erklärt sich Dombek die Resignation gegenüber dem Anwaltsberuf. Er fügt hinzu, dass die Zahlen in jedem Fall zeigten, dass auf den Berufsanfängern ein erheblicher Druck laste und deshalb berufliche Alternativen gesucht würden.

Die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) ist die Dachorganisation der Anwaltskammern in Deutschland. Diese Kammern vertreten insgesamt rund 121.000 Rechtsanwälte.

 

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New York, Rio, Tokio – oder Nowosibirsk?

Ausland
Wer diese Frage eindeutig mit „Ja” beantworten kann ist für den Dienst beim Auswärtigen Amt wie geschaffen. Denn der Traum von einer Tätigkeit als Kulturattaché oder Wirtschaftsreferent kann überall in der großen, weiten Welt in Erfüllung gehen. Ebenso vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten in der Zentrale des Auswärtigen Amtes in Berlin. Wie der Weg dorthin führt, erzählt Frau Dr. Miriam Wolter dem karriereführer.

Miriam WolterMiriam Wolter, 31, studierte von 1989 bis 1994 Jura in Kiel, danach ein Jahr im französischen Brest, wo sie den Grad der „Maitrise en droit publique” erwarb. Nach ihrem Start beim AA im Mai 2000 ist sie seit Mai 2001 Referentin im Arbeitsstab Menschenrechte.

 

Wie hoch ist der Anteil der Juristen im Auswärtigen Amt?
Im höheren Dienst sind zirka ein Drittel Juristen beschäftigt.

Gibt es neben der Rechtsabteilung noch andere Abteilungen, in denen Juristen tätig sind?
Selbstverständlich. Im Auswärtigen Amt wird das „Generalistenprinzip” angewandt – jeder soll alles machen können. Das heißt: An den Auslandsvertretungen können Juristen als Kulturattaché oder als Wirtschaftsreferentin oder Wirtschaftsreferent arbeiten. Ebenso vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten in der Zentrale in Berlin: In der Öffentlichkeitsarbeit, in den Länderreferaten, in der Kulturabteilung und so weiter – überall gibt es Juristen. Mein eigener derzeitiger Job liegt auf der Schnittstelle von Recht und Politik: Ich arbeite im Arbeitsstab Menschenrecht, zuständig für die Menschenrechtspolitik der Bundesregierung innerhalb internationaler Organisationen. Wenn also zum Beispiel eine Weltkonferenz gegen Rassismus oder gegen Kinderhandel stattfindet, dann arbeiten wir an der Vorbereitung und an der Positionsbestimmung der deutschen Delegation. Oder wenn im April auf der Tagung der Menschenrechtskommission in Genf eine Resolution zur Menschenrechtslage im Iran verabschiedet wird, dann haben wir mitverhandelt.

Außerdem ist vielleicht interessant, sich vor Augen zu führen, dass die unterschiedlichsten Rechtsgebiete für die Arbeit des Auswärtigen Amtes relevant sind. Zum einen sind es natürlich das Völkerrecht und das Europarecht. Ebenso kann man sich bei uns aber auch in der Personalabteilung mit beamten- und arbeitsrechtlichen Fragen beschäftigen. Wie in jedem großen Unternehmen gibt es bei uns Zivilrechtsfragen zu klären, Verwaltungsgerichtsprozesse werden geführt, etwa in aufenthaltsrechtlichen Angelegenheiten. Nahezu jedes Rechtsgebiet ist also vertreten. Das Typische an unserer Arbeit ist der ständige Wechsel: Auf jedem Posten bleibt man nur drei bis vier Jahre, dann macht man wieder etwas völlig anderes.

Werden beim Auswärtigen Amt nur Volljuristen eingestellt oder besteht auch die Möglichkeit, mit Erstem Staatsexamen in den höheren Dienst einzutreten?
Es besteht auch die Möglichkeit, mit Erstem Staatsexamen in den höheren Dienst einzutreten.

Wie sieht das schriftliche Auswahlverfahren für die angehenden Legationssekretäre aus?
Das schriftliche Auswahlverfahren besteht aus einem eintägigen Test, der in mehreren Städten in Deutschland einmal im Jahr durchgeführt wird. Zur Teilnahme an dem Test qualifiziert sich jeder, dessen
Bewerbungsunterlagen (Formulare des Auswärtigen Amtes, kein individuelles Bewerbungsschreiben) den allgemeinen Anforderungen entsprechen (z. B. Altersgrenze, abgeschlossenes Studium). Der Test besteht dann aus folgenden Einzelprüfungen:

  1. Sprachtests in Englisch und Französisch, wobei Französisch auch durch eine weitere Amtssprache der Vereinten Nationen ersetzt werden kann, nämlich durch Spanisch, Russisch, Arabisch oder Chinesisch.
  2. Aufsatz zu einem politischen oder wirtschaftspolitischen Thema. Die Themen sind zumeist aktuell. Wer intensiv Zeitung liest, kann sich zu einem der drei zur Auswahl stehenden Themen äußern. Es kommt dann darauf an, in der knappen Zeit einen ansprechenden, argumentativ überzeugenden Aufsatz zu Stande zu bringen.
  3. Vier Fragebögen mit je zwanzig Fragen zu den Sachgebieten Staats-, Völker- und Europarecht, Geschichte und Politik, Wirtschaft sowie Allgemeines aus Kunst, Kultur, Wissenschaft etc.

Worauf wird im mündlichen Auswahlverfahren besonders Wert gelegt?
Meiner Ansicht nach auf selbstsicheres, dabei bescheidenes und offenes Auftreten, Teamgeist (es werden in Gruppen zu lösende Aufgaben gestellt), rhetorische Fähigkeiten, Flexibilität und die Bereitschaft zu Mobilität.

Welche Inhalte werden innerhalb der Ausbildung vermittelt?
In dieser Zeit finden Sprachunterricht, Seminare zu Geschichte und Wirtschaft sowie Rechts- und Konsularwesen (nicht für Juristen mit 2. Staatsexamen) statt, außerdem kürzere Ausbildungseinheiten etwa zu EU-Themen, Krisenmanagement, Rhetorik, Öffentlichkeitsarbeit, Multilaterale Diplomatie etc. Darüber hinaus erhält man eine praktische Ausbildung in der Zentrale oder an einer Auslandsvertretung.

Endet dieser Ausbildungsabschnitt mit einer Prüfung und, wenn ja, wie sieht diese aus?
Bereits im Laufe der Ausbildung wird der erarbeitete Stoff abgeprüft. Sprachprüfungen, Klausuren und mündliche Prüfungen in Geschichte und Wirtschaft begleiten die Ausbildung. Zum Schluss muss man dann noch einen Aktenvortrag halten, eine einwöchige Hausarbeit schreiben und eine mündliche Prüfung ablegen.

Wie sieht der weitere berufliche Weg der Legationssekretäre aus?
Nach der Ausbildung folgt der erste Auslandseinsatz oder aber eine Referententätigkeit in der Zentrale, nach drei, vier Jahren dann der erste Wechsel, wahrscheinlich in ein ganz neues Arbeitsgebiet. Nach der Laufbahnprüfung wird man zunächst Beamter auf Probe. Die Probezeit dauert unterschiedlich lange, je nachdem, welche Zeiten angerechnet werden.

Welche wesentlichen Aufgaben werden neben den rechtlichen Arbeitsfeldern von den Mitarbeitern noch erfüllt?
Die unterschiedlichsten Aufgaben kommen im Auswärtigen Amt, insbesondere auf einem Auslandsposten, auf einen zu. Vielleicht ein paar Beispiele, um das zu illustrieren:
Ich könnte für das Protokoll an der Botschaft Amman zuständig sein; bei der nächsten Reise des Bundeskanzlers in den Nahen Osten gibt es für ihn und seine Delegation viel vorzubereiten und zu organisieren. Als Kulturattachée in Quito organisiere ich eine Ausstellung eines deutschen Bildhauers. Erst muss ich ihm helfen, seine Skulpturen durch den Zoll zu bringen, dann darf ich die Rede bei der Ausstellungseröffnung halten. In Bangkok für Rechts- und Konsularwesen zuständig, habe ich zahlreiche Mitarbeiter, die mit mir zusammen die vielfältigen Probleme deutscher Touristen zufriedenstellend zu lösen versuchen… Diese Reihe ließe sich noch lange fortsetzen.

Welche besonderen Eigenschaften werden neben den juristischen Kenntnissen von Mitarbeitern im diplomatischen Dienst erwartet?
Flexibilität, Offenheit, schnelle Anpassungsfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Fingerspitzengefühl, Verständnis für politische Zusammenhänge, Menschenkenntnis, Kooperationsfähigkeit sowie Fähigkeiten in der Personalführung.

Wie ist das Besoldungssystem für Legationssekretäre?
Als Legationssekretär, dem ersten Amt nach der Ausbildung, erhält man A 13-Bezüge. Ist der erste Posten gleich im Ausland, kommen Auslandszuschläge hinzu, sodass sich das Gehalt erheblich erhöhen kann.

