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Arbeitsmarkt

13.11.2003

Journalisten arbeiten immer häufiger frei

von Robert Piterek

Um die Karriere von Journalisten steht es nicht zum Besten. Mehrere tausend ausgebildete Journalisten stehen laut einer aktuellen Studie der Bonner Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) auf der Straße. Folge: Die Zahl der freien Journalistenbüros steigt sprunghaft.

Verlage, Zeitungen, TV-Anstalten und Unternehmen stellen wegen der weggebrochenen Werbeeinnahmen immer weniger Journalisten fest ein. Stattdessen behelfen sie sich mit freien Mitarbeitern. Waren 1997 weit über zwei Drittel (72 Prozent) aller Journalisten in Deutschland fest angestellt, sind es heute nur noch 65 Prozent.

Weniger Stellen und Ausbildungsplätze

Das ist auch an den Stellenangeboten zu beobachten, die insbesondere in den Medienstädten Hamburg, München und Köln deutlich zurückgegangen sind. Eine Modebranche ist der Journalismus aber weiterhin - obwohl die Ausbildungskapazitäten verringert wurden. Um die 350 Plätze an deutschen Journalistenschulen bewerben sich jährlich mehrere tausend Interessenten. Erheblich gesunken ist der ZAV zufolge auch die Anzahl der angebotenen Volontariate (Ausbildung zum Redakteur). Gleichzeitig werden immer weniger fertig ausgebildete Journalisten übernommen. Viele schlagen sich nach dem Volontariat auf eigene Rechnung durch oder gründen mit Kollegen Journalistenbüros.

Quelle: Newsroom.de, ZAV



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