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Hochschule

16.12.2003

DSW: Studiengebühren fördern sozialen Selektionsprozess

von Robert Piterek

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat sich inhaltlich in die Studierendenproteste eingemischt. DSW-Generalsekretär Meyer auf der Heyde wies darauf hin, dass der Anteil der Studierenden aus ärmeren Familien in den vergangenen 20 Jahren von 23 auf 13 Prozent gesunken sei. Er lehnt Studiengebühren ab, weil sie diesen Negativtrend unterstützen würden.

Meyer von der Heyde sagte wörtlich: "Diese Gebühren würden Studierende aus Familien benachteiligen, die über ein niedriges Einkommen verfügen". Gleichzeitig forderte er eine bessere Ausstattung der Universitäten, damit "ein Studium nicht an unzureichenden Rahmenbedingungen scheitert". Hierfür müssten ausreichend Seminare angeboten und die Bibliotheken auf den neuesten Stand gebracht werden. Außerdem müsse ein tragfähiges Stipendiensystem eingeführt werden, um soziale Härten zu vermeiden.

Er fügte hinzu, dass endlich mehr Investitionen für den Bildungsbereich notwendig seien. Als Gründe nannte er unter anderem, dass es in Deutschland nun erstmals mehr als zwei Millionen Studierende gebe und der internationale Wettbewerb um den attraktiven Hochschulstandort Deutschland unterstützt werden müsse. Meyer auf der Heyde: "Sudiengebühren verlagern nur das Problem und verschärfen damit die Situation, sie lösen es aber nicht."

Quelle: idw

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