Wie sieht es mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei dieser Tätigkeit aus?
Als Diplomat ins Ausland gehenBeim Eintritt in das Auswärtige Amt muss man sich selbstverständlich darüber bewusst sein, dass die häufige Versetzung einschneidende Auswirkungen auf das Privatleben hat. Ein kontinuierlicher Freundeskreis ist schwierig aufrechtzuerhalten. Partnerin oder Partner müssten den Ortswechsel ebenfalls in Kauf nehmen und damit das eigene berufliche Fortkommen hintan stellen. Sind sogar Kinder da, müssten sich diese permanent neu orientieren. Die gute Nachricht dagegen: Das Amt ist durchaus ein familienfreundlicher Arbeitgeber. Für Frauen fallen manche Sorgen, die sie in anderen Jobs vielleicht im Hinblick auf die Familienplanung haben, weg. Ist das Kind im schulpflichtigen Alter, so kann man sicher sein, dass man nicht gegen seinen Willen an einen Ort ohne deutsche oder internationale Schule versetzt wird. Auch auf gesundheitliche Belange wird geachtet. Ist der Partner auch im Auswärtigen Amt beschäftigt, so wird man nur gemeinsam versetzt. Insgesamt kann ich zu dem Beruf nur anraten, aber man muss sich selbst wirklich ernsthaft prüfen. Testfrage: Möchte ich gerne nach New York, Rio, Tokio – oder würde ich auch nach Khartum, Taschkent oder Nowosibirsk gehen?

Frau Wolter, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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Interview mit Dr. Gerhard Strate

Keine Rosen für den Staatsanwalt

von Martin Rath

Als Strafverteidiger ist Dr. Gerhard Strate über Hamburg hinaus als streitbarer Anwalt bekannter Mandanten prominent geworden. Mit dem karriereführer sprach er über seine Ansichten und Erfahrungen.

Zur Person Dr. Gerhard Strate

Dr. Gerhard Strate

Die Kanzlei „Strate und Ventzke“ besteht seit 1985, nachdem zuvor Gerhard Strate seit 1979 allein ein Anwaltsbüro betrieben hatte. Die Würde eines Doctor honoris causa wurde Gerhard Strate im November 2003 von der Juristischen Fakultät der Universität Rostock verliehen.

Ich las, dass Sie die Nachricht von der Revisionsentscheidung des Bundesgerichtshofs im Fall Monika Weimar in Südafrika erhielten. Haben Sie berufliche Kontakte zu Südafrika?
In Südafrika war ich aufgrund des Auslieferungsverlangens gegen einen Mandanten, der dort eine Heimstatt gefunden hatte. Natürlich kenne ich eine Reihe von Anwälten in Südafrika. Meine beruflichen Kontakte dauern noch an.

Bei Wirtschaftsanwälten wird eine internationale Ausrichtung oft vorausgesetzt, in den Stellenanzeigen der Law Firms heißt es immer wieder, dass bereits der Nachwuchs Erfahrungen im Ausland gesammelt haben soll. Gilt das auch für eine Tätigkeit im Strafrecht?
Ich gehöre zwar zu keiner Law Firm, aber in diesem Punkt haben sie wirklich Recht. Sich mit dem Strafrecht und dem Strafprozessrecht in anderen Ländern zu beschäftigen, vermittelt viele gute Ideen für die eigene Praxis hier zu Lande. Ich habe mich beispielsweise mit der Rechtsprechung des U.S. Supreme Court zu den Beweisverwertungsverboten beschäftigt und darüber zusammen mit meinem Kollegen Klaus Ulrich Ventzke einen Aufsatz veröffentlicht. Das hatte dann bemerkenswerterweise fünf Jahre später auch Auswirkungen auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Bis dahin galt eine Verletzung des Paragrafen 136 Strafprozessordnung, der unter anderem vorschreibt, dass dem Beschuldigten bei der ersten Vernehmung eröffnet werden muss, jederzeit einen Anwalt konsultieren zu dürfen, als schlichte Verletzung einer Ordnungsvorschrift, die nicht revisibel ist.

Welche Station Ihres Bildungswegs ist für Ihre heutige Tätigkeit von besonderem Gewicht?
Von 1975 bis 1979 war ich für das Max- Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg tätig. Das hatte zwar nichts mit Strafrecht zu tun, war aber eine ausgezeichnete Schule wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens. Das ist wirklich ein tolles Institut – und es verfügt über die eindrucksvollste juristische Bibliothek, die ich jemals gesehen habe.

Der juristische Ausbildungsbetrieb ist als Massenstudium verschrien. Haben Sie dennoch markante Charaktere kennengelernt?
Besonders eindrucksvoll für mich war Karl August Bettermann, Zivilprozessualist und Staatsrechtler, Hochschullehrer in Hamburg. Politisch war er höchst konservativ, jedoch von großem Scharfsinn, und ein glänzender Formulierer.

Gibt es Juristen – tot oder lebendig –, die Sie bewundern?
Ja, Adolf Arndt, den „Kronjuristen“ der SPD in den 1950er- und 1960er-Jahren. Seine Kolumnen in der NJW unter der Überschrift „Umwelt und Recht“ sind auch heute noch lesenswert.

Unter welchen Umständen kann man einem Hochschulabsolventen empfehlen, sich auf das Strafrecht zu spezialisieren?
Ein hohes Maß an Leidensfähigkeit und Durchsetzungswille ist erforderlich. Die eine Eigenschaft braucht man, um das Unrecht, das die Mandanten begangen haben, aber auch das Unrecht, das ihnen die Justiz zufügt, ertragen zu können. Die andere, um sich gegen die Machtansprüche der Strafjustiz, die häufig wenig mit Rechtsanwendung zu tun haben, behaupten zu können.

Wie wahrscheinlich ist es, dass sich Berufsanfänger ausschließlich mit strafrechtlichen Mandaten „ihre Brötchen“ verdienen?
Das geht. Wer ein Mandat gut abwickelt, erhält auch heute noch fünf andere. Empfehlenswert ist es, die Spezialisierung im Strafrecht anfangs noch mit einer anderen zu verbinden, beispielsweise mit dem Ausländerrecht.

Wie gut ist die Bevölkerung mit qualifizierten Strafverteidigern versorgt?
Es trifft natürlich zu, dass im Strafrecht wie auch in anderen Rechtsgebieten mehr Kollegen tätig sind als zu den Zeiten meines Berufsanfangs: Heute sind es drei Mal so viele. Aber ich glaube schon, dass es noch genug zu tun gibt, weil sich ja auch das Strafrecht sehr ausgeweitet hat. Heute wird jeder kleinste Verstoß gegen eine umweltrechtliche Norm mit einer Strafandrohung versehen. Früher hätte man das Problem verwaltungsrechtlich geordnet. Von Anwaltschwemme würde ich nie reden. Ich finde es ganz schlimm, dass eine unserer Standesorganisationen, der Deutsche Anwaltverein, es zur Zeit tut.

Stimmt das Film-Klischee vom überforderten Pflichtverteidiger?
Das trifft partiell zu, aber es hat immer Kollegen gegeben, die ihr Geld damit verdienen, dass sie Kassiber aus dem Knast herausschmuggeln und sich im Übrigen mit Pflichtverteidigungen über Wasser halten. Aber generell: Jeder Kollege, der jung anfängt, beginnt auch mit Pflichtverteidigungen. Das ist absolut nichts Anstößiges, wenn man sie gut macht, kommt man auch an gute Anschlussmandate.

Werden Pflichtverteidiger an die Hand genommen, ähnlich wie bei den „Selbsthilfegruppen“ der Schöffen?
Nicht dass ich wüsste. Es hat früher Listen gegeben – ich weiß nicht, ob das heute noch so gemacht wird –, in die man sich eintragen konnte, wenn man Mandate übernehmen wollte. Es gibt aber sicherlich Vorlieben oder Bekanntschaften aus der Studienzeit, in denen der eine inzwischen Amtsrichter, der andere Rechtsanwalt geworden ist. Dass man sich seiner erinnert, das ist völlig klar. Hier in Hamburg haben wir den anwaltlichen Notdienst, der stark von jungen Kollegen bedient wird – rund um die Uhr. Dadurch ist es vielen Anwälten möglich, sozusagen hautnah und in flagranti an neue Mandate zu kommen. Das wird hier in Hamburg von der Polizei sehr korrekt gehandhabt: Sie weist die Beschuldigten fast immer darauf hin, dass sie die Möglichkeit haben, einen Anwalt zu konsultieren und den anwaltlichen Notdienst anzurufen.

Sind Sie ausschließlich im Strafrecht tätig?
Ja, heutzutage greift das Strafrecht allerdings in viele andere Rechtsgebiete hinein, vor allem ins Gesellschafts-, Steuer- und Umweltrecht. Ein gediegenes Halbwissen in anderen Rechtsgebieten ist die notwendige Begleiterscheinung. Daneben ist auch das Verfassungsrecht ein wichtiges und wiederholtes Betätigungsfeld.

Hätten Sie es sich jemals vorstellen können, Staatsanwalt zu werden?
Nein. Nie. Eher schon Kriminalbeamter.

Wie forensisch ist die Tätigkeit eines Strafverteidigers in den Zeiten des Strafbefehls überhaupt noch?
Ein Strafverteidiger, der nicht forensisch, sondern nur beratend tätig ist, vermag den „worst case“ und dessen Bewältigung selten richtig einschätzen. Ich verkenne allerdings nicht, dass manche Kollegen sich gerne „präventiver“ Beratungstätigkeit rühmen. Wenn Sie nur das tun, dürfte ihre Urteilskraft allerdings schnell Schaden nehmen.

