Bewerbung
Das Bewerbungsfoto
von Sabine Olschner
Auch wenn sich viele
Menschen nicht für fotogen
halten – bei einer Bewerbung
werden sie um ein Bild
kaum herumkommen.
Worauf ist zu achten?
Es kostet zwar ein bisschen mehr, aber die Auslage lohnt sich: Bewerbungsfotos
lässt man nur beim Fotografen machen. Bilder aus dem
Passbildautomaten oder von der letzten Reise sind absolut tabu,
ebenso wie eingescannte Aufnahmen. Ob Sie sich für Farbfotos oder
Schwarz-Weiß-Aufnahmen entscheiden, ist letztlich Geschmackssache
– es kommt mehr darauf an, was auf dem Foto zu sehen ist.
So sollten Sie auf jeden Fall ein Porträtfoto von sich machen lassen:
den Kopf, den Hals und eventuell einen Teil der Schultern und der
Brust – mehr nicht. Dazu kleiden Sie sich so, wie Sie auch zum Vorstellungsgespräch
gehen würden: mit Bluse und Kostüm oder Sakko
mit Krawatte. Schauen Sie nett und freundlich mit einem leichten
Lächeln in die Kamera.
Die Abzüge lassen Sie sich am besten in der Größe 65mm x 45mm
oder 60mm x 90mm erstellen. Auffallend sind natürlich noch größere
Formate wie 110mm x 80mm oder Aufnahmen in einer Arbeitssituation.
Diese auffälligen Varianten können jedoch auch nach hinten
losgehen – wenn sie den Personaler vermuten lassen, dass Sie
mit dem besonderen Foto von Ihren fachlichen Qualitäten ablenken
wollen.
Der Preis für ein Profi-Foto variiert je nach Studio und kann von 15
bis 100 Euro reichen. Preisvergleiche können sich also lohnen. Wenn
Sie die Negative aufbewahren, sind Folgeabzüge relativ preiswert –
achten Sie aber darauf, dass Bewerbungsfotos niemals zu alt sind.
Haben Sie sich in der Zwischenzeit sehr verändert (neue Frisur, starke
Gewichtszunahme oder -verlust, eine andere Brille), lassen Sie lieber
neue Fotos anfertigen. Der Personaler wird sonst sehr überrascht
sein, wenn er jemanden ganz anderen vor sich sieht, als er dank der
Bewerbung vermutet hat.
Lassen Sie sich vor der Wahl eines Fotografen ein paar Beispielaufnahmen
von Bewerbungsfotos zeigen, daran erkennen Sie seinen Stil. Lassen Sie ihn dann am besten mehrere Fotos von Ihnen machen,
mit unterschiedlichem Hintergrund, Lichtvarianten, von rechts und
von links, mit ernstem und fröhlichem Gesicht, und suchen Sie sich
hinterher das beste aus. Farbfotos sollten nicht zu trist, aber auch
nicht zu bunt wirken. Hintergrund und Kleidung müssen einen
guten Kontrast bilden – auch bei Schwarz-Weiß-Bildern.
In der Bewerbungsmappe gehört das Foto oben rechts auf Ihren
Lebenslauf. Auch auf dem Deckblatt kann ein guter Platz sein – aber
beachten Sie, dass Lebensläufe manchmal kopiert und zum Beispiel
an die Fachabteilung weitergereicht werden. Daher ist es im Lebenslauf
am besten aufgehoben. Benutzen Sie lieber selbstklebende
Fotostreifen als einen Klebestift – dann können Sie Bilder, die Sie von
Absagen wiederbekommen, noch einmal wiederverwenden. Sobald
sich jedoch Gebrauchsspuren wie Knicke oder Fingerabdrücke
zeigen, sollten Sie das Bild ausrangieren. Heftklammern oder Tacker
sind absolut tabu.
Mit einem wasserfesten Stift, der nicht durchdrückt, notieren Sie
Ihren Namen und Ihre Adresse auf der Fotorückseite, damit die
Personalabteilung es zuordnen kann, falls es sich doch einmal vom
Papier löst. Wenn Sie den weißen Rand, der auf einigen Fotos zu
sehen ist, abschneiden wollen, achten Sie auf gerade Linien – oder
lassen es gleich den Fotografen machen. Und kommen Sie nicht auf
die Idee, einen schwarzen „Trauer“-Rand um das Foto zu malen
oder zu drucken. Ansonsten landet Ihre Bewerbungsmappe schneller
auf dem Absagestapel, als Ihnen lieb ist.
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Tipps fürs Bewerbungsfoto
- Fotografen wählen, der einem
sympathisch ist
- Kleidung in Bezug zur Branche
wählen: seriöser im Bankensektor,
lockerer in der Werbebranche
- Dezentes Make-up auflegen
- Nicht Augen durch die Haare
verdecken
- Aufgeschlossen schauen
- Natürlich bleiben
- Freunde bei der Auswahl des Fotos
hinzuziehen
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