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Hochschule

04.11.2002

Studenten 2002: schicker Rolli statt Norwegerpulli

von karrierefuehrer.de

Outfit und Einstellung der Studenten haben sich in den vergangenen 30 Jahren grundlegend verändert. Studenten der 60er und 70er Jahre tauchten gern mit Vollbart, Norwegerpulli und Birkenstock-Latschen auf dem Campus auf, Kommilitonen des dritten Jahrtausends orientieren sich an der aktuellen Mode. Der Druck auf dem Arbeitsmarkt hat mittlerweile auch Einfluß auf ihre Studiendauer: Sie studieren zielgerichteter und fordern festere "schulische" Strukturen.

Individualität zählt

Einer im Uni-Spiegel vorgestellten Studie zufolge herrscht bei Studenten große Individualität, wenn es um Mode geht. Gruppendiktate würden abgelehnt, neue Modetrends umgehend ausprobiert. Auffällig sei besonders, dass diejenigen in ihrer Altersgruppe, die sich gegen ein Studium entschieden hätten, neuen modischen Stilrichtungen gegenüber erheblich zurückhaltender eingestellt seien. Bei den Studenten jedenfalls laute das Motto: Was gefällt, wird gekauft.

Konsumgeil und entpolitisiert?

Auch die Rheinische Post (RP) stellt eine erhöhte Konsumbereitschaft bei den heutigen Studenten fest. Sie orientierten sich am Fernsehen, an der Mode und am Kommerz. Im Gegensatz zum rebellischen Studenten zur Zeit der Studentenrevolten sei die Studentenschaft heute "ziemlich entpolitisiert". Dies sei auf bereits gefallene Tabus und einen Rückgang der autoritären Strukturen zurückzuführen, heißt es in der konservativen Tageszeitung.

Arbeitsmarktlage erzwingt kurzes Studium

Während es früher die Ausnahme war, zu Beginn des Studiums bereits zu wissen welchen Beruf man später ergreifen würde, werde heute zielgerichteter studiert. Zeit spiele eine wesentlich größere Rolle, da Langzeitstudenten Studiengebühren drohten und der Druck auf dem Arbeitsmarkt ein kurzes Studium erzwinge, so die RP. Der Düsseldorfer Philosophie-Professor Birnbacher gibt jedoch zu bedenken, dass die Studenten deshalb wieder viel festere Strukturen, Beratungen bei Entscheidungen und eine Art Verschulung des Studiums fordern würden.

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Quellen: UniSpiegel, Rheinische Post



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