Was verstehen Sie unter „präventiver Beratungstätigkeit“?
Das ist so ein neumodischer Begriff, den ich kürzlich hörte. Gemeint sind Kollegen, die Wert darauf legen, dass sie auf Wirtschaftsstrafrecht spezialisiert sind und das entsprechend auf ihre Visitenkarten drucken lassen. Das soll natürlich bedeuten: Verschone uns bitte mit irgendwelchen schwierigen Mord- und Totschlagsverfahren, denn bei Wirtschaftsstrafverfahren kann man einfach mehr verdienen. Diese Einstellung halte ich für gefährlich. Denn auch als Wirtschaftsstrafverteidiger ist man nur dann gut, wenn man das prozessuale Handwerk aus dem Effeff beherrscht – und das lernt man nur in einer ordentlichen Schwurgerichtsverhandlung.

Im Prozess gegen Alexander Falk gehen Sie öffentlich sehr offensiv mit Befangenheitsanträgen um. Sind die Tage vorbei, in denen das im Ruch der Standeswidrigkeit stand?
Die Strafjustiz ist in manchen Fällen so verrannt und ignorant, dass man ihr nicht immer vornehm begegnen kann. Kollegen, die der Konfrontation ausweichen, haben schon verloren, bevor das Urteil gesprochen ist.

Was war das kniffeligste juristische Problem, mit dem Sie zu tun hatten?
Die zweimalige und erfolgreiche Verfassungsbeschwerde für einen fränkischen Bauern, der seiner Bäuerin mit einem gefrorenen Stück Fleisch aus der Tiefkühltruhe auf den Hinterkopf geschlagen haben soll. Die starrsinnige Verweigerung eines Wiederaufnahmeverfahrens durch die Würzburger Justiz musste als Verstoß gegen das verfassungsrechtliche Willkürverbot präsentiert werden. Das Bundesverfassungsgericht entschied, dass auch in einem Wiederaufnahmeverfahren das Prinzip der Wahrheitsermittlung gilt. Das ist vorher noch nie so gesagt worden, obwohl es eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist. Bis dahin war die Einstellung der Gerichte in Wiederaufnahmeverfahren, dass es im Zweifel gegen den Verurteilten geht.

Sie standen selbst einmal unter Anklage. Möchten Sie erzählen, worum es dabei ging?
Damals war ich Student. Es ging um den Vorwurf des Widerstands gegen die Staatsgewalt und versuchte Gefangenenbefreiung. Das Verfahren wurde schließlich in der vierten Instanz eingestellt. Der Vorwurf trifft allerdings auch heute noch zu.

Was halten Sie von Selbsterfahrungsexperimenten, bei denen sich Juristen zeitweilig freiwillig ins Gefängnis sperren lassen?
Ich finde das Unsinn.

Ein Juraprofessor aus Berlin behauptet, Strafvollzug gleiche dem Versuch, erwachsene Menschen ins Kindergartenalter zurückzuversetzen. Ihr Kommentar?
Er wird sich etwas dabei gedacht haben.

Sie waren in jungen Jahren Mitglied im „Kommunistischen Bund Westdeutschlands“. Bei vielen – inzwischen – etablierten Politikern hat man den Eindruck, dass die alten Netzwerke aus den Zeiten linksradikaler Kleingruppen immer noch funktionieren. Pflegen Sie noch alte Verbindungen?
Nein. Ich wurde aus dieser Gruppierung ausgeschlossen wegen Rechtsopportunismus und „Versöhnlertum“. Danach bin ich eigene Wege gegangen.

Ulrich Wickert beantwortet auf der letzten Seite unseres Heftes die Frage, von welchem Juristen er sich vor dem Jüngsten Gericht verteidigen lassen würde: Heribert Faßbender, Alfred Biolek oder Gerhard Schröder. Was würden Sie ihm raten?
Gerhard Schröder.

Nachgefragt

Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Beruf weit ab von einer juristischen Tätigkeit, welcher wäre das?
Pilot.

Was wollten Sie am Start Ihres Berufslebens?
Stets gute Arbeit leisten.

Was ist Ihr Hauptcharakterzug?
Ungeduld.

Welche Eigenschaften schätzen Sie?
Geduld.

Was ist Ihr größter Vorzug?
Einfälle.

Was dulden Sie auf keinen Fall?
Bigotterie.

Was entschuldigen Sie sofort?
Blechschäden.

Gibt es etwas, was Sie unter allen Umständen auf eine Reise mitnehmen würden?
Zahnbürste.

Wo möchten Sie leben – wenn nicht da, wo Sie jetzt schon sind?
New York.

Wo tanken Sie auf?
Beim Lauftraining.

Was möchten Sie in fünf Jahren tun?
Dasselbe wie jetzt.

Haben Sie ein Motto?
Carpe diem.

 

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Interview mit Barbara Salesch

Maschendrahtzaun oder Knallerbsenstrauch

von Gabriele Roeder

Bis vor einigen Jahren waren es solche oder ähnliche zivilrechtliche Fälle, die sie löste. Heute trifft sie an fünf Tagen in der Woche in öffentlichen Gerichtsverhandlungen strafrechtliche Entscheidungen auf SAT.1 und hat schon 500 Sendungen hinter sich – Richterin Barbara Salesch. Und ihre Sendung ist ein echter Hit.
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Über 500 Mal hat Barbara Salesch inzwischen auf dem Richtersessel vor dem deutschen TV-Publikum Platz genommen. Ihre Fernsehkarriere begann 1999 mit dem Schiedsgericht Barbara Salesch auf Sat1.
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Welchen Berufswunsch hatten Sie mit 15?
Jede Woche einen anderen. Aber Jura war nicht dabei.

Was war Ihre Motivation, Richterin zu werden?
Mein Berufswunsch war immer Rechtsanwältin, weil ich unbedingt selbstständig sein wollte. Aber dann bin ich in meiner letzten Referendarstation beim OLG Hamburg auf einen Richter gestoßen, der juristisch super und zugleich witzig, chaotisch und ungemein menschlich war und der mir mein bis dahin gepflegtes Vorurteil gegenüber Staatsbediensteten gründlichst genommen hat. Da habe ich mich spontan umentschieden, damals blauäugig, denn ich wusste keinesfalls, wie mein Examen ausgeht und ob die mich überhaupt als Richterin wollen. Ich habe es nie bereut, vor allem, weil man sich alle Seiten anhören kann, ohne die Interessen einer Partei vertreten zu müssen.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach eine gute Richterin aus?
Wichtig ist zum Beispiel Geduld und dass man sich so ausdrücken kann, dass man mit jedem ins Gespräch kommt. Zuhören können ist genauso wichtig und generell, dass die Parteien einen verstehen, ohne einen juristisch vorgebildeten Übersetzter zu benötigen. Einer meiner Ausbilder hat zudem immer gesagt, ein guter Strafrechtler hat die Pingeligkeit eines Oberbuchhalters und die Phantasie einer Puffmutter (was immer er damit gemeint hat…)

Was sehen Sie als Ihren bisher größten persönlichen und/oder beruflichen Erfolg?
Das weiß ich wirklich nicht, aber bestimmt nicht die Quoten.

Was sind Ihre persönlichen Stärken und Schwächen?
Zum Beispiel Geduld im Beruf und Ungeduld im Privaten

Wie kamen Sie zum Fernsehen?
„Beim Biertrinken“. Die damalige Präsidentin des Landgerichts Hamburg hat mich bei einem Betriebsfest darauf angesprochen, dass das Fernsehen für eine (damals) Schiedsgerichtssendung eine Richterin sucht und ob sie dafür meinen Namen weitergeben kann. Sie fände das gut. Und nach einigem Geschiebe – „… was soll ich mit Fernsehen, ich hab’ gar keinen, und was soll ich mit Zivilrecht, ich mag lieber Strafrecht, ich bekomm’ kein Wort raus, wenn eine Kamera läuft …“ – bin ich dann doch zu einem Casting nach Köln gefahren und habe in meiner Art eine Verhandlung gemacht. Und dann wollten sie mich dort unbedingt haben.

Wie erklären Sie sich den Erfolg der Sendung?
Am einfachsten gesagt, weil sie gut ist. Es ist wohl die Mischung aus Unterhaltung, Spannung, Abwechselung und Information, und das Ganze eingebettet in einen festen Rahmen.

Was war ihr ungewöhnlichster Fall als Fernsehrichterin?
Weiß ich nie. Heute der, morgen der…

Was machen Sie, wenn Sie gerade nicht als Fernsehrichterin auftreten?
Am liebsten wäre ich in einem Atelier und würde an Plastiken arbeiten, aber meistens schlaf ich nur aus, fünf Stunden Fernsehen wöchentlich bedeuten eine immense Vorbereitung.

Ihr Lebensmotto?
Braucht man eins?

