Bewerbung
Der Lebenslauf
von Sabine Olschner
Neben dem Anschreiben ist
der Lebenslauf der zweite
wichtige Bestandteil einer
Bewerbung. Entsprechend viel
Sorgfalt sollten Sie bei der
Erstellung Ihres Lebenslaufes
walten lassen. Zeigen Sie, was
Sie können!
Idealerweise bildet der Lebenslauf eine Einheit mit dem Anschreiben:
Was Sie dort an fachlichen Qualifikationen erwähnen, sollte sich
im Lebenslauf durch konkrete Einsätze belegen lassen. Dabei sollte
der Lebenslauf an jede Bewerbung individuell angepasst werden,
indem Sie auf die besonderen Anforderungen der ausgeschriebenen
Stelle eingehen. Wird in der Ausschreibung zum Beispiel besonderer
Wert auf erste Führungserfahrung gelegt, heben Sie Ihre Tätigkeit als
Leiter der Jugendgruppe hervor. Kommunikationsstärke lässt sich
zum Beispiel durch die Mitgliedschaft im Debattierclub belegen.
Was auch immer Sie vorzuweisen haben (und das ist oft mehr, als
Ihnen auf den ersten Blick bewusst ist): Beschreiben Sie Ihr Engagement
in kurzen Stichworten. Die bloße Nennung eines Praktikums ist
weit weniger wert als die zusätzliche Auflistung Ihrer Aufgaben als
Praktikant. Verwenden Sie bei der Beschreibung – sowohl von beruflichen
als auch von privaten Tätigkeiten – Begriffe aus der Arbeitswelt,
das macht Sie für das Unternehmen interessanter. Alle beruflichen
Stationen sollten Sie mit Arbeitszeugnissen belegen können.
Bei fehlenden Arbeitszeugnissen erstellen Sie sich selbst ein Tätigkeitsprofil.
Der Lebenslauf sollte möglichst keine Lücken aufweisen. Selbst wer
nach seinem Studium ein halbes Jahr durch die Welt gereist ist, kann
dies als „Verbesserung der Sprachkenntnisse und interkulturellen
Fähigkeiten“ verbuchen. Versuchen Sie, gar nicht erst Lücken entstehen
zu lassen. Füllen Sie stattdessen Leerlaufzeiten durch Praktika,
Weiterbildung oder gar eine ehrenamtliche Tätigkeit. Erfinden dürfen
Sie natürlich nichts! Wenn Sie sich einen Monat Auszeit genommen
haben, schreiben Sie dies auch in den Lebenslauf – zum Beispiel
als Berufsfindungsphase. Kürzere Lücken lassen sich dadurch schließen,
dass Sie bei den Zeitangaben nur volle Monate und nicht das
konkrete Datum angeben (also zum Beispiel 10/02 – 02/05 statt
10.10.2002 – 16.2.2005).
Musterlebenslauf
Lebenslauf
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Persönliche Daten
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| Name, Vorname: |
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| Straße: |
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| PLZ/Wohnort: |
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| Geburtsdatum/-ort: |
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| Familienstand: |
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| Kinder: |
z.B. eine Tochter (3 Jahre) |
| Nationalität: |
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Schulausbildung |
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| von/bis |
Schule, Ort, Abschluss |
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Berufsausbildung/Studium |
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| von/bis |
Berufsausbildung |
Firma, Ort, Beruf, Abschluss |
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Studium |
Fach, Name der Universität/Fachhochschule,
Abschluss und Note, Thema der Abschlussarbeit |
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Promotion |
Promotion Universität, Fachbereich, Thema der Dissertation, Note |
Berufliche Tätigkeiten
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| von/bis |
Firma, Ort,
knappe Darstellung der Aufgaben, insbesondere solche, die für die zukünftige Stelle relevant sind |
Berufliche Weiterbildung
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| von/bis |
Name und kurze Darstellung der Inhalte |
Wehr-/Zivildienst
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| von/bis |
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Besondere Kenntnisse
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| z. B. Sprachkenntnisse |
kurze Beschreibung z. B. Englisch fließend in Wort und Schrift, Spanisch Grundkenntnisse |
| EDV-Kenntnisse |
Programme und Sprachen |
| Führerschein |
Klassen |
Ort, Datum |
Unterschrift |
Musterlebenslauf als PDF ausdrucken
Ob der Lebenslauf chronologisch – also mit den ältesten Daten
zuerst – oder umgekehrt chronologisch verfasst werden sollte, wie
es die Amerikaner machen, daran scheiden sich die Geister. In jüngster
Zeit setzt sich immer mehr der umgekehrt chronologische
Lebenslauf durch, weil darin die neuesten (beruflichen) Stationen
zuerst zu sehen sind. Am Ende vergessen Sie nicht das Datum und
die Unterschrift – sowie eine letzte Korrekturschleife, ob sich keine
Tippfehler eingeschlichen haben.
