Beruf mit Zukunft: Technischer Redakteur

Ab sofort ist es jederzeit möglich, ein Volontariat als technischer Redakteur zu beginnen. Aufgrund des wachsenden Nachwuchsbedarfs hat sich die Gesellschaft für Technische Kommunikation (tekom) entschlossen, den Einstieg flexibler zu gestalten.

Bisher war der Einstieg in das Volontariat nur zu festen Terminen vorgesehen. Die zweijährige Ausbildung ist in Industrieunternehmen oder bei Dienstleistern möglich und wird durch die Dortmunder tecteam GmbH mit einer theoretischen Ausbildung ergänzt. Gesucht werden Bewerber, die über technische Kenntnisse verfügen. Interessenten für das Volontariat und Unternehmen, die Volontäre anstellen möchten, erhalten Informationen bei tecteam (Stefan Hulitschke Tel.0231/557142-0) und unter www.tekom.de.

Technische Redakteure machen Technik verständlich
Rund 140.000 technische Redakteure gibt es in Deutschland – rund die Hälfte davon ist ausschließlich mit Redaktion und Dokumentation befasst. Das hat eine Untersuchung der tekom 2002 festgestellt. Allein durch Redakteure, die aus Altersgründen ausscheiden, entsteht jährlich ein Bedarf von 850 Nachwuchskräften, der nur teilweise von Hochschulabgängern und den Absolventen privater Zusatzausbildungen gedeckt werden kann. Hinzukommt die wachsende Nachfrage nach kommunikativer Umsetzung immer komplexerer technischer Sachverhalte. Nach wie vor wird der Beruf daher sehr stark von Seiteneinsteigern bestimmt, die aus anderen Berufen und Ausbildungsgängen kommen.

Technischen Redakteuren bietet sich ein chancenreicher Beruf, der hohe Anforderungen stellt: Sie dokumentieren die technischen Eigenschaften von Produkten – für Printmedien und das Internet – texten Handbücher, Gebrauchs- und Betriebsanleitungen, organisieren Übersetzungen für Exportartikel, schreiben Fachartikel, entwickeln die Internet-Gestaltung von Informationen oder konzipieren Broschüren. Technische Redakteure arbeiten sehr eng mit den technischen Fachabteilungen eines Unternehmens zusammen. „Der Beruf bietet gute Entwicklungsperspektiven, wenn man neben der Basisfähigkeit, Anleitungen zu entwickeln, weitere Qualifikationen mitbringt, z.B. aus der Informationstechnologie, aus dem Bereich Standardisierung, Normen und Richtlinien, aus dem CAD oder dem Übersetzungsmanagement“, betont Katja Schumann, die Leiterin technische Dokumentation bei der Vaillant GmbH in Remscheid.

Technische Redakteure sind in der Konsumgüter-Industrie ebenso tätig wie im Investitionsgüter-Bereich oder bei Dienstleistungsagenturen, die sich auf technische Kommunikation spezialisiert haben. Das Branchenspektrum reicht von der Automobil- über die Elektroindustrie bis hin zu Logistik und Transport, sowie Dienstleistern, wissenschaftlichen Institutionen und Verlagen.

Volontariat – optimale Verbindung von Theorie und Praxis
„Mit dem flexiblen Start wollen wir das Volontariat noch attraktiver machen“, erklärt Michael Fritz, Geschäftsführer der Gesellschaft für technische Kommunikation (tekom) in Stuttgart, in der rund 4.500 technische Redakteure engagiert sind. „Um den jährlichen Bedarf an Nachwuchskräften zu decken, ist es notwendig, dass sich noch mehr Bewerber für das Volontariat interessieren. Dazu sollten auch mehr Unternehmen Volontariatsplätze bereitstellen“.

Die Ausbildung umfasst verschiedene Telekurse sowie rund 40 Seminartage bei tecteam in Dortmund. Benjamin Ottersbach (25), nach seiner Ausbildung zum Informatikkaufmann seit einem Jahr Volontär bei Vaillant GmbH, ist sehr zufrieden mit der Verbindung von Theorie und Praxis: „Zwischen den Theoriekursen liegt genügend Zeit, alles in der Praxis zu festigen. Die Inhalte des Volontariats konnte ich bisher sehr gut in die berufliche Praxis einbringen.“

Vorteile für Unternehmen
Gefragt sind Bewerber mit einem technisch orientierten Berufs- oder Hochschulabschluss, aus Kommunikationsberufen, aus dem Bereich der Fremdsprachenübersetzung und Hochschulabsolventen anderer Fachrichtungen mit technischem Hintergrund. Neben Interesse an Technologie und Verständnis für funktionale Zusammenhänge sollten sie Spaß am Umgang mit IT haben und über gute PC-Kenntnisse verfügen. Wichtig sind auch gute Fremdsprachenkenntnisse – vor allem Englisch – und die Fähigkeit komplexe Sachverhalte prägnant darzustellen. Bewerber sollten gerne selbständig in einem Team arbeiten und Wert auf Genauigkeit und Qualität in der Arbeit legen.

Für Unternehmen bietet die Anstellung von Volontären in der technischen Dokumentation eine Reihe von Vorteilen. Der Nachwuchsbedarf kann so intern durch eigene Kräfte gedeckt werden, die das Unternehmen und seine Abläufe bereits kennengelernt haben. Umgekehrt kann das Unternehmen den künftigen Mitarbeiter während des Volontariats besser kennenlernen und einschätzen. Das Ausbildungsverhältnis ist auf maximal zwei Jahre befristet. Hinzukommt, dass Volontäre schon während ihrer Ausbildungsphase wertvolle Arbeit für das Unternehmen leisten können: „Unser Volontär steuert parallel zum Volontariat bereits ein eigenes Projekt“, freut sich Katja Schumann.

Kontakt:
Rolf-R. Hoffmann
fhp Agentur für Kommunikation GmbH
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