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Erfahrungsbericht: Jung und erfolgreich bei Cirquent
von Jan Döring (Berater in München)
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Hauptsache Abwechslung. Das war
Anfang 2008 für mich der Hauptgrund
für den Wechsel zu einem Prozess-
und IT-Beratungshaus. Bereits
nach kurzer Einarbeitung wurde ich
als Berater in einem Gewährleistungsprojekt
bei einem großen süddeutschen
Automobilhersteller eingesetzt.
Ziel des Projekts ist die Neugestaltung
der Finanzprozesse im
Querschnittsprozess Gewährleistung.
Gewährleistung im Allgemeinen
bedeutet, dass der Käufer gegenüber
dem Verkäufer einen rechtlichen
Anspruch auf die Instandsetzung der
gekauften Ware hat. Daraus ergibt
sich für einen Automobilhersteller
eine ganze Reihe von Aufgaben.
In diesem hochkomplexen Thema
identifizierte unser Projektteam
zunächst die Schwachstellen im Prozess
sowie in der Datenübertragung,
die über automatische und manuelle
Schnittstellen erfolgt. Vor allem die
vielen Sonderprozesse, wie zum Beispiel
der Unterschied zwischen einem
normal verkauften Fahrzeug und
einem Fuhrparkfahrzeug, müssen
darin beachtet werden. In Workshops
und Interviews wurden anschließend
die Sachverhalte aus verschiedenen
Perspektiven betrachtet. So muss etwa
der gesamte Kostenfluss in der komplexen
Systemlandschaft aufgezeigt
werden, um Optimierungspotenzial zu
erkennen: von der Entstehung in der
Reparaturwerkstatt über die Abrechnung,
Buchung und Berichterstattung
in den entsprechenden zentralen IT-Systemen
bis hin zur Planung der entsprechenden Gewährleistungsrückstellungen.

Derzeit arbeiten wir im
Team die entwickelte Sollkonzeption in
Fachkonzepten detailliert aus. Bei der
Umsetzung meiner Ideen werde ich
aktiv von erfahrenen Kollegen
gecoacht. Es müssen Geschäftsprozesse
mit geeigneten Tools wie ARIS (EPK)
modelliert, Daten und Objekte im Prozess,
Oberflächen, IT-Architekturen
sowie die beteiligten Schnittstellen
gestaltet werden. Hier kann ich meine
interdisziplinären Stärken als Diplom-
Wirtschaftsingenieur voll ausspielen.
Außerdem wird schon jetzt die internationale
Markteinführung geplant.
In dieser Phase wird zudem eine wichtige
Anforderung an uns Berater deutlich:
Die Vermittlerrolle zwischen den
beteiligten Fach- und IT-Abteilungen.
Jeder hat seinen speziellen Blickwinkel
auf das Projekt und muss seine Interessen
im Spannungsdreieck von Kosten,
Qualität und Zeit wahren. In den
nächsten Monaten erfolgt dann die
Ausgestaltung der IT-Systeme und die
Umsetzung der Anforderungen gemäß
den Vorgaben aus dem Fachkonzept.
Spätestens dann wird sich die Qualität
der geleisteten Arbeit zeigen. IT-Berater
und Programmierer müssen die
erarbeitete Lösung einerseits verstehen
und andererseits in Code umsetzen
können. Doch bis im Projekt alle
Systeme und Prozesse optimal laufen,
liegt noch ein weiter Weg vor uns. Ist
Langeweile also Fehlanzeige? Klar,
denn dafür ist die Lernkurve viel zu
steil. Ich würde den Schritt in die Beratung
jederzeit wiederholen.
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