19.09.2002
Ingenieurlücke: Kinotrailer soll Hörsäle füllenvon Robert Piterek |
Die Entscheidung für ein Studienfach fällt angesichts der Fülle an Angeboten an deutschen Hochschulen nicht immer leicht. Um genügend Studienanfänger für Studiengänge zu begeistern, die momentan nicht ausgelastet sind, nutzt die Maschinenbau-Fäkultät der RUB nun das Medium Film. Denn es gilt gegen ein seltsames Paradoxon anzugehen: während die Hörsäle der entsprechenden Fakultäten deutschlandweit leer bleiben, werden Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt dringend gesucht. Es ist die Rede von der Ingenieurlücke.
"Die Karrierechancen sind gut"
Dr. Iris Bertozzi von der Maschinenbau-Fakultät der Bochumer Ruhr-Universität bringt die Situation ihres Fachbereichs im Gespräch mit karrierefuehrer.de auf den Punkt: "Auf eine Lehrkraft kommen gegenwärtig acht Studenten, die Studentenzahlen können ohne weiteres noch um einiges steigen." Zuzeit versuchten alle Maschinenbau-Fachbereiche in Deutschland Interessenten für ihr Studienfach zu begeistern, um den Ingenieurmangel auf dem Arbeitsmarkt zu beheben. "Dadurch sind die Karrierechancen sehr gut, und auch das Studium verändert sich fortlaufend entsprechend den Anforderungen des Arbeitsmarktes," so Bertozzi. Diverse neue Schwerpunkte wie Nano- und Medizintechnik sowie Ingenieur-Informatik und der von Maschinenbauern und Bauingenieuren gemeinsam angebotene Studiengang "Umwelttechnik und Ressourcenmanagement" seien in den vergangenen Jahren an der RUB eingeführt worden. Im Wintersemester 2002/2003 kämen nun noch die beiden neuen Vertiefungsrichtungen Micro-Engineering und Kraftfahrzeug-Antriebstechnik hinzu.
Um bei potenziellen Interessenten Wirkung zu erzielen, fasst der Kinospot das Angebot knapper und mediengerechter zusammen: Für euch ist alles drin. Entdeckt eure Chancen!
Traditionelle Schwerpunkte
Die Fakultät Maschinenbau an der RUB umfasst die ganze Bandbreite des modernen Maschinenbaus. Neben den neuen Angeboten gibt es auch weiterhin die traditionellen Vertiefungsrichtungen:
Mikrosystemtechnik, Mikromechanik, Messtechnik und Laseranwendungstechnik gehören zum Programm des Maschinenbau-Hauptstudiums. Ob in der Medizintechnik, bei der Überwachung von Anlagen für brand- und explosionsgefährliche Produkte oder in der Informationstechnologie - Micro-Engineering wird immer häufiger eingesetzt.
Neben Grundlagen der Konstruktion von Kraftfahrzeugen steht hier die Antriebstechnik im Mittelpunkt. Kernstück des Kraftfahrzeugs ist der Antriebsstrang mit Verbrennungsmotor, Fahrzeuggetriebe, Gelenkwellen, Bremsen und Rädern.
Auf einem regulären maschinenbaulichen Grundstudium baut ein Hauptstudium auf, das Informatik-Kenntnisse für Konstruktion und Entwicklung sowie Managementwissen vermittelt.

