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Arbeitsmarkt

08.04.2004

Lohnkosten als Indikator der deutschen Wettbewerbsfähigkeit

von Julia Scho

Die Lohnkosten eines Landes sind ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und der nationalen Lohnpolitik. Der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin 14/2004 zeigt, dass die Lohnkosten international anhand einer gemeinsamen Währungsbasis verglichen werden sollten. Hierdurch ist eine Beurteilung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit eines Landes möglich.

Eine Veränderung der Arbeitskosten hängt vor allem von einer Berücksichtigung der Arbeitsproduktivität, der sektoralen Abgrenzung und der Währungsbasis ab. Darüber hinaus gibt es deutliche regionale Unterschiede bei den Arbeitskosten: In den neuen Bundesländern stiegen die Arbeitnehmerentgelte um 3,1 Prozent, im Westen um 2,1 Prozent.

Die gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten stiegen von 1991 bis 2002 im Jahresdurchschnitt um 1,4 Prozent, sowohl im Westen als auch im Osten. Im produzierenden Gewerbe entwickelten sich die Lohnstückkosten entgegengesetzt: Im Westen waren es 1,7 Prozent, im Osten -2,4 Prozent.

Die Ursache für den Rückgang der Lohnstückkosten in Ostdeutschland sind die geringe Konkurrenzfähigkeit der ostdeutschen Industrie nach der Wiedervereinigung, die Massenentlassungen in der ersten Hälfte der 90er- Jahre und die schnellen Produktivitätsteigerungen durch die Modernisierung des Kapitals.



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