 

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Interview mit Dr. Konstantin Mettenheimer

Der Brückenbauer

Er verbindet bei seiner Tätigkeit deutsches mit internationalem Wirtschaftsrecht, Tradition mit Zukunft, aber vor allem Menschen miteinander. Der ständige Kontakt mit ihnen macht ihm bei seiner Arbeit den meisten Spaß. Deswegen legt er beim beruflichen Nachwuchs auch größten Wert auf ihre menschlichen Fähigkeiten. Mit dem karriereführer spricht er über Verantwortung, Erfolg und was damit einhergeht. Das Interview führte Meike Nachtwey.

Zur Person Dr. Konstantin Mettenheimer

Dr. Konstantin Mettenheimer Dr. Konstantin Mettenheimer wurde 1955 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Deutschland und der Schweiz und promovierte ebenfalls in den Rechtswissenschaften. Er erwarb zudem einen Master of Business Administration an der Wharton School der University of Pennsylvania.

Bei Freshfields Bruckhaus Deringer ist er seit 1987 tätig. Bereits nach drei Jahren wurde er Partner. Von 2000 bis 2004 war er Geschäftsführender Partner für Deutschland, Österreich und Zentralosteuropa. Seit Mai 2004 ist er Co-Seniorpartner der Sozietät und der einzige Deutsche, der an der Weltspitze einer Law Firm dieser Größe steht. Seine Beratungsschwerpunkte sind Corporate Governance und Compliance.

Zum Unternehmen

Freshfields Bruckhaus Deringer besteht in ihrer heutigen Form seit 2000, als sich die britische Anwaltssozietät Freshfields mit der deutschen Kanzlei Deringer und der deutsch-österreichischen Sozietät Bruckhaus zusammenschloss. In 15 Ländern vertreten verfügt Freshfields über 26 Büros weltweit. Mehr als 2500 Anwälte und über 400 Partner sind bei dem Unternehmen tätig. Allein in der Bundesrepublik ist Freshfields Bruckhaus Deringer an sechs Standorten mit 600 Anwälten vertreten.

Die Schwerpunkte der Kanzlei liegen in der Beratung nationaler und multinationaler Unternehmen, Finanzinstitute und Institutionen. Zu den deutschen Kunden zählen Porsche, Deutsche Bahn, E.on, Deutsche Telekom, Continental und mehrere Landesbanken.

Sie wurden kürzlich als „Brückenbauer zwischen europäischer Rechtstradition und einem sich weltweit fortbildenden Wirtschaftsrecht“ bezeichnet. Wie gefällt Ihnen diese Bezeichnung?
Gut! Ein Brückenbauer schafft Verbindungen zu neuen Ufern und die Brücke dazwischen. Die organisatorischen Aufgaben und der ständige Kontakt mit Menschen sind die Dinge, die mir an meiner Aufgabe am besten gefallen.

Sehen Sie sich als Vorbild für junge Juristen?
Ob ich ein Vorbild bin, weiß ich nicht, aber ich bemühe mich. Mir selbst macht es Spaß, Dinge erfolgreich zu planen und umzusetzen, das versuche ich vorzuleben. Jedoch sollte jeder Mensch seinen eigenen Plan haben und nicht bloß Vorbildern nacheifern.

Wie viele Stunden pro Woche muss ein aufstrebender Anwalt bereit sein zu arbeiten, damit er eines Tages auf eine Karriere wie die Ihre blicken kann?
Unter 50 Stunden kommen Sie, wenn Sie wirklich erfolgreich sein wollen, nicht weg. Aber bei einem Anwalt geht es nicht nur um die Stunden im Büro, sondern auch darum, wie man sich in der Wirtschaftswelt zurechtfindet. Es ist wichtig, ein kluger juristischer Kopf zu sein und ein unternehmerisches Element zu haben. Sie müssen Kontakte zu Menschen mögen und pflegen. Bei aller Arbeit sollte aber eine vernünftige Work- Life-Balance nicht vergessen werden.

Wie kann man sich auf die spätere Tätigkeit in einer Law Firm wie Freshfields vorbereiten?
Zunächst mal: engagiertes Studium und gute Noten. Was Sie im Studium leisten, um gute Noten zu bekommen, ist das gleiche, was Sie später als Anwalt leisten müssen, um einen guten Mandanten zu bekommen. Zweitens: Promotion, LL.M., Praktikum im Ausland. Diese Qualifikationen sind kein Muss, aber sie zeigen, aha, da will jemand etwas aus sich machen. Drittens: menschliche Qualitäten, Teamplayer sein, mit Mandanten umgehen können. Und nicht zuletzt benötigt man auch einige wirtschaftliche Kenntnisse.

Arbeiten Sie als einer von zwei weltweiten Seniorpartnern überhaupt noch anwaltlich?
Ja, daran liegt mir viel. Etwa ein Drittel meiner Tätigkeit ist anwaltlich. Dabei bin ich in den Bereichen Corporate Governance und Compliance sowie Risk Management tätig. Vor allem treffe ich viele Mandanten, um nachzuhören, ob sie mit unserer Arbeit zufrieden sind. Das ist vielleicht nicht mehr Jura im engeren Sinn, aber dennoch Anwaltstätigkeit und juristische Dienstleistung.

Das Wirtschaftsrecht wird immer internationaler. Welche Rolle spielt dabei noch das deutsche Jura-Studium?
Wenn man Anwalt sein will – egal wie international – dann muss man erst einmal ein nationales Recht erlernen. Ansonsten hat man keine Basis und keinen juristischen Denkansatz. Danach kommt die spannende Frage: Wie geht man damit um? Künftig werden wir auch mit deutschen Juristen vermehrt im Ausland tätig sein. Die Nachfrage wächst. Ich rate jungen Anwälten immer, Zeit im Ausland zu verbringen. So lernen sie, in einer internationalen Struktur zu agieren.

Würden Sie einem Hochschulabsolventen raten, in eine Boutique einzusteigen oder eher in eine Großkanzlei?
Das ist immer eine Frage der Zielrichtung. Wenn ich nur in einem speziellen deutschen Rechtsbereich mit deutschen Mandanten praktizieren möchte, dann ist es sinnvoll, in eine Boutique zu gehen. Will ich aber erst einmal einen Überblick bekommen und mich breit aufstellen, ist der Einstieg in eine Großkanzlei sinnvoller.

Was sind die Vorteile einer Großkanzlei wie Freshfields?
Die spannenden Mandate, über die Sie in der Zeitung lesen und bei denen Rechtsgeschichte geschrieben wird, – die bearbeiten Sie bei uns. Natürlich hat man bei einer Kanzlei unserer Dimension nicht gleich den Überblick. Aber dafür bekommt man eine starke und kollegiale Förderung – auch in Gebieten, die das Studium nicht vermittelt.

Die Wurzeln der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer gehen bis ins 18. Jahrhundert. Welche Rolle spielt Tradition heute noch?
Das spielt insofern eine Rolle, als dass wir hier alle Treuhänder sind. Wir haben eine Sozietät mit vielen hundert Jahren Geschichte übernommen, und jeder bei Freshfields ist dazu aufgerufen, eine noch bessere Sozietät zu schaffen und zu hinterlassen, als die, bei der er angefangen hat. Sie sind nicht nur Partner derer, die heute da sind, Sie sind auch Partner derer, die vor Ihnen da waren und die nach Ihnen kommen.

Sie tragen eine große Verantwortung in Ihrer Position – wie lernt man, damit umzugehen?
Wenn man Glück hat, von seinen Eltern. Man lernt es auch, indem man sich bewusst macht, ob man in der Lage und willens ist, sie zu tragen. Zuhören ist außerdem wichtig. Und über das Gehörte nachdenken. Das ist wichtig für die Kommunikation und hilft dabei, zu führen und Verantwortung wahrzunehmen.

Trägt ein einflussreiches Unternehmen wie Freshfields Verantwortung für die Gesellschaft?
Unternehmerische gesellschaftliche Verantwortung, Corporate Social Res – ponsibility, ist für uns ein ganz wichtiges Thema. Wir engagieren uns sehr vielfältig, auch außerhalb der Kanzlei. Es ist vielleicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber immerhin ein Beitrag.

Freshfields wurde erst neulich von PLC Which Lawyer als Kanzlei des Jahres in Westeuropa und Internationale Kanzlei des Jahres ausgezeichnet. Macht Sie das stolz?
Ja, das macht mich sehr stolz. Das ist eine Anerkennung für harte Arbeit und die Zufriedenheit der Mandanten. Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Es ist also auch eine Aufforderung, sich weiter zu engagieren und sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Meine größte berufliche Herausforderung ist, dass ich die Sozietät ganz oben auf dem internationalen Treppchen sehen möchte.

Haben Sie einen Karriere-Tipp für Hochschulabsolventen?
Für besonders wichtig halte ich drei Eigenschaften: erstens Einsatz und Ehrgeiz, zweitens Menschlichkeit und drittens das nötige Selbstbewusstsein, gepaart mit einer angemessenen Bescheidenheit.

 

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Interview mit Dr. Stefan Kraus

Der Unternehmer-Anwalt

Der Unternehmer-Anwalt. Das Headquarter der Wirtschaftskanzlei Luther liegt direkt am Rhein, eingebettet im neuen Rheinaufhafen, wo Galerien, Cafés, Wohnhäuser und Büros entspannt nebeneinander liegen. Dr. Stefan Kraus war 15 Jahre lang Managing Partner der Kanzlei. Nun gab er die Geschäftsführung an zwei Kollegen ab, um seine Beratertätigkeit zu intensivieren. Ein Gespräch über die besonderen Merkmale eines Unternehmer-Anwalts, die Aufgaben junger Anwälte in der Kanzlei und die modernen Alternativen zu einer Lifetime-Career. Die Fragen stellte André Boße.

