Hard Skills und Soft Skills

Hard Skills und Soft Skills. Bild: karriereführer

Gute Leistungen reichen heutzutage nicht mehr aus, um als Bewerber bei den Unternehmen zu punkten. Neben den harten Faktoren sind sogenannte Soft Skills, also die sozialen Fähigkeiten, unverzichtbar. Von Sabine Olschner

Wenn Unternehmen eine Bewerbung bekommen, schauen Sie als Erstes darauf, was der Bewerber an Berufserfahrungen und Qualifikationen mitbringt: Welche Praktika haben Sie absolviert? Welche Fremdsprachen haben Sie gelernt? Welche Computerkenntnisse können Sie vorweisen? All diese Qualifikationen, die Sie sich in Studium, Ausbildung oder anderen berufsrelevanten Bereichen angeeignet haben, nennen sich Hard Skills. Diese können Sie im besten Fall durch Zeugnisse, Zertifikate oder mithilfe von Leistungstests belegen.

Schwieriger wird es bei den Soft Skills, denn diese sind nicht auf den ersten Blick erkennbar. Trotzdem sind Personalverantwortliche an ihnen ganz besonders interessiert. Denn es nützt nichts, wenn ein Bewerber fachlich auf vielen Feldern ein Ass ist – aber menschlich nicht ins Team oder zu seinen Aufgaben passt.

Videotraining

Um Ihre Soft Skills, aber auch ihre fachlichen Kompetenzen zu verbessern, bieten sich für den Einstieg oder zur Vertiefung Videotrainings an – zum Beispiel bei der Pink University.

Soziale Fähigkeiten lassen sich in der Regel nicht durch Zeugnisse belegen. Daher müssen Sie andere Wege finden, um dem Unternehmen zu zeigen, was Sie an Persönlichkeitsfaktoren mitbringen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich in die eine oder andere Richtung noch weiterentwickeln sollten, empfiehlt es sich, die fehlenden sozialen Fähigkeiten zu trainieren – sei es in passenden Kursen oder zum Beispiel durch soziales Engagement.

Was gehört alles zu den Soft Skills? Eine Auswahl:
Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Menschenkenntnis, Selbstdisziplin, Offenheit, Neugierde, Eigenverantwortung, Konfliktfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität, Hilfsbereitschaft, Kompromissfähigkeit, Wertschätzung, Toleranz, Respekt, interkulturelle Kompetenz, Vertrauenswürdigkeit, Durchsetzungsvermögen …

Die Liste ließe sich noch lange fortführen, und nicht jede soziale Kompetenz ist für jeden Job gleich wichtig. Die ersten Hinweise darauf, welche Soft Skills für ein Unternehmen unverzichtbar sind, finden Sie oft bereits in der Stellenanzeige. Überprüft werden die sozialen Fähigkeiten häufig mithilfe von Assessment-Center-Übungen oder im ausführlichen Gespräch.

Wie können Sie weiche Fähigkeiten nachweisen?
Überlegen Sie am besten, in welcher Situation Sie welche Kompetenz anwenden mussten: Machen Sie einen Mannschaftssport? Dann sind Sie wahrscheinlich teamfähig. Sind Sie Mitglied in einem Debattierclub? Dann können Sie offenbar gut kommunizieren. Haben Sie im Praktikum ein eigenes Teilprojekt betreut? Dann haben Sie Verantwortungsbewusstsein gezeigt. Verpacken Sie Ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Soft Skills im Vorstellungsgespräch mit dem Personaler am besten in eine kleine Geschichte – denn Storytelling kommt bei der Bewerbung besonders gut an. Und wenn Ihnen eine wichtige Fähigkeit fehlt, bieten Sie an, vor dem Arbeitsbeginn noch daran zu arbeiten. Denn auch der Wille zum Lernen ist gehört zu den wichtigen Soft Skills.

Buchtipp:

Claudia Reiber:
Soft Skills kompakt. Persönliche und soziale Kompetenzen für Beruf und Privatleben
Trainer Verlag 2014. ISBN 978-3841750990. 29,80 Euro