15.03.2004
IT-Gehälter in Europa: Deutsche und Schweizer verdienen besservon karriereführer |
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Es geht wieder aufwärts für Youngster in der IT-Branche. Satte fünf Prozent Zuwachs beim Grundgehalt für Berufseinsteiger sind im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Damit gehören die Nachwuchskräfte in Deutschland neben den Spitzenreitern aus der Schweiz zu den europäischen Topverdienern. Für das Magazin Computerwoche Young Professional untersuchten die Consulter von Towers Perrin das Gehaltsniveau der IT-Branche in Westeuropa. Das Ergebnis: Während Deutsche mit 41.000 Euro und Schweizer sogar mit 47.000 Euro Grundgehalt jährlich kalkulieren, liegt der Süden mit Spanien (24.000 Euro Grundgehalt/Jahr) und Italien (23.000 Euro Grundgehalt/Jahr) weit abgeschlagen am Ende des Vergleichs.
Zu beachten ist allerdings, dass Osteuropa nicht in die Untersuchung miteinbezogen wurde, was ein noch signifikanteres Gehaltsgefälle verhindert. Denn nach Towers Perrin ist die Bedeutung der IT-Gehälter im Osten immens. Nur so lasse sich beispielsweise das Minus von sechs Prozent in Österreich (derzeit 32.000 Euro Grundgehalt/Jahr) gegenüber dem Vorjahr erklären. Experten nennen dieses Phänomen bereits das "Tschechien-Syndrom": hochqualifizierte tschechische Ingenieure und Informatiker wechsels zunehmend für gute Jobangebote nach Wien und sorgen so für wachsenden Gehaltsdruck, da sie in der Regel billiger sind als ortsansässige Fachkräfte.
Auch die Internationalisierung des Geschäfts hinterlässt Spuren bei den europäischen Gehaltsstrukturen. In der Schweiz beispielsweise setzen die Firmen ihre inländischen Bewerber unter Druck, indem sie zunehmend Spezialisten aus Nachbarländern akquirieren, in denen die Gehälter unter dem hohen Schweizer Niveau liegen. Die Folge: Das Grundgehalt in der Schweiz sank um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nun 47.000 Euro. Die Südländer indessen müssen mit niedrigeren Gehältern auskommen, da sich hier bisher keine nennenswerte IT- und TK-Industrie mit Weltruf entwickeln konnte.