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Zur Person Dr. Stefan Kraus

Dr. Stefan Kraus, Jahrgang 1957, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln und an der Pennsylvania State University sowie Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Dort promovierte er im Jahre 1987 zu einem handels- und steuerbilanzrechtlichen Thema.

Kraus begann seine anwaltliche Laufbahn 1988 in Wuppertal und wechselte 1989 in das Kölner Büro von Arthur Andersen. Dort war er maßgeblich am Aufbau der rechtsanwaltlichen Beratungspraxis in Deutschland und international beteiligt. Von 1995 bis 2010 führte er die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH als Managing Partner. Inhaltliche Schwerpunkte sind die wirtschaftsrechtliche Beratung von Unternehmen und Unternehmern im Zusammenhang mit Transaktionen und Reorganisationen, häufig auch grenzüberschreitend.

Zum Unternehmen

Die Ursprünge der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft liegen im Jahr 1992. Einige Rechtsanwälte aus der Steuerabteilung von Arthur Andersen gründeten die Kanzlei Freihalter Krüger & Partner. Nur drei Jahre später firmierte die Kanzlei zu einer der ersten Anwalts-GmbHs in Deutschland um. Im Jahr 2000 schloss sich die Gesellschaft mit Luther & Partner aus Hamburg und Berlin zusammen und wurde als Andersen Luther Rechtsanwaltsgesellschaft gleichzeitig Teil des internationalen Anwaltsnetzwerks Andersen Legal.

Als sich 2002 die weltweite Organisation von Andersen auflöste, ging die Kanzlei eine Assoziierung mit Ernst & Young ein. Seit 2005 firmiert die Kanzlei als Luther Rechtsanwaltsgesellschaft; im November 2006 beendete Luther die Assoziierung mit Ernst & Young. Seit dieser Trennung ist Luther eine vollständig unabhängige Gesellschaft. Derzeit beschäftigt die Kanzlei mit Sitz in Köln 320 Rechtsanwälte und Steuerberater. Nachfolger des jahrelangen Geschäftsführers Dr. Stefan Kraus sind seit 2010 Dr. Hans-Georg Hahn und Dr. Markus Sengpiel.

Herr Dr. Kraus, die Kanzlei Luther hat sich den Claim „Die Unternehmer-Anwälte“ gegeben. Was genau steckt dahinter?
Zum einen verstehen wir uns nicht nur als Anwälte, sondern auch als Unternehmer. Wir denken und handeln als solche. Daher, und das ist die zweite Ebene, verstehen wir das unternehmerische Denken unserer Mandanten.

Wirtschaftskrise gleich gute Zeiten für Wirtschaftskanzleien – stimmt diese Gleichung?
Nein. Früher hörte man gelegentlich folgenden Spruch: „Geht es den Unternehmen gut, geht es den Anwälten gut. Geht es den Unternehmen schlecht, geht es den Anwälten besser.“ Doch der stimmt heute nicht mehr, denn wir begleiten eine Vielzahl von unternehmerischen Entscheidungen sowie deren Umsetzung. Und wenn durch äußere Einflüsse die Unternehmen ihre Investitions- oder Transaktionsgeschäfte zurückhalten und die Aktivität sinkt, dann ist das für die anwaltlichen Berater nicht gut.

Da Sie sich explizit als Anwälte sehen, die auch Unternehmer sind: Haben andere Kanzleien in dieser Hinsicht Defizite?
Vielfach sind Anwälte schon ein besonderer Menschenschlag, und es kommt vor, dass sie wenig Verständnis für die Strukturen eines Unternehmens und die Denkweisen der Menschen dort besitzen. Und wir nehmen für uns in Anspruch, uns problemlos in die Situation unserer Mandanten hineinversetzen können. Das ist ein entscheidender Punkt, denn wenn ich jemanden anwaltlich berate, muss ich verstanden haben, was der Mandant möchte.

Gibt es da mitunter den Zwiespalt, dass aus ökonomischer Sicht ein Weg A sinnvoll ist, aus juristischer aber eher ein Weg B?
Das gibt es in der Tat sehr häufig. Der Mandant gibt uns eine Aufgabe. Er möchte wirtschaftlich etwas erreichen und will nun von uns wissen, wie ihm das im Rahmen eines sehr komplexen gesetzlichen Regelwerks gelingen kann. Es reicht dem Mandanten aber nicht, dass wir ihm sagen, was er darf und was er nicht darf. Er möchte auch wissen, wie er vorgehen sollte, um sein wirtschaftliches Handeln optimal an die juristischen Vorgaben anzupassen. Unsere Aufgabe ist es, diese Wünsche zu erkennen – und das geht nicht ohne viel Verständnis für unternehmerisches Handeln.

Wie gelingt es Ihnen bei Luther, Nachwuchsanwälte zu finden, die über dieses unternehmerische Denken verfügen?
Die entsprechende fachliche Qualifikation ist die Grundvoraussetzung für eine Anstellung bei uns. Wir schauen uns aber nie ausschließlich die Examensnoten an. Zusätzlich gewünscht sind persönliche Eigenschaften. Wir möchten den Eindruck gewinnen, dass die Bewerber mehr gesehen haben als nur das juristische Hauptseminar und die Bücher. Erfolgreiche Anwälte in unserer Branche sind nicht nur gute Juristen, sondern obendrein auch Beraterpersönlichkeiten – und dazu gehört ein erweiterter Horizont sowie Qualitäten wie Offenheit und Kommunikationsfähigkeit.

Suchen Sie fertige „Unternehmer-Anwälte“ – oder geben Sie jungen Absolventen die Chance, sich bei Ihnen zu einem solchen zu entwickeln?
Zweiteres. Man kann als Jurist nicht sagen: „So, jetzt habe ich Staatsexamen und einige Referendarstationen hinter mir, jetzt bin ich gelernter Anwalt.“ Daher werden junge Leute bei uns – wie auch in anderen großen Kanzleien – vom ersten Tag an weiter ausgebildet. Wir verfügen über ein umfangreiches Ausbildungsprogramm, die „Luther academy“, das junge Anwälte in den ersten fünf Jahren ihrer Tätigkeit bei Luther begleitet. In dieser Zeit optimieren sie ihr juristisches Wissen auf die Anforderungen eines Wirtschaftsanwalts, lernen aber auch rhetorische Qualitäten oder die Fähigkeit, eine Bilanz lesen oder einen Vertrag aufsetzen zu können.

Wäre es nicht sinnvoll, dass Jurastudenten dieses wirtschaftliche Wissen bereits im Studium vermittelt bekämen?
Es wäre sinnvoll, aber es ist unrealistisch. Dafür bietet die verkürzte und verschulte Juristenausbildung einfach nicht die Zeit. Daher kommen alle Kanzleien, die einen spezifischen Fokus besitzen, nicht umhin, gewisse Kenntnisse intern weiterzuentwickeln.

Man spricht viel vom Wandel der Wirtschaft in diesen Tagen. Würden Sie sagen, dass sich der Beruf eines Wirtschaftsanwalts ebenfalls im Umbruch befindet?
Er befindet sich eigentlich seit 20 Jahren im Umbruch. Als ich angefangen habe, war die Bezeichnung des Wirtschaftsanwalts an sich bereits eine Spezialisierung. Heute findet die Spezialisierung weit unterhalb statt: Die jungen Anwälte spezialisieren sich schon in den ersten Berufsjahren auf einzelne Rechtsgebiete.

Welche Rechtsgebiete bieten in dieser Hinsicht die besten Perspektiven?
Das sind vor allem die Rechtsgebiete, die für Branchen relevant sind, in denen gegenwärtig und in Zukunft ein struktureller Umbruch zu erwarten ist.

Beobachten Sie, dass sich die Erwartungen von jungen Anwälten geändert haben, die heute bei Luther anfangen?
Früher war es durchaus der Normalfall, dass ein Anwalt seine Karriere in einer größeren Kanzlei beginnt und das Ziel formuliert, dort später ein Partner zu werden. Heute beobachte ich eine größere Fluktuation. Junge Leute beginnen bei uns, lernen, arbeiten und wechseln dann zum Beispiel in eine In-House-Abteilung eines Unternehmens. Die Lifetime-Career gibt es noch immer. Aber sie ist eben nicht mehr das einzige Karrieremodell.

Auf der Homepage Ihrer Kanzlei findet sich der Satz, es sei wichtig „Vertrautes als fremd zu betrachten“. Was hat es damit auf sich?
Das meint, dass man immer wieder Dinge hinterfragen muss. Dass man immer wieder neu darüber nachdenken muss, ob sich zu einer bestimmten Fragestellung in einem sich permanent verändernden Umfeld plötzlich neue Antworten ergeben. Wir alle leben von und mit Routine. Routine ist gut und wichtig – aber sie ist auch eine Gefahr, wenn man aufhört, Dinge immer aufs Neue zu überdenken. Denn eines steht fest: Für die klaren Fälle nach dem Motto „Die Ampel ist rot, bitte nicht fahren“ benötigen die Mandanten uns nicht. Unsere Mandanten sind zumeist Unternehmen mit eigenen Juristen, die schon längst überprüft haben, ob sich die Antwort auf ein Problem durch den Blick ins Gesetzbuch finden lässt. Wir kommen dann ins Spiel, wenn die Sachverhalte komplex werden.

