14. November 2001
Das Master-Jahrvon Gesa Fuchs |
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CEMS wurde 1988 von den vier europäischen Wirtschafts-hochschulen ESADE in Barcelona, HEC in Paris, der Università Commerciale Luigi Bocconi in Mailand und der Universität zu Köln gegründet. Gemeinsam stellten sie ein Studienprogramm auf die Beine, das sich an die Unternehmer und Manager von morgen richtet.
Bis heute haben sich 17 führende europäische Hochschulen dem exklusiven Netzwerk angeschlossen. Damit die hochrangige Ausbildung neben dem regulären Wirtschaftsstudium nicht nur graue Theorie bleibt, sind außerdem rund 60 international tätige Unternehmen an CEMS beteiligt. Ziel der Initiative ist die Etablierung eines europäischen Standards für die Ausbildung der zukünftigen Wirtschaftselite.
Straffes Curriculum
Grundsätzlich wird pro Land nur eine Hochschule in die „Community“ aufgenommen. In Deutschland ist das die Uni Köln mit ihrer Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, zu deren Lehrkörper mit Professor Günter Sieben einer der CEMS-Gründungsväter gehört – seit 1989 außerdem Vizepräsident der CEMS.
Zu den rund 2000 Studierenden, die europaweit bisher den Abschluss des Programms – den CEMS Master – erlangten, zählen immerhin 250 Kölner „Studis“. Wie ihre Kommilitonen in Städten wie Paris, Barcelona, Mailand, London, Wien, aber auch Budapest, Prag oder Warschau, absolvierten sie im Rahmen des CEMS-Curriculums ein Auslandssemester an einer der Partneruniversitäten, ein mindestens zehnwöchiges Auslandspraktikum, verschiedene Kurse und ein internationales Blockseminar, in denen sie sich mit den Fragen und Problemen von Wirtschaft und Management in Europa auseinandersetzten.
Sprach- und Kommunikationsseminare ergänzen das straffe Programm, das ab Anfang 2002 in nur noch einem Jahr – im Gegensatz zu früher fünf Jahren – zu absolvieren ist.
In Köln richtet sich das CEMS-Programm an Studierende der Fächer Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspädagogik und Wirtschaftsinformatik. Bewerben kann man sich in der Domstadt frühestens nach dem Vordiplom – jeweils im Wintersemester für das darauf folgende Wintersemester. Voraussetzung für das Erlangen des CEMS-Masters sind zudem herausragende Kenntnisse in zwei Fremdsprachen.
Die Zulassung zum Studium erfolgt nach einem Auswahlgespräch vor einer CEMS-Koordinatorin, einem Professor und einem Unternehmensvertreter. Auch am Curriculum selbst sind die Unternehmen, die „Corporate Partner“ beteiligt. So zum Beispiel an den so genannten Business Projects, in denen die Studierenden Lösungen für reale Problemstellungen eines Unternehmens erarbeiten müssen.
Zudem werden in Kooperation mit den Unternehmen Fallstudien entwickelt, die die Grundlage der sechs Kurse bilden, die von den Studierenden zusätzlich besucht werden müssen. An den „Skill Seminars“ sind die Partnerunternehmen ebenfalls beteiligt. Hier werden Kommunikations- und Verhandlungsfähigkeiten sowie Präsentationstechniken und Teamarbeit vermittelt.
Kontakte für die Zukunft
Neben den Lehrveranstaltungen und Praktika haben Studierende wie Unternehmen einmal im Jahr die Möglichkeit, auf dem CEMS Career Forum Kontakte für die Zukunft zu knüpfen und den Einstieg ins Berufsleben zu realisieren.
Unterstützung bei der Jobsuche erhalten die Studenten und Absolventen aber auch durch die CEMS Alumni Association, die das Netzwerk nicht zuletzt durch gesellige Veranstaltungen wie gemeinsame Skireisen oder Segeltörns fördert.
Zum renommierten Kreis der „Corporate Partner“, die das Curriculum mit aktuellen Wirtschaftsentwicklungen bereichern, gehören Namen wie ABB, Beiersdorf, Dresdner Bank, Henkel, L'Oréal, KPMG, Procter & Gamble oder Siemens.
David Bright, Vizepräsident Corporate Human Resources für Europa bei der Hilti-Aktiengesellschaft – ebenfalls ein „Corporate Member“ – sieht in dem europäischen Studienprogramm einen wichtigen Garanten für das zukünftige Unternehmenswachstum: „Die Fähigkeit einer Firma, das zukünftige Potenzial für weltweites Wachstum wahrzunehmen, hängt sehr stark von einer Auswahl an innovativen, fähigen und international flexiblen Managerinnen und Managern ab. Das CEMS-Programm ermöglicht einen ausgezeichneten Zugang zu solch akademisch guten, mehrsprachigen, potenziellen internationalen Führungskräften.“
Und Claudia Rosenbauer, selbst CEMS-Absolventin und Präsidentin des „CEMS Alumni Club Schweiz“, betont den internationalen Charakter der Ausbildung: „Wer am CEMS-Programm teilnimmt, lernt europäisch zu denken und baut Kontakte über Landesgrenzen hinweg auf, die auch nach dem Studium erhalten bleiben. Als Markenzeichen steht der zusätzliche Abschluss für Mehrsprachigkeit und Internationalität.“
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