Fast 21.000 Studierende und rund 2.400 Dozenten aus Deutschland in Europa mobil
von Thomas Böttcher
Im Hochschuljahr 2003/2004 haben nahezu 21.000 deutsche Studierende (rund 2.200 mehr als im Vorjahr) im Rahmen des ERASMUS-Programms der Europäischen Union einen Teil ihres Studiums im europäischen Ausland absolviert. Damit liegt Deutschland europaweit auf Platz zwei hinter Frankreich.
Im gleichen Zeitraum konnten zudem mit ERASMUS rund 2.400 deutsche Dozenten an einer anderen europäischen Hochschule unterrichten. Mit diesem Ergebnis ist Deutschland als Entsendeland Spitzenreiter in Europa vor Frankreich und Spanien. Dies ergab eine Auswertung des DAAD, der in Deutschland die Aufgaben einer nationalen Agentur für ERASMUS wahrnimmt.
Insgesamt konnten die deutschen Studierenden mit ERASMUS in 29 anderen europäischen Ländern studieren. Die meisten studierten in Spanien (4.325 oder 20,9%), ebenfalls sehr gefragt waren Frankreich (3.997 oder 19,3%) und Großbritannien (3.159 oder 15,3%). Besonders mobil zeigten sich die Studierenden der Betriebswirtschaftslehre (5.023 oder 24,3%), der Sprachen (3.528 oder 17,1%) und der Sozialwissenschaften (2.067 oder 10%).
Gestiegen ist auch die Zahl der deutschen Studierenden, die einen Teil ihres Studiums in Mittel- und Osteuropa absolvierten. Dorthin gingen insgesamt 964 Studierende und damit 275 mehr als im Vorjahr.
ERASMUS ist der stärkste Motor für die Mobilität deutscher Studierender in Europa und wird auch zunehmend wichtiger für die Förderung von Auslandsdozenturen. Im Hochschuljahr 2003/2004 konnten rund 2.400 deutsche Dozenten an einer Hochschule im europäischen Ausland unterrichten, die meisten in Frankreich (305 oder 12,7%), Spanien (238 oder 9,9%), und Polen (234 oder 9,8%). Rund ein Drittel aller deutschen ERASMUS-Dozenten ging nach Mittel- und Osteuropa.
Am Erfolgsprogramm ERASMUS nehmen zur Zeit 270 deutsche Hochschulen teil.
Mehr Informationen zu ERASMUS gibt es unter:
www.eu.daad.de