 

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Musteranschreiben



musteranschr

Ein für alle Berufe geeignetes Muster-Anschreiben bei der Bewerbung gibt es nicht. Es kommt vor allem auf die Anzeige und die ausgeschriebene Position an.

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INVERTO AG



INVERTO AG

Unternehmensgeschichte
Die INVERTO AG ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die ihre Kunden in allen Fragen des strategischen Einkaufs und des Supply Chain Managements unterstützt. Das Unternehmen wurde im Juli 2000 von ehemaligen Einkaufsmanagern aus Handel und Industrie sowie Unternehmensberatern gegründet. Mit über 100 Mitarbeitern, Büros in Asien, Osteuropa, Großbritannien und den Niederlanden sowie eigener e-Sourcing Technologie gehört INVERTO zu den führenden spezialisierten Unternehmensberatungen in diesem Bereich.

Anzahl der Standorte in Deutschland
2 (Köln, München)

Anzahl der Standorte weltweit
9

Bedarf an HochschulabsolventInnen
Ca. 25 p. a.

Mitarbeiterförderung
Jeder unserer Mitarbeiter durchläuft verschiedene Module zur persönlichen Weiterentwicklung. Hierzu zählen neben Sprachtrainings bei Bedarf auch interne oder externe Seminare zu Themenbereichen wie Interviewführung, Präsentationsaufbau und -technik. Auch professionelles Coaching ist möglich.

Tätigkeitsbereiche
Einsatz als Berater in Projekten mit dem Schwerpunkt Einkauf und Supply Chain Management bei Kunden aus Handel & Industrie.

Anforderungsprofil
Mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossenes Hochschulstudium, Erfahrung durch Praktika/als Werkstudent, analytische Fähigkeiten, sehr gute Kommunikationsfähigkeiten, Teamfähigkeit, Flexibilität und Belastbarkeit, sehr gute Englischkenntnisse, Kenntnisse in MS-Office

Karriereaussichten
Consultant, Senior Consultant, Project Manager, Senior Project Manager, Principal, Partner

Angebote für StudentInnen
Ca. 15 Praktikumsplätze p. a.

Auslandstätigkeit
30% des Umsatzes erzielt INVERTO im Ausland. Insofern gibt es auch für Einsteiger gute Aussichten für einen internationalen Einsatz.

Einstiegsvergütung
Branchenübliche Bezahlung, bestehend aus Fixgehalt und variabler Vergütung.

Einstiegsprogramme
Direkteinstieg als Consultant oder Praktikant/in

Ansprechpartner
Sara Ayanoglu

Anschrift
Lichtstraße 43i
50825 Köln

Fon
0221 485687-123

E-Mail
karriere@inverto.com

Internet
www.inverto.com

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Kanzleiprofil White & Case LLP



White & Case LLP

Standorte in Deutschland
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München

Standorte weltweit
38 Standorte in 26 Ländern

Personalstruktur
Über 250 Rechtsanwälte in Deutschland, davon ca. 20 % Partner
45% der Rechtsanwälte sind Frauen

Bedarf an HochschulabsolventInnen
160 bis 200 Referendare und 40 bis 50 Rechtsanwälte pro Jahr

Tätigkeitsbereiche
Unsere umfassende Kompetenz spiegelt sich in unseren Practice Groups wider: www.whitecase.com/de/practices Externer Link

Anforderungsprofil
Wir suchen Juristen, die ein ausgeprägtes Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen haben und über eine deutlich überdurchschnittliche juristische Qualifikation verfügen. Die Internationalität unserer Mandate setzt sehr gute Englischkenntnisse voraus.

Karriereaussichten
Ihre Karriereaussichten sind ausgezeichnet, wenn Sie Spaß an anspruchsvollen und komplexen Mandaten haben und mit Leidenschaft Ihren persönlichen Stil in unser offenes und motiviertes Team einbringen möchten.

Auslandseinsatz
Möglich

Einstiegsvergütung
1. Jahr: bis 90.000 Euro plus max. 10.000 Euro Bonus

Ansprechpartner
Berlin
Dr. Henning Berger, Fon: 030 880911-0
E-Mail: hr-berlin@whitecase.com

Düsseldorf
Dr. Christian Jostes, Fon: 0211 49195-0
E-Mail: hr-duesseldorf@whitecase.com

Frankfurt
Dr. Thomas Flatten, Fon: 069 29994-0
E-Mail: hr-frankfurt@whitecase.com

Hamburg
Dr. Dr. Kai-Michael Hingst, Fon: 040 35005-0
E-Mail: hr-hamburg@whitecase.com

München
Dr. Ines Buermeyer, Fon: 089 206043-500
E-Mail: hr-muenchen@whitecase.com

Internet
www.whitecase.de Externer Link

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Hochschulprofil Universität Hamburg Master of International Taxation (M.I.Tax)



Master of International Taxation (M.I.Tax)

Auf einen Blick:
Der Studiengang Master of International Taxation (M.I.Tax) der Universität Hamburg ist ein Markenzeichen. Seit 2001 bietet er eine optimale Fortbildung für Steuerberater/innen, die Mandanten/innen auf dem immer wichtiger werdenden Gebiet der Besteuerung grenzüberschreitender Beziehungen in der erforderlichen Qualität betreuen wollen. Zur Zielgruppe des Studiengangs gehören aber auch Hochschulabsolventen/innen, die das Steuerwesen zu ihrem Spezialgebiet gemacht haben.
Der Master of International Taxation (M.I.Tax) ist der erste Studiengang, in dem das Thema der Internationalen Besteuerung so umfassend behandelt wird. Dies zeichnet ihn aus:

• Der Studiengang ist vollständig auf die Internationale Besteuerung fokussiert. Ihre Energie und Ihr Engagement werden nicht abgelenkt, vielmehr konzentrieren Sie sich während des einjährigen Studiums auf ein Ziel: umfassende Kompetenz im Internationalen Steuerrecht zu erwerben.
• Der Studiengang ist, vom schriftlichen Einführungslehrgang abgesehen, ausschließlich als Präsenzunterricht konzipiert. Der Vorteil für Sie: Hochqualifizierte Fachleute aus dem In- und Ausland, deren Namen Sie aus der Szene kennen, diskutieren mit Ihnen, erläutern vertieft Probleme und gehen auf Ihre Fragen ein.
• Die Master-Referenten/innen gehören zur kleinen Elite in- und ausländischer Experten/innen in Fragen der Internationalen Besteuerung.
• Der Studiengang integriert in einmaliger Weise Fragestellungen der Internationalen Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre, des Internationalen Steuerrechts und der Internationalen Finanzwissenschaft.
• Ein wichtiger Teil des Studiengangs ist die Einführung in mehr als zehn ausländische Steuerrechtssysteme.

Der akademische Titel Master of International Taxation ist in Deutschland einmalig und hebt sich von den üblichen Titeln LLM und MBA ab. Er macht deutlich, dass die Ausbildung nicht nur in einem juristischen Studiengang erworben wurde (wie bei dem LLM) oder nur in einem betriebswirtschaftlichen Studiengang (wie bei dem MBA). Der Master ist ein Studiengang, der juristische und wirtschaftswissenschaftliche Qualifikation auf dem Gebiet der Internationalen Besteuerung in sich vereinigt.
Dauer: 1 Jahr (1. Oktober bis 30. September)
Veranstaltungstage: freitags und samstags, ganztägig
Unterrichtssprachen: Deutsch und Englisch
Zulassungsvoraussetzungen: Abschluss eines wirtschafts- oder rechtswissenschaftlichen Studiums, (bei fehlendem Abschluss nach Aufnahmeprüfung oder Zulassung als Steuerberater), Berufserfahrung
Abschluss: Master of International Taxation (M.I.Tax)
Gebühren: 9500 Euro
Bewerbungsschluss: 15. Juli (bei fehlendem Hochschulabschluss 15. Mai)

Ansprechpartner
Anna Mayer

Anschrift
Sedanstraße 19
20146 Hamburg

Fon
040 42838-6951

Fax
040 42838-3393

E-Mail
m-i-tax@iifs.uni-hamburg.de

Internet
www.m-i-tax.de Externer Link

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RWE AG



RWE AG

Branche
Energiewirtschaft

Produkte/Dienstleistungen
Erzeugung, Handel, Transport und Vertrieb von Strom und Gas; Energiedienstleistungen; Erneuerbare Energien

Anzahl der Standorte
Hauptsitz in Essen. Diverse Standorte in Deutschland und im europäischen Ausland, Zentral- und Osteuropa sowie Nordafrika.

