03.08.2005
Viele neue und modernisierte Ausbildungsberufe seit dem 1. Augustvon Thomas Böttcher |
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Nach Meinung von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn profitieren von den modernisierten oder neu geschaffenen Ausbildungsregelungen inzwischen alle großen Branchen, wie die Metall- und Elektroindustrie, das Kraftfahrzeuggewerbe, das Elektrohandwerk, die chemische Industrie, die Bauwirtschaft und viele Dienstleistungsberufe.
Deshalb solle die Modernisierung der Ausbildungsberufe auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden, erklärte die Ministerin weiter. Dazu gehörten für die duale Berufsausbildung neue Tätigkeitsfelder, beispielsweise die Markt- und Sozialforschung oder das Direktmarketing. Neben solchen neuen Berufsbildern solle zum Beispiel der klassische Beruf des Müllers künftig zum „Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft" modernisiert werden. Auch die Ausbildungen in der Versicherungs- und Kommunikationswirtschaft werden novelliert.
Neue duale Ausbildungsberufe ab dem 1. August 2005:
„Fachkräfte Agrarservice“ beherrschen die Pflanzenproduktion und den Einsatz von Agrartechnik. Der Ausbildungsberuf verknüpft technisches Know-how mit einem breiten Spektrum an Dienstleistungen.
„Kaufmann/Kauffrau für Tourismus und Freizeit“ erstellt und vermarktet touristische und freizeitwirtschaftliche Produkte in Tourismusorganisationen, lokalen und regionalen Tourismusstellen, touristischen Branchenverbänden, Freizeitbädern, Freizeit- und Ferienparks, Campingplätzen, Marinas, Incoming-Unternehmen, touristisch orientierten Verkehrsunternehmen sowie in Unternehmen und Organisationen des Gesundheits- und Wellnesstourismus. Wesentliche Ausbildungsinhalte sind die persönliche Information, Beratung und Betreuung der Gäste, allgemeine Verwaltungstätigkeiten, Veranstaltungsorganisation, Marketing und Vertrieb sowie Personal- und Rechnungswesen.
„Servicefahrer/Servicefahrerinnen“ arbeiten in Unternehmen, die Serviceleistungen bei Kunden erbringen wie Warten oder Pflegen von Geräten, Ergänzen von Warenbeständen, Austauschen von Produkten oder Verkaufen von Waren und in diesem Zusammenhang Waren ausliefern und abholen. Sie sind insbesondere in den Bereichen Textilmietservice, Berufsbekleidungsservice, Hygienedienstleistung, Lebensmittelversorgung, Technikservice, Automatenbetrieb sowie Kurier-, Express- und Postdienstleistung tätig. Die Ausbildungszeit beträgt zwei Jahre.
„Technische Produktdesigner/-innen“ arbeiten in den Branchen Maschinenbau, Automobilbau, Schiffbau, Flugzeugbau, Konsumgüterindustrie und in der Spielzeugindustrie. Sie entwerfen, gestalten und designen technische Produkte.
„Änderungsschneider/-innen“ reparieren und ändern Kleidungsstücke und nähen Raumdekorationen. Ihren Einsatz finden Änderungsschneider/-innen überwiegend in handwerklichen Kleinbetrieben und in den Nähateliers von Kaufhäusern. Die Ausbildungszeit beträgt zwei Jahre.
Modernisierte Ausbildungsordnungen zum 1. August 2005:
- Baustoffprüfer / Baustoffprüferin
- Binnenschiffer / Binnenschifferin
- Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen (zweijährig; früher: Fachkraft für Brief- und Frachtverkehr)
- Produktionsfachkraft Chemie (zweijährig; früher: Chemiebetriebsjungwerker / Chemiebetriebsjungwerkerin)
- Fleischer / Fleischerin
- Oberflächenbeschichter / Oberflächenbeschichterin
- Kaufmann / Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen(früher: Postverkehrskaufmann / -kauffrau)
- Industriekeramiker / in Anlagentechnik
- Industriekeramiker / in Dekorationstechnik
- Industriekeramiker / in Modelltechnik
- Industriekeramiker / in Verfahrenstechnik
- Papiertechnologe / Papiertechnologin
- Polster- und Dekorationsnäher / Polster- und Dekorationsnäherin
- Produktionsmechaniker Textil / Produktionsmechanikerin Textil (früher: Textilmaschinenführer bzw. Textilmechaniker)
- Produktveredler Textil / Produktveredlerin Textil (früher: Textilveredler / Textilveredlerin)
- Reiseverkehrskaufmann / Reiseverkehrskauffrau
- Sattler / Sattlerin
- Tierwirt / Tierwirtin
Quelle: BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bmbf.de 