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22.04.2003

Astronomie: Neue Technik zur Entdeckung erdähnlicher Planeten

von Robert Piterek

Erstmals ist es deutschen Forschern mit der so genannten Transit-Methode gelungen, einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachzuweisen. Bereits 1995 wurde der erste extrasolare Planet entdeckt, anders als die Transit-Methode eigneten sich die bisherigen Messverfahren aber nur zum Aufspüren von großen Gasplaneten.

Die Wissenschaftler der Hamburger Sternwarte, der Universität Tübingen und der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile sprachen von einem wesentlichen Schritt zur Entdeckung von erdähnlichen Planeten bei anderen Sternen. Die neue Technik basiert auf der Beobachtung von so genannten "Sternenfinsternissen". Dabei können Planeten beobachtet werden, deren Umlaufbahn von der Erde aus beobachtet zu einer periodischen Lichtabschwächung ihres Sterns von etwa einem Prozent führen.

Entdeckter Planet kreist um den Stern OGLE-TR-3

Peter Hauschildt von der Hamburger Sternwarte und sein Team entdeckten eine geringfügige Verdunklung des Sterns OGLE-TR-3 und schlossen auf einen Planeten, der maximal 2,6 Mal so groß ist wie der Jupiter. Zur endgültigen Verifizierung der Forschungsergebnisse sind jedoch noch weitere Messungen geplant. Die Entdeckung von Planeten von der Größe der Erde ist den Wissenschaftlern zufolge ebenfalls möglich. Anhand von Planetentransits könne sogar die Planetenatmosphäre untersucht werden, vermuten die Forscher.

Gibt es Leben auf anderen Planeten?

Die Entdeckung von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems ist ein wichtiges Ziel der Astronomen des 21. Jahrhunderts, um das Wissen über die Entstehung von Planeten und Planetensystemen zu erweitern. Die Forscher gehen damit auch den Fragen nach, ob die Erde einzigartig ist und ob es Lebensmöglichkeiten außerhalb der Erde gibt. Gesicherte Erkenntnisse hierzu können jedoch nur ermittelt werden, wenn ein repräsentativer Querschnitt von Planeten beobachtet werden kann. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe "Theoretische Astrophysik" der Hamburger Sternwarte simulieren bereits heute die Athmosphäre von Riesenplaneten außerhalb unseres Sonnensystems.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Kontakt:

Prof. Dr. Peter Hauschildt
Tel. 040 42891-4013

Andreas Schweitzer
Tel. 040 42891-4016


Originalarbeit:



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