Jahresumsatz
Ca. 52 Mrd. Euro im Jahr 2011

Anzahl der MitarbeiterInnen
Ca. 70.000 Mitarbeiter/innen

Bedarf an HochschulabsolventInnen
Nach Bedarf

Gesuchte Fachrichtungen
(Wirtschafts-)Ingenieurwesen, Elektrotechnik, (Wirtschafts-)Mathematik, Physik, Wirtschaftswissenschaften, (Wirtschafts-)Informatik, Jura – und alle Qualifikationen, die mit uns voRWEg gehen möchten

Einsatzmöglichkeiten
In vielfältigen kaufmännischen und technischen Funktionsbereichen

Einstiegsprogramme
International Graduate Programme, Power Graduate Programme sowie Traineeprogramme der verschiedenen RWE-Gesellschaften. Wählen Sie ein für Sie passendes Programm unter www.rwe.com/traineeprogramme Direkteinstiege in sämtlichen Funktionen möglich.

Mögliche Einstiegstermine
Abhängig von Stelle bzw. Programm

Auswahlverfahren
Abhängig von Stelle bzw. Programm

Einstiegsgehalt
Nach Vereinbarung

Auslandstätigkeit
Internationale Einsätze und Reisetätigkeit sind jobbezogen möglich. Im International Graduate Programme ist Internationalität Programm. Beim Inhouse Consulting ist sie Teil des Geschäftsmodells. Sie arbeiten mit Kollegen anderer Standorte zusammen oder Sie nutzen Ihre individuelle Möglichkeit für eine interne Rotation.

Angebote für StudentInnen
Praktika und Abschlussarbeiten sind möglich. Stipendien, Wettbewerbe und Workshops werden regelmäßig ausgeschrieben: www.rwe.com/studienfoerderung
Wir helfen Ihnen, erfolgreich voRWEg zu gehen, und unterstützen Sie dabei mit exklusiven Bewerbungstipps und informativen Selbsttests zur Schärfung Ihres Profils. Internationale Fachliteratur sowie hilfreiche Karriereratgeber stärken Ihre Kompetenzen. Und mit unserem Terminkalender verpassen Sie nie mehr wichtige Karriere-Veranstaltungen.
www.rwe.com/bewerberakademie

Anschrift
Opernplatz 1
45128 Essen

E-Mail
personalmarketing@rwe.com

Internet
www.vorweg-geher-gesucht.de

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Kanzleiprofil Noerr LLP



Dieses Profil wurde länger nicht mehr aktualisiert, alle Angaben sind daher ohne Gewähr

Noerr LLP

Standorte in Deutschland
Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München

Standorte weltweit
Bratislava, Budapest, Bukarest, Kiew, London, Moskau, New York, Prag, Warschau, ab 10/2010 London

Personalstruktur
1100 Mitarbeiter weltweit, davon 450 Berufsträger

Bedarf an Hochschul-absolventInnen
100 Referendare, 50 bis 70 Associates pro Jahr

Mandantenstruktur
Unternehmen, Finanzinstitute, vermögende Privatpersonen und die öffentliche Hand

Tätigkeitsbereiche
Alle Gebiete des Wirtschaftsrechts

Anforderungsprofil
Hervorragende juristische Qualifikation, aufgeschlossene Persönlichkeit, Fähigkeit zur Arbeit im Team, höchste Ansprüche an die eigene Leistung, sehr gute Englischkenntnisse, Promotion/LL.M. wünschenswert, Auslandserfahrung von Vorteil

Karriereaussichten
Gezielte und umfassende Ausbildung, Weiterbildungsprogramm NOERR CAMPUS, internationales Secondment, früher Mandantenkontakt, internationale Mandate, Betreuung durch Partner, regelmäßiges Feedback, realistischer Partnertrack, Work-Life-Balance durch Angebot NOERR FAMILY

Angebote an ReferendarInnen
Anwalts-/Wahlstation, Nebentätigkeit, promotionsbegleitende Tätigkeit, Praktika

Auslandseinsatz
Es entspricht unserem Selbstverständnis, internationale Erfahrungen zu fördern. Deshalb ermutigen wir Sie, über den Tellerrand des eigenen Standorts zu blicken: Sie können in einem unserer ausländischen Büros mitarbeiten; ein Secondment bei einer befreundeten Kanzlei, einem Lex-Mundi-Mitglied oder bei einem Unternehmen ist obligatorisch. So ermöglichen wir einen fachlichen und persönlichen Austausch mit ausländischen Kollegen sowie Perspektiven zur internationalen Mandatsarbeit.

Einstiegsvergütung
80.000 bis 95.000 Euro/Jahr

Ansprechpartner
Wolfgang Troll
Leiter Personal

Anschrift
Brienner Straße 28
80333 München

Fon
089 28628-255

Fax
089 28628-446

E-Mail
wolfgang.troll@noerr.com

Internet
www.noerr.com/karriere Externer Link

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Kanzleiprofil Mayer Brown LLP



Mayer Brown LLP

Standorte in Deutschland
Frankfurt am Main, Düsseldorf

Standorte weltweit
Bangkok, Brüssel, Charlotte, Chicago, Guangzhou, Hanoi, Ho Chi Minh Stadt, Hongkong, Houston, London, Los Angeles, New York, Palo Alto, Paris, Peking, Shanghai, Singapur, Washington, D.C.

Personalstruktur
Rechtsanwälte weltweit: 1500
Rechtsanwälte Deutschland: rund 80
Partner Deutschland: 35

Bedarf an HochschulabsolventInnen
Wir bilden im Jahr ca. 50 Praktikanten, Referendare und Wissenschaftliche Mitarbeiter (m/w) aus. Darüber hinaus stellen wir jährlich ca. 10 Rechtsanwälte ein.

Tätigkeitsbereiche
Bank- und Finanzrecht, Compliance, Employment & Benefits, M&A Gesellschaftsrecht, Gewerblicher Rechtsschutz, Immobilienrecht, Kartell- und Wettbewerbsrecht, Litigation & Arbitration, Pharmarecht, Private Equity, Restrukturierungen, Steuerrecht, Versicherungsrecht

Anforderungsprofil
Wir suchen erstklassige Nachwuchsjuristen (m/w), die Begeisterung für ihre Tätigkeit zeigen, kreativ denken, über überdurchschnittliche juristische Fähigkeiten verfügen und lösungsorientiert arbeiten.

Karriereaussichten
Wir bieten vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten in einer internationalen Sozietät. Damit Sie stets wissen, wo Sie stehen, analysieren wir gemeinsam mit Ihnen regelmäßig Ihre Situation. Wir definieren Ziele und besprechen weitere Entwicklungsschritte, die Sie zur Aufnahme in unsere Partnerschaft führen sollen.

Angebote für ReferendarInnen
In unseren verschiedenen Praxis- und Branchengruppen stellen wir Ihnen vielseitige, spannende und anspruchsvolle Aufgaben. Deren Bearbeitung schafft die Basis für Ihre zukünftige Entwicklung und für eine hoffentlich langfristige und erfolgreiche Zusammenarbeit mit uns.

Auslandseinsatz
Möglich

Einstiegsvergütung
100.000 Euro pro Jahr

Ansprechpartner
Janine Links, Manager Human Resources

Anschrift
Friedrich-Ebert-Anlage 35-37
60327 Frankfurt am Main

Fon
069 7941-1212

Fax
069 7941-100

E-Mail
career@mayerbrown.com

Internet
www.mayerbrown.com

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Mainova AG



Mainova AG

Branche
Energieversorgung

Produkte/Dienstleistungen
Strom, Erdgas, Wärme, Wasser, Energiedienstleistungen, Facility Management

Jahresumsatz
1.785 Mio. Euro

Anzahl der MitarbeiterInnen
Rund 2900

Bedarf an HochschulabsolventInnen
Ca. 20 pro Jahr

Gesuchte Fachrichtungen
Ingenieurwesen (Fachrichtungen Elektronik, Energietechnik und Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik, Mess- und Regeltechnik, Vermessungstechnik, Versorgungstechnik), Wirtschaftsingenieurwesen, Energiewirtschaft, Wirtschaftswissenschaften, Informatik (wirtschaftlich/technisch)

Einstiegsprogramme
Direkteinstieg

Mögliche Einstiegstermine
Laufend

Auswahlverfahren
Interview, Assessment Center

Angebote für StudentInnen
Praktika & Abschlussarbeiten

Ansprechpartner
Nina Deierling

Anschrift
Solmsstraße 38
60623 Frankfurt

E-Mail
n.deierling@mainova.de

Internet
www.mainova-karriere.de Externer Link

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Kanzleiprofil Hogan Lovells International LLP



Hogan Lovells International LLP

Standorte in Deutschland
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München

Standorte weltweit
Mehr als 40 Büros weltweit

Personalstruktur
Zahlen für Deutschland:
Ca. 90 Partner
Ca. 250 Rechtsanwälte
Ca. 100 Referendare pro Jahr

Bedarf an HochschulabsolventInnen
70 bis 75 pro Jahr

Mandantenstruktur
Weltweit führende Unternehmen und Finanzinstitute sowie die öffentliche Hand

Tätigkeitsbereiche
Umfassende Beratung auf allen Gebieten des (inter-)nationalen Wirtschaftsrechts

Anforderungsprofil
Neben mindestens vollbefriedigenden Examina und guten Englischkenntnissen sollten Sie unternehmerisch denken und handeln, Sinn für das wirtschaftlich Machbare und Spaß an anspruchsvoller juristischer Arbeit haben. Zusatzqualifikationen wie ein im Ausland erworbener LL.M. oder eine Promotion sind willkommen.

