07.05.02
IT im Mittelstand / Fundiertes Wissen immer wichtigervon Robert Piterek |
IHK: Ausbildungswege strukturiert
"Bis zum zweiten Halbjahr 2000 genügte es oft, wenn Einsteiger die gängigen Programme beherrschten," beschreibt Gregor Berghausen, von der Industrie und Handelskammer (IHK) Köln, im Rückblick. Zusätzliche Kenntnisse seien durch Umschulungen und Weiterbildungen vermittelt worden. Inzwischen, merkt der IT Aus- und Weiterbildungsexperte an, sei der Ausbildungsweg zum IT-Fachmann klar strukturiert: "Aus dem unendlichen Konvolut von Berufsbezeichnungen, die
noch bis vor kurzem existierten, haben wir 29 spezielle Qualifikationsprofile auf Spezialisten-Niveau und weitere 6 Abschlüsse als Professionals mit
IHK-Prüfung gefiltert," erläutert Berghausen und fährt fort "damit besteht jetzt ein vergleichbares Niveau im IT-Sektor, welches es den Kammern ermöglicht die Prozess- und Projektkompetenz von erfahrenen IT-Profis
zu prüfen." Das sei besonders im Interesse der mittelständischen Unternehmen, bekräftigt er, denn große Unternehmen könnten sich eigene Ausbildungssysteme bauen.
Mittelstand für Qualifizierte keine Einbahnstraße
In den kommenden Jahren rechnet Berghausen mit weniger Quereinsteigern als bisher. Gut ausgebildete Leute mit einem fachspezifischen Hochschulstudium oder einer fundierten Ausbildung könnten dagegen auch ohne weiteres bei einem mittelständischen Unternehmen anfangen. Der Grund: Geht ein mittelständisches Unternehmen entgegen der individuellen Erwartungen in schlechten Zeiten doch pleite, findet ein qualifizierter Arbeitnehmer schnell Arbeit bei großen Unternehmen, die dann gern auf Fachkräfte aus dem Mittelstand zurückgreifen.
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