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Arbeitswelt

25.07.2005

Stressfaktor Urlaub: Wenn die geplante Erholung zum Gesundheitsrisiko wird

von Thomas Böttcher

Erholung und Urlaub bergen häufig Chancen und Stressrisiken zugleich und dabei soll die erholsame Auszeit doch eigentlich nachhaltig wirken, so dass man auch nach der Rückkehr in den Berufsalltag noch davon zehren kann.

Schon der Anfang ist ein wichtiger Punkt, ein Urlaub beginnt selten erholsam, weil man von der Planung und Vorbereitung des Urlaubs über das Organisieren der Urlaubsvertretung bis hin zum Kofferpacken die letzten mentalen Reserven verbraucht.

Wenn dann endlich das Ziel erreicht ist, gibt es viele gute Vorsätze, wie Sport treiben, ausspannen, lesen, für die Familie präsent sein usw. Viele dieser Aktivitäten sind unvereinbar und erzeugen möglicherweise eine Art Erfolgsdruck, der wiederum dazu führt, dass ein Urlaub einfach nicht soviel Erholung und Entspannung bringt, wie eigentlich nötig und auch möglich wäre.

Carolin Lüdemann, Business-Coach der CoachAcademy aus Stuttgart, rät daher: „Weniger ist mehr. Auf keinen Fall sollte der Urlaub einem Terminkalender gleichen, in dem sämtliche Aktivitäten aneinandergereiht geplant werden. Erholung braucht Freiräume für spontane Aktivitäten.“

Nur wer sich im Urlaub nicht zuviel aufhalst, bekommt ein angemessenes Maß an Erholung, die ihm auch in den Arbeitsalltag hilft.

„Erschreckenderweise fühlt sich ein Großteil der Urlauber bereits nach wenigen Tagen Arbeitsalltag erneut urlaubsreif", stellt Carolin Lüdemann fest und empfiehlt, sich unbedingt Urlaubserlebnisse zu bewahren. „Eine Muschel vom Lieblingsstrand in der Schreibtischschublade oder ein urlaubstypisches Abendessen lassen Erinnerungen an entspannte Stunden lebendig bleiben und wirken sich nachhaltig auf den Erholungseffekt aus. Ebenso ist es ratsam, sich nicht sofort Hals über Kopf in die Arbeit zu stürzen. Nach der Reise sichern einige Tage Auszeit im eigenen Heim einen schonenden Übergang in den Arbeitsalltag. Und wer vor dem Urlaub die Arbeitsaufgaben gut organisiert der Urlaubsvertretung übergeben hat, dem bleibt die böse Überraschung am ersten Arbeitstag meist sogar ganz erspart."



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