15.04.2003
Attraktivität der deutschen Hochschulen gefährdetvon Robert Piterek |
Neben der Qualität deutscher Studienangebote, bemängelte er auch die Betreuung ausländischer Studierender: weder bei der Wohnungsvermittlung noch bei der Unterstützung im Umgang mit den Behörden werde ausreichend getan. "Das ist Ausdruck einer mangelhaften Dienstleistung, wie andere Länder ihn sich nicht mehr leisten," sagte der TU-Präsident.
Um die Geldknappheit zu überwinden, forderte er von der Politik weitreichende Freiheiten für die Universitäten und einen Abbau der Behördenstruktur zugunsten eines unternehmerischen Aufbaus. Das Prinzip müsse heißen: "Steuern statt kontrollieren."
Herrmann bezeichnete auch die Kostenfreiheit des Studiums in Deutschland als Belastung für die Attraktivität des Hochschulstandorts Deutschland. Dies habe zu einer "zweitklassigen Internationalisierung" geführt. Ausländische Studierende kämen nicht, weil sie bei uns umsonst U-Bahn fahren wollten, so Herrmann.
Quelle: DPA-Meldung vom 02. April 2003, www.stern.de