Karriereaussichten
Wir bieten vielfältige und anspruchsvolle Tätigkeiten mit hoher Eigenverantwortung, frühzeitigem Mandantenkontakt und Teamarbeit. Im Rahmen unserer People Development Academy werden Sie gezielt auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet. Bei kontinuierlicher Entwicklung steht nach 3 Jahren die Ernennung zum Senior Associate und nach weiteren 3 bis 4 Jahren die Ernennung zum Partner oder Counsel an.

Auslandseinsatz
Für Referendare im Rahmen der Wahlstation möglich. Für Associates gehören internationale Secondments zur Ausbildung.

Einstiegsvergütung
Marktüblich

Ansprechpartner
Nina Schweneke

Anschrift
Kennedydamm 24
40476 Düsseldorf

Fon
0211 1368-120

E-Mail
karriere@hoganlovells.de

Internet
www.hoganlovells.de/karriere Externer Link

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ERGO Versicherungsgruppe (alt)



Dieses Firmenprofil ist seit dem 25.04.2012 abgelaufen und wird seitdem nicht mehr aktualisiert!

ERGO Versicherungsgruppe

Branche
Versicherungen und Finanzdienstleistungen

Produkte/Dienstleistungen
Versicherungs- und Finanzprodukte

Anzahl der Standorte
Hauptstandorte in Deutschland: Düsseldorf, Hamburg, Köln, München und Nürnberg. Außerdem Standorte in 31 weiteren Ländern Europas und Asiens.

Jahresumsatz
Über 17 Mrd. Euro

Anzahl der MitarbeiterInnen
Rund 50.000 Mitarbeiter weltweit

Bedarf an Hochschul-absolventInnen
Als Direkteinsteiger und Praktikanten

Gesuchte Fachrichtungen
Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Informatik, Jura und andere

Einsatzmöglichkeiten
Controlling, Marketing, Organisation, mathematische Beratung, Rechtsabteilung, Versicherungssparten (Leben/Gesundheit/ Sach/Rechtsschutz), Vertrieb etc.

Einstiegsprogramme
Direkteinstieg, Praktika, Volontariat

Mögliche Einstiegstermine
Bei Bedarf

Angebote für StudentInnen
Praktika sowie Diplom-/Master-, Bachelor- und Doktorarbeiten auf Anfrage

Ansprechpartner
Stephanie Rarey

Anschrift
Victoriaplatz 2
40198 Düsseldorf

Fon
0211 4937-7190

Fax
0211 4937-1529

E-Mail
careers@ergo.de

Internet
www.ergo.com Externer Link

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Deloitte



Deloitte

Branche
Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting, Corporate Finance

Produkte/Dienstleistungen
siehe Branche

Anzahl der Standorte
Deloitte ist an 17 Standorten in Deutschland und weltweit in über 150 Ländern vertreten.

Jahresumsatz
658 Mio. Euro in Deutschland
31,3 Mrd. US-Dollar international

Anzahl der MitarbeiterInnen
5000 in Deutschland, ca. 200.000 weltweit

Bedarf an HochschulabsolventInnen
Wir stellen im laufenden Jahr ca. 800 Absolventen ein.

Gesuchte Fachrichtungen
Wirtschaftswissenschaften, (Wirtschafts-)Ingenieurwesen, Jura mit Schwerpunkt Steuer- oder Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsmathematik

Einsatzmöglichkeiten
Projektarbeit in Prüfung und Beratung.

Einstiegsprogramme
Direkteinstieg/Training-on-the-Job, Praktikum, Werkstudententätigkeit in allen Bereichen.

Mögliche Einstiegstermine
In allen Bereichen das ganze Jahr hindurch

Auswahlverfahren
Telefoninterviews, Einzelinterviews, Bewerbertage bzw. Recruiting Days

Einstiegsgehalt
Unser Einstiegsgehalt ist marktkonform und qualifikationsabhängig.

Auslandstätigkeit
Ein Auslandseinsatz ist je nach Berufserfahrung und Tätigkeitsbereich im Rahmen von kurzfristigen Projekteinsätzen bis hin zu einer längerfristigen Entsendung möglich.

Angebote für StudentInnen
Wir bieten in allen vier Funktionen das ganze Jahr über Praktikumsplätze an. Auch die Betreuung Ihrer Abschlussarbeit ist nach einem Praktikum möglich.

Ansprechpartner
Deloitte Recruitingteam

Anschrift
Schwannstraße 6
40476 Düsseldorf

Fon
0211 8772-4111

E-Mail
career@deloitte.de

Internet
www.deloitte.com/careers

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Clifford Chance



Partnerschaftsgesellschaft von Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Solicitors

Clifford Chance Partnerschaftsgesellschaft von Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Solicitors

Standorte in Deutschland
Düsseldorf, Frankfurt am Main, München

Standorte weltweit
31 weitere Büros in 23 Ländern

Personalstruktur
In Deutschland rund 350 Anwälte, davon 84 Partner

Bedarf an HochschulabsolventInnen
Ca. 140 Referendare, ca. 50 bis 70 Rechtsanwälte. Zudem suchen wir laufend Praktikanten und wissenschaftliche Mitarbeiter

Tätigkeitsbereiche
Alle Bereiche des Wirtschaftsrechts

Anforderungsprofil
Herausragende juristische Qualifikation (Prädikatsexamina); exzellente Englischkenntnisse; Verständnis und Interesse für wirtschaftliche Zusammenhänge und die Ziele der Mandanten; Bereitschaft, sich persönlich voll zu engagieren, Dienstleister zu sein und Verantwortung zu übernehmen

Karriereaussichten
Nach 2 Jahren Aufnahme auf den Briefkopf, Aus- und Weiterbildung an der Clifford Chance Academy, jährliche Beurteilung der Entwicklung, Associate-Lockstep mit jährlich ansteigenden Vergütungsstufen, nach 3 Jahren: Status eines Senior Associates, Aufnahme als Partner oder Ernennung zum Counsel nach 5 bis 7 Jahren

Auslandseinsatz
Möglich

Einstiegsvergütung
100.000 Euro/Jahr

Ansprechpartner
Wolf Kahles

Anschrift
Mainzer Landstraße 46
60325 Frankfurt

Fon
069 7199-4447

Fax
069 7199-4000

E-Mail
wolf.kahles@cliffordchance.com

Internet
www.cliffordchance.com/karriere Externer Link

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Kanzleiprofil Allen & Overy LLP



Allen & Overy LLP

Standorte in Deutschland
Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Mannheim, München

Standorte weltweit
Abu Dhabi, Amsterdam, Antwerpen, Athen, Bangkok, Belfast, Bratislava, Brüssel, Budapest, Bukarest (assoziiertes Büro), Casablanca, Doha, Dubai, Hongkong, Jakarta (assoziiertes Büro), London, Luxemburg, Madrid, Mailand, Moskau, New York, Paris, Peking, Perth, Prag, Riad (assoziiertes Büro), Rom, São Paulo, Schanghai, Singapur, Sydney, Tokio, Warschau, Washington D.C.

Personalstruktur
– Berufsträger (m/w) in Deutschland: ca. 180 Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (davon 43 Partner und 15 Counsel)
– Berufsträger (m/w) weltweit: ca. 2700 Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (davon ca. 480 Partner)

Tätigkeitsbereiche
Wir beraten bei inländischen und grenzüberschreitenden Transaktionen umfassend in allen Fragen des deutschen, englischen und US-amerikanischen Wirtschaftsrechts.

Anforderungsprofil
Wir suchen angehende Juristen (m/w), die bereit und in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen, und den Wunsch haben, in einem internationalen Umfeld tätig zu sein. Ihre ausgezeichneten juristischen Kenntnisse haben Sie durch vollbefriedigende Prädikatsexamen bestätigt. Sie verfügen über sehr gute Englischkenntnisse und sind zudem in der Lage, komplexe Sachverhalte schnell zu durchdringen und einer wirtschaftlich vertretbaren Lösung zuzuführen.

Karriereaussichten
Unser Ziel ist die Ausbildung hochqualifizierter Juristen zu unternehmerisch denkenden Beratern sowie die Aufnahme der herausragenden Persönlichkeiten unter ihnen in die Partnerschaft. Wesentlich für die persönliche Entwicklung ist dabei die Zusammenarbeit mit einem kompetenten und sympathischen Team.

Angebot für ReferendarInnen
Ausbildung in Anwalts-/Wahlstation, Nebentätigkeit für Studierende und Referendare sowie Teilzeitbeschäftigung für Doktoranden. Außerdem bieten wir deutschlandweit Praktika an.

Auslandseinsatz
Möglich

Einstiegsvergütung
105.000 Euro brutto pro Jahr

Ansprechpartner
Dr. Michael Ulmer, LL.M., michael.ulmer@allenovery.com
Dr. Walter Uebelhoer, LL.M., walter.uebelhoer@allenovery.com
Germany Legal Recruitment, recruitment.germany@allenovery.com

Anschrift
Haus am OpernTurm
Bockenheimer Landstraße
260306 Frankfurt am Main

Fon
069 2648-5907, -5662, -5323

Internet
Hier klicken Externer Link

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