Qualifikation
28.01.2005
Der entscheidende Klickvon Katja Rust |
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Erste positive Signale für potenzielle Bewerber: Unternehmen suchen verstärkt nach qualifiziertem Personal. Diese Entwicklung gilt besonders für die IT-Branche. Doch die Anforderungen werden größer. Die Personalverantwortlichen erwarten neben entsprechendem Fach- und Branchen-Know-how eine seriöse, informative und fehlerfreie Bewerbung - und die sollte bei vielen Unternehmen online sein.
Bei ihrer Suche nach geeigneten Kandidaten setzen Personaler - zumindest in großen Unternehmen - vermehrt auf Online-Recruiting. Das Internet hat sich nach einigen Anlaufschwierigkeiten in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Medien für Personal-Marketing und Recruitment entwickelt. Zwar wurden traditionelle Methoden der Personalbeschaffung von den Verantwortlichen nicht ad acta gelegt - geeigneten Nachwuchs beispielsweise suchen Unternehmen nach wie vor auch noch über die klassische Printanzeige oder auf Rekrutierungsmessen.
Doch insgesamt wandern die Stellenmärkte verstärkt ins Netz. Unternehmen schreiben ihre Stellenangebote über die eigene Website oder über Stellenbörsen aus. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens r&p Management Consulting, Hamburg, nutzen beispielsweise mehr als 70 Prozent der Firmen die eigene Homepage und Internetstellenbörsen, wenn sie nach geeigneten IT-Fachkräften suchen.
Dies hat verschiedene Gründe: Für große Unternehmen, etwa mit hohem Personalaufwand, bedeuten Bewerbungs- und Einstellungsverfahren besonders bei Hochschulabsolventen einen intensiven Kosten- und Zeitaufwand. Doch gerade in Zeiten knapper Budgets misst ein Unternehmen die Recruiting-Methoden an deren Effizienz. Das Internet kann bei der richtigen Nutzung und der entsprechenden Verwaltung der Bewerberdaten erhebliche Zeit- und Kostenersparnisse bringen. Zusätzlich zeichnet es sich durch eine höhere räumliche und zeitliche Erreichbarkeit aus.
Bei der Ansprache relevanter Zielgruppen wie Absolventen, Spezialisten, Fach- und Führungskräfte und der Erschließung neuer Bewerbergruppen ist das Internet nicht mehr wegzudenken. Nicht zuletzt spielt das Netz eine Schlüsselrolle, wenn es um den Imagetransport des eigenen Unternehmens geht.
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Auch die "andere Seite" folgt dem Online-Trend: Für qualifizierte Jobsuchende aller Branchen wird das Internet immer mehr zur Bewerbungsplattform. Eine Emnid-Umfrage des Karriere-Portals Jobware ergab, dass 81 Prozent aller Kandidaten mit Abitur oder Universitätsabschluss Unternehmenshomepages und Online-Stellenmärkte zur Stellensuche nutzen. Zu den Vorteilen bei der Recherche im Netz gehört beispielsweise, dass Unternehmen aus Kostengründen nicht mehr so häufig in den Printmedien Anzeigen schalten, deswegen finden Interessierte einige der Vakanzen ausschließlich im Netz. Dies erhöht die Chance auf einen Treffer um einiges. Neben Schnelligkeit und zeitlicher Unabhängigkeit bietet das Internet als einen der größten Vorteile umfassende Informations- und Suchmöglichkeiten - sei es nach Berufsfeldern, Branchen, fachlicher Qualifikation oder auch regional.
Wurde eine interessante Stelle entdeckt, sind einige wesentliche Dinge zu beachten, damit die Bewerbung gute Chancen auf Erfolg hat:
Wer den genauen Ansprechpartner kennt, ist meistens im Vorteil. Es lohnt sich also, dessen Namen und E-Mail-Adresse herauszufinden. Denn so kann der Jobsuchende seine Unterlagen direkt ins Zentrum der Entscheidung senden und vermeidet überflüssige Zwischenstationen. Für die Wahl einer eigenen E-Mail-Adresse gilt Seriosität und Neutralität. Die Adresse setzt sich am besten aus dem eigenen Vor- und Nachnamen und dem Namen des Providers zusammen.
Das Wort "Bewerbung" ist in der Betreffzeile wenig aussagekräftig und erschwert dem Personalverantwortlichen bei einer Vielzahl von Eingängen den Überblick. Daher sollte in dieser Zeile unbedingt die avisierte Position einschließlich der Kennziffer des Stellenangebots stehen. Wichtig ist für den Empfänger zudem die übersichtliche Handhabung der Informationen. Dazu gehört auch das leichte Auffinden der Adresse des Absenders.
Das Internet ist ein modernes und schnelles Medium. Das kann dazu verleiten, Bewerbungen eilig und ohne genaue Prüfung online zu stellen. Doch Rechtschreib- und Tippfehler sind auch in einem Online-Anschreiben tabu. Wichtig ist zudem der Umgangston: Ein lockeres Miteinander in E-Mails passt in den Privatbereich, nicht aber zu Kontakten innerhalb der Arbeitswelt. Der Tenor einer Online-Bewerbung passt sich den üblichen Gepflogenheiten eines normalen Geschäftsbriefs oder einer schriftlichen Bewerbung an.
Schließlich soll der Qualitätsanspruch eingehalten werden, egal welches Medium gewählt wird. Eine sachliche, präzise und höfliche Sprache ist das Mittel der Wahl - langatmige und komplizierte Formulierungen erschweren dagegen das Verständnis.
Stellt ein Unternehmen standardisierte Fragebögen oder Formulare ins Netz, sollten diese auch verwendet werden. Manche Unternehmen, insbesondere aus der IT-Branche, sind technisch optimal für Online-Bewerbungen einschließlich Attachments ausgerüstet. Generell ist es jedoch am günstigsten, nur die üblichen Dateiformate zu verwenden. Formate, die vom Empfänger erst aufwändig "entpackt" werden müssen, tragen nicht unbedingt zum Erfolg einer Bewerbung bei. Empfehlenswert ist, die Unterlagen nach Fertigstellung zunächst an sich selbst oder an eine Person des Vertrauens zu schicken. So lässt sich überprüfen, ob und inwiefern sich Formatierungen ungünstig verändert haben und möglicherweise nachgebessert werden muss.
Auf Talent-Pool zurückgreifen
Neben der aktiven Bewerbung haben Jobsuchende auch die Möglichkeit, sich im Internet durch Stellengesuche zu präsentieren. Gute Online-Stellenmärkte sind mit einer Bewerberdatenbank gekoppelt, in der Kandidaten ihr Bewerberprofil hinterlegen können. In einem Matchingprozess werden offene Positionen mit den Daten der Bewerber abgeglichen, der Jobsuchende erhält dann passende Stellenvorschläge. Auch für die Unternehmen selbst wird es immer wichtiger, begabte Nachwuchskräfte zu finden und an das Unternehmen zu binden. Daten qualifizierter Bewerber, die nicht sofort eingestellt werden können, speichert das Unternehmen mit deren Einverständnis in einer Datenbank, um bei passender Gelegenheit auf einen geeigneten Kandidaten aus einem solchen "Talent-Pool" zurückgreifen zu können.
Katja Rust ist zuständig für den Bereich Public Relations bei der Jobware Online-Service GmbH












