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Hochschule

11.04.2005

Bachelor immer angesehener

von Thomas Böttcher
News

Dass Bachelor-Absolventen keine Schmalspurakademiker sind, zeigen zwei Studien des Stifterverbandes. Aufgrund ihres breiten Grundlagenwissens und ihrer Schlüsselqualifikationen finden sie überwiegend einen guten Einstieg ins Berufsleben, weil auch Unternehmen den neuen Studienabschlüssen zunehmend positiv gegenüberstehen.

Die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) in Hannover führte jetzt eine Studie durch, die eine Bestandsaufnahme über Studium und Berufsübergang von rund 4.000 Bachelor-Absolventen der Jahrgänge 2002 und 2003 in Deutschland lieferte. Insgesamt gibt es mittlerweile über 5.000 Absolventen von Bachelorstudiengängen in Deutschland.

Eine weitere Studie zu diesem Thema wurde vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) durchgeführt. Diese schließt das Informationsdezifit über Akzeptanz und Karrierechancen von Bachelor-Absolventen in der Wirtschaft.

Beide Studien machen deutlich, dass sich der Aufwand lohnt, auf gestufte Studiengänge umzustellen.
Außerdem zeigen sie, dass der Bachelor-Abschluss für die Studierenden keinesfalls eine Verlegenheitslösung ist, sondern viele sich etwas Konkretes davon versprechen.

Dr. Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes, meint dazu:
„Die Absolventen haben sich ganz bewusst für den Weg in den Beruf entschieden. Es sind also keine ,Abbrecher‘, wie vielfach vermutet wird, sondern engagierte junge Leute, die mit einem akademischen Hintergrund früh in den Beruf wechseln wollen und dort ihre Chancen suchen.“

Genau deshalb fällt den BA-Absolventen wohl der Einstieg ins Berufsleben auch relativ leicht. Von den Befragten sind über 60 Prozent in Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten tätig, rund 22 Prozent arbeiten in Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und knapp 18 Prozent in Unternehmen mit mindestens fünf und höchstens 20 Beschäftigten. Ein Fünftel aller Absolventen findet dabei eine Arbeitsstelle im Öffentlichen Dienst.

Bachelor arbeiten dabei, wie alle akademischen Berufseinsteiger, als wissenschaftlich qualifizierte Angestellte ohne Leitungsfunktion oder als qualifizierte Angestellte. Die meisten fühlen sich adäquat eingesetzt und angemessen entlohnt, auch wenn das Einstiegsgehalt der Bachelor nicht ganz so hoch ist wie das ihrer Kollegen mit Diplom oder Magister. Dafür haben sie den Vorteil, dass sie durchschnittlich zwei Jahre früher anfangen.

Laut der Studien verdienen Fachhochschul-Bachelor mit durchschnittlich 31.500 Euro jährlich als Berufseinsteiger sogar etwas mehr als ihre Unikollegen mit durchschnittlich 29.000 Euro, wobei das auch auf berufliche Vorerfahrungen zurückzuführen sein könnte.

Trotz allem schauen die Unternehmen bei der Einstellung mehr auf die Person als auf den Abschluss.
Da Generalisten mit breitem Grundlagenwissen allgemein geschätzt werden, sind die Bachelor aufgrund Ihrer erworbenen Schlüsselqualifikationen ihren Kommilitonen in den traditionellen Studiengängen voraus. Die Vermittlung eben dieser Schlüsselqualifikationen sowie die Interdisziplinarität und Internationalität sind deshalb auch die großen Stärken des neuen Abschlusses.

Weitere Informationen zu den beiden Studien des Stifterverbandes gibt es unter:
www.stifterverband.de Externer Link



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