17.11.2003
Der Nationale Ethikrat: Frühwarnsystem vor dem Bio-GAUvon Robert Piterek |
Der Bundesinstitution gehören Wissenschaftler der Fachbereiche Naturwissenschaften, Medizin, Theologie, Philosophie, Soziologie, Recht, Ökologie und Ökonomie an.
Stammzellen-Forschung in Deutschland: Eine Chronologie
Die Stammzellenforschung gilt derzeit als größter Hoffnungträger der Lebenswissenschaften. Wissenschaftler in der ganzen Welt hoffen, mit ihrer Hilfe Krankheiten zu heilen, die auf Gewebedefekten beruhen. Dazu zählen Rückenmarksverletzungen, Diabetes mellitus, die Folgen eines Herzinfarkts oder neurodegenerative Krankheiten wie Demenz und die Parkinsonsche Krankheit. Es gibt zwei Arten von Stammzellen: embryonale und adulte. Embryonale Stammzellen werden aus Embryonen gewonnen, adulte Stammzellen aus dem Gewebe von Erwachsenen. Da das Embryonenschutzgesetz die Herstellung embryonaler Stammzellen in Deutschland verbietet, drohte das Land im internationalen Forschungswettlauf den Anschluss zu verlieren, was zu einer öffentlichen Debatte über den Import von Stammzellen führte.
Architekt des Stammzellgesetzes
Der am 8. Juni 2001 auf Beschluss der Bundesregierung ins Leben gerufen Nationale Ethikrat gilt als einer der Architekten des Stammzellgesetzes. Es trat am 28. Juni 2002 in Kraft und regelt den Import von Stammzellen zu Forschungszwecken. Forschungsprojekten, die vom Robert-Koch-Institut genehmigt werden, erlaubt das Gesetz den Import von Stammzellen. Die Projekte müssen darüber hinaus von der zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung geprüft werden.
Lesen Sie hierzu auch: