Mein Bewerbungsgespräch bei: Ford

Mein Bewerbungsgespräch bei Ford, Foto: Tessa Tielert
Foto: Tessa Tielert
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Ich hatte gerade meine Promotion am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) abgeschlossen, als ich auf die Stellenausschreibung „Entwicklungsingenieur/in für Infotainment & Connectivity“ von Ford stieß. Von Tessa Tielert, aufgezeichnet von Anna Beutel

Profildaten

Name: Tessa Tielert
Geburtsjahr: 1981
Hochschulabschluss als: Diplom-Informatikerin, Promotion in Informatik
Warum Ford? Internationaler Automobilhersteller, amerikanisch-deutsche Unternehmenskultur, interessante und herausfordernde Tätigkeit, angenehmes Betriebsklima, gelebte Diversity
Bewerbung als: Entwicklungsingenieur/in für Infotainment & Connectivity
Tag des Vorstellungsgespräches: 15.10.2014
Tag des Antritts der Stelle: 01.12.2014
Karrierenetzwerke/Social-Media, Alumni:
Xing: JA
Facebook: NEIN
Twitter: NEIN
LinkedIn: JA

Da diese Stelle sehr gut zu meinen bisherigen Tätigkeiten und Schwerpunkten passte, habe ich mich direkt beworben. Besonders punkten konnte ich vermutlich mit meiner Berufs- und Auslandserfahrung und den dadurch erworbenen Sprachkenntnissen. Während meiner Promotion war ich bereits für ein halbes Jahr für Mercedes-Benz in den USA tätig und habe darüber hinaus als Expertin für das European Telecommunications Standards Institute (ETSI) an einem europäischen Standard für die Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation mitgearbeitet. Ehrenamtlich habe ich mich außerdem bei CyberMentor engagiert, Deutschlands größtem E-Mentoring-Programm für Mädchen in MINT-Fächern.

Das Vorstellungsgespräch sollte Mitte Oktober stattfinden. Die Zeit bis dahin nutzte ich, indem ich mich intensiv mit Ratgebern zu dem Thema Bewerbungsgespräch beschäftigte. Ich überlegte mir Antworten auf typische Fragen und übte immer wieder, meinen Werdegang flüssig zu erzählen und positive Aspekte über mich hervorzuheben. Am meisten half es mir, dies mit Freunden zu tun. Beim Gespräch waren mein direkter Vorgesetzter und zwei Teamleiter anwesend.

Alle waren sehr nett, und die Gesprächsatmosphäre war angenehm. Auf eine Fragerunde, teils in Deutsch, teils in Englisch, folgte ein Mini-Assessment-Center, und danach wurden praxisbezogene Fragen gestellt. Gleich am nächsten Tag bekam ich die Gelegenheit, den potenziellen Arbeitsplatz zu sehen und Kollegen kennenzulernen. Die mündliche Zusage erhielt ich etwas überraschend direkt nach diesem Besuch. Ich erbat mir noch etwas Bedenkzeit, um noch einmal darüber zu schlafen.

Doch allzu lange musste ich nicht überlegen, und eine Woche später stieß ich mit meinem Freund auf den unterschriebenen Vertrag an. Bei Ford fühlte ich mich vom ersten Tag an am richtigen Platz. Die Kollegen und Vorgesetzten sind nett und hilfsbereit, und der Tätigkeitsbereich entspricht meinen Interessen und Vorstellungen. In meinem aktuellen Job bin ich im Rahmen der Connected-Vehicle-Strategie für drahtlos übertragene Echtzeit-Verkehrsdaten zuständig. Dabei werden aktuelle Verkehrsdaten – zum Beispiel Staus oder Unfälle – in Echtzeit in die Navigation integriert, damit man schneller ans Ziel kommt oder den Stau umfahren kann.

Später möchte ich mehr Verantwortung übernehmen und vielleicht sogar ein eigenes Team leiten. Meine Tipps für ein gelungenes Vorstellungsgespräch: Mit Hilfe von Ratgebern und Freunden Routine im Beantworten von typischen Fragen – auch auf Englisch – entwickeln. Außerdem unbedingt fragen, ob man den potenziellen Arbeitsplatz und das Team kennenlernen kann.