Digital Life!

Kultur-, Buch- und Linktipps

Digital Life, Grafik: karriereführer
Grafik: karriereführer
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1STEUERBARE KÖRPER

Niklas Maak hat sich auf eine Reise begeben und Orte besucht, an denen die Zukunft programmiert wird. Er besuchte Ingenieure, Hirnforscher, Utopiker und Aktivisten in Los Angeles, Palo Alto und San Francisco, die den menschlichen Organismus ins Visier ihrer Arbeiten genommen haben und sich mit Neurosignaling, Mikrodrogen und dem Leben auf dem Mars beschäftigen. Niklas Maak: Steuerbare Körper. Hanser Box 2017. 2,99 Euro.

Foto: Akihiko Taniguchi

2VIRTUELLE AUSSTELLUNG IN DÜSSELDORF: UNREAL

Das NRW-Forum Düsseldorf hat Ende Mai 2017 als eines der ersten Ausstellungshäuser weltweit mit der Ausstellung „Unreal“ einen permanenten, virtuellen Erweiterungsbau eingeweiht. In ihm sollen künftig rein virtuelle Gruppen- und Einzelausstellungen präsentiert werden. Die Debutausstellung „Unreal“ dreht sich beispielsweise um die erkenntnistheoretischen Fragen: Wie ist die Wirklichkeit strukturiert? Kann man überhaupt noch zwischen einer simulierten und authentischen Welt unterscheiden? Wie intelligent sind künstliche Systeme bereits? Wird die virtuelle Realität den menschlichen Körper irgendwann überflüssig machen? Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Juli 2017 zu sehen. Weitere Infos unter: www.nrw-forum.de

3MODERNE MENSCH-MASCHINE SCHNITTSTELLE

Im Rahmen des Forschungsprojektes „M3S – moderne Mensch-Maschine Schnittstelle“ arbeiten Wissenschaftler der Hochschule Rhein-Waal mit Partnern an neuen, innovativen Kommunikationstechnologien, die auf bereits bekannten Brain-Computer Interface (BCI) Technologien aufbauen. Dabei werden die Gehirnaktivitäten mit einem Elektroenzephalogramm (EEG) gemessen und mithilfe eines Brain-Machine Interface (BMI) in Echtzeit in Befehle umgewandelt. Auf diese Weise ist es unter anderem auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen möglich, mithilfe eines Standard-BCIs einen Computer zu bedienen. Und auch für die Industrie sind derartige Entwicklungen interessant – so können die Unterhaltungs- und Spiele-Industrie, die Automobilindustrie und Unternehmen des Gesundheitssektors von einer solchen Technologie profitieren. Weitere Infos unter: www.hochschule-rhein-waal.de

4GESTEUERT DURCH MIRRORS

Der Schriftsteller und Unternehmer Karl Olsberg promovierte einst über Anwendungen künstlicher Intelligenz. In seinem aktuellen Roman geht es um Mirrors, die wie digitale Spiegelbilder stets wissen, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Karl Olsberg: Mirror. Aufbau Verlag 2016. Kindle Edition 9,99 Euro.

Foto: Hidden Folks

5INTERAKTIVES WIMMELBILDERSPIEL: HIDDEN FOLKS

Der Spiele-Entwickler Adriaan de Jong hat zusammen mit dem Illustrator Sylain Tegroeg das interaktive Wimmelbilderspiel Hidden Folks entwickelt. In 14 handgezeichneten Umgebungen, die eingescannt, digitalisiert und animiert wurden, begeben sich die Spieler auf die Suche nach bestimmten Personen und Kreaturen, um das nächste Level zu erreichen. Dabei sind hinter zahlreichen Gegenständen auch Hinweise zur Erreichung des Ziels verborgen. Das Spiel gibt es als App für iPhone, iPad, Apple TV, Windows, Mac und Linux. Weitere Infos unter: www.hiddenfolks.com

Foto: VIRTUAL VEHICLE

6VERTRAUEN IN DAS „INTERNET OF THINGS“

In dem gesamteuropäischen Forschungsprojekt „Scott“ werden umfassende Lösungen für eine drahtlose, durchgehend sichere und vertrauenswürdige Konnektivität erarbeitet – mit dem Ziel, Vertrauen in das Internet der Dinge aufzubauen und seine soziale Akzeptanz zu steigern. Dazu wird an konkreten Anwendungsbeispielen gearbeitet: an intelligenter und integrierter Mobilität für Straße, Schiene und Luft, Gebäudetechnik, Wohnen und Infrastruktur sowie Gesundheit. Zum Beispiel geht es um Fahrzeuge, Steuerungssysteme und andere Dinge, die mittels zuverlässiger Drahtlostechnologie verbunden sind und die den Schutz der Privatsphäre der Endnutzer wirklich achten. Weitere Infos unter: http://www.v2c2.at/

Foto: Universität des Saarlandes

7E-TATTOOS ALS BERÜHRUNGSEMPFINDLICHE EINGABEFLÄCHE FÜR MOBILE GERÄTE

Informatiker der Saar-Universität und des US-Konzerns Google tragen ultradünne, elektronische Tattoos an markanten Körperstellen auf, um mit ihrer Hilfe mobile Endgeräte zu steuern oder einfach Symbole aufleuchten zu lassen. Dazu entwickelten sie „Tattoos“, die dünner als ein Haar sind und sich sowohl über die Fingerknöchel legen, Falten erfassen, gleichzeitig aber auch so flexibel sind, dass sie auch Stauchung und Streckung aushalten. Mithilfe eines solchen e-Tattoos ist es zum Beispiel möglich, durch das Überstreichen des Tattoos mit einem Finger, einen Musikspieler lauter oder leiser zu stellen. Oder: Ist der Finger gekrümmt, drückt man auf eines der drei Segmente, um das aktuelle Lied zu stoppen oder das nächste oder vorherige auszuwählen. Weitere Infos unter: https://hci.cs.uni-saarland.de/research/skinmarks

Foto: Pal Robotics

8ROBOCOP IM EINSATZ

In Dubai befindet sich der erste Robocop im Einsatz. Wie Wired meldete, soll der von der in Barcelona angesiedelten Firma Pal Robotics entwickelte Robocop vor allem Auskünfte geben und Anzeigen aufnehmen. Letzteres ist über einen auf der Brust des Roboters installierten Touchscreen möglich. Der Roboter ist 1,65 Meter groß und kann sich auf seinen Rädern fünf Kilometer in der Stunde fortbewegen. Über einen mit Kameras erzeugten Videostream ist er mit einer Polizeizentrale verbunden. Und man arbeitet bereits an einer neuen Version: Diese soll dann auch gezielt bei der Kriminalitätsbekämpfung eingesetzt werden. Weitere Infos unter: https://pal-robotics.com