12.09.2005
Mehrheit der Deutschen lehnt private Zwangsrente abvon Thomas Böttcher |
Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Heidelberger Finanzdienstleisters MLP unter 1.482 Bundesbürgern. Laut dieser Umfrage sprechen sich 50 Prozent der Befragten gegen eine Regelung aus, die den Abschluss einer Riester-Rente oder einer betrieblichen Altersversorgung zwingend vorschreibt. Nur 34 Prozent halten dies für einen guten Vorschlag; 16 Prozent antworteten mit "unentschieden". Am eindeutigsten ist das Votum der Menschen in Ostdeutschland, die zu 57 Prozent weiterhin freiwillig vorsorgen wollen. Lediglich 21 Prozent halten eine Zwangsrente für eine sinnvolle Lösung.
Ein Grund für die bisherige Zurückhaltung der Bevölkerung bei der geförderten Altersvorsorge ist das Unwissen über die Leistungskürzungen im öffentlichen Umlagesystem. Die Frage, ob die Politik klar genug sage, dass die gesetzliche Rente in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr sein werde als eine Grundsicherung, verneinten 58 Prozent der Befragten; nur 35 Prozent haben den Eindruck, dies werde klar genug ausgesprochen. Besonders deutlich fällt das Ergebnis bei jungen Leuten zwischen 16 und 29 Jahren sowie bei Selbstständigen aus. Sie beklagen zu 64 bzw. zu 78 Prozent eine mangelhafte Aufklärung der Politik.
"Das Ergebnis zeigt die bislang unzureichende Aufklärungsarbeit. Statt über einen Vorsorgezwang zu diskutieren, sollte die Politik besser an dieser Stelle ansetzen", sagt Gerhard Frieg, Vorstand der MLP AG. "Jedem muss klar sein, dass er zukünftig mehr denn je privat vorsorgen muss, um den Lebensstandard im Alter nur annähernd halten zu können."
Quelle: mlp AG
Weitere Informationen unter:
www.mlp.de 