Studiengänge
04.12.2007 Ackern für den Master |
Agrar- und Umweltwissenschaften wachsen in der Praxis immer stärker zusammen und in diesem Überschneidungsbereich steigt der Bedarf an interdisziplinär ausgebildeten Experten. Hier schließt das Masterstudienangebot "Landwirtschaft und Umwelt" der Fachhochschule Bingen eine Lücke.Im allgemeinen Bewusstsein haben Landwirtschaft und Umweltschutz eine zuweilen gegensätzliche Ausrichtung, in der Praxis aber wachsen Agrar- und Umweltwissenschaften immer stärker zusammen. Hier schließt das interdisziplinäre Masterstudienangebot "Landwirtschaft und Umwelt" der Fachhochschule Bingen eine Lücke. Für die Landwirtschaft gibt es viele umweltorientierte Nutzungsbeschränkungen. Wegen des Gewässerschutzes darf zum Beispiel nicht Ackerland bis an das Bachufer reichen oder Grünland in Bachauen umgebrochen und als Acker genutzt werden. Reale Einkommenseinbußen für die Landwirtschaft sind die Folge solcher Beschränkungen - doch wie lassen sich diese durch speziell angepasste Förderprogramme ausgleichen?
Dieses Beispiel verdeutlicht, welche Wechselwirkungen sich ergeben können. Es besteht also großer Bedarf an Fachkräften, die in der Lage sind, sowohl die Belange der Landwirtschaft als auch die Bedürfnisse der Umwelt beurteilen und bewerten zu können. Der neue dreisemestrige Masterstudiengang "Landwirtschaft und Umwelt" knüpft an einen Hochschulschulabschluss in den Disziplinen Agrarwirtschaft, Umweltschutz oder vergleichbaren Studiengängen an und eröffnet den Absolventen mit dem weiterqualifizierenden Abschluss "Master of Science" größere Aufstiegschancen und sogar die Möglichkeit der Promotion.
Das modular aufgebaute Studium vermittelt fachliche, kommunikative und soziale Kompetenzen sowie Praxiserfahrung. Kleine Gruppen und Teamarbeit sind angesagt. Themenschwerpunkte der beiden ersten Semester sind aktuelle Entwicklungen und Konflikte in Landwirtschaft und Umwelt, zum Beispiel in den Bereichen Ressourcenschutz und Gentechnik. Ergänzt wird das Angebot durch ein breites Wahlpflichtangebot und Projektmodule. In Projekten beschäftigen sich die Studierenden zum Beispiel mit nachwachsenden Rohstoffen, deren Bedarf stetig steigt, mit den Risiken der Gentechnik, mit umweltorientierten Förderprogrammen für die landwirtschaftliche Produktion, mit der Entwicklung des ländlichen Raums oder mit der Optimierung des Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatzes zum Schutz von Wasser, Boden und Luft. In der Regel außerhalb der Hochschule folgt unter praxisrelevanten Bedingungen im dritten Semester die Abschlussarbeit.
Den Absolventen bietet sich ein breit gefächertes Arbeitsfeld im Überschneidungsbereich von Landwirtschaft und Umwelt in Agrar- und Umweltbehörden, Ingenieurbüros, Beratungsfirmen, Verbänden, Industrie, Forschung sowie im höheren Verwaltungsdienst.
Infos und Beratung:
Fachhochschule Bingen
Internet:
www.fh-bingen.de 
Mehr Infos gibt's im Ausbildungs- und Studienportal
www.einstieg.com 