Formale Vorgaben:
- Der Lebenslauf sollte zwei Seiten Länge nicht überschreiten.
- Wählen Sie eine klare und ausreichend große Schrift (zum Beispiel
Times New Roman oder Arial in 10 bis 12 Punkt Schriftgröße).
- Benutzen Sie nur eine Schrift, am besten die gleiche, die Sie
bereits im Anschreiben verwendet haben.
- Untergliedern Sie die einzelnen Abschnitte Ihres Lebenslaufes
sinnvoll und heben Sie die Gliederungsebenen durch fette oder
größere Schrift hervor.
- Die Ebenen sollten alle auf einer Fluchtlinie angeordnet sein
(Tabstops einheitlich setzen).
- Gehen Sie sparsam mit Unterstreichungen und Fettsatz um, nur
dort anwenden, wo es sinnvoll ist.
- Der Zeilenabstand sollte ein- bis eineinhalbzeilig sein.
Weitere Informationen zum
Lebenslauf.
Lesen Sie weitere Texte im karriereführer-Angebot zum Thema
Bewerbung.
Checkliste Online-Bewerbung
- Prüfen, ob eine Online-Bewerbung
überhaupt erwünscht ist
- Genau die gleiche Sorgfalt walten
lassen wie bei konventioneller
Bewerbung
- Mail nur an die Adresse einer
bestimmten Person senden –
nicht an info@firma.de
- Aussagekräftige Betreffzeile wählen,
z. B. "Ihr Inserat in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung vom 14. April
2007, Bewerbung als Produktmanager"
- Nur mit seriöser Mailadresse, nicht
mit Nickname kommunizieren
(z. B. vorname.nachname@gmx.de)
- Das Anschreiben nicht als Anhang
versenden, sondern direkt in den
E-Mail-Textblock hineinschreiben
- Als Anhang nur den Lebenslauf
versenden, vor Versand weiterer
Attachments nachfragen
- Am Ende der E-Mail Namen, Adresse, Telefon- und Faxnummer, E-Mail-Adresse und, falls vorhanden, Domainname Ihrer eigenen Bewerbungswebsite angeben
Buchtipps zum Thema Lebenslauf und Bewerbung
Jürgen Hesse, Hans Christian Schrader: Praxismappe: So schreiben sie einen überzeugenden Lebenslauf. Probleme beheben – Lücken füllen – Darstellung optimieren. 
Eichborn Verlag 2007. Preis: 14,90 Euro. ISBN 978-3821838977
Christian Püttjer, Uwe Schnierda: Die Bewerbungsmappe mit Profil für Bewerber mit Zick-Zack-Lebensläufen. 
Campus Verlag 2007. Preis: 16,90 Euro. ISBN 978-3593376585
Wolfgang Reichel: Erfolgreiche Musterbewerbungen und Lebensläufe. 50 Beispieltexte und Gestaltungsvorschläge. 
Goldmann Verlag 2005. Preis: 6,95 Euro. ISBN 978-3442167395