Top-Manager
In Vaters Fußstapfen und doch viel mehrvon Heike Jüds
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Dr. Klaus Zumwinkel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post World Net, definiert Karriere durch: Internationalität, Verantwortung und Zufriedenheit. Wie das im Einzelnen aussieht, verrät er den karriereführer-Lesern.
Dr. Klaus Zumwinkel ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post World Net.
Sein Karrieretipp: "Mehr auf die Verantwortung schauen, die ein Job bietet, als auf die Bezahlung."
Herr Zumwinkel, wie definieren Sie Karriere?
Für mich ist die Möglichkeit, gestalten zu können ein ganz entscheidender Bestandteil der Karriere. Das bezieht sich nicht nur auf das unternehmerische Agieren, sondern auch darauf, mit jedem Karriereschritt ein Stück mehr Verantwortung zu erhalten, Visionen entwickeln zu können und dann auch die Möglichkeit zu haben, diese zu realisieren.
Was wollten Sie in Ihrem Leben immer erreichen?
Zufriedenheit ist für mich immer das wichtigste Ziel, sowohl in beruflicher wie auch besonders in familiärer Hinsicht.
Welche Vorbilder haben Sie?
Eine Menge. Alle aufzuzählen, würde jetzt sicher zu weit führen
Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?
Geprägt durch meine Familie war mein Berufswunsch schon immer Unternehmer.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich hatte die Möglichkeit, mein erstes Geld im elterlichen Unternehmen zu verdienen, und zwar an der Basis: Ich habe Prospekte ausgetragen, so wie das heute sicher auch noch viele Jugendliche machen, und im Lager gearbeitet.
Hatten die politisch-sozialen Zeitzeichen einen Einfluss auf Ihre Entscheidung Betriebswirtschaftslehre zu studieren?
Nein.
Inwieweit hat sich Ihr Auslandsaufenthalt während des Studiums auf Ihren Karriereweg ausgewirkt?
Ganz entscheidend! Ich habe in meiner Studienzeit die Wharton Business School in Philadelphia besucht und dort meinen Master gemacht. Der Blick für internationale Dimensionen, das Erlernen völlig neuer Denkweisen – das hat mich und meine berufliche Laufbahn sehr geprägt. Gerade in unserer Zeit der Globalisierung halte ich einen Auslandsaufenthalt während des Studiums für ausgesprochen hilfreich, ja sogar für unbedingt erforderlich.
Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Mein Lebensmotto lässt sich in einem Satz ausdrücken:
Eine positive Einstellung zu den Menschen, zum Leben und gegenüber Herausforderungen!
Nennen Sie Ihr persönliches „Karriere-Unwort“!
Wankelmütigkeit.
Welche Karrieretipps geben Sie unseren Lesern mit auf den Weg?
Lernen und denken Sie international – in verschiedenen Sprachen und verschiedenen Kulturkreisen. Unabdingbar ist selbstverständlich auch eine breite Perspektive über die Wirtschaft, sowohl national als auch international, und das für die Aufgabe erforderliche Spezialwissen.
Ein ganz wichtiger Tipp, insbesondere für Einsteiger: Schauen Sie mehr auf die Verantwortung, die Ihnen ein Job bietet, als ausschließlich auf die Bezahlung.
Und noch eine letzte Frage: In welcher Freizeitlektüre schmökern Sie?
Im Augenblick lese ich „Die Geschichte von Florenz- Die Medici“.
Datum: 28.02.2003