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Hochschule

15.04.2003

Attraktivität der deutschen Hochschulen gefährdet

von Robert Piterek

Mit einer Abnahme der Attraktivität des deutschen Hochschulstandorts für ausländische Studierende rechnet der Präsident der TU München, Wolfgang Herrmann. Im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur (dpa) gab er als Gründe die Geldknappheit und die unzureichende Internationalisierung deutscher Hochschulen an. Herrmann: "Es ist in Deutschland kaum möglich, Studiengänge für die Besten aus aller Welt Maß zu schneidern."

Neben der Qualität deutscher Studienangebote, bemängelte er auch die Betreuung ausländischer Studierender: weder bei der Wohnungsvermittlung noch bei der Unterstützung im Umgang mit den Behörden werde ausreichend getan. "Das ist Ausdruck einer mangelhaften Dienstleistung, wie andere Länder ihn sich nicht mehr leisten," sagte der TU-Präsident.

Um die Geldknappheit zu überwinden, forderte er von der Politik weitreichende Freiheiten für die Universitäten und einen Abbau der Behördenstruktur zugunsten eines unternehmerischen Aufbaus. Das Prinzip müsse heißen: "Steuern statt kontrollieren."

Herrmann bezeichnete auch die Kostenfreiheit des Studiums in Deutschland als Belastung für die Attraktivität des Hochschulstandorts Deutschland. Dies habe zu einer "zweitklassigen Internationalisierung" geführt. Ausländische Studierende kämen nicht, weil sie bei uns umsonst U-Bahn fahren wollten, so Herrmann.

Quelle: DPA-Meldung vom 02. April 2003, www.stern.de



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