04.03.2005
Anteil der Studienabbrecher steigt, jeder Vierte bricht vorzeitig abvon Thomas Böttcher |
Nur in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ist – gegen den allgemeinen Trend – die Abbruchquote um 2 Prozentpunkte auf 28 Prozent zurückgegangen. Markant stieg hingegen der Anteil der Abbrecher in den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie in der Mathematik. Obwohl sich die Zahl der Abbrecher in den Bereichen Chemie (von 23 auf 33 Prozent), Physik (von 24 auf 30 Prozent) und Ingenieurwissenschaften (von 26 auf 30 Prozent) schon stark erhöhte, wird sie von den Mathematikern noch übertroffen, hier verdoppelte sich der Wert sogar (von 12 auf 26 Prozent).
Die traditionell hohen Abbruchquoten der Sprach- und Kulturwissenschaften erhöhten sich weiter um vier Punkte auf 45 Prozent. An Fachhochschulen liegt die Studienabbruchquote mit 22 Prozent (2002: 20 Prozent) niedriger als an Universitäten mit 26 Prozent (24 Prozent). Gründe für das Steigen der Abbruchquoten sind laut den Autoren der Studie falsche Erwartungen und Leistungsdefizite der Studierenden sowie Probleme bei der Finanzierung des Lebensunterhalts.
Zur Studie:
www.his.de/Service/Publikationen/Kia