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Ausland

01.07.2002

Deutsch-Italienisches Hochschulzentrum gegründet

von karriereführer
Journal

Der sogenannte europäische Hochschulraum, deren Schaffung seit der Absichtserklärung europäischer Hochschulvertreter in Bologna 1999 angestrebt wird, nimmt allmählich konkrete Formen an. Um den Hochschulaus-
tausch zu verstärken, ist jetzt auf einer DAAD-Veranstaltung in Rom ein Deutsch-Italienisches Hochschulzentrum gegründet worden. Der Bundespräsident wies darauf hin, dass jährlich nur rund 1500 Studierende aus Deutschland nach Italien gingen. "Das sind einfach noch zu wenige," gab Johannes Rau zu bedenken.


Das Deutsch-Italienische Hochschulzentrum hat das Ziel, die vielfältigen Kooperationen zwischen deutschen und italienischen Hochschulen zu bündeln und durch Synergieeffekte zu verstärken. Unterstützt wird diese Kooperation durch die Regierungen beider Länder sowie durch die Kultusministerkonferenz (KMK) als Vertreter der Länder und durch die Provinzregierung des Trentino.

Bessere Kooperation

"Das Hochzentrum soll dazu beitragen, die Rahmenbedingungen eines wissenschaftlichen Aufenthaltes intelligenter zu gestalten: Die Entwicklung gemeinsamer Studiengänge von italienischen und deutschen Hochschulen und deutschen und italienischen Hochschullehrern gemeinsam betreute Promotionen stehen beispielhaft dafür," teilte DAAD-Generalsekretär Bode mit (Deutscher Akademischer Austauschdienst). Konkret soll das Hochschulzentrum gemeinsame Studienprogrammen mit Bachelor- und Master-Abschluss entwickeln, gemeinsam betreute Promotionsvorhaben und Graduiertenkollegs - vor allem im Bereich der Natur- und Technikwissenschaften - anregen und fördern sowie Begegnungen und Seminare zwischen deutschen und italienischen Hochschullehrern vermitteln und vorschlagen.

Zielsetzung

Die Hochschul- und Regierungsvertreter wollen vor allem die Mobilität von Studierenden und Graduierten durch die europaweite Annäherung von Studienstrukturen und Abschlussgraden, die Abstufung von Studienabschlüssen (Bachelor- und Master-Ebene), die Steigerung der Berufsfähigkeit von Absolventen sowie der Anziehungskraft der europäischen Hochschulen auf Studierende und Lehrende aus aller Welt, fördern. Deutschland und Italien stimmen in dem Wunsch überein, die durch den Bologna-Prozess erzielte Dynamik auch für eine weitere Intensivierung der deutsch-italienischen Hochschulbeziehungen zu nutzen. Die bestehenden Beziehungen sind zwar sehr gut, aber hinsichtlich der Zahl der Fächer und der Hochschulen kann sie inhaltlich und strukturell noch weiterentwickelt werden. Der Hochschulbereich soll der engen kulturellen und wirtschaftlichen Verbundenheit beider Länder entsprechen. Für die Organisation des Hochschulzentrums und die Verwaltung seiner Programme werden vorhandene Förderungs- und Kooperationsstrukturen genutzt. In diesem Sinne wird das Hochschulzentrum zwei Geschäftsstellen in beiden Ländern haben: Die deutsche Geschäftsstelle ist beim DAAD, die italienische bei der Universität Trient angesiedelt.

Weitere Informationen:

DAAD Deutscher Akademischer Austauschdienst/ German Academic Exchange Service
Referat 002
Presse und Oeffentlichkeitsarbeit Kommunikation, Wirtschaftskontakte
Kennedyallee 50
D- 53175 Bonn

Tel.: +49-228-882-308
Fax : +49-228-882-659

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