05.02.2008
Das Ende der Brotlosigkeit |
Dank des wirtschaftlichen Aufschwungs geht es für Geisteswissenschaftler, auf dem Arbeitsmarkt lange als "Mauerblümchen"
verschrien, bergauf. Dies ergab eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Reine Schöngeister sind weniger
gefragt, doch wer sein Profil mit außergewöhnlichen Sprachen oder wirtschaftlichem Know-how aufpoliert, hat gute Chancen.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Institut der deutschen Wirtschaft mehr als 200
Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und Unternehmen befragt. Bei der großen Mehrzahl der befragten NGOs (80 Prozent) arbeiten
Absolventen der Geisteswissenschaften, deutlich weniger sind es bei den Unternehmen (33 Prozent).
"Geisteswissenschaftler gelten als Spezialisten für fremde Kulturen und Lebensweisen", heißt es in der Studie. Diese Kompetenzen
würden in einer globalisierten Wirtschaft zunehmend gebraucht. Nicht-Regierungsorganisationen benötigen insbesondere
Geisteswissenschaftler aus den aussereuropäischen Sprach- und Kulturwissenschaften. Unternehmen suchen vor allem Absolventen
mit ostasiatischen Sprach- und Kulturkenntnissen, die in Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung sowie im Personalbereich,
Public Relations und EDV eingesetzt werden.
Nach Angaben der Agentur für Arbeit ging die Zahl der jobsuchenden Geisteswissenschaftler innerhalb eines Jahres um knapp 22
Prozent zurück! Doch nur, wer auch mit Zusatzqualifikationen wie zum Beispiel Auslandserfahrungen oder Kenntnissen in BWL
und EDV glänzen kann, braucht sich vor der Arbeitslosigkeit nicht mehr zu fürchten.
Zur Studie:
www.iwconsult.de
Mehr Infos gibt's im Ausbildungs- und Studienportal
www.einstieg.com