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Studiengänge

13.05.05

Computerlinguistik – Auch Sprechen und Verstehen will erforscht werden

von Thomas Böttcher
 

Computerlinguistik stellt eine sinnvolle Alternative zum Informatikstudium dar, sofern man Interesse an Sprachen und Informatik hat.

Bei diesem Studiengang wird erforscht, wie Sprachen funktionieren und wie Sprachen vom Menschen verarbeitet werden. Nach erfolgreich absolviertem Studium besitzt man gute Chancen, bei einem Internetsuchdienst (z.B. google), einer namhaften Softwarefirma (z.B. Microsoft oder SAP) oder einem großen Buchverlag unterzukommen.

Hauptbestandteil der linguistischen Informatik (Computerlinguistik) ist die maschinelle Verarbeitung von Sprache und somit ein wichtiger Bestandteil der Informationstechnik, denn der überwiegende Teil aller Information wird in sprachlicher Form gespeichert und abgefragt. Sie ist Teilbereich der Künstlichen Intelligenz und gleichzeitig Schnittstelle zwischen Sprachwissenschaft, Kognitionswissenschaft und Informatik. Weil natürlich auch das Internet ohne Sprache nicht existieren würde, werden Computerlinguisten in allen Bereichen der Entwicklung von Text- und Informationsverarbeitung gebraucht. Auch die Entwicklung von Technologien, die gesprochene Sprachen von Computern verstehen lassen, ist Bestandteil des Studiums. Von daher interessiert sich auch die Automobilindustrie verstärkt für Absolventen der Computerlinguistik, da sprachtechnologische Anwendungen immer weiter an Bedeutung gewinnen.

Als eine der ersten Hochschulen führte die Universität des Saarlandes die Computerlinguistik als eigenständiges Fach ein. Inzwischen kann man sich auch in München, Stuttgart, Dresden und vielen weiteren Hochschulen ausbilden lassen, wobei als Abschlüsse sowohl Diplom und Magister als auch Bachelor möglich sind.
Außerdem gibt es seit kurzem das internationale Masterprogramm für Sprachwissenschaften und Sprachtechnologie an der Universität Saarbrücken. Neben den Forschungsaktivitäten der Universität Saarbrücken werden auch zahlreiche Forschungsprojekte am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), am Max-Planck-Institut für Informatik und bald auch am neuen Max-Planck-Institut für Softwaresysteme durchgeführt. Dadurch steigt natürlich der Anreiz, dieses Studium in Saarbrücken zu absolvieren, denn dort können die jungen Wissenschaftler schon im Studium in Softwareprojekten sowie in Bachelor- und Masterarbeiten mitwirken.

Für diesen Studiengang geeignet ist, wer Spaß am mathematischen Denken und am Programmieren hat und sich zudem gerne mit Sprachen und Psychologie beschäftigt.

Mehr Informationen zur Computerlinguistik finden Sie unter:
www.uni-saarland.